Leica M10-R – ein sinnvolles Upgrade?

Leica M10-R – ein sinnvolles Upgrade?

Kommentare

  
  1. AvatarPhilipp sagt:

    UUhhpps, das habe ich bisher so gar nicht bedacht ist aber völlig schlüssig. Die Anzahl der Pixel ist jenseits des Sehbaren, deren Ausnutzung von menschlich bedingter Verwicklung begrenzt und übermäßiges Vergrößern eher ein Zeichen der falschen Bildgestaltung oder falscher Linse Linse. Sehr interessant! Hätte mir das Teil (Brillenträger) eh nicht gekauft, aber jetzt bin ich deutlich weniger “traurig”. Danke! Vielleicht ist am Ende wirklich die Frage, wie groß wir vergrößern wollen (ich meine im Druck).
    Beste Grüße
    Philipp

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Hallo Philipp,

      ich hoffe, es kommt nicht zu kompromisslos daher, wenn ich übermäßiges croppen als “way of live” bei der Bildkomposition als Mangel an Talent diffamiere (vielleicht ist das zu hart geurteilt). Hin und wieder kann es natürlich nützlich sein, das Potential einer großen Auflösung zu haben!
      Was das ausdrucken oder ausbelichten betrifft, finden sich 40MP weit jenseits der benötigten Auflösung selbst für große Bilder, ausser man braucht sie in Hauswandformat.

      Viele Grüße,

      Claus

      • AvatarPhilipp sagt:

        Nein Claus, nicht hart, völlig richtig. Es gibt einen Level der Auflösung (etwa 24 MP) jenseits dessen ist nichts mehr nötig. Die Leica-Men sollten über andere Dinge nachdenken, wie Farben, Farbübergänge und Anmutung. Pixel sind für Deppen. Besser wäre: wie zu entwickeln einen Sensor und eine Linse für Bilder mit Seele, wie berühren die Ergebnisse uns. Wie mein Moment, als ich mit der M9 und dem Biogon meine Tochter photographierte. Auf das Thema der emotionalen Berührung gab es nach der M9 und ihren Farben keine Antwort mehr (die habe ich geliebt). Und wenn Leica alte Schätze reanimiert, sind die modernen Klone unsittlich teuer, Croppen: das ist doch genau das wofür Leica und der Messucher nicht stehen, draufhalten, Pixel sammeln und dann ausschneiden. Das ist gegen die Schule. Du hast also recht. Bleibt die Frage warum die Monochrom die vielen MP hat, aber vermutlich gibt es dafür eine technische Antwort, vermutlich sind es mehr die Schattierungen von Licht je Pixel (und wenn das so ist, dann…).
        Viele Grüße
        Philipp

  2. AvatarPeter sagt:

    Meine M9 Monochrom macht ausgesprochen Spaß, ein Genuss diese Camera zu nutzen und die Ergebnisse zu bestaunen. Was mich reizt an der M Baumreihe ist lediglich die M10P, alles andere macht für mich keinerlei Sinn. Marketing ist wie schon geschrieben in unserer heutigen Zeit ein sehr strapaziertes Gebilde, oft sinnlos ins Nirvana abtauchend uns weiß machend was wir brauchen und uns doch unbedingt zulegen müssen um aktuell zu sein. Um diesen Hype um immer weiter und immer BESSER zu durchschauen bedarf es aber anscheinend eines an Weitsicht und Hinterfragen interessierten mündigen Bürgers. Ein kritischer Blick schadet da nie, leider ist es auch in Folge des Erfolges und der Notwenigkeit seinen Lebensunterhalt zu generieren immer auch notwendig Partnerschaften einzugehen die es nicht mehr erlauben frei und ungebunden zu sein. So ist die Entwicklung bei vielen auch immer gekoppelt mit Abhängigkeiten, wenn man es bemerkt ist es oft schon zu spät und ein umkehren allzu schwierig wenn man sich erst mal bequem zurückgelehnt hat.
    So genieße ich immer wieder deine Artikel umsichtig und ehrlich mit den Dingen umzugehen und zu hinterfragen. Ursache und Wirkung spielen auch heute noch eine wichtige Rolle, alleine Symptome zu behandeln führt nicht zum nachhaltigen Erfolg.

  3. AvatarIngo Reinhardt sagt:

    Hallo Claus,

    seit geraumer Zeit verfolge ich die Messsucherwelt. Spannend immer wieder Leica und die Marketingabteilung, da ist der Samstagskrimi ja harmlos. Eins muss man den Mitarbeitern lassen, kreativ ist dieser Bereich der von einer Teilstrategie des Marketings zur Unternehmensstrategie mutiert ist und die gesamte zukünftige Strategie des Unternehmens festlegt. Das Unternehmen will sparen, ja bitte mit dieser Abteilung anfangen. 2004 ist die American Marketing Association dazu übergegangen, ihre 20 Jahre alte Definition zu modernisieren und vom Postulat einer unidirektionalen Promotion zum dialogorientierten Begriff des Kundenbeziehungsmanagements zu wechseln. Man sieht das in Bezug zur Summarit-Reihe. Keine Mitteilung zur Aufgabe der Reihe! Ich schließe mich meinen Vorrednern an: ich brauche keine M10-R mit 40 MP. Zur Erinnerung S. Salgado fuhr einen 2CV und hatte eine EOS-1ds Mark III mit 21 MP. Seit Jahren bin ich mit meiner M8 und Voigtländer-Objektiven für BW und mit der M9 mit der Summarit-Reihe 35, 50, 90 + Zeiss 2,8 / 25mm unterwegs. Bearbeitung am iMac 27 Zoll.

    Viele Grüße
    Ingo aus Graz

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Hallo Ingo,

      die Stimme der Vernunft! Die Verantwortlichen der M-Reihe (ich erinnere mich an ein relativ aktuelles Interview mit Stefan Daniel) behaupten ja auch immer, dass sie bei der Konzeption der Kameras sehr stark auf das Nutzer-Feedback hören, und das glaube ich sogar! Aber dann gibt’s diese Abteilung (Marketing eben…) die offenbar an allen vorbei solche Produkte wie die M10-R konzipiert.

      Im übrigen bin ich überzeugt, dass die Kombo M8 für S/W und M9 für Farbe Spitzen-Ergebnisse liefern wird, die mit modernsten Kameras nicht getoppt werden können.

      Viele Grüße nach Graz,

      Claus

  4. AvatarTom sagt:

    Hallo Claus,

    nach 1 1/2 Jahren mit der M240 ist mir letztens eine einjährige M10P zugelaufen…deren Vorbesitzer war auf die M10M umgestiegen und machte mir ein Angebot, das ich nicht ablehnen konnte. Und was soll ich sagen – die M10P ist für mich die perfekte Messsucherkamera! Oder vielleicht sollte ich “fast perfekt” sagen, denn die M10M steht auch irgendwann mal auf der Wunschliste (aber wohl erst dann, wenn eine M11M erscheint?).

    Gut, eine M10R wäre eh nie in Frage gekommen… doch schielt man natürlich als frischgebackener P-Fotograf auf die Spezifikationen des neuen Modells. Aber mir geht es da genau so wie Dir…weder die Daten noch die bisher verfügbaren Beispielbilder lassen mich eine Hypothek aufs Haus (oder den Verkauf einer Niere) zum Erwerb der R in Erwägung ziehen. Interessant finde ich, dass Leica nun aber anscheinend die “normale” M10 einstellt und die P (zumindest in Nordamerika) im Preis senkt – ich meine zumindest, das irgendwo gelesen zu haben. Das wäre eine spannende Strategie den Bestandskunden gegenüber, die ja eigentlich immer steigende Neupreise gewöhnt sind.

    Viele Grüße,
    Tom

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Hallo Tom,

      dass die “normale” M10 der M10-P weicht, ist ja ein logischer und nachvollziehbarer Schritt. Ich habe mir fest vorgenommen, auf eine M10-P upzugraden, wenn die M11 aus irgendeinem Grund eine Missgeburt wird…

      Manche deuten ja die Einführung der M10-R als Zeichen, dass es mit der M11 noch länger als 1 Jahr dauert. Falls das so ist, kein Problem, ich bin mit meiner M10 sehr zufrieden (hat mittlerweile viel ausgehalten, ohne Zicken zu machen). Und eins ist klar: Was immer die M11 auch bringt, wird eine neue Kamera meine persönliche Fotografie kein Jota verbessern, upgraden ist immer reiner Spieltrieb und Konsumzwang. Aber wer hört schon auf die Stimme der Vernunft?

      Genauso reizt mich eine M10-Monochrom extrem! Ich kämpfe schon geraume Zeit mit mir, ob ich den Schritt wagen soll. Die 40MP sind zwar auch bei der Kamera blöde, aber ich habe mich derart an den M10-Formfaktor gewöhnt, dass ich nicht auf M240 zurück möchte.

      Viele Grüße,

      Claus

  5. AvatarWieland Hoppen sagt:

    Lieber Claus,
    eine Kette ist ja so stark wie das schwächste Glied, ich habe mir vor kurzem für die Bildbetrachtung und -bearbeitung einen iMac 27″ mit 5K Retina Display mit 15 Mio Bildpunkten gekauft. Ein Genuss. Meine M 10 macht 25 MP, wie soll da der Unterschied zu 40 MP denn angezeigt werden? Wer baut solche Bildschirme? Für Ausschnittvergrößerungen? Da war dann die falsche Brennweite auf der Kamera oder der Fotograf hätte sich bewegen sollen. Bei 0,01 % der Fotos. Bei WhiteWall habe ich Fotos auf 60×80 cm abziehen lassen. Makellos. Die Jagd nach den Megapixeln erinnert mich an die High-End HiFi Anlagen mit einem Frequenzband jenseits der Hörfähigkeit…
    Natürlich muss Leica bei dem Rennen mitmachen, vor allem bei der preislichen Positionierung, aber als Nutzer spüre ich nicht das Bedürfnis meine Kamera einzutauschen.

    Herzliche Grüße

    Wieland

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Hallo Wieland,

      auf den neuen iMac habe ich auch schon geschielt… ist jedenfalls sinnvoller als die Pixelzahl der Kamera hochzuschrauben.

      Dass Leica wettbewerbsfähig bleibt und “überlebt” liegt ja in unser aller Interesse, darum sollen sie ruhig Zielgruppen versorgen, die “Luxusartikel” wollen. Aber gerade die Sparte M-Kameras war nie wirklich (“nur”) Luxus, sondern immer für Leute gedacht, die eine spezielle Art der Fotografie bevorzugen, für die kaum eine andere Marke das richtige Werkzeug baut. Darum ist ein bisschen wie ein “Verrat”, dass sie so etwas sinnloses wie die M10-R in dem Segment herausbringen.

      Der überwiegende Anteil der Nutzer einer digitalen M gehört sicher zu der Gruppe “gehobener Amateur” oder ist vielleicht Profi, der sich was Nettes gönnt, selbst wenn er die gar nicht für seine “Alltagsarbeit” gebrauchen kann. All diese Leute können “fotografisch” denken und wissen, dass 40 MP für eine Messsucherkamera ohne Bildstabilisierung Quatsch ist.

      Man hätte die Finger davon lassen und die Anstrengungen lieber in eine “vernünftige” M11 investieren sollen. Ich hoffe, dass die Marketing-Abteilung dabei kein Wort mitreden darf.

      Viele Grüße,

      Claus

  6. AvatarKai sagt:

    Lieber Claus.
    Schön, dass es Dir wieder besser geht. Und schön, genau diese Zeilen zu lesen, die meine sein könnten. Ich frage mich, was noch kommen soll. In meinen Augen ist mit der M10 das maximal sinnvolle erreicht. 40MP waren zu erwarten, werden aber noch den Ruf einer manuell zu fokussierenden Messsucherkamera mit optischen Sucher gehörig ruinieren.

    Ja, es geht um Schnelllebigkeit, um Mithalten, um Bedarfsweckung. Würde all das stimmen, was Leica nun mit der neuen M10-R behauptet, hätte sie uns mit der Vorstellung der letzten Leica M10 in die Tasche gelogen. Aber das ist Marke-ting. Ich wünschte mir, die Pastoren hätten es annähernd so gut drauf.

    Ich mache gerade die ersten Gehversuche mit der SL und was die Auflösung betrifft, nutzte ich meistens die kleinste Speichergröße. Was ich an der SL vermisse, hat genau die M10. Und was ich an der M1 vermisse, eben die SL.

    Ich hoffe, dass es Kunden gibt, die eine Außenstelle ihres Hirnes im Herzen haben und weiterhin die normale M10 ordern. Von mir aus sollen die Neureichen, die mit ihren Stadtgeländewagen und Baufahrzeug-gleichen Bereifungen diesen Kram kaufen, denn sie zeigen, wie sinnlos ihr Handeln ist. Mehr Sinnlosigkeit kann man für Geld kaum kaufen. Nur rutscht bei denen das Bedürfnis statt ins Herz in die Hose und da soll bekanntlich noch weniger Hirn vorhanden sein:-)
    Ich glaube, eine bessere Messsucherkamera als die M10 wird es nicht geben.

    Herzlichen Gruß
    Kai

    • AvatarBoris Stepanow sagt:

      Lieber Kai,
      ich besitze einen SUV und bin vielleicht sowas wie neu reich, jedenfalls nicht familiär bedingt alt reich. Und in diesem von mir als privilegiert empfundenen Zustand konnte ich mir eine M240 gönnen und ja, ich schiele auch fasziniert nach der M10-R. Konnte ich deine Vorurteile erfreulich bestärken?
      Sehr schön.Viele Grüße Boris

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