Leica Q… reloaded

Leica Q… reloaded

Kommentare

  
  1. DANKE für diesen sympathischen Bericht! – Erstaunlich für mich, dass man mit einer doch recht speziellen und einzigen Brennweite von 28mm(KB) so weit zurecht kommt, dass man ausschließlich mit dieser einen Brennweite ganze Ferien festzuhalten wagt, ist dies ja doch eine eher extreme Brennweite. Sag – gibt es da nicht viele Momente, wo man doch um eine wesentlich längere Brennweite froh wäre; oder wenigstens um eine Brennweite von ungekropten 35mm? – so … ähm – ganz ehrlich reflektiert? 🙂 … Alles Gute und viel Freude an jedem gelungenen Bild! – Herzlich – Martin

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Zunächst: Es gibt ja so “Brennweiten-Typen”. Der eine “sieht” am besten mit 50mm KB, der andere mit 35mm. Ein Freund von mir hat mal eine ganze Weile ein (exzellentes) Nikon AF f/2.8 105mm als Standardobjektiv genutzt.

      Aber ich “sehe” mehr in weiten Brennweiten, bei 28-35mm fühle ich mich wohl. Das heisst nicht, dass ich mich nicht auf andere Brennweiten einstellen kann. Wenn ich 75mm habe und nichts anderes, richte ich mich eben danach.

      Natürlich hängt die Auswahl der Brennweite nicht nur von eigenen Präferenzen ab, was soll schon ein Vogel-Fotograf mit 35mm? Die Brennweite muss dem beabsichtigten Zweck entsprechen. Nun fällt aber das Ablichten der eigenen Ferien, Street-, oder Reisefotografie im weitesten Sinn in die Sparte “Reportage”, und da ist die klassische Brennweite 35mm angesagt. Warum nicht ein bisschen weiter mit 28mm? Funktioniert genauso gut.

      Ich kann ganz ehrlich die Gelegenheiten, wo ich eine längere Brennweite vermisse, an einer Hand abzählen. Plante ich eine Weltreise und wollte möglichst leicht unterwegs sein, würde ich sofort zur Q greifen.

      Je länger ich fotografiere, desto eher finde ich das Konzept “one Lens, one Camera” auf gewisse Weise befreiend. Ich war in letzter Zeit oft so unterwegs, meist mit einer M und 35mm.

      Viele Grüße in die Schweiz,

      Claus

  2. Günter Szwoch sagt:

    Hallo Claus,
    Grüße aus Canada, lebe hier schon viele Jahre. Habe seit 2 Monaten eine Leica Q, (Silber) was für eine Kamera! Jetzt meine Frage, was bedeutet die Verschlußzeit T? Das dicke Manual gibt keine Auskunft. Wäre sehr dankbar, wenn du es mir verraten würdest.
    Übrigens deine Artikel sind ganz große Klasse, genieße deine Kommentare, wenn du dir Luft machst.
    Grüße Günter

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Hallo Günter,

      “T” ist eine Einstellmöglichkeit für Langzeitbelichtungen noch aus analoger Zeit. Viele Kameras hatten auf dem Zeitwahlrad neben der Option “B” auch dieses “T”.

      Das verhält sich folgendermassen: Bei Stellung “B” Muss man den Auslöser gedrückt halten, dann bleibt der Verschluss solange offen. Er geht zu, wenn man dann loslässt. Bei “T” geht der Verschluss auf, wenn man das erste Mal drückt, und wieder zu, wenn man das zweite Mal drückt! Gerade bei langen Belichtungen etwas bequemer, als den Daumen auf dem Auslöser zu halten (wackelt auch weniger). Also ganz praktisch.

      Liebe Grüße nach Kanada (meine Tochter ist erst vor wenigen Tagen nach einem halbjährigen Aufenthalt in der Provinz Quebec zurück! Ich habe also schon deswegen ein besonderes Verhältnis zu dem Land. Komme bestimmt mal hin, nachdem sie so viele gute Freunde dort hat, dass sie uns natürlich alle hinschleppen will!),

      Claus

      • Günter Szwoch sagt:

        Hallo Claus,
        herzlichen Dank für die schnelle Antwort. Habe es nach einigen probieren herausgefunden, daß es mit Langzeitaufnahmen zu tun hat. Trotzdem nochmals vielen dank. Du bist herzlich willkommen bei uns in Canada.
        Keine Aussage zur Q von dir. Es ist schon eine tolle Kamera und so einfach zu bedienen. Dafür zahlt man schließlich etwas mehr aber man bekommt auch eine Menge mehr.
        Viele Grüße Günter

  3. Hallo Claus,

    es ist schon spannend, wie sich Dinge gleichen können. Auch wenn ich keine CL im Besitz habe, mich “stört” der APS-C, so habe ich ja nach wie vor meine “Q” im Einsatz (neben der großen Nikon D810 u.a. mit Zeiss Glas) und liebe sie nach wie vor… wenn auch natürlich nur rein mental 🙂

    Vor 4 Wochen kam es mir nun in den Sinn, mich für meinen anstehenden Urlaub in Valencia zu rüsten, wo ich häufiger bin und mich dort die Architektur sehr fasziniert, meine Reise-Kamera Olympus OM-D E-M5 aufzurüsten. Es sollte entweder ein 7-14 oder ein 12-100 Glas aus der PRO Serie werden.

    Was dann geschah, war komplett irrational, denn ich verließ den Händler mit einer Sony RX10 – IV, von der ich auch Vorfeld schon einiges gute gelesen hatte. Reizvoll fand ich das riesige Zoom bis zu 600mm (umgerechnet) und das quasi “alles dabei zu haben” Gefühl. Ja, klar, 1 Zoll Sensor… aber das war in fast allen Berichten kein Gegenargument, denn alle lobten die hervorragende Bildqualität. Und dann auch noch das Zeiss Objektiv, was will man mehr?

    Nun ja, was soll ich sagen, ich mache es kurz, sie fand den Weg zurück zum Händler. Sie hat mich nicht überzeugt, auch wenn sie vermutlich gar nicht daran schuld ist, denn Vollformat und das tolle Objektiv an der Q sind eben ganz andere Welten. Und es ist schon fast ein Vergleich wie Äpfel und Birnen und auch ein wenig unfair.
    Ein kleiner Abriss dazu auch auf meiner Seite: https://www.das-hamburg-foto.de/infos/sony-cyber-shot-dsc-rx10-iv/index.html

    Was will ich nun damit sagen? Ganz einfach, das Haben-Wollen-Gen ist eben manchmal stärker als der Verstand oder die Logik. Zudem ist meine Nähe zur Q noch mal enger geworden und daher kann ich Deine oben geschriebenen Zeilen nur zu gut verstehen 🙂

    Viele Grüße,
    Hans-Jürgen

    P.S. es ist nun doch ein Olympus M.Zuiko Digital ED 12-100mm f4 IS PRO geworden und die Leica Q kommt natürlich auch wieder mit nach Spanien!

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Hallo Hans-Jürgen,

      das ist ja das Problem: Die Serotonin-Ausschüttung beim Kaufen neuer Gagdets ist nicht zu unterschätzen! Gut ist es, wenn man seine Hormone noch von der Grosshirnrinde aus kontrollieren kann… will sagen, zu Verstand kommt. Um solche Geräte wie die Leica Q, die Nikon D810 mit High-End-Glas oder auch die M10 zu toppen, muss schon ein richtiger Klopper kommen.

      Und was die Sony-Testberichte betrifft… bei einem Teil glaube ich, dass die einfach noch nie gesehen haben, was richtig gute Bildquali ist, und bei den anderen sollte man auch daran denken, dass es genügend Hersteller gibt, die “Testberichte”, die nur scheinbar unabhängig sind, gezielt im Netz platzieren. Von Manipulationen in Foren oder Kommentarleisten ganz abgesehen.

      Aber durch solche “Versuchungen” wird man auch abgeklärter und es ist, wie du sagst: Man weiss einmal mehr zu schätzen, was man schon hat.

      Gutes Licht und viel Freude im Urlaub,

      Claus

  4. Mark sagt:

    Hallo Claus,

    vielen Dank für den Artikel. Als Leica Fan und Nutzer einer Leica M10, die ich allerdings erst kürzlich erworben habe, habe ich bei Deiner Auto-ISO-Einstellung der M10 aufgehorcht. Denn bei den ersten Testschüssen mit der M10 ist mir auch aufgefallen, dass die 6400 ganz locker gehen und die 12800 besser sind, als was ich bisher vorher gesehen hatte. Bisher waren für mich die D750 und Df hier der „Benschmark“.

    Sehr interessant auch Dein Exkurs zur CL. Bei der Kamera bin ich auch hin- und hergerissen. Allerdings bisher kenne ich sie nur auf dem Papier. Der Grund für eine Zweitkamera ist, dass ich im April nach Vietnam fliege und gerne eine Backkamera hätte. Und da sind im Prinzip die CL und TL(2) bei mir auf den vorderen Plätzen, da man gut die M-Linsen dranschrauben kann. Naja bis April ist ja noch Zeit. Oder ich nehme die Q, die allerdings das Budget stark überschreitet.

    Gruß Mark

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Hallo Mark,

      ja, bei der M10 kann man durchaus noch mit ISO 12500 (seltsamerweise nicht 2X 6400) absolut akzeptable Ergebnisse erzielen, man darf nur nicht in den Wahn verfallen, beim postprozessing zu sehr an den Schatten zu ziehen…

      Die CL halte ich durchaus für die sinnvollste Backup-Kamera für die M10. Hätte ich die Q nicht, wäre sie definitiv bei mir geblieben (vor allem verlockend als “quasi-in-die-Tasche-Kamera mit dem 18mm-Objektiv). Ich kenne auch die Fuji-Apsc-Kameras sehr gut, bevorzuge aber das Farbschema und das “feeling” der DNG’s aus der CL. Sie sind den Dateien aus der M und der Q sehr ähnlich und fügen sich auch in eine Serie von Bildern aus diesen Kameras nahtlos ein.

      Gute Reise nach Vietnam (Neid!),

      viele Grüße,

      Claus

    • Jo sagt:

      Die Datensicherung auf Reisen ist wichtig! Ein zweites Kartenfach hilft vielleicht bei Störungen einer defekten Speicherkarte; es kann jedoch einfach auch nur ein elektronischer Schreibfehler seitens der DigiCam ohne Vorwarnung auftreten. Bei meiner DSLR traten solche Makel nach wenigen Jahren Benutzung gelegentlich (nicht reproduzierbar) auf, obwohl die CF-Karte frei von Störungen war.
      Für meine letzte Reise schaffte ich mir sicherheitshalber eine neue, schnellere CF-Karte an, schaltete die Kamera erst nach mehreren Minuten Verzögerung nach der letzten Auslösung ab und sicherte die angesammelten RAW-Files zwischendurch auf DVD.
      Zuhause lagere ich die DigiCam Reisebilder auf der unterwegs beschriebenen CF-Karte ein und archiviere zusätzlich alle RAW’s und bearbeiteten TIFF’s zur Ausbelichtung auf einer Harddisk und weiteren optischen Medien.
      Wenn ich mit verschiedenen Festbrennweiten fotografiere, führe ich gern zwei baugleiche Filmgehäuse mit; bei dem 24-105mm Standardzoom der DSLR reicht mir allerdings ein Body mit ausreichend Ersatzakkus als Reisegepäck gewichtsmäßig aus.

  5. Hallo Claus,

    danke für den spannenden Artikel. Macht immer wieder Spaß, bei Dir zu lesen. Die Q-Lobpreisungen kann ich alle unterstreichen. Unterwegs gibt es für mich kaum eine bessere Wahl, zumal man bei der guten Bildqualität durchaus croppen kann (auf 35mm ohne Probleme und auf 50mm geht es bei niedriger ISO auch noch relativ gut). Ein Highlight wäre für mich eine Q „plus“ mit fixer 50 oder 60mm Linse. In Kombination mit der 28er Variante würde ich weit kommen.

    Die CL hat mich optisch überhaupt nicht angesprochen. Und wenn das nicht der Fall ist, ist es nicht „meine“ Leica. In der APS-C Klasse fühle ich mit Fuji gut bedient.

    Nochmals Danke und weiterhin viel Freude mit der Q,

    Thomas

  6. Kai sagt:

    Lieber Claus. Noch darf man es ja wünschen- ein frohes Neues Jahr!
    Dein Artikel zeigt doch eines- dass Du mit dem Kauf der Leica Q was richtig gemacht hast. Genau das vermisse ich nämlich, wenn Menschen immer den neuesten Produkten nachjagen. Und ich vermute mal, tief in Dir drin wusstest Du, dass die CL nicht deine Kamera werden würde, oder? Wobei ich sie vom Konzept sehr sinnvoll empfinde, weil sie genau die Lücke schließt, die Q-Kritiker mit dem Vermissen weiterer Brennweiten sichtbar machen.
    Ich habe mich oft gefragt, ob für Deine Touren mit der Q für die wenigen Langzeitbelichtungen der Mini-Dreifuß von Leica nicht genau das Richtige wäre. Man bekommt es leider nur noch gebraucht, aber die Teile sind einfach unkaputtbar. Wenn Du Interesse hast, könnte ich Dir eines mal zum Ausprobieren zuschicken.
    Liebe Grüße
    Kai

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Lieber Kai,

      du hast recht: Möglicherweise war da was im Unterbewusstsein, was die “Chemie” zwischen mir und der CL vergiftet hat. Ich denke nach wie vor, wenn ich nicht so ein Designwunder wie die Q hätte (und die M10 in der Hinterhand), hätte ich mich viel besser mit der CL angefreundet.

      Vielen Dank für das Angebot mit dem Leica Mini-Dreifuß, aber ich habe bereits das sehr stabile Mini-Stativ von Manfrotto (ebenfalls unkaputtbar, und wird natürlich deswegen nicht mehr hergestellt…), das mich schon auf viele Reisen begleitete und schon oft zur Hand war, wenn ich plötzlich auf die Idee kam, “eine Langzeitbelichtung wäre jetzt nicht schlecht”.

      Viele Grüße und ein gutes Neues Jahr,

      Claus

  7. Maurizio sagt:

    Hallo Claus
    Wirklich schöner Artikel. Schön zu sehen, dass Du offen für Neues bist, aber auch trotzdem mit Dir selber ehrlich genug bist, auch mal vielleicht eine Erfahrung reicher zu sein, zu schätzen was man mit mit seiner Leica Q hat. Ich kann Deine Entscheidung gut nachvollziehen. Für mich macht das Fotografieren dann Spass, wenn ich zusätzlich zu der Haptik, mir keine Gedanken machen muss, wo ich was zu suchen habe. Je mehr diese Symbiose oder Zusammenspiel zwischen Fotograf und Kamera besteht, umso schöner werden meiner Meinung nach die Fotos. Für mich ist es oft ein gutes Zeichen, wenn man eine Kamera in gewissen Situationen in der Fotografie vermisst. Das schafft meine Leica Q immer noch locker. Meine vorherige Fuji x100 war keine schlechte Kamera, im Gegenteil. Die Q hat mich aber motiviert, das Ausreizen des technisch möglichen weiterzutreiben und Neues dazuzulernen. Stillstand ist für mich Gift in der Fotografie. Aber jeder soll und muss es für sich selber entscheiden können.

    Gruss Maurizio

Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail wird nicht veröffentlicht.

Folgende HTML-Tags und Attribute dürfen verwendet werden:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

© 2018 - Messsucherwelt

Powered by WordPress - Built by ThemeShift

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen