Wenn am diesen Vergleich liest, fragt man sich, warum bei all den Vorteilen die Messsucherkameras nur eine Randerscheinung sind. Die Antwort ist einfach: Sie sind zu teuer. Aber die heutigen Spiegellosen Systeme (ohne Messsucher) verdrängen die Spiegelreflexkameras immer mehr.

Zunächst muss gesagt werden, dass der Messsucher („Rangefinder“) ein optisch-mechanisches Gerät ist, dass durch Kopplung mit dem entsprechend gebauten Objektiv („Rangefinder-Lenses“) das millimetergenaue fokussieren ermöglicht. Dieses „Ding“ ist sehr aufwendig herzustellen, die Fertigungstoleranzen sind mit einem Schweizer Uhrwerk vergleichbar, so ist es kein Wunder, dass damit ausgestattete Kameras sehr teuer werden. Die digitale Variante erfordert ausserdem besonders hohe Genauigkeit, denn die Schichtdicke der Pixelebene strebt gegen Null, während die Filmemulsion in analogen Kameras höhere Toleranzen ohne negativen Effekt zulässt.

Der Messsucher in der neuen Leica M10 ist wahrscheinlich der beste, der je gebaut wurde, denn gerade die lichtstarken Summilux (oder gar Noctilux-) Objektive haben weit offen eine hauchdünne Tiefenschärfe und verzeihen beim fokussieren nicht den geringsten Fehler.

Viele Vorteile der Messucherkameras treffen aber auch auf die inzwischen immer populärer werdenden „Spiegellosen“ Kameras zu (von denen die Messsucherkameras nur eine Variante darstellen), die nicht unerheblich dazu beitragen, dass viele ihre sperrigen DSLR-Systeme verschrotten (sagen wir mal: verkaufen) und sich bei Sony oder Fuji mit entsprechenden Modellen einzudecken. Der Verkauf von Spiegelreflex-Kameras ist Nikon und insbesondere Canon deswegen regelrecht weggebrochen. Zwar sind DSLR’s immer noch im professionellen Bereich unverzichtbar (v.a. Sport-Fotografie), aber selbst dort (im Bereich Mode, Event-Fotografie, Reportage u.ä.) gehen die Profis zu spiegellosen Systemen über wegen der Vorteile, die ich noch im Einzelnen aufzählen werde.

Die Spiegelreflextechnik hat durch die Möglichkeit, alle möglichen Objektive ohne Aufwand zu benutzen (vor allem wegen der populären Zoom-Objektive), den Markt in den 70er Jahren erobert und nicht mehr losgelassen.

Exkurs: Die meisten „Consumer-Class“-Zoomobjektive sind nicht sehr gut. Lichtschwach zum einen, optische Fehler wie Verzeichnung oder chromatische Aberration werden mit kamerainterner Software korrigiert, was die Auflösung merklich beeinträchtigt. Selbst eine Einsteiger-Klasse DSLR könnte oft viel bessere Ergebnisse bringen, wenn sich der Besitzer ein besseres Objektiv anschaffen würde und das „Kit-Objektiv“, das mit der Kamera geliefert wurde, in eine Blumenvase umwandelt.

Fuji X100s

Die Fuji X100s, eine moderne „spiegellose“ Kamera ohne Messsucher, die mit ihren „Verwandten“ aus der X-Reihe Canon und Nikon das Fürchten lehrt.

Die Frage ist aber nicht: „Was ist besser?“, sondern: „Wo liegen die Stärken des jeweiligen Systems?“

Die Kamera ist das „Werkzeug“ des Fotografen. Wie dieses Werkzeug beschaffen sein soll oder welche Eigenschaften besonders vorteilhaft sind, hängt von den jeweiligen Bedürfnissen des Fotografen ab. Die „eierlegende Wollmilchsau“ (die Kamera, die alles kann) gibt es auch bei Kameras immer noch nicht. Man muss schon wissen, was man fotografieren will, um eine Auswahl zu treffen. Dennoch gibt es bestimmte Kriterien, die Zeitlos sind, was die „Gestalt“ betrifft. Das hat auch nichts mit analoger oder digitaler Technik zu tun. Es gilt der einfache Grundsatz „Form follows Function“.

Sean Reid ist ein bekannter Spezialist für Kameras. Seine Webseite mit Reviews für alle gängigen Modelle ist eine Fundgrube für Profifotografen und das, was die Fachwelt als „ernsthafte Amateure“ bezeichnet. Auch die Kameraindustrie ist an seinem Urteil sehr interessiert und nimmt gerade sein Feedback sehr ernst. Er schrieb kürzlich ein Essay für die Webseite „Luminous Landscape“ , in dem er die allgemeinen Grundprinzipien der Bedienung beschreibt, die er für eine Kamera für essentiell hält. Dabei war es für mich eine Bestätigung auch meiner Entscheidung für den Gebrauch einer Leica, dass er eben diese Kamera als herausragendes Beispiel für funktionelles Design wählt. Im Grunde stammt die Anordnung der Bedienelemente aus den dreißiger Jahren, aber sie ist so sinnvoll, dass man das Rad sozusagen nicht neu erfinden muss. Ein Link zu dem exzellenten Essay befindet sich hier.

Vorteile der Messsucherkameras

  • Sehr hohe Bildqualität bei kompakter Bauweise: Es können große Sensoren in relativ kleine Gehäuse verbaut werden, auch die Objektive können klein bleiben, weil sie nahe der Bildebene angeordnet sind, denn es muss kein Platz für den Spiegel bleiben. So haben selbst sehr starke Weitwinkelobjektive (12mm) wenig Distortion. Die Bildqualität wird natürlich auch dadurch gehoben, dass alle Objektivhersteller in dem Bereich, sei es Leica, Zeiss oder Voigtländer, sehr hohe Ansprüche an ihre Produkte stellen. So rangiert die Bildqualität im Bereich der High-End Profi-DSLR‘s und übertrifft natürlich die „Consumer-Produkte“ bei weitem.
  • Sehr viel leichtere Ausrüstung: Aus dem ersten Punkt ergibt sich gleich der zweite große Vorteil: Wenn man wirklich das Bedürfnis hat, alles Mögliche mitzuschleppen, ist der Gewichtsunterschied enorm! Siehe Bild unterhalb der Aufzählung
  • Sehr exaktes fokussieren auch bei schlechten Lichverhältnissen: Wenn die Autofokussysteme auch sehr guter Kameras nicht mehr funktionieren oder ein nerviges AF-Hilfslicht aussenden, lässt sich ein Messsucher immer noch problemlos einstellen. Während der Aufnahme behält man auch das Motiv stets im Auge (im wichtigsten Moment verschwindet das Sucherbild bei SLR‘s). Dazu noch: Fokussieren auch durch Hindernisse wie Zäune oder Glasscheiben problemlos, der Autofokus dagegen wird hier immer auf‘s Glatteis geführt.
  • Sucherrahmen für die jeweiligen Objektive werden automatisch eingespiegelt. Innerhalb des Rahmens kann das resultierende Bild „komponiert“ werden, der Fotograf sieht aber auch, was sich ausserhalb der abgebildeteten Zone tut und demnächst ins Bild kommt. Die M10 z.B. hat eine Suchervergrößerung von 0,73, das ermöglicht für das 28mm-Objektiv den größten Rahmen, praktisch die gesamte Fläche des Suchers. Ein 35mm, 50mm oder gar 75mm-Objektiv hat schon viel Platz um den Rahmen, man sieht also, was sich „drumherum“ so bewegt. Bei längeren Brennweiten werden die Rahmen leider unpraktisch klein. 90mm geht noch, aber 135mm ist durch den Sucher nicht mehr praktikabel zu fokussieren. Dafür haben die M240 und die M10 dann Live-View (oder den elektronischen Aufsteck-Sucher).
  • Sucherrahmen: Ein Bildfeldwähler-Hebel vorn am Gehäuse ermöglicht es, die unterschiedlichen Objektivrahmen im Sucher einzuspiegeln (egal, welches Objektiv gerade davor ist) und sich so die Entscheidung über die für das Motiv benötigte Brennweite leichter zu machen.
  • Gebrauch von Filtern: Farbfilter für die S/W-Fotografie, Graufilter usw. vor dem Objektiv stören im Gegensatz zur Spiegelreflex-Kamera nicht, der Blick durch den Sucher bleibt ungetrübt.
  • Keine Vibrationen beim Auslösen: Der Spiegel bei SLR‘s erzeugt beim hochklappen Vibrationen, die bei Belichtungszeiten ab 1/30 s und länger zu Unschärfen führen kann. Auf einem Stativ bei stillstehendem Motiv kann man das Problem umgehen, indem man den Spiegel vor der Aufnahme hochklappt, aber bei „normalem“ fotografieren unmöglich, da man dann ja nichts mehr durch den Sucher sieht…
  • Das Auslösegeräusch ist ebenfalls viel leiser im Vergleich zur SLR, wo einige Hardware vor dem Sensor im Augenblick der Aufnahme weggeräumt werden muss. Ein leises Klicken des Tuchverschlusses ist alles, was ein RF von sich gibt. Sehr praktisch in leisen Umgebungen, z.B. klassischen Konzerten.
  • Kein „Shutter lag“: Das ist die Verzögerung der Auslösung (=Shutter lag), eben durch jenes notwendige hochklappen des Spiegels verursacht. Wenn man den Auslöser bei RF‘s betätigt, ist das Bild im Kasten und nicht das danach…

 

Grössenvergleich

Grössenvergleich der Systeme DSLR/RF mit gleichartigen Objektiven

 

 

Nachteile (der klassischen Messsucher, gelten nicht für die M240 oder die aktuelle M10)

  • Sucherparallaxe: Es kann entfernungsabhängige Abweichungen zwischen dem Bild im Sucher und dem tatsächlichen Bild geben.
  • Sucherblockierung: Wenn verhältnismäßig große Objektive benutzt werden, kann ein Teil des Suchers (untere rechte Ecke) verdeckt werden.
  • Schlechte Fokussierungsmöglichkeiten im Telebereich (ab ca. 130mm): Das Motiv ist für exaktes Scharfstellen irgendwann einfach zu weit weg…
  • Umständliches Arbeiten im Makro-Bereich: Viel Aufwand, die immer größer werdende Parallaxe auszugleichen…
  • Manueller Fokus: Bei sehr stark bewegten Motiven zu langsam.
  • Evtl. Wartungsintensiver: Das Messsuchersystem ist rein mechanisch und muss manchmal nachjustiert werden, das kann nur im Werk erfolgen.

D3S_6971-m7

 

Vorteile der Spiegelreflexkameras:

  • Aus den Nachteilen der Messsucherkamera ergeben sich unmittelbar die Stärken bei SLR‘s: Das Bild im Sucher entspricht dem Bild auf dem Sensor, Makro-Bereich und sehr lange Brennweiten darum kein Problem.
  • Autofokus bei sich schnell bewegenden Motiven überlegen (Sportfotografie)
  • Keine „Extrasucher“ für kurze Brennweiten (s. Bild oberhalb).

 

Mit allen Nachteilen, die durch den optisch/mechanischen Messsucher bedingt sind, räumt die M (Typ 240) sowie die M10 (und die neueren spiegellosen Kameras von z.B. Fujifilm oder Sony) allerdings auf:

Live View über das grosse hintere Display oder einen aufsteckbaren elektronischen Sucher ist möglich, so das von nun an alle Objektive, egal welcher Brennweite, sogar Fremdobjektive (sofern sie manuell fokussierbar sind) an der „M“ benutzt werden können. Die „M“ beinhaltet alle Tugenden der Messsucherkamera und bietet gleichzeitig „Features“, die sonst nur bei DSLR‘s möglich waren.

 

Comments

  1. Uwe Hofacker
    21. Juni 2020

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    Hallo Herr Sassenberg! Ich lese die Beiträge mit großem Interesse schon lange Zeit. Heute las ich den Beitrag „Scharfe Sache“ über das manuelle Fokussieren der M. Als ich kurz nach dem Erscheinen der M10 meine Kamera direkt im Werk abgeholt hatte war ich begeistert. Kein Vergleich zu der mich eher enttäuschenden M8. Die M9 hatte ich übersprungen. Aber ich erlaube mir einen kleinen Tropfen Wasser in den Leica Wein zu tröpfeln. Im Beitrag Schafe Sache wird die Fähigkeit zum schnellen Auslösen hervorgehoben. Aber das kann ich nicht absolut so gelten lassen. Wenn ich eine M6 ans Auge knalle um eine spontane Szene einzufangen ist das problemlos möglich. Die M10 braucht im wahrsten Sinne einen Augenblick um Wach zu werden. Zumindest fühlt es sich so an. Es ist halt letztendlich eine elektronische Kamera. Das gehört zur Wahrheit dazu finde ich.
    Vielen Dank für Ihre Arbeit.
    Uwe Hofacker, Frankfurt am Main

    • Claus Sassenberg
      21. Juni 2020

      Leave a Reply

      Hallo Herr Hofacker,

      vielen Dank für die vollkommen richtige Ergänzung! An eine „schlummernde“ digitale M hatte ich keinen Gedanken verschwendet. Ich ging von einer „wachen“ Kamera aus. Wenn ich irgendwelche Events fotografiere, lasse ich die Kamera gar nicht in Schlaf fallen. Man muss halt genügend Akkus dabei haben.
      Letztendlich ist das Aufwachen ein Problem von allen digitalen Kameras. Das schaffen die mehr oder weniger schnell. Bei der M240 war die Zeit sogar von der „Schnelligkeit“ der SD-Karte abhängig (ich weiss gar nicht, ob das bei der M10 auch noch so ist).

      Viele Grüße,

      Claus

  2. Robert L
    15. Juli 2019

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    Hallo Herr Sassenberg,

    ihre Seite hat bereits seit einiger Zeit ihren fest Platz als Favoriten-Ikon im Browser gefunden!
    Ausdrücklich gelungen finde ich ihre Art des Schreibens über die Faszination LEICA und der Fotografie – deshalb bitte weiter so, verbunden mit einem großen Dank für die Mühe der bisherigen Arbeiten und dem was sicherlich noch folgen wird.

    Nach der D-LUX 5, einer X2 und einem kurzen Ausflug auf die Fuji Xpro2, habe ich mir vor ca. 2 Monaten eine sehr gut erhaltene M9 zugelegt. Ein paar Leica Objektive hatte ich schon im Vorfeld an der Fuji benutzt und manuell fokussiert.
    Seit dem Kauf der M9, liegt die Fuji im Schrank und ich überlege, ob ich diese nun verkaufe oder behalte -ich finde keine Antwort.

    Mit meiner alte Dame der „CONTAX II“ fotografiere ich gern auch noch in SW.
    Letzte Woche habe ich noch eine LEICA CL von 1974 erstanden – ebenso in einem klasse Zustand – ich bin begeistert und werde bald die ersten SW Fotos machen.

    Beste Grüße aus Radebeul,
    Robert L.

    • Claus Sassenberg
      16. Juli 2019

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      Vielen Dank für das Lob zu meiner Webseite!

      Zur M9: Ich werde nicht müde zu unterstreichen, wie gut diese Kamera immer noch ist! Und wenn einen das „Messsucher-Fieber“ erst mal gepackt hat, schaut man andere Kameras kaum noch an. Ich habe für die M9 eine Canon 5D Mark II verstauben lassen, bis ich mir nach einem halben Jahr eingestand, dass ich sie doch nicht mehr benutzen würde und verkaufte.

      Einzige „Kontraindikation“ wäre, wenn man für bestimmte Gelegenheiten etwas mit Autofokus braucht.

      Im übrigen freut es mich natürlich zu hören, dass ich nicht der einzige Spinner bin, der noch mit Film fotografiert. Die Contax ist ein gutes Stück Ingenieursarbeit und die CL natürlich auch ein Klassiker, vor allem schön Kompakt.

      Viel Freude mit den Kameras, gutes Licht,

      Claus

  3. Dirk
    7. Februar 2019

    Leave a Reply

    Oh man Claus,

    ich hatte in den letzten Tag ein bißchen Zeit und habe gelesen. Was, wirst du dich vielleicht fragen? Nun deinen Blog, oder zumindest einen Teil davon, den technischen. Es fasziniert mich, mit wie vielen Anekdoten und Details du dieses Hobby betreibst und beschreibst. Nun ja, irgendwas muß man zur geistigen Erbauung machen, denn unsere Arbeit kann nach meiner Meinung weitestgehend von dressierten Affen übernommen werden. Ich denke, daß es auf jeden Fall spannendere Dinge gibt.
    Meine D810 schmollt bestimmt auch schon im Fotoschrank, seit dem im Oktober 18 die Q bei uns eingezogen ist. Aber Porträit und so, mit 85mm 1,4 darf sie noch, nicht daß die Akkukontakte bei ihr korrodieren. Letztendlich ist es aber meine unendliche Bequemlichkeit, die mich meist die Q wählen läßt. Wer trägt schon freiwillig gern mehr, als er muß.

    Deinen Sarkasmus in den Beiträgen finde ich sehr erfrischend. Ist das u.U. berufsbedingt? Beim Kollegen Schreiber in Paderborn gibt es schon seit Jahrzehnten derartige, von mir sehr geschätzte, Tendenzen.
    Wenn ich mich recht erinnere, liegt in meinem Schreibtisch noch ein Bild von uns allen vor dem bewußten Gebäude in Münster. Ich hoffe, daß ich daran denke, es einzuscannen und dir zu schicken.

    Jetzt freue ich mich auf deinen nächsten Beitrag.

    Viele liebe Grüße aus der Pfalz !

    p.s. Fahre am 22.02.19 nach Wetzlar zu einem Treffen mit Fotofuzzy.

    • Claus Sassenberg
      7. Februar 2019

      Leave a Reply

      Lieber Dirk,

      vielleicht ist der Sarkasmus berufsbedingt, vielleicht Veranlagung… jedenfalls muss man ja irgendwie auf den alltäglichen Schwachsinn reagieren (den du wie ich zur Genüge kennst), mit dem uns hauptsächlich die Bürokraten überschütten.
      Vermutlich eine Schutzfunktion, um nicht zum Strick zu greifen.

      Den Fotofuzzie würde ich auch gern mal persönlich kennenlernen, aber am 22. bin ich woanders unterwegs.

      Liebe Grüße aus Ostwestfalen (wenn ich mal im Lauf des Jahres bei euch in der Gegend bin, wie wär’s, wenn wir uns mal treffen?),

      Claus

      P.S.Mit dem nächsten Beitrag habe ich es jetzt nicht so eilig, das kann März werden.

      • Dirk
        8. Februar 2019

        Lieber Claus,

        wir würden uns sehr freuen, wenn du mal hier vorbeischaust. Es gibt da einige sehr nette Weinlokale in die wir dich entführen können, inklusive schöner Motive.

        LG, Dirk

  4. Arne
    4. Oktober 2018

    Leave a Reply

    Sehr geehrter Herr Kollege,
    vielen Dank für diesen Blog! Es macht ohne Ende Spaß, hier unterwegs zu sein. Nachdem ich die 6d, 5dIV, 50L, 135L, 35,24 Sigma Art, …, als Anzahlung für eine M10 + Summarit 35 2.4 verwendet habe, fühl ich mich entschlackt und habe enormen Spaß an dieser neuen Art zu fotografieren. Insbesondere hätte ich nie gedacht, dass mir eine 2.4er Blende ausreichen kann (bislang), wobei ich doch eigentlich immer gewohnt war, aufzublenden. Bitte machen Sie weiter so!
    Alles Gute!
    Arne

    • Claus Sassenberg
      5. Oktober 2018

      Leave a Reply

      Danke für die nette Rückmeldung!

      Manchmal ist eben weniger mehr 😉

      Kollegiale Grüße,

      Claus

  5. Gerd Itjeshorst
    1. August 2018

    Leave a Reply

    Sehr geehrter Dr. Sassenberg,

    mit sehr viel Interesse habe ich Ihren Blog verfolgt seitdem ich im Dezember 2016 von einer Nikon DSLR auf eine Leica Q umgestiegen bin. Damals ein Spontankauf als Weihnachtsgeschenk an mich selbst. Seitdem liegt die Nikon unbenutzt im Schrank. Mit der Q bin ich mehr und mehr vom Autofokus weg und auf manuellen Betrieb umgestiegen. Das hat die Art und Weise, wie ich fotografiere drastisch verändert. Die Ergebnisse sind sehr viel mehr involvierend und der Ausschuss ist exponentiell gesunken. Und nun kommt es noch viel „schlimmer“: Wie der Verkäufer in einem renommierten Fotogeschäft in Düsseldorf schon sagte, würde die Leica Q so etwas wie die „Einstiegsdroge“ in die Leicawelt sein. Er sollte Recht behalten. Nun trage ich mich akut, auch durch Ihren hervorragenden Blog inspiriert, mit dem Kauf einer M10. Ich dachte als erstes Objektiv an ein 50mm Summilux oder Summicron (ohne APO), beide in der aktuellen Version, als Ergänzung zur Q mit 28mm.

    Ich habe viel im Internet recherchiert, stoße aber immer wieder auf unterschiedlich Aussagen was die Abbildungsleistung angeht. Die Kompaktheit scheint ja in der jeweils aktuellen Version nur noch ein marginaler Unterschied zu sein. Was das Bokeh angeht, scheint das Summilux etwas gefälliger zu sein. Low-light ist für mich durchaus interessant, nachdem ich tolle Erfahrungen mit der Q gemacht habe. Mit dem sehr guten Rauschverhalten der M10 ist aber die Frage, ob die eine Blendenstufe mehr beim Summilux einen signifikanten Unterschied macht. Gerne würde ich hier Ihre Erfahrung im Vergleich hören, sofern das für Sie möglich ist.

    Außerdem würde ich gerne wissen, wie Ihre Langzeiterfahrung mit der M10 im Vergleich mit der M240 ist – insbesondere für mich als Brillenträger, der mit der Q das Diopterrad nutzt und die Brille absetzt um einen besseren Blick durch den Sucher zu haben.

    Nochmals herzlichen Glückwunsch zur Ihrer Internetseite
    Gerd Itjeshorst

    • Claus Sassenberg
      20. August 2018

      Leave a Reply

      Hallo Herr Itjeshorst,

      das mit der „Einstiegsdroge Q“ scheint zu stimmen, das habe ich jetzt schon häufiger mitbekommen.

      Eine M10 ist für Brillenträger durchaus geeignet, ich benutze sie auch immer mit Brille. Allerdings würde ich zur Vorsicht empfehlen, mal „in Natura“ durch den Sucher zu gucken, wie man das selbst empfindet. Ggf. gibt es Linsen für den Dioptrienausgleich.

      Und 50mm-Objektive: Es muss nicht das Summilux sein, wenn man nicht ständig bei ausgesprochen wenig Licht arbeitet. Auch das Summicron hat eine gute Low-Light-Kapazität. Bokeh ist bei beiden Optiken schön, die Abbildungsleistung auch kein Thema (jedenfalls für mich. Es ist einfach ermüdend, was die „Pixelzähler“ sich da alles einbilden. Mit dem realen Leben hat das jedenfalls nichts zu tun). Ich benutze mein „altes“ Summicron durchaus sehr oft, es steht dem Summilux optisch nichts (merklich) nach und ist ein wenig kompakter, leichter.

      Leider also kein klares Votum für das eine oder andere Objektiv. Beide sind sehr gut. Zum Summilux greife ich hauptsächlich dann, wenn ich sehr mieses Licht erwarte, oder nicht genau weiß, wie die Verhältnisse sein werden. Aber bei der ISO-Kapazität der M10 (die die der Q geringfügig übersteigt) spielt eine Blendenstufe kaum noch eine Rolle. Für meine analogen Kameras dagegen kann das schon einen grossen Unterschied ausmachen.

      Viel Freude weiterhin mit der Q, viel Erfolg bei der Entscheidungsfindung,

      Claus Sassenberg

      • Gerd Itjeshorst
        21. August 2018

        Hallo Herr Sassenberg,

        vielen Dank für ihre kompetente Antwort aus der Sicht eines „ganz normalen“ erfahrenen Anwenders. Jetzt hat sich die Situation insofern verändert, dass ich dem Virus Leica erlegen bin und eine M10 mein Eigen nennen darf. Nach langen Überlegungen ist das erste Objektiv nun ein 35mm Summilux ASPH FLE geworden. Ich konnte halt nicht widerstehen. Der emotionale Faktor, den auch Sie in einige Beiträgen erwähnen hat auch mich in seinen Bann gezogen.

        Dei ersten etwa 1000 Auslösungen sind im Kasten und ich bin sehr begeistert. Insbesondere die Low Light Fähigkeiten (und ich meine hiermit Kerzenschein und ein paar „Spotlichter“ in einer beengten Kneipe) sind enorm. In Verbindung mit Life View war das Fokussieren auch gut machbar. Mit der Brille ist das ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber machbar. Gerne werde ich mal die Dioptrieanpassungslinsen probieren. Nun heisst es üben, mehr probieren und dann ggf. ein 75mm oder 90mm als leichte Tele/Portraitergänzung in der Summarit Klasse anzugehen.

        Ich werde weiter mit Spannung ihren Blog verfolgen und mir weitere Tipps und Inspirationen holen.

        Und: Mit der Q werde ich weiter Freude haben, wenn auch mehr dadurch, dass meine Frau nun mal mit „Point and Shoot“ ein paar Szenen einfange kann, auf denen ich dann selber mal zu sehen bin 🙂

        Mit besten Grüssen
        Gerd Itjeshorst

  6. Jolomy
    2. November 2016

    Leave a Reply

    Messsucher UND Spiegelreflex!

    Es ist doch letztlich eine Frage des Temperaments sowie der Art des Sujets, welches System mit einer Standardbrennweite zum Einsatz kommt, oder? Entscheidend für beispielsweise Portraits ist m.E. der optische Sucher mit präziser Fokussierhilfe! Die kurze Auslöseverzögerung in Verbindung mit der immer freien Sicht auf die Mimik erlaubt eine andere Vorgehensweise im Vergleich zu einer Spiegelreflexkamera, die jedoch Vorteile bei der Wahl eines exakten Ausschnitts und die leichtere Beurteilung von Schärfe/Unschärfe sowie der Farbkontraste bietet.
    Unterwegs begleitet mich meist meine vollmechanischen M4-P/M6 mit dem 2/35 am Riemen ( < 1 kg) über der Schulter, geladen mit einem hochempfindlichen SW-Film und zur weiteren Selbstverarbeitung einschließlich der Ausbelichtung auf Barytpapieren im ambulaten Fotolabor.
    Für die Belichtung von Farbnegativfilmen, die ich zur Entwicklung und zum Vergrößern beim Photoservice einreiche, greife ich aber lieber zur MF SLR, die ich möglichst auf mein stabiles Holzstativ schraube – wegen der Komposition an der Mattscheibe und um mit beiden Augen die Menschen zu beobachten für den passenden Auslösezeitpunkt.
    Das Verschlußgeräusch der mechanischen Kameras signalisiert mir den Moment der Belichtung, den ich entweder mit einem Auge am Glassucher oder mit beiden Augen unmittelbar kontrolliere. Beide Systemkameras liegen prima in meinen Händen und die Finger ertasten "blind" die wenigen Bedienungselemente, sodaß ich mich voll auf das Motiv konzentrieren kann.

    Völlig anders sieht es dagegen mit meinen DSLR Boliden aus! Die sind voluminöser als die MF Kamera und erfordern auch zur Aufnahmezeit sehr viel mehr Aufmerksamkeit (unzählige, verstreute Schalter, Räder, Scheiben etc.); insbesondere die richtige Belichtung zu finden, stellt für mich eine besondere Herausforderung dar. RAW ist bei meiner KB DSLR Pflicht, da etwa die Kompensation der Distorsionen und chromatischer Fehler den kamerainternen Chip überfordern und ein Weißabgleich ex post nur schwer zu justieren wäre. Das Histogram vor Ort hilft da wenig, da hier nur ein JPEG Bild dargestellt wird und so die Dynamik des Sensors – gerade bei hohen Motivkontrasten – nicht ausgeschöpft (ETTR) werden kann. Mit etwas Übung klappt hier aber auch bei den meisten Szenen eine Belichtung nach Lichtwerten – wie vom Film gewohnt. DPP liest bestmöglich die Objektivkorrekturdaten aus und liefert 16 Bit TIFFs zur weiteren Bearbeitung mit programmierten PS-Aktionen (Luminanz, Gradation, ggf. Lichter & Tiefen verstärken, Texturen verbessern etc.) inklusive der Konvertierung des ProPhoto RGB Arbeitsfarbraums in das ICC Profil des Laserbelichters (FF7500) meines favorisierten Photoservice …

    Klingt vielleicht kompliziert, wird aber mit der Zeit zur Routine und die 250 Seiten Anleitung der EOS brauche ich inzwischen nicht mehr. Die neue 5DIV soll ja über mehr Rechenkapazität verfügen und korregierte JPEGs liefern – mit einem time lag von ca. 3 Sekunden. Mal abwarten, ob die nächste 5D an die Geschwindigheit der 1D X mit zwei Prozessoren anknüpfen wird?

    • Kai
      4. November 2016

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      Ich kann dem nur zustimmen. Lange habe ich schon vor Jahren überlegt, eine M oder eine R zu kaufen. Damals habe ich mich für eine R 8 entschieden und halte sie noch heute für eine der besten Spiegelreflexen. Die Auslöseverzögerung hat mich nie gestört, den Schärfebereich konnte ich bestens kontrollieren. Film einfädeln eine Sekundesache. Meine liebsten Brennweiten: 50 und 135 mm. Der Sucher. perfekt. Belichtungszeiten: bis zu 1/8000 Sekunde, das erlaubte mir, einen Delta 3200 mit Orangefilter bei Tageslicht einzusetzen, um einen bestimmten Ausdruck mit sichtbarem Korn zu bekommen. Ich habe damals die R 8 verkauft, als sie schwächelte. Hätte ich noch eines der neuen 50er mit Brennweite 1.4 bekommen, ich hätte mir eine R 9 angeschafft. Komfortabeler empfinde ich eine gute Spiegelreflex, die Leica M 7 ist aufwendiger, hat nur eine Belichtungsmessung, komplizierteren Filmwechsel, eine Ungenauigkeit in der Paralaxe. Aber ich habe mich daran gewöhnt und die Leica M ist mir ans Herz gewachsen. Mit der digitalen Fotografie will ich immer noch nicht richtig warm werden, aber im Kopf ist immer noch, mir eine Leica R 9 vom Gebrauchtmarkt als Zweitkamera anzuschaffen und nicht mehr her zu geben.

      • Jolomy
        6. November 2016

        Ja, die Wahl des Equipments begleitet einen durch die Jahre. Meine erste eigene KB SLR war eine Minolta SRT 303b mit einer 1,7/50iger Standardbrennweite. Die besitze ich heute noch und sie funktioniert prima. Artikel in Zeitschriften verführten mich als Student zum Kauf einer Contax RTS mit 35/50/85 mm Brennweiten; leider verabschiedete sich die Elektronik im Porsche Design nach nur gut zwei Jahren Gebrauch – also stieg ich auf eine mechnische Nikon FM um, die dann aber nach einem Einbruch nicht mehr verfügbar war. Zum Trost bekam ich eine Leica M4-P plus 2/35 Optik zum Examen geschenkt. Später im Beruf kam noch ein 2,8/90 mm Objektiv sowie als Zweitgehäuse eine M6 dazu. Damit fotografierte ich rund 10 Jahre lang ausschließlich in meiner Freizeit und auf Reisen. Dann verfügte ich leihweise über eine Mamiya 645 mit diversen Linsen und Zubehör und war von den Farben im Mittelformat begeistert. Beruflich lief es ganz gut und so ich entschied mich für eine vollmechanische 500C/M mit dem Planar 2,8/80 plus Lichtschachtsucher und Einstelllupe – so konnte ich bequem Leute – ohne in die Hocke zu gehen – freihand knipsen. Viele Aufnahmen enstanden jedoch ab Stativ, wegen der präzisen Bildausschnittswahl und Fokusebene etc. …
        Sowohl das Zeiss Planar als auch das Leitz Summicron bieten eine gute Bildfeldebnung – eigentlich nicht überraschend für modifizierte Doppel-Gauß Typen mit 7 Linsen in 5 Gruppen. Bei Blende 5,6 bzw. 8 zeichnen beide Objektive bis in die Ecken sehr scharf und sind frei von Koma sowie sonstigen Aberrationen. Seit 2011 verwende ich den Kodak Portra 160, der für Scanner optimiert wurde – allerdings sollte es schon ein High End Scanner sein. Open Eyes in Hamburg (www.open-eyes-hamburg.de) betreibt so einen Hasselblad Scanner; leider sind die Scans in hoher Auflösung und Dichte sehr, sehr teuer …
        Meinen Exkurs in die Digitalfotografie habe ich eigentlich schon beendet, denn meine KB DSLR fängt an zu schwächeln (Öl auf dem Sensor, Pixelausfälle, Kontakte etc.), mein PowerMac Dual G5 sowie mein Photodrucker sind seit Jahren fachgrecht entsorgt worden. Leider altert jede Elektronik schon ab Werk – egal ob die DigiCam 500, 5.000 oder 50.000 Euro gekostet hatte. Anstelle einer Erneuerung im Wert von vielleicht 15.000 Euro für eine 50 MP DSLR plus 16 GB Rechner inklusive Photoshop CC sowie einen 10/12 Pigmentfarbendrucker, kann ich mir reichliche Kodakfilme inklusive High End Scans leisten und meine komplette Filmausrüstung weiter nutzen …

      • Jolomy
        7. November 2016

        R versus M

        Für SLR Kameras sind hochgeöffnete Standardbrennweiten von Vorteil, da sie das intuitive Scharfstellen an der Mattscheibe unterstützen. Aber man sollte diese modifizierten Doppel-Gauß 1.4/50 mm Objektive mit Blenden von 2.8 bis 5.6 einsetzen, um das Koma auszuschließen. Das Summilux M ASPH dürfte besser korregiert sein und auch bei offener Blende bestens auskorrigiert sein, da für die Leica M keine Retrofokus Konstruktion notwendig ist.

        Zur Vermeidung von stürzenden Linien richte ich – insbesondere mein Weitwinkelobjektiv – an den senkrechten und waagerechten Bildfeldlinien oder am zentralen Mischbild im Sucher aus. Alles freihändig, ggf. abgestützt an Geländern, Wänden, Laternen etc. – ohne Stativeinsatz.
        Den Bildfeldschwund kann ich bei der Aufnahme abschätzen, sodaß keine Nachbearbeitung erforderlich wird. Eine Szene im Format 2,4 x 3,6 m fotografiere ich aus einer Distanz von dreieinhalb Metern, also im Maßstab 1:100 mit dem 35iger WW; Probleme mit der Paralaxe treten da nicht in Erscheinung – auch nicht mit 50 mm Brennweite aus zweieinhalb Metern, was etwa 1:50 entspricht. Mit dem Tele-Elmarit-M fällt die Wahl des Ausschnitts allerdings kritischer aus, insbesondere, wenn im Vordergund Fenster oder Büsche die Komposition beeinflussen können, da ist eine R klar im Vorteil …

      • Kai
        10. November 2016

        open eyes in Hamburg kann ich auch sehr empfehlen, leider haben sie ihre Kieler Filiale geschlossen. Ich bin von den Arbeiten nie enttäuscht worden, allerdings zahlt man hier auch seinen Preis. Wenn es auf Qualität ankommt, dann ist das eine Super Adresse. Bis zu welcher Größe würdest Du eine Vergrößerung eines KB Portra 160 mit High End Scan wagen?
        Was die Öffnung beim 1.4er ist, ich nutze sehr gerne die volle Öffnung, dafür habe ich die Lichtstärke ja ausgesucht. Bei mir dürfen Bilder auch mal Koma oder Vignetierung haben, manchmal macht es das Bild einfach symphatischer. Zdem fällt es bei verlaufendem Hintergrund durch die große Blende ja eigentlich nicht mehr auf. Hier einmal eine alte Seite in der Fotocommunity, alle Bilder habe ich mit dem R 1,4 / 50mm gemacht. Einen Teil davon mit Offenblende. http://www.fotocommunity.de/user_photos/1660401

      • Jolomy
        11. November 2016

        Den Kodak Porta 160 verwendete ich im Winter 2012, um das Packeis auf der Elbe zu fotografieren. Für die DSLR war es einfach zu kalt, also nahm ich die MF SLR mit einem 120iger Film geladen mit. Auf dem Rückweg erblickte ich dann im eisiger Umgebung das Theaterschiff Batavia im warmen, winterlichen Morgenlicht und knipste die Szene freihand mit 1/500 s bei böigem Wind. Ein glücklicher Photoschuß ohne Wiederholung und nicht verwackelt. Auch das einzige Farbnegativ, welches ich im Großlabor preiswert im Format 30 x 30 cm – etwa fünffach vergrößert – ausbelichten ließ. Die Texturen und die Farben sind super; gut, das ich nicht die DSLR dabei hatte, denn auch mit PS wäre diese farbliche Qualität nicht zu erreichen. Erst dieses Jahr belichtete ich einige 135iger Rollen, die ich als Paket inklusive 10 x 15 cm Bildern bei Open Eyes in Auftrag gab. Eigentlich sind KB Vorlagen gut für 12 x 18 cm in Farbe konzipiert, um sie aus 25 cm Distanz zu betrachten, was etwa 3.600×2.400 Pixel oder 8,64 MP Bildgröße entspricht. Der Scan sollte jedoch mit doppelter Abtastrate erfolgen, also mit echten 4.800 ppi für eine 48 bit Datei im Format 7.200×4.800 Pixel, die dann mit PS auf 3.600×2.400 px am Ende der Bearbeitung angepasst wird. Da der Fuji Frontier 7500 nur 300 dpi schafft, wäre ein Abzug in 20 x 30 cm prima, den man vorzugsweise aus 40 bis 50 cm betrachten und nicht an die Nasenspitze führen sollte …

  7. Daniel Halmer
    9. März 2016

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    Sehr klare Analyse, die mir in einigen Dingen neue Erkenntnisse gebracht hat. Ich nutzen die M9-P und möchte bis auf Weiteres auf ein optisches Messsucher-System nicht verzichten. Selbst der elektronische Sucher der ganz neuen (und riesigen) Leica SL, die viel gelobt wird, ist für mich kein äquivalenter Ersatz.

    Viele Grüße
    Daniel Halmer

    • Claus Sassenberg
      9. März 2016

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      Wie ich schon öfter im Blog schrieb: Es geht nichts über einen optischen Sucher! Obwohl ich im Augenblick ziemlich auf dem „Q-Trip“ bin, bringt mich der Blick durch den Sucher meiner M immer wieder zum wahren Glauben zurück…
      Der Hybrid-Sucher der Fuji X100 ist auch so ein Juwel, selbst wenn ich einem Messsucher den Vorrang gebe.
      Und Überhaupt: Eine Kamera kann noch so tolle Bildqualität haben, aber wenn kein Sucher dran ist, ist sie für mich von vornherein unbrauchbar.

      Viele Grüße,

      Claus

  8. Manfred Horender
    24. Januar 2016

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    Es ist angenehm, Ihren sachlichen Argumenten zu folgen. Ich kann Ihnen weitgehend zustimmen und bin ebenfalls Anfänger hoher Qualität, sinnvoller Gestaltung und logischer Anwendung.
    Eine Optimierung bei der erwiesenen Langlebigkeit von Leica-Gehäusen und -Objektiven bei schneller technischer Entwicklung der digitalen Fotografie wäre eine teilweise Aktualisierung des Innenlebens der Kamera. Da die hochwertige Hülle ein Leben lang hält, bietet sich ein Austausch der „Innereien“ in Form des Sensors und des Prozessors an. Ob dies technisch möglich ist, kann ich nicht beurteilen, zumindest im kreativen Raum denk- und wünschbar. Interessant erscheint mir auch eine Modellreihe mit dem Gehäuse fest verbundener Objektive mit Brennweiten von 21mm, 28mm, 50 mm und 90mm. Dies würde die Verschmutzung des Sensors durch Objektivwechsel verhindern, was ich als das größte Übel der digitalen Fotografie halte.

    • Claus Sassenberg
      25. Januar 2016

      Leave a Reply

      Vielen Dank für das positive Feedback, das für mich doppelt zählt, weil es von so kompetenter Seite kommt.

      Der Gedanke, das langlebige Gehäuse und den Messsucher zu „recyceln“, ist verlockend und meiner Meinung nach technisch möglich (zu konzipieren, freilich nicht mit den jetzt vorhandenen Modellen), aber nicht gewollt, weder von Leica, noch von jemand anderem in der Industrie. Schliesslich sollen Kameras verkauft werden. Ich bin einstweilen schon zufrieden, dass mir nicht jedes halbe Jahr ein neues „verbessertes“ Modell mit noch tolleren „Features“ schmackhaft gemacht wird, der Generationenzyklus bei Leica ist nicht so hektisch, der „digital rot“ nicht so offensichtlich.

      Das andere Konzept, nämlich mehrere Gehäuse mit unterschiedlichen Festbrennweiten zu benutzen, finde ich auch wegen der Vorteile, die Sie nannten (mich nervt der Staub auch), sehr wünschenswert. Es gibt so etwas ja schon in Form der Sigma dp Quattro Serie, die aber für mich nicht in Frage kommt, da erstens die Kameras zu wenig direkte Kontrollen und schon gar keinen Sucher (welcher Form auch immer) haben, davon abgesehen der Foveon-Sensor zu viele Limitationen hat, von der üblen Software abgesehen, die man dann gezwungenermassen benutzen muss.

      Wenn es eine Kamera wie die Q mit verschiedenen Brennweiten gäbe, würde der eine oder andere möglicherweise sein System einmotten. Allerdings müsste man noch einmal über die Preise reden…
      Mit Erscheinen der Leica Q haben sich viele diese Kamera mit einer längeren Brennweite (meist 50mm) gewünscht. Mit der Kombination 28/50 könnte ich vermutlich 90% meines Bedarfs abdecken (obwohl ich ein Weitwinkel-Fan bin, 21mm würde mir manchmal fehlen). Es scheint allerdings technisch sehr schwierig zu sein, ein lichtstarkes 50er mit Autofokus in einer Grösse zu produzieren, das vor ein Kameragehäuse wie das der Q passt. Bei Leicas Ansprüchen an die optische Qualität wird das Ding viel zu gross, ausser sie schlucken eine Menge Kröten in Form von kamerainterner Korrektur für die Optik. Dies wird bei der Q in moderatem Mass gemacht, ich denke, für Leica ist da die Schmerzgrenze erreicht.
      Aber wer weiß… vor der M9 hat auch keiner geglaubt, man könne einen Vollformat-Sensor in einem so kompakten Gehäuse unterbringen.

      Viele Grüsse,

      Claus Sassenberg

      • Christian Schachermayr
        23. Oktober 2016

        Sehr geehrter Herr Sassenberg!
        Gerne und regelmäßig genieße ich Ihre Berichte und erfreue mich an den exzellenten Fotos. Ihrer Argumentation kann ich nur beipflichten. Als ehemaliger Digilux 2 Jünger und nunmehriger (noch immer) M9 Anhänger – die Magie des alten Sensors lässt mich noch nicht los – warten wahrscheinlich nicht wenige in der Leica Gemeinschaft auf eine Reincarnation des Digilux 2 Systems mit den Qualitätsansprüchen der Gegenwart.
        Beste Grüße aus Österreich
        Christian Schachermayr

  9. Uwe Hartmann
    18. Januar 2016

    Leave a Reply

    Tolle Web-Site. Folge ihren Themen gespannt.

    Dr. Hartmann

    • Claus Sassenberg
      19. Januar 2016

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      Danke für das Lob!

      Ich freue mich über jede Rückmeldung. Man hat dann weniger das Gefühl, für eine anonyme Masse zu produzieren.
      Gemessen an der Besucherzahl der Seite wird die Kommentarfunktion recht wenig benutzt.

      Viele Grüsse,

      Claus Sassenberg

  10. Philix
    2. November 2015

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    Nice Web Site

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