Neues Event – Alte Kamera: Die Leica IIIf

Neues Event – Alte Kamera: Die Leica IIIf

Kommentare

  
  1. Maurizio sagt:

    Hallo Claus
    Wirklich tolle Fotos und kompliment. Ich glaube, dass man heutzutage einfach gewohnt ist, nur knack scharfe Bilder zu sehen mit einem fast schon klinischen Look. Klar sind die neuen Linsen mit den heutigen modernen Leica Bodys perfekt abgestimmt und eben sehr scharf. Allerdings vergisst man oft, dass man mit den alten Linsen und Kameras eben einen bestimmen Look bekommt, der mit den heutigen Linsen und Kameras nicht reproduzierbar ist. Ich finde deinen Weg und damit dazugewonnen Erfahrungen mit der Analogfotografie super interessant. Du hast jederzeit die Wahl bestimmen zu können, mit welchem Werkzeug du fotografieren willst und bist immer wieder aufs Neue gefordert, ohne den Spass dabei zu verlieren. Ein grosses Dankeschön, dass wir dich dabei begleiten können. Ich hatte selber kürzlich die Leica IIIf von einem sehr guten Freund zum Fotografieren ausgeliehen bekommen. Beim Besuch in meinem Leica Shop vor Ort konnte man zwar den Film einlegen, aber leider wurde dieser nicht transportiert. Verdacht auf Standschaden. Vielleicht hing es damit zusammen, dass man wie du den Film entsprechen zuschneiden musste. Anschliessend bin ich enttäuscht wieder mit dem Stück aus dem Laden. Allerdings bezweifle ich, dass mir solche schöne Fotos gelungen wären. Chapeau.

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Hallo Maurizio,

      das fotografieren mit Film ist sicher “Bewusstseinserweiternd” (allerdings auf andere Weise als bei LSD…), dennoch würde ich nicht so weit gehen, dass das jeder ausprobieren muss. Und, wie ich schon oft vorher schrieb, von gewohnter “digitalen” Schärfe-und Auflösungsvorstellungen muss man sich befreien. Der Unterschied eines gescannten Films zu den Super-Dateien, zum Beispiel aus einer Q ist schon deutlich. Aber die Bildwirkung ist es, die’s macht. Sozusagen das Ganze, nicht die 100%-Vergrößerung. Und wenn man sich über all das im Klaren ist, dann sollte man das Experiment ruhig mal wagen und zu einer alten Kamera greifen.

      Darum tut es mir leid, von der Sache mit der IIIf und dem nicht transportierenden Film zu hören. Könnte es nicht wirklich sein, dass die im Leica Shop (ich will denen nichts nachsagen) doch einen leichten Mangel an Expertise in der Hinsicht hatten? Der Filmanfang muss getrimmt werden, sonst verhakt er sich! Das könnte die Diagnose “Standschaden” evtl.ins Reich der Fantasie verweisen. Möglicherweise solltest du dir die Schraubleica noch mal ausleihen, Kalleleicas Seite aufrufen und den Film selbst nach Anleitung dort einlegen.

      Viele Grüße,

      Claus

      P.S. check vor dem Filmeinlegen alle Zeiten (vor allem die langsamen) einmal durch, dass der Verschluss nicht irgendwo hängt! Und evtl. damit rechnen, dass insbesondere die kurzen Belichtungszeiten in Wirklichkeit eher länger sind, z.B. die 1/1000s nur 1/750s u.s.w. Trotzdem würde dass einen Negativfilm kaum kratzen, der Belichtungsspielraum ist enorm.

  2. Jürgen sagt:

    Tolle Fotos – genau im richtigen Moment aus passender Perspektive ausgelöst. Und das noch auf “Film”! Das können heutzutage nur noch die wenigsten. Das Filmkorn gibt vielen Aufnahmen so etwas authentisches, zeitloses. Ein Sammlung für sich.
    Für weitergehende Verwendung – ausserhalb aller Fotobegeisterten – kommt man aus meiner Sicht nicht mehr an digitaler Variante vorbei. Ist doch feiner und universeller. Q und M10 sind schon ein “muss”. Kann mir vorstellen, dass Du da noch mehr als genug “keeper” dabei hast.

    Jürgen

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Völlig korrekt.

      Darum zitiere jetzt mal Wikipedia “Analogfotografie“: “Für den Betrachter spielt die Aufnahmetechnik inzwischen kaum noch eine Rolle.”

      Exakt, es interessiert keine Sau, ob ein Bild digital oder analog ist, Hauptsache, es ist gut.

      Allerdings weiter: “Für den Erzeuger des Bildes spielt es sehr wohl eine Rolle, ob er ein einmalig vorhandenes Original (das Dia bzw. Negativ) in Händen hält oder eine binärcodierte Beschreibung dessen, was als Bild erst wiederhergestellt werden muss.”

      Der Erzeuger, das bin ich. Und ich lege großen Wert auf die Bildwirkung speziell von Silberhalogenid. Und wenn ich mir die Mühe mache und der Scan leidlich gut ist, steht es jedem ebenso leicht zur Verfügung wie ein von vornherein digitales Bild. Die Arbeit nehme ich gern auf mich, sonst dürfte das ja keinen stören.

      Bei analogen Bildern müssen wir uns natürlich von “Schärfe” und “Auflösung”, wie wir es heutzutage von digitalen Dateien kennen, verabschieden. Andererseits erinnere ich mich deutlich, dass die Fotowelt sich einig ist, dass diese technischen Kriterien ganz zuletzt kommen, wenn es darum geht, ob ein Foto gut ist (=für den Betrachter fesselnd, interessant) oder nicht.

      Zuletzt: Es macht mir einfach Freude, mit den alten Kameras umzugehen. Man möge mir meine Schrullen verzeihen.

      Claus

      • Kai sagt:

        Moin, Jürgen, moin Claus,
        sicherlich eine ganz spannende Diskussion, ohne dabei zu sehr ideologisch behaftet zu sein.
        Mir ist nur aufgefallen, dass sich hochwertige Magazine und wertige Broschüren sehr um den analogen Look bemühen, wenn nicht sogar Bildstrecken wieder analog machen. Lexington, eine schwedisch-amerikanische Lifestyle-Marke hat bisher zumindest Teile der Werbebilder mit dem Kodak Portra fotografiert. Aus dem Werbefotos sind mittlerweile sogar drei Bücher entstanden. Oft wird sogar der Lomo-Style zumindest nachempfunden oder mit Polaroid oder Instax gearbeitet. Sogar einige Modestrecken entstehen analog,
        Ich selbst bekomme hin und wieder ein kleines Projekt, weil ich analog fotografiere. Und weil man genau diesen Stil haben will.
        Umgekehrt in der privaten Fotografie. Hier wird sehr auf Schärfe geachtet. Und da stelle ich mir schon die Frage, wie produziere ich technisch ein Bild und welcher Bilderstil berührt mich selbst aber emotional mehr. Nun stehe ich der analogen Fotografie sehr nahe, aber davon frei frage ich mich schon, wie diese Diskrepanz zustande kommt. Der Kodak Portra ist da eine ganz besondere Brücke und vielleicht deswegen auch erfolgreich, weil er als Film für die digitale Verarbeitung konzipiert worden ist.
        Von daher glaube ich gar nicht, dass die Analoge Fotografie nur dem privaten zugedacht ist, sondern als Nische auch im gestalterischen Bereich beibehalten oder sogar Anteile zurück gewinnen wird.

      • Christiane sagt:

        Hallo Claus,
        also, deine “Schrullen” (und das, was dabei heraus kommt) sind ziemlich großartig und machen diese Seite authentisch.

        Liebe Grüße von Christiane

  3. Kai sagt:

    Nein, nein, alt ist sie nicht, die Kamera, sie ist frisch. Die meisten wesentlich jüngeren Pendants sehen wesentlich älter aus.
    Ich hatte sie auch mal in der Hand, diese legendäre Leica III f. Und war versucht, sie zu behalten. An Ergonomie sind die Leicas einfach Klasse. In meinen Augen fühlt sie sich ähnlich an wie die aktuelle analoge Leica MP. Und wieder zeigt es sich, dass sie immer noch funktionieren, viel zu schade also für die Vitrine.
    Ich bin allerdings überrascht, wie die Bilder auch ohne Orangefilter geworden sind, vermissen würde ich ihn jetzt nicht unbedingt.
    Insgesamt straft der Artikel die Leica Basher wieder Lügen. Denn wer mit ihnen kann, dem schenken sie ein ansteckendes Lächeln.
    Lieber Gruß
    Kai

Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail wird nicht veröffentlicht.

Folgende HTML-Tags und Attribute dürfen verwendet werden:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

© 2018 - Messsucherwelt

Powered by WordPress - Built by ThemeShift

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen