Die M-Files Teil 7: Die Leica CL

Die M-Files Teil 7: Die Leica CL

Kommentare

  
  1. Das ist wirklich ein schöner Artikel. Die Leica CL war meine analoge Lieblingskamera. Wie viele Jahre habe ich nach einem digitalen Pendant gesucht! Ich fand sie dann bei Fuji, erst die X10, die völlig unterschätzt wurde und später die Fuji XE3. Für mich persönlich war die Leica CL die haptisch griffigste analoge Kamera, die ich je hatte und digital ist es nun die Fuji XE3.

    • Jörg-Peter Rau sagt:

      Lieber Michael Mahlke, vielen Dank für diesen Beitrag.
      Ja, es gibt viele (frühere) Leica-Besitzer, die sich auch von Fuji angesprochen fühlen. Ich denke, das war bei Fujifilm auch das erklärte Ziel: Leute, das Fotografieren noch zu Analog-Zeiten gelernt haben, im Digitalen ein ähnliches Benutzererlebnis zu verschaffen. Denn Haptik und Ergonomie ist für ein erfolgreiches Fotografieren nicht zu unterschätzen. Oder mehr noch: Oft ist es die Voraussetzung dafür, dass Amateure ihre Kameras überhaupt benutzen (sie müssen ja nicht). Ich kenne mich mit Fuji nicht so gut aus, finde es aber sehr interessant, der analogen Leica CL keine digitale Leica CL sondern die in der Bedienung klassischere Fuji nachfolgen zu lassen (von Budgetfragen mal abgesehen).
      Viel Spaß damit – und am Ende ist es ja nicht die Kamera, die die Bilder macht.
      Grüße, Jörg-Peter Rau

  2. Jörg-Peter sagt:

    Liebe Leser und Freunde der Messsucherwelt,

    hier kommt noch eine nicht ganz unwichtige Ergänzung zu meinem Bericht.

    Ich hatte über die Schwierigkeiten beim Einsatz von Filtern und die Notwendigkeit der originalen Streulichtblenden geschrieben. Ein Leser von Macfilos, wo ich die „M-Files“ für das internationale Publikum aufarbeite, hat mich auf Don Goldberg in den USA hingewiesen. Dieser hat einen Adapter vom merkwürdigen Spezialgewinde (dort als 5.5 bezeichnet, obwohl sich das eigentlich auf die gewindelosen Filter bezieht) auf ein normales E39. Damit können dann reguläre Filter und auch Fremdhersteller-Streulichtblenden auf das Summicron-C und auf das Elmar-C aufgeschraubt werden. Ich habe zwei solcher Adapter bestellt; sie waren nach wenigen Tagen geliefert und sind von hervorragender Qualität.

    Ich kann diese Lösung sehr empfehlen, zumal ich am 40/2 auch keine Probleme mit Vignettierung, auch nicht mit eingeschraubtem Filter, festgestellt habe (Test an M Monochrom). Die Adapter bewegen sich preislich im Bereich eines neuen Serie 5.5-Filters. Für alle, die schon E39-Filter haben – und das werden viele Leica-Freunde sein – ist das auch eine wirtschaftlich sinnvolle Option.

    Jörg-Peter

  3. Holger Bohnensack sagt:

    Hallo, ja das ist sind interessante Beiträge von Jörg-Peter. Auf den Beitrag über die analoge Leica CL habe ich schon gewartet. Das war ein Jugendtraum von mir. 1975 ich war noch Schüler, da habe ich die kleine CL bei unserem örtlichen Fotogeschäft stehen sehen neben einer M5. Die kleine CL hat mich fasziniert. Nicht ganz so teuer wie die M5 und ein wunderschönes Teil. Für mich war eine Leica damals das höchste der Gefühle und ein Wunschtraum. Ich hatte damals eine Praktica und eine unter Mühen zusammengesparte Olympus 35RC. Die 35RC habe ich heute noch und sieht immer noch aus wie neu. Sie funktioniert bis heute. 47 Jahre lang keine Reaparatur fällig. Zurück zu Leica, knapp 20 Jahre später machte ich meinen Jugenttraum war und habe mir eine CL mit den beiden Setobjektiven 2,0/40 und 4/90 gegönnt. Nachwievor die CL ist ein schnuckeliges Teil das Spass macht. Sie gefällt mir immer noch. Jugenliebe hält eben ewig.
    Viele Grüße
    Holger

  4. Jörg-Peter sagt:

    Liebe Freunde der Messssucherwelt,
    vielen Dank für all die freundlichen Rückmeldungen. Die CL ist in der Tat eine wunderbare kleine Kamera, mit der man tolle Bilder machen kann (wenn man’s kann). Ich kann sie rundum empfehlen. Und danke für den Hinweis auf die Filteradapter, das ist in der Tat eine gute Lösung, wenn man keine originalen Gegenlichtblenden mehr bekommt oder diese nach Jahrzehnten einfach auseinanderfallen. Was die 28er Sucherrahmen angeht – da könnte die nächste Folge der M-Files durchaus interessant werden. 🙂
    Und an dieser Stelle auch ein Dankeschön an Claus, der seine Seite für die M-Files so großzügig geöffnet hat und meine Artikel immer sehr sorgfältig bearbeitet. Ich hoffe, es lohnt sich; das wäre der Fall, wenn die M-Files für die nächsten Jahre ein Inhalt von bleibendem Wert darstellen.
    Herzliche Grüße und viel Spaß, ob mit Leica CL oder welch anderem Gerät auch immer,
    Jörg-Peter

  5. henning sagt:

    Hallo Claus,
    vielen Dank dass Du diese Plattform und den Austausch mit anderen Fotografen geschaffen hast. Die M-Files-Serie habe ich mit Genuss gelesen. Deswegen gilt mein Dank auch an Jörg-Peter Rau. Toll recherchiert.
    Ich habe auch eine CL und ich finde sie als analoge Reisekamera sehr gut. Mit einem Voigtländer VM 40 mm F1.4 M.C. ergänzt, decke ich damit gefühlte 80-85% der Motive ab; ergänzt um ein 21 mm und ich habe auf Radtouren, Wanderungen, Wintersport die perfekte Reisekamera.
    Das Problem mit den Filtern für die Original Leitz Objektive, lässt sich durch Step-Up Filter bei einer sehr bekannten Reparatur-Werkstatt, der auch die Ersatzteile zur CL aufgekauft hat, lösen.

  6. Andreas sagt:

    Sehr schöner Artikel, danke an Jörg-Peter!
    Seit Jahren spiele ich mit dem Gedanken, mir eine CL zuzulegen – dies ist vielleicht der beste Praxistest, den ich bisher lesen durfte. Auch die anderen M-Files waren sehr interessant.
    Macht weiter so, gut Licht an Alle,
    Andreas

  7. Sebastian sagt:

    Hallo Claus,
    ein sehr schöner Artikel. Nachdem eine Leica Q im
    Jahr 2017 meine erste Leica wurde, kam im Herbst bei einer Aufräumaktion eine Leica CL als Dauerleihgabe zu mir. Das war mein Einstieg in die analoge Welt. Klar, als Teenager habe ich mit analogen Kompaktkameras fotografiert und mir die Abzüge abgeholt, das zähle ich jetzt aber nicht wirklich als „bewusste Analogfotografie“. Über die Q habe ich erst mit 40 Jahren so richtig die Abhängigkeit zwischen ISO, Blende und Zeit verstanden… ein klarer Vorteil des reduzierten Bedienkonzeptes, welches ja den analogen Kameras sehr ähnlich ist.
    So fiel mir der Einstieg in die analoge Fotografie mit der CL relativ leicht. Mittlerweile habe ich noch eine R4 und zwei Filmscanner und irgendwie den Analog-Bug. Ich bestelle nur noch ohne Abzüge und scanne die Negative selbst und wandle mit Negative Lab Pro die Negative um.
    Ich kann nur bestätigen, dass die CL mit dem 40er Summicron extrem Spaß macht. Sie ist eine richtig tolle Jackentaschen-Kamera. Trotz meines Upgrades auf die Q2 in der digitalen Welt schafft es die CL immer noch, mich in ihrem Bann zu ziehen.
    Ich hatte noch nie eine Kamera in der Hand, die so einfach zu bedienen ist, wie die CL: Scharfststellen, und irgendwie den Belichtungszeiger in die Mitte bringen und fertig. Gerne auch mit Zone Focussing.

    Deshalb freue ich mich auch über jeden Artikel zur Leica CL.

    Das einzige, was ich manchmal vermisse, ist das fehlen von 28er Rahmenlinien im Messsucher. Manchmal würde ich da gerne ein 28er Objektiv verwenden.

    Mach weiter so und viele Grüße
    Sebastian

    • Claus Sassenberg sagt:

      Hallo Sebastian,

      freut mich, dass dir der Artikel zusagt! Leider kann ich dafür keinen Ruhm einheimsen, denn er ist von Jörg-Peter Rau, der sich eine Unmenge Arbeit mit den „M-Files“ gemacht hat.

      Viele Grüße und weiterhin Freude mit der Q und der CL,

      Claus

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