Mit der Leica IIIf an der Ardèche

Mit der Leica IIIf an der Ardèche

Kommentare

  
  1. Oliver Werner sagt:

    Lieber Herr Dr. Sassenberg!
    Wunderschoene Fotos aus Suedfrankreich.
    Aber warum benutzen Sie bei disem tollen Licht den
    Kodak Tri X? Gehen Sie doch mal auf die website von
    Fotoimpex.de. Dort finden Sie den Adox Silvermax, einen
    Film mit Iso 100. Der hat einen Tonwertumfang von 16 Blenden.
    Sie muessten beim Selbstvergroessern mit einem Leica Focomaten
    V35 nicht mehr viel experementieren.
    Mein Vorschlag: Adox Silvermax bei Fotoimpex shoppen, kostest
    knapp sechs Euro. Entwicklungsdose von Jobo fuer Zwei Filme inclusive
    Spulen, plus Chemie, plus. Leica Focomat Variokontrast auf Ebay kaufen..
    Sie werden Ihre helle Freude an Ihren selbst gemachten Fotos haben.
    Ich mache seit. 40 Jahren Nichts anderes. Schoene Gruesse Oliver

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Hallo Herr Werner,

      vielen Dank für den Tipp. Es ist mir schon klar, dass der Tri-X für Landschaft nicht erste Wahl ist. Aber er lag nun mal drin, weil ich in erster Linie das Lagerleben fotografierte. Und für Menschen mag ich einfach diesen Kontrast.

      Ich habe alle Utensilien zum selbst entwickeln parat (und habe das schon oft gemacht), aber was ich nicht habe, ist Zeit. Mein Beruf (und die Selbstständigkeit) ist normalerweise schon derartig fordernd, dass die meisten Kollegen gar nicht verstehen, wie ich meine Freizeit auf die Reihe kriege. Zwei Instrumente (Bläsergruppe, Flötenquartett), Kantorei, Vorsitz im Förderverein, Sport (um nicht ganz durchzuknallen) und diverse Erfordernisse des Alltags (vom Pflegen dieser Webseite ganz abgesehen)… also, da kann mich die Dunkelkammer mal.

      Das mit dem Adox Silvermax werde ich gerne ausprobieren. Es geht nichts über die Erfahrung eines “alten Hasen”. Ich habe bisher stattdessen Kodak TMax verwendet, der den gleichen Umfang hat, zudem sehr gut scanbar ist.

      Man darf halt nicht vergessen: Moderne Zeiten, ohne hybriden Workflow keine Bilder auf der Webseite. Das Scannen ist heutzutage der Knackpunkt, und ich lege Wert darauf, die Bilder in (halbwegs) guter Qualität auch in digitaler Form zu präsentieren. Denn ganz ehrlich: Viele analoge Fotografien, die im Netz gezeigt werden, verlieren stark an Wirkung, weil die Scans unterirdisch schlecht sind.

      Viele Grüße,

      Claus Sassenberg

  2. Thomas sagt:

    Hallo Claus,

    wieder mal tolle Bilder. Ich finde es faszinierend, was Du mit “alter” Technik zaubern kannst. Ich fotografiere ebenfalls wieder analog, aber eher im Portraitbereich (wo es nicht immer ganz scharf sein muss) und nur ergänzend zur digitalen Fotografie. Auch die Bilder der Ardeche wecken bei mir viele gute Erinnerungen eines Aufenthalts in dieser schönen Landschaft. Danke!

    Bearbeitest Du die eingescannten Analogbilder eigentlich noch am Computer nach?

    Beste Grüße von Thomas

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Hallo Thomas,

      also, “nachbearbeiten” würde ich nicht sagen. Aber ich stelle in LR Tonwerte ein, was allerdings nur mit meiner Scan-Methodik zusammenhängt.

      Ich scanne alle Negative recht “hell” bei niedrigem Kontrast (Tonwertkurve in Silverfast auf -14). Dadurch sind die Scans (TIFF-Dateien) sehr “flach”. Der Vorteil ist aber, dass ich so vor allem die “dichteren” dunklen Bereiche der Negative besser erhalte. Die Highlights sind kein Problem und können ebenso in LR kontrolliert werden.

      Man könnte alles schon beim scannen in Silverfast einstellen, aber ich habe für mich das Gefühl, dabei dynamisches Potential zu verschenken. Nicht zu vergessen, dass diese Beobachtungen auch mit der verwendeten Hardware zusammenhängen. Was für meinen Nikon V ED richtig ist, muss nicht auf einen Plustek zutreffen. Bei meinem Epson V700 (den ich für Mittelformat benutze) gilt allerdings das gleiche.

      Bereits bei der Belichtung bin ich eher grosszügig als zu knauserig mit Belichtungszeit (auch getreu dem analogen Grundsatz: Auf die Schatten belichten!). So belichtete Negative sind problemlos zu scannen. Unterbelichtete Bilder sind scan-technisch kaum zu retten. Sehen immer irgendwie komisch aus.

      Schönes Wochenende,

      Claus

      • Martin sagt:

        Hallo Claus,

        dass Du recht “flach”, also kontrastvermindert einscannst um die dunkleren Bereich später sauber kontrastverstärkend zur Geltung bringen kannst, ist tatsächlich von Vorteil.
        Um genau diesen Effekt zu erzielen und Tiefen und Schatten bei Schwarzweißumwandlungen sauberer ausarbeiten zu können, arbeite ich die RAW-Dateien vor deren Weitervearbeitung in PS/SilverEfex ebenfalls absolut kontrastarm (Schwarz und Tiefen weit aufgezogen). So lassen sich später die Details in Tiefen und Schatten deutlich akzentuierter ausarbeiten und gewinnen an Geltung.

        Herzliche Grüße,
        Martin

        LG

  3. Rene Pfluger sagt:

    Lieber Claus

    Ein wunderbarer Berich, Fotos und Stimmung. Danke für diesen Blick in diese Region. Muss wohl auch mal Zeit in dieser Region verbringen. Man vergisst bei all den schönen Bilder ganz die Technik. Das Bild an sich erzählt alles.

    Liebe Grüsse
    Rene

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Lieber Rene,

      die Gorges de l’Ardèche und die Schluchten des Tarn und Jonte weiter westlich in den Cevennen sind sehr sehenswerte Landschaften. Vor allem tiefer in den Cevennen erschliessen sich wunderbare Wandergebiete.

      Wirklich eine Reise wert!

      Liebe Grüsse,

      Claus

  4. Markus Matter sagt:

    Hallo Herr Sassenberg
    Es braucht wahrscheinlich schon eine Portion Nostalgie um den digitalen Workflow zu verlassen. Ich selber habe 20 Jahre Dunkelkammer Erfahrung, den Darkroom aber vor 3 Jahren abgestossen weil die Qualität der digitalen Geräte inkl. Weiterverarbeitung das Niveau der analogen Technik erreicht hat. Warum sich mit Chemie und grossem Zeitaufwand in den Keller einsperren wenn es auch flotter und günstiger geht? Meine Feststellung ist, wenn schon analog, muss man sich dem ganzen Prozess der Filmentwicklung und des Printen stellen um den eigenen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden.
    Einen SW-Film zu belichten und diesen dann Fremdentwickeln zu lassen, zu scannen und danach digital weiter zu verarbeiten, brachte mir einen Qualitätsverlust gegenüber früher und dem direkten digitalen Weg.
    Aber vielleicht haben Sie mir einen Tipp? Wie verarbeiten Sie Ihre analogen Filme? In welcher Qualität scannen Sie diese oder lassen Sie diese scannen? Wie verarbeiten Sie weiter?
    Abschliessend stimme ich Ihnen zu, das Fotografieren mit analoger Technik ist irgendwie würdevoller, überlegter. Aber die Qualität eines SW-Prints, aufgenommen mit der Hasselblad auf T-Max 400, entwickelt in D-76, gesprintet auf Ilford Barytpapier, erreiche ich heute praktisch voll Digital mit meiner Q und Canon Tintenstrahldrucker auf qualitativ hochwertigem Papier.
    Grüsse, Markus Matter

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Guten Morgen Herr Matter,

      nein, mit Qualität kann man heute analoges Fotografieren nicht begründen, und ich glaube auch nicht, dass Sie dieses Argument irgendwo bei mir finden. Prints von den digitalen M’s (einschliesslich der M9) mit den hochwertigen Optiken stellen alles in den Schatten, was analog möglich ist.

      Wenn Qualität (und eigentlich sprechen wir hier über Qualität nur im Sinne von Auflösung) am wichtigsten sein sollte, müssen wir alles Analoge einfach sein lassen.

      Aber Verluste durch den Workflow? Nicht notwendig. Ich gebe die Filme in kompetente Hände zum Entwickeln ab und habe einen guten Scanner (und das ist der größte Flaschenhals). Darüber habe ich episch im Blog geschrieben, wenn Sie das nachlesen wollen.

      Da ich digital und analog fotografiere (und in beidem eine Berechtigung sehe), habe ich nicht die geringste Lust, mich auf das eine oder andere argumentativ zu versteifen. Diese “digital vs analog” – Sache ist für mich ein “No-Go”. Ich lebe gut in beiden Welten.

      Wer sich aus persönlichen Gründen für das eine oder andere entscheidet, hat meine volle Unterstützung.

      Viele Grüße,

      Claus Sassenberg

      • Markus Matter sagt:

        Grüezi Herr Sassenberg

        Besten Dank für den Hinweis auf Ihren Scan Blog den ich mittlerweile gelesen habe. Es scheint so dass das Scannen der Knackpunkt ist. Leider besitze ich persönlich kein geeignetes Gerät welches eine akzeptable Qualität liefert. Als langjähriger Selbstverarbeiter ist man sich halt eine entsprechende Qualität gewohnt die hybrid wohl nur unter finanziellem grossen Aufwand zu erreichen ist.
        Aber gute Bilder definieren sich ja nicht bloss durch technisch einwandfreie…In diesem Sinne glückliches Gestalten mit den analogen Schätzen.
        Freundlichst, Markus Matter

  5. Konstantin Hilkert sagt:

    Hallo,

    ich will mich für die tollen Artikel hier bedanken. Ich bin 15 Jahre alt und fotografiere seit fast zwei Jahren. Angefangen mit der alten Dslr von meinem Opa. Seit gut einem Jahr verfolge ich diesen Blog. Der Schreibstil ist großartig und ich freue mich jedes mal, wenn ein neuer Post erscheint. Für eine Leica reicht mein Schülerbudget leider nicht, aber mit meiner Nikon bin ich ganz zufrieden. Objektive kaufe ich mir gelegentlich gebraucht beim Fotohändler. Meine letzter Kauf war ein Nikkor 80-200 2.8. Ist vielleicht nicht das Beste, allerdings besser als irgendeine Scherbe vom Mediamarkt. Dieses ja steht für mich eine große Sprachreise in China an. Zwei Wochen von Peking bis Shanghai und ich kann das Fotografieren gar nicht mehr erwarten.

    Liebe Grüße,
    Konstantin

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Hallo Konstantin,

      fast überflüssig zu sagen, dass ich mich über dein Lob freue. Ausserdem natürlich, dass du dich so intensiv mit Fotografie auseinandersetzt. Und wirklich: Es braucht keine Leica zu sein, und du hast richtig erkannt, dass der Unterschied sehr stark schon darin liegt, dass die meisten einfach nicht checken, mit was für Flaschenböden als Objektiv sie für dumm verkauft werden.

      Häufig sind Objektive aus den vordigitalen Zeiten besser als heutige, weil man damals optische Aberrationen eben nicht mit der Firmware korrigieren konnte.

      Für deine Sprachreise wünsche ich dir “gutes Licht” und viele Motive (vermutlich wird kein Mangel sein)!

      Viele Grüße,

      Claus Sassenberg

      • Konstantin Hilkert sagt:

        Danke. Dieses Jahr will ich auf alle Fälle mich in der Analogfotografie probieren. Im Schrank liegt noch eine Rollei 35, die im Sekretär war, den ich von meinem Großonkel geerbt habe.

  6. Kai sagt:

    Moin, Claus,
    schön, wenn man solche Orte hat. Und einen Bulli, um sie zu erreichen. Manchmal tut es gut, ganz alleine dort zu sein. Und gerade in solchen Momenten wünsche ich mir eine Leica aus meinem Geburtsjahr. Ein wenig ist es doch wirklich, die Zeit anzuhalten und einfach mal zu bleiben, ohne von irgendwas getrieben zu werden.
    Gerade in unserer heutigen farbe-schreienden Zeit ist schwarz weiss so wohltuend, so beruhigend und Deine Seite lebt gerade von diesen monochromen Bildern. Vor allem nimmt man sich den Stress, zu überlegen, ob in Farbe oder monochrom, ist der gute Film erst einmal eingelegt.
    Ich freu mich einfach immer wieder, diese kleine analoge Leica in die Hand zu nehmen und mein Motiv zu finden. Dabei versuche ich derzeit, deutlich seltener auf den Auslöser zu drücken. Aber der liebe Gott hat so unendlich tolle Motive geschaffen, dass es echt schwer fällt.
    Lieber Gruß und ein schönes Zuhausewiederankommen.
    Kai

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