Die Leica M10-Monochrom beim Turnier

Die Leica M10-Monochrom beim Turnier

Kommentare

  
  1. AvatarTom sagt:

    Hallo Claus,
    die M10M spukt bei mir weiterhin durchs Gehirn… nun lese ich aber bei Leica selbst, dass die hohe Auflösung des Sensors erst bei den neuesten Objektiven so richtig zum Tragen kommt. Und ich fotografiere bevorzugt mit den älteren Mandler-Linsen (frühes Summilux 50 und 75, Summaron 28). Meinst Du, da bringt die M10M überhaupt etwas? Mit der M9M oder M10P harmonieren die Objektive wunderbar.
    Viele Grüße,
    Tom

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Hallo Tom,

      ich muss immer wieder hervorheben, dass ich die Monochrom nicht wegen, sondern trotz der hohen Auflösung genommen habe. Dazu darf man nicht vergessen, dass Leica Objektive verkaufen will, was sollen sie also anderes sagen? Natürlich ist das 50er Apo-Summicron ein Auflösungs-Monster, aber ich versichere dir, auch ältere Leica Linsen schaffen einiges.

      Was die M10M bringt, ist für mich nicht über die Auflösung definiert. Aber sie ist da, ich sehe es in jedem Bild, in das ich hineinzoome. Nur: ist das für die Bildaussage relevant?

      Ich kann nur empfehlen, mal bei Erwin Puts Lens-Reviews zu schauen (man braucht allerdings viel Seelenruhe dazu, sehr anstrengende Lektüre). Auflösung war bei Leica nie ein Problem. Ich zitiere aus dem Review für das 50er Summilux Asph.:

      “Currently all Leica lenses have a very low amount of spherical error and then the choice is not relevant: all lenses have automatically a high contrast and a high resolution.” (aber will Leica Marketing sowas hören?)

      Viele Grüße, schönes Wochenende,

      Claus

      • AvatarTom sagt:

        Hallo Claus,
        ich gehöre prinzipiell ja auch nicht der “Pixelpeeper”-Fraktion an und habe es (auch als Freund des Piktorialismus) gerne etwas softer. So gesehen war ich von dem, was die M9M an Schärfe und Auflösung bietet schon fast überfordert ;-). Von Formfaktor und Bedienung ist die M10-Reihe jedoch das Optimum für mich, gar nicht zu reden vom Auslösegeräusch. Von daher bin ich einfach neugierig, ob diese riesige Auflösung des M10M-Sensors in Verbindung mit alten (pre-Asph, teils gar Vorkriegs-) Objektiven nicht gar eher kontraproduktiv ist und letztendlich zu “matschigen” Bildern führt.

  2. Hallo Claus,
    ich bin regelmäßiger Leser Deines Blogs und freue mich, dass Du jetzt auch “Monochrom” unterwegs bist!
    Ich nutze wie Du eine Leica Q und bin vor kurzem von der M10 auf die M10 Monochrom umgestiegen. Da ich ausschließlich B/W fotografiere ist die M10M einfach die “beste” M für mich. Wie Du schon sagst, die Reserven der DNG´s sind wirklich unglaublich und wenn man B/W fotografieren möchte, denkt und arbeitet man mit einer M10M eben anders. Bei meiner M10 und Q habe ich z.B. das Display immer auf B/W gestellt um so schon in B/W zu “sehen”!

    Grüße aus Würzburg
    Jörg

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Hallo Jörg,

      die Monochrom wird sicher in kommenden Beiträgen weiterhin thematisiert!

      Weiterhin viel Freude mit deiner Kombi M10-M/Q,

      viele Grüße nach Würzburg,

      Claus

  3. AvatarFrank Krüger sagt:

    hallo Jürgen,
    durch Zufall bin ich auf diese Seite gekommen und muss sagen “WOW”. Klasse Bilder und was mir besonders gefällt ist die Art und Weise der Berichterstattung. Mein Weg führte mich in den letzten Jahren hin zu Leica und den habe ich mir schwer gemacht. Nach einigem Hin und Her bin ich nun Besitzer (Stolz auch) einer M10-M und einer Q2. Eigentlich reicht das vollkommen aus. Es reist sich leichter und man “reduziert” sich auf das wesentliche 🙂
    Danke für die schönen Fotos und ich werde Dir mit Sicherheit weiterhin folgen.
    Frank

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Hallo Frank,

      freut mich natürlich, dass dir die Seite gefällt! M10-M und Q sind eine Kombi, die auch die Familie zufriedenstellt (weil die in der Regel auch Farbbilder wollen…).

      Zur Zeit habe ich (teilweise aus demselben Grund) auch den M10-Body dabei. M10-M und M10 passen mit drei Objektiven immer noch locker in die kleine Hadley Digital-Tasche, die sozusagen für mich das Limit an Packmaß darstellt, das ich bereit bin, mitzunehmen.
      Das verschafft mir weiterhin das Vergnügen, mir einen abzugrinsen, wenn ich Typen mit riesigen Kamera-Rucksäcken sehe.

      Viele Grüße,

      Claus

  4. AvatarMaurizio sagt:

    Herzlichen Glückwunsch Claus zu deiner neuen M10 Monochrom

    Ein toller Bericht der Lust auf mehr macht und mit wunderschönen Bildern verwöhnt. Ich finde es wirklich bemerkenswert wie du deiner eigenen Fotografie und Leidenschaft folgst. Du lässt dich auf neue Sachen ein und bist sehr offen für Neues. Deine Weiterentwicklung und Leidenschaft fasziniert mich immer wieder, begleitet mit interessanten Informationen für technische Komponenten und eigenen Eindrücken. Obwohl ich mit meiner Q und der M10 super zufrieden bin, merke ich an mir selber immer wieder, wie mich die Schwarzweissfotografie immer wieder mehr und mehr fasziniert. Ich kann von mir sagen, dass der Grund dafür in der Reduktion der Möglichkeiten liegt. Zu wissen, dass man nur in schwarzweiss fotografieren kann, lässt mich aus der Komfortzone ausbrechen und mich selber weiterentwickeln. Dieses habe ich auch mit dem Kauf der M10 gemerkt. Obwohl ich mit meiner erste Leica Q super zufrieden bin, hat mir die M10 am meisten weiterentwickeln lassen. Hier sehe ich auch die Chance und Möglichkeiten einer Monochrom sich auf etwas Neues einzulassen und dabei kreativ zu bleiben.

    Ich danke dir für deinen Blogartikel und bin ganz gespannt auf deine weiteren Erfahrungen.

    Lieben Gruss
    Maurizio

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Hallo Maurizio,

      dieses “aus der Komfortzone ausbrechen” ist wahrscheinlich einer der Gründe, warum ich mir entweder mit analogem Film, antiquarischen Kameras oder jetzt mit der M10-M Limitationen auferlege. Es zwingt mich dazu, anders zu sehen, liefert mir aber auch neue Inspiration. Manchmal funktioniert das Visualisierte, manchmal auch nicht, und daraus baut sich auch Erfahrung auf.

      Aber das bedeutet nicht, dass ich dafür dauernd neue Kameras benötige. Auf eine Monochrom hatte ich einfach schon so lange geschielt, dass es irgendwie überfällig war. Ich bin mir z.B. ernsthaft nicht sicher, ob ich zur Zeit Lust hätte, auf eine fiktive M11 upzugraden. Ich bin einfach mit der Leistung der M10 so zufrieden, dass ich nicht weiss, was eine M11 eigentlich wirklich besser machen könnte. Mehr Auflösung? Mehr Dynamik? Aber fehlt das bei den jetzigen Bildern, sind die schlecht? Wie schon neulich, als ich ein paar M9-Bilder hervorkramte, die ich nicht von denen aus einer M10 unterscheiden könnte. Der digitale Fortschritt scheint für mich ziemlich “Pseudo” zu sein.

      Liebe Grüße, gutes Licht,

      Claus

  5. AvatarTom sagt:

    Hallo Claus,
    war ja tatsächlich irgendwie zu erwarten :-). Mir ist jetzt eine schöne gebrauchte Monochrom 1 (also M9M) zugelaufen. Bei ersten Testbildern, allerdings im Innenbereich, hat sie mich schon begeistert! Irgendwann kommt dann auch mal die M10M ins Haus, denn wie Du schon sagts, der Formfaktor der 10 ist einfach klasse. Aber da warte ich wohl noch bis zum Erscheinen der M11M 😉
    Viele Grüße,
    Tom

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Hallo Tom,

      jetzt da ich auf den Trichter gekommen bin, kann ich nur sagen: Wer S/W mag, kann mit einer Monochrom einiges erreichen. Obwohl ich fest dabei bleibe, dass das einen Silberhalogenid-Film nicht einfach ersetzen kann. Es ist lediglich eine (bequeme) Variante.

      Auf eine M11-M wird man allerdings noch ein paar Jahre warten müssen…

      Viele Grüße,

      Claus

      • AvatarTom sagt:

        Hallo Claus,
        wenn eine M11M zu lange auf sich warten lassen sollte, dann baue ich einfach auf den M10M-Käufer, der nach ein paar Bildern das Interesse verliert und einen attraktiven Gebrauchtpreis aufruft… meine aktuelle M9M hat auch erst rund 4,000 Auslösungen und fühlt sich an wie neu ;-).
        Viele Güße,
        Tom

  6. AvatarDierk sagt:

    Herzlichen Glückwunsch zur M10M, Claus!!

    Dein lebendiger Bericht und natürlich die Bilder sind ein Genuss.
    Ich finde, dass S/W hier sehr gut passt, einmal wird der Blick natürlich durch die geringe Schärfentiefe gelenkt und zum Anderen nicht durch “überflüssige” Farben von dem Bildeindruck abgelenkt. Im Gegensatz zu Jürgen sehe ich überhaupt kein Problem darin, sich nur auf S/W zu beschränken, im Gegenteil. Wenn man viel S/W fotografiert ist man es gewöhnt, die Bilder schon vorher in S/W zu visualisieren. Wenn man einen S/W Film in der Kamera hatte, was es doch schon immer so.

    Du hattest sicher extrem viel Licht, auf La Palma hatte ich bei IR Filter immer die Zeit manuell auf die Bestmögliche eingestellt, bei 12mm z.B. auf 1/15s, und dann lieber die ISO nicht so hoch gehen lassen. Aber bei Landschaften habe ich natürlich auch mehr abgeblendet. Ich habe die Monochrom immer mit ca. -1/3 EV belichtet, damit die Höhen auf keinen Fall verloren gehen. Die Tiefen lassen sich immer ohne Probleme hoch holen.

    Die beiden Panoramen finde ich absolut super – und die anderen auch 🙂

    VG dierk

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Hallo Dierk,

      vielen Dank für dein Lob (das zählt vom “Fachmann” doppelt).

      Danke auch für die Tipps in deinem Kommentar zum Infrarot-Artikel, das ist sicher auch für viele wertvoll, die sich durch den Artikel inspiriert fühlen, es mal damit zu versuchen.

      Bei “normalen” Infrarot-Landschaftsbildern ist natürlich die Logik stringent, möglichst lange Zeit zu nehmen und auch abzublenden. Beim Turnier brauchte ich mindestens 1/750s (ein Erfahrungswert bei springenden Pferden) und habe die ISO passend dazu gewählt. Blende offen ist sowieso wegen der Tiefenwirkung erwünscht und kommt der ISO entgegen, dass sie nicht ins Bodenlose steigt. Und richtig, die Sonne musste ordentlich scheinen, sonst kann man das vergessen.

      Ich habe übrigens das Gefühl, dass die M10-M nicht ganz so anfällig in Bezug auf die Highlights ist. Verglichen mit meiner “normalen” M10 ist da kein Unterschied bei identischen Motiven in Bezug auf die Belichtungskorrektur. D.h. bei Gegenlicht muss ich beide Kameras auf die gleiche Weise nach unten korrigieren.

      Aber im Zweifelsfall eher nach unten ausweichen ist kein Problem, weil, wie du schon sagst, man unfassbar viel aus den Schatten holen kann.

      Und das ist das, was einen gegenüber analogen Belichtungsstrategien total verwöhnt 😉 (und verweichlicht).

      Viele Grüße,

      Claus

  7. AvatarAchim Dederichs sagt:

    Hallo Claus,
    wir Deinen Blog über die Jahre verfolgt, sieht schon einen gewissen Trend, der konsequenterweise zur Monochrom führt. Aber es ist so, wie Du sagst: Alles zu seiner Zeit und Hauptsache, es macht Spaß. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
    Die Bilder gefallen mir ausnehmend gut!
    Viele Grüße aus Bad Kreuznach
    Achim

    P.S.: Welchen Infrarotfilter hast Du benutzt?

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Hallo Achim,

      die Bilder sind mit Infrarot-Durchlassfilter RG715 gemacht (“Infrarot-Filter” impliziert ein Filter, das Infrarot-Licht abhält, wie z.B. die für die M8).

      Viele Grüße, bleib Gesund (wir leben auf dem Präsentierteller),

      Claus

  8. AvatarJuergen sagt:

    Hallo Claus,

    man nehme: 1. eine tolle Location oder Event, 2. eine perfekte Kamera und.. drittens einen Fotografen, der sowohl Motivwahl, den passenden Moment und die Technik beherrscht. Dann kommt so etwas bei raus. Kann nicht jeder. Tolle Fotos!

    Das einzige Manko, wenn man so will, ist leider, dass man sich auf b&w festlegt. Künstlerisch aus meiner Sicht die einzig richtige Wahl, und mit deinem neuen Body wäre jede andere Wendung fast unverzeihlich.
    Doch wie du das im Artikel schon andeutest, ist Schwarzweiss nicht für jede Nutzung geeignet. Besonders auf Veranstaltungen (z.B. Hochzeiten) ist bw keine Lösung für alle Pics. Gerade im Bereich Kleidung, Blumen etc. legen doch zu viele Menschen auf perfekt abgestimmte Farben wert und wollen das mit Bildern erinnern. Das verpflichtet schon fast wieder dazu, grundsätzlich 2 Kameras im Gepäck zu haben. Und dann einzelne Situationen doppelt zu fotografieren. Das wäre mir jetzt schon wieder zu viel. Da würde ich dann dann doch auf die farbige RAW-Variante zurückgreifen und mich mit weniger Equipment belasten. Auch wenn es ein wenig auf Kosten der Qualität geht.

    Jürgen

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Hallo Jürgen,

      zum Glück muss ich keine Hochzeit fotografieren. Aber: Als ich sowas das letzte Mal gemacht habe, hatte ich drei Kameras dabei. Nämlich eine M10, eine Leica Q und eine analoge M2 (mit Kodak Tri-X bestückt). Ich brauchte aber nicht alle Fotos doppelt machen. Man muss nur wissen, wann man was braucht. Das war damals kein Problem. Mit M10 und M10-M hätte ich es da tendenziell eher noch bequemer.

      Ich bin froh, dass ich mein Geld nicht damit verdienen muss. Lieber mache ich das, was mir gefällt. Und wenn ich “nur” S/W will, hat da keiner was zu meckern. So einfach ist das.

      Aber deswegen höre ich ja auch nicht auf, in Farbe zu fotografieren. Es stimmt schon, es gibt Motive, da macht die S/W wenig Sinn.

      Liebe Grüße,

      Claus

  9. AvatarKai sagt:

    Oh, ich kann Dich ja so verstehen….
    Und ja, aus jüngster Erfahrung weiss ich zudem einmal mehr, das bewegte Aufnahmen aus der Parallele wesentlich schneller manuell anstatt automatisch zu fokussieren sind. Wirklich sehr lebendige Aufnahmen.

    Liebe Grüße ins Weserbergland.
    Kai

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