Das war ja so klar und manche Leser haben es eher gewusst als ich. Nämlich dass ich überreif war für eine Leica Monochrom. Ich hatte ursprünglich vor, mit einem Beitrag zu warten, bis ich die Kamera durch alle erdenklichen Belichtungssituationen geführt hätte, aber das wäre wieder so einen megalanger und mühsam zu lesender Beitrag geworden. Also gibt es stattdessen einen „rolling Review“. Heute, wie sie sich beim Turnier geschlagen hat, in den nächsten Beiträgen dann geht es um andere Anforderungen.

Die Fotos in diesem Beitrag sind mit unterschiedlichen Farbfiltern entstanden, das extremste sicher der Infrarot-Durchlassfilter. Aber alle Bilder sind in Lightroom lediglich in den Tonwerten leicht angepasst, eine exzessive Bildbearbeitung war nicht nötig.

Monochrom
Der Turnierplatz. Infrarot-Panorama aus zwei DNG’s. Leica M10-M mit 35mm Summilux bei f/2.8 1/500s ISO 6400. Wenn mir so ein Bild aus einer „normalen“ Kamera präsentiert wird, würde ich eine etwas zu intensive Bildbearbeitung unterstellen. Dieses ist so „out of camera“.

Dabei war es auch nicht das Ziel, dass nur Bilder dabei herauskommen, die analog anmuten. Das kann man mit der Kamera sicher sehr leicht erreichen (…die nicht enden wollende Rolle Kodak Tri-X), aber die Erweiterung der technischen Möglichkeiten wegen der extremen Empfindlichkeit und der hohen Auflösung bei bleibendem Tonumfang schafft S/W-Fotos, die in der Form zuvor schlicht nicht möglich waren. Ein Genre, dass für sich steht. Zum Beispiel: Ein Infrarot-„Action“-Foto aus der Hand mit 1/750s ist mit Film ein Ding der Unmöglichkeit. Oder die so gut wie unbegrenzten Low-Light-Möglichkeiten (über die sicher in anderen Beiträgen noch etwas zu sagen ist).

Ein Fotoshooting beim Turnier

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Vorbereitung. Leica M10-M mit 50mm Summilux bei f/2.8 1/500s ISO 160, Rotfilter

Das Springturnier des Reitvereins „Fredericus Rex“ fand unter Corona-Bedingungen statt. Draußen, statt wie üblich in der Halle. Darum war es auch von Oktober vorverlegt worden. Ferner war die breite Öffentlichkeit ausgeschlossen. Lediglich die Vereinsmitglieder sowie die Angehörigen der beteiligten Reiter waren da, es gab keine Presseankündigung. Jeder, der erschien, wurde namentlich in eine Liste aufgenommen.

Ich hatte meine brandneue M10-M gerade eine Woche und konnte der Gelegenheit nicht widerstehen, sie auszuführen.

Eigentlich stellte sich die Wahl des Datums und der Lokalisation als Glücksgriff heraus. Das Wetter war 1a und ich wette, dass man Reitplätze, die derart schön in die Landschaft eingebettet sind, an einer Hand abzählen kann. Nun kann man sich über den Sinn und Unsinn von Reitsport, speziell Springen, streiten. Eine Diskussion darüber wäre sicher abendfüllend. Aber fotogen ist es, das bleibt unbestritten. Ich persönlich ziehe einen Ausritt durch unsere ostwestfälische Landschaft vor.

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Nervös bei der Siegerehrung. Leica M10-M mit 50mm Summilux bei f/1.4 1/4000s ISO 160, Orange-Filter

Die Monochrom

Seit die erste ihrer Art unter dem Spott und Hohn der selbsternannten „Experten“ der Kamerawelt vorgestellt wurde, war ich immer wieder in Versuchung. Und widerstand. Man könnte sagen, meine fotografische Reise war noch nicht am rechten Punkt angelangt. Stattdessen tauchte ich tief in die analoge Foto-Welt ein (und ich habe auch nicht vor, die zu verlassen). Aber gerade, weil ich mich intensiv mit den Eigenschaften von Silberhalogenid-Film beschäftigt habe und weiss, was ich davon zu erwarten habe, fällt meine Entscheidung für eine Monochrom umso bewußter aus.

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Abreiten war diesmal in der Halle. Leica M10-M mit 50mm Summilux bei f/1.4 1/750s ISO 2000, Orange-Filter

Nachdem nun die dritte Generation der Monochrom auf dem Markt ist, sind die „Experten“ viel ruhiger geworden…

Kann eine M10-Monochrom eine analoge M mit S/W-Film einfach ersetzen? Klares Nein! Egal, was Leica-Marketing babbelt.

Aber führt die Monochrom die Möglichkeit, Schwarzweiss-Fotografie mit einem digitalen Sensor zu betreiben, zur Perfektion? Absolut ja!

Kein Sensor mit Bayer-Filter kommt da ran. Und digital hin- und her, etwas bei der Monochrom bleibt übrig vom „analogen Handwerk“: Das Arbeiten mit Farbfiltern ist obligatorisch und beeinflusst die Bildergebnisse erheblich. Dafür sind die „out of camera“-DNG’s einer Monochrom sofort gebrauchsfähig. Selbstverständlich können auch Farbbilder mit moderatem Postprocessing in S/W konvertiert werden, aber doch mit mehr Aufwand. Und manche sind derartig in ihre Silver-Efex-Slider verliebt, dass dabei etwas herauskommt, was jenseits des guten Geschmacks liegt. Wobei man natürlich fragen kann, wer bestimmt, was guter Geschmack ist.

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Die Leica M10-M „Leitz Wetzlar“

Nachdem ich den Erwerb einer Monochrom beschlossen hatte, entschied ich mich für die M10-M. Aus dem irrationalen Grund, dass ich mich an den Form-Faktor der M10 derart gewöhnt hatte, dass ich weder zur M9 noch zur M240 zurückkehren wollte. Dazu fand ich das M10-P-Styling und -Ausstattung der Kamera sehr ansprechend. Da jetzt gerade ein limitiertes Sondermodell (650 Stück, lediglich durch den Schriftzug „Leitz Wetzlar auf der Deckplatte ergänzt) herauskam, nahm ich das, da es überraschenderweise für den gleichen Preis wie die reguläre M10-M angeboten wurde. Der Punkt ist, dass der sowieso gute Werterhalt der Kamera dadurch noch etwas gesteigert wird, warum also nicht? Die Kamera hatte mir der „Händler meines Vertrauens“ für September in Aussicht gestellt, tatsächlich kam sie schon Mitte August.

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Ein mitgezogenes Foto. M10-M mit 50mm Summilux bei f/1.4 1/125s ISO 3200, Infrarot-Durchlass-Filter 715

Selbst die 40 MP des extra für die M10-M entwickelten Sensors schreckten mich nicht ab, denn im Gegensatz zur M10-R ist er um ein vielfaches rauschärmer. Ich stellte ohne Skrupel die niedrigste Belichtungszeit bei Auto-ISO auf 1/4xf, also auf den reziproken Wert des vierfachen der Brennweite des Objektivs, um bei Fotos aus der Hand immer auf der sicheren Seite zu sein (wenn ich das nicht manuell bewußt anders wähle).

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Schwerelos? Leica M10-M mit 90mm Macro-Elmar bei f/4 1/1500s ISO 160 Orange-Filter

Die M10-M beim Turnier

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Spontanes Porträt. Leica M10-M mit 90mm Macro-Elmar bei f/5.6 1/750s ISO 200, Orange-Filter

Mit Fotos auf Turnieren habe ich eine Menge Erfahrung. Bei Hallenturnieren muss man irgendwie mit dem schummrigen Licht klarkommen, da in der Regel kurze Belichtungszeiten obligatorisch sind (wenn man nicht die klassische Technik des „Mitziehens“ bemühen will). Zuletzt mit der M10 war es geradezu ein Kinderspiel, das bei trotzdem exzellenter Bildqualität hinzukriegen. Analog war das schon schwieriger. Ich „pushte“ Kodak Tri-X oder TMax 400 und kam mit Kodak P3200 auch gut klar, aber das war alles etwas völlig anderes als digital. Das allerdings reizte mich gerade an der Sache.

Dieses Mal, draußen, bei hellem Sonnenlicht hätte ich mit einer analogen Kamera keine Probleme wegen der Filmempfindlichkeit gehabt. Aber ich wollte die Monochrom benutzen. Drei Objektive waren dabei, 50er und 35er Summilux sowie das 90er Macro-Elmar. Das 35er Summilux nahm ich für die Bilder mit mehr Landschaft „drumherum“, das 90er für Nahaufnahmen und das 50er für alles dazwischen. Meist war ein Orange-Filter vorne drauf, auch mal das Rot-Filter und häufiger, als ich gedacht hätte, sogar das Infrarot-Durchlassfilter 715. Letzteres auch mal als „Aushilfs-ND-Filter“ (denn ein normales Graufilter hatte ich vergessen) für die mitgezogenen Aufnahmen, denn auch bei Basis-ISO von 160 kommt man selbst bei ganz kleiner Blende nicht auf genügend lange Zeiten dafür. Das Infrarot-Durchlassfilter ließ mich Zeiten zwischen 1/90s und 1/125s einstellen, die dafür gerade richtig waren.

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Leica M10-M mit 90mm Macro-Elmar bei f/4 1/1500s ISO 800 Orange-Filter
Monochrom
100% Ausschnitt aus dem vorigen Bild. Natürlich hat die hohe Auflösung auch Vorteile.

Für die „eingefrorenen“ Aufnahmen der Sprünge braucht man mindestens 1/750s, kein Problem bei dem Wetter. Da ich fast nur bei f/1.4, f/2.0 oder f/2.8 fotografierte, waren die zugehörigen Zeiten trotz Orange-Filter meist 1/3000s oder 1/4000s. Wegen des Filters sind natürlich die Blendenwerte der Exif-Dateien nicht korrekt. Orange erzeugt immer 1 bis 1,5 Blendenstufen mehr, die angezeigt werden. Vielleicht wäre es noch eine gute Menüergänzung, wenn man eine Filterkompensation eingeben könnte. Aber im Grunde ist das nicht besonders tragisch und darum auch nicht wichtig.

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Uups! „Der Doppelgänger“. Panorama. Reiner Zufall, dass ich so im Winkel zu beiden Hindernissen stand, dass ich mich nur 30° wenden musste… Leica M10-M mit 35mm Summilux bei f/2.8 1/500s ISO 6400
Monochrom
Familiäre Stimmung. Leica M10-M mit 50mm Summilux bei f/1.4 1/4000s ISO 160, Gelbfilter

Ich hätte unten auf den Platz gehen können (da ich Mitglied bin und jeder weiss, dass ich für den Verein fotografiere), wollte ich aber gar nicht. Wie man auf den Bildern erkennt, waren die Zuschauer auf einer erhöhten Fläche untergebracht und direkt am Platz. Ich hatte von da oben einen guten Überblick, hatte die Landschaft bei Bedarf im Hintergrund und kam trotzdem nah genug an einige Hindernisse, um Pferd und Reiter mehr als Bildfüllend abfotografieren zu können. Unten auf dem Platz lief auch Fotografin herum (die ich nicht kannte). Weshalb die ein 400er oder 600er Telezoom brauchte, war mir nicht klar, schließlich konnte sie sich beliebig nah positionieren. Aber über die nicht vorhandene Logik einer solchen Objektivwahl zu rätseln habe ich mir lange abgewöhnt.

Monochrom
Leica M10-M mit 50mm Summilux bei f/1.4 1/4000s ISO 160, Orange-Filter

Die Infrarot-Bilder fokussierte ich übrigens über den Monitor mit Fokus-Peaking, da der Messsucher natürlich für sichtbares Licht kalibriert ist. Den Visoflex-Sucher, auch „Warze“ genannt, finde ich zu schlecht und für die seltenen Gelegenheiten mit Infrarot oder nicht gekoppelten R-Objektiven kann ich damit leben, den Monitor zu verwenden.

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Leica M10-M mit 35mm Summilux bei f/2.0 1/750s ISO 6400, Infrarot-Durchlassfilter 715
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Ehrenrunde. Leica M10-M mit 50mm Summilux bei f/1.4 1/4000s ISO 160, Orange-Filter

Und Fokussieren: Das mache ich bei solchen Gegebenheiten nach altbewährter Art, nämlich indem man auf einen Punkt über dem Hindernis (oder ein ganz klein bisschen darüber hinweg) vorfokussiert und das Pferd an dem Punkt im Sprung ablichtet. Und zwar „Single-Shot“. Den richtigen Moment im Absprung zu erwischen, ist Erfahrungssache und fällt mir leicht. Jedesmal Serienbilder zu machen, kleistert einem nur die Speicherkarte voll (wenn man auch mal sowas als Bewegungsstudie machen kann). Schliesslich sind die DNG’S der M10 Monochrom zwischen 40 und 55 MB groß (etwa das doppelte wie bei der M10). Das erinnert mich daran, dass auch die Akku-Laufzeit nicht ganz an die der M10 herankommt. Ein Akku in Reserve ist empfehlenswert. Ich kam an dem Tag aber mit dem in der Kamera aus.

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Leica M10-M mit 50mm Summilux bei f/1.4 1/3000s ISO 160, Orange-Filter

Es gibt noch eine Menge Bilder vom Springen (aber irgendwann wird’s langweilig) und vom Rande des Geschehens. Ich war mir der Ausbeute ganz zufrieden. Vielleicht ist so ein Turnier nicht gerade die „Kernkompetenz“ der Kamera (meine Frau hätte es gern in Farbe gehabt), aber ich konnte sie so schon mal auf ihren Gebrauchswert bei Events prüfen. Denn irgendwann (hoffe ich) kommt auch mal wieder ein Konzert oder ähnliches. Dann wird vielleicht sogar der leise Verschluss von Vorteil sein.

Jedenfalls werde ich in über die kommenden Monate sicher noch einiges zu berichten haben.

20 Kommentare

  1. Hallo Claus,
    Du hast wirklich einen sehr Aufschlussreichen Beitrag verfasst. Ich hatte bis vor zwei Jahren noch eine 246. Nachdem ich sie wegen „zu wenig“ nutzen verkauft habe, bereute ich die einmaligen SW-Aufnahmen der Monochrom. Die Bider der M haben einfach einen unverwechselbaren Charakter.
    Jetzt stehe ich wieder vor der Überlegung die M10M zu kaufen. Das neue APO 35/2 ist schon meins, aber ich nutze es nur bei der SL2. Ich denke, bei der Kombination M10M/APO35/2 kann man nichts falsch machen.

    Viele Grüße
    Axel

  2. Hallo Claus,
    die M10M spukt bei mir weiterhin durchs Gehirn… nun lese ich aber bei Leica selbst, dass die hohe Auflösung des Sensors erst bei den neuesten Objektiven so richtig zum Tragen kommt. Und ich fotografiere bevorzugt mit den älteren Mandler-Linsen (frühes Summilux 50 und 75, Summaron 28). Meinst Du, da bringt die M10M überhaupt etwas? Mit der M9M oder M10P harmonieren die Objektive wunderbar.
    Viele Grüße,
    Tom

    • Claus Sassenberg

      Hallo Tom,

      ich muss immer wieder hervorheben, dass ich die Monochrom nicht wegen, sondern trotz der hohen Auflösung genommen habe. Dazu darf man nicht vergessen, dass Leica Objektive verkaufen will, was sollen sie also anderes sagen? Natürlich ist das 50er Apo-Summicron ein Auflösungs-Monster, aber ich versichere dir, auch ältere Leica Linsen schaffen einiges.

      Was die M10M bringt, ist für mich nicht über die Auflösung definiert. Aber sie ist da, ich sehe es in jedem Bild, in das ich hineinzoome. Nur: ist das für die Bildaussage relevant?

      Ich kann nur empfehlen, mal bei Erwin Puts Lens-Reviews zu schauen (man braucht allerdings viel Seelenruhe dazu, sehr anstrengende Lektüre). Auflösung war bei Leica nie ein Problem. Ich zitiere aus dem Review für das 50er Summilux Asph.:

      „Currently all Leica lenses have a very low amount of spherical error and then the choice is not relevant: all lenses have automatically a high contrast and a high resolution.“ (aber will Leica Marketing sowas hören?)

      Viele Grüße, schönes Wochenende,

      Claus

      • Hallo Claus,
        ich gehöre prinzipiell ja auch nicht der „Pixelpeeper“-Fraktion an und habe es (auch als Freund des Piktorialismus) gerne etwas softer. So gesehen war ich von dem, was die M9M an Schärfe und Auflösung bietet schon fast überfordert ;-). Von Formfaktor und Bedienung ist die M10-Reihe jedoch das Optimum für mich, gar nicht zu reden vom Auslösegeräusch. Von daher bin ich einfach neugierig, ob diese riesige Auflösung des M10M-Sensors in Verbindung mit alten (pre-Asph, teils gar Vorkriegs-) Objektiven nicht gar eher kontraproduktiv ist und letztendlich zu „matschigen“ Bildern führt.

  3. Hallo Claus,
    ich bin regelmäßiger Leser Deines Blogs und freue mich, dass Du jetzt auch „Monochrom“ unterwegs bist!
    Ich nutze wie Du eine Leica Q und bin vor kurzem von der M10 auf die M10 Monochrom umgestiegen. Da ich ausschließlich B/W fotografiere ist die M10M einfach die „beste“ M für mich. Wie Du schon sagst, die Reserven der DNG´s sind wirklich unglaublich und wenn man B/W fotografieren möchte, denkt und arbeitet man mit einer M10M eben anders. Bei meiner M10 und Q habe ich z.B. das Display immer auf B/W gestellt um so schon in B/W zu „sehen“!

    Grüße aus Würzburg
    Jörg

    • Claus Sassenberg

      Hallo Jörg,

      die Monochrom wird sicher in kommenden Beiträgen weiterhin thematisiert!

      Weiterhin viel Freude mit deiner Kombi M10-M/Q,

      viele Grüße nach Würzburg,

      Claus

  4. Frank Krüger

    hallo Jürgen,
    durch Zufall bin ich auf diese Seite gekommen und muss sagen „WOW“. Klasse Bilder und was mir besonders gefällt ist die Art und Weise der Berichterstattung. Mein Weg führte mich in den letzten Jahren hin zu Leica und den habe ich mir schwer gemacht. Nach einigem Hin und Her bin ich nun Besitzer (Stolz auch) einer M10-M und einer Q2. Eigentlich reicht das vollkommen aus. Es reist sich leichter und man „reduziert“ sich auf das wesentliche 🙂
    Danke für die schönen Fotos und ich werde Dir mit Sicherheit weiterhin folgen.
    Frank

    • Claus Sassenberg

      Hallo Frank,

      freut mich natürlich, dass dir die Seite gefällt! M10-M und Q sind eine Kombi, die auch die Familie zufriedenstellt (weil die in der Regel auch Farbbilder wollen…).

      Zur Zeit habe ich (teilweise aus demselben Grund) auch den M10-Body dabei. M10-M und M10 passen mit drei Objektiven immer noch locker in die kleine Hadley Digital-Tasche, die sozusagen für mich das Limit an Packmaß darstellt, das ich bereit bin, mitzunehmen.
      Das verschafft mir weiterhin das Vergnügen, mir einen abzugrinsen, wenn ich Typen mit riesigen Kamera-Rucksäcken sehe.

      Viele Grüße,

      Claus

  5. Herzlichen Glückwunsch Claus zu deiner neuen M10 Monochrom

    Ein toller Bericht der Lust auf mehr macht und mit wunderschönen Bildern verwöhnt. Ich finde es wirklich bemerkenswert wie du deiner eigenen Fotografie und Leidenschaft folgst. Du lässt dich auf neue Sachen ein und bist sehr offen für Neues. Deine Weiterentwicklung und Leidenschaft fasziniert mich immer wieder, begleitet mit interessanten Informationen für technische Komponenten und eigenen Eindrücken. Obwohl ich mit meiner Q und der M10 super zufrieden bin, merke ich an mir selber immer wieder, wie mich die Schwarzweissfotografie immer wieder mehr und mehr fasziniert. Ich kann von mir sagen, dass der Grund dafür in der Reduktion der Möglichkeiten liegt. Zu wissen, dass man nur in schwarzweiss fotografieren kann, lässt mich aus der Komfortzone ausbrechen und mich selber weiterentwickeln. Dieses habe ich auch mit dem Kauf der M10 gemerkt. Obwohl ich mit meiner erste Leica Q super zufrieden bin, hat mir die M10 am meisten weiterentwickeln lassen. Hier sehe ich auch die Chance und Möglichkeiten einer Monochrom sich auf etwas Neues einzulassen und dabei kreativ zu bleiben.

    Ich danke dir für deinen Blogartikel und bin ganz gespannt auf deine weiteren Erfahrungen.

    Lieben Gruss
    Maurizio

    • Claus Sassenberg

      Hallo Maurizio,

      dieses „aus der Komfortzone ausbrechen“ ist wahrscheinlich einer der Gründe, warum ich mir entweder mit analogem Film, antiquarischen Kameras oder jetzt mit der M10-M Limitationen auferlege. Es zwingt mich dazu, anders zu sehen, liefert mir aber auch neue Inspiration. Manchmal funktioniert das Visualisierte, manchmal auch nicht, und daraus baut sich auch Erfahrung auf.

      Aber das bedeutet nicht, dass ich dafür dauernd neue Kameras benötige. Auf eine Monochrom hatte ich einfach schon so lange geschielt, dass es irgendwie überfällig war. Ich bin mir z.B. ernsthaft nicht sicher, ob ich zur Zeit Lust hätte, auf eine fiktive M11 upzugraden. Ich bin einfach mit der Leistung der M10 so zufrieden, dass ich nicht weiss, was eine M11 eigentlich wirklich besser machen könnte. Mehr Auflösung? Mehr Dynamik? Aber fehlt das bei den jetzigen Bildern, sind die schlecht? Wie schon neulich, als ich ein paar M9-Bilder hervorkramte, die ich nicht von denen aus einer M10 unterscheiden könnte. Der digitale Fortschritt scheint für mich ziemlich „Pseudo“ zu sein.

      Liebe Grüße, gutes Licht,

      Claus

  6. Hallo Claus,
    war ja tatsächlich irgendwie zu erwarten :-). Mir ist jetzt eine schöne gebrauchte Monochrom 1 (also M9M) zugelaufen. Bei ersten Testbildern, allerdings im Innenbereich, hat sie mich schon begeistert! Irgendwann kommt dann auch mal die M10M ins Haus, denn wie Du schon sagts, der Formfaktor der 10 ist einfach klasse. Aber da warte ich wohl noch bis zum Erscheinen der M11M 😉
    Viele Grüße,
    Tom

    • Claus Sassenberg

      Hallo Tom,

      jetzt da ich auf den Trichter gekommen bin, kann ich nur sagen: Wer S/W mag, kann mit einer Monochrom einiges erreichen. Obwohl ich fest dabei bleibe, dass das einen Silberhalogenid-Film nicht einfach ersetzen kann. Es ist lediglich eine (bequeme) Variante.

      Auf eine M11-M wird man allerdings noch ein paar Jahre warten müssen…

      Viele Grüße,

      Claus

      • Hallo Claus,
        wenn eine M11M zu lange auf sich warten lassen sollte, dann baue ich einfach auf den M10M-Käufer, der nach ein paar Bildern das Interesse verliert und einen attraktiven Gebrauchtpreis aufruft… meine aktuelle M9M hat auch erst rund 4,000 Auslösungen und fühlt sich an wie neu ;-).
        Viele Güße,
        Tom

  7. Herzlichen Glückwunsch zur M10M, Claus!!

    Dein lebendiger Bericht und natürlich die Bilder sind ein Genuss.
    Ich finde, dass S/W hier sehr gut passt, einmal wird der Blick natürlich durch die geringe Schärfentiefe gelenkt und zum Anderen nicht durch „überflüssige“ Farben von dem Bildeindruck abgelenkt. Im Gegensatz zu Jürgen sehe ich überhaupt kein Problem darin, sich nur auf S/W zu beschränken, im Gegenteil. Wenn man viel S/W fotografiert ist man es gewöhnt, die Bilder schon vorher in S/W zu visualisieren. Wenn man einen S/W Film in der Kamera hatte, was es doch schon immer so.

    Du hattest sicher extrem viel Licht, auf La Palma hatte ich bei IR Filter immer die Zeit manuell auf die Bestmögliche eingestellt, bei 12mm z.B. auf 1/15s, und dann lieber die ISO nicht so hoch gehen lassen. Aber bei Landschaften habe ich natürlich auch mehr abgeblendet. Ich habe die Monochrom immer mit ca. -1/3 EV belichtet, damit die Höhen auf keinen Fall verloren gehen. Die Tiefen lassen sich immer ohne Probleme hoch holen.

    Die beiden Panoramen finde ich absolut super – und die anderen auch 🙂

    VG dierk

    • Claus Sassenberg

      Hallo Dierk,

      vielen Dank für dein Lob (das zählt vom „Fachmann“ doppelt).

      Danke auch für die Tipps in deinem Kommentar zum Infrarot-Artikel, das ist sicher auch für viele wertvoll, die sich durch den Artikel inspiriert fühlen, es mal damit zu versuchen.

      Bei „normalen“ Infrarot-Landschaftsbildern ist natürlich die Logik stringent, möglichst lange Zeit zu nehmen und auch abzublenden. Beim Turnier brauchte ich mindestens 1/750s (ein Erfahrungswert bei springenden Pferden) und habe die ISO passend dazu gewählt. Blende offen ist sowieso wegen der Tiefenwirkung erwünscht und kommt der ISO entgegen, dass sie nicht ins Bodenlose steigt. Und richtig, die Sonne musste ordentlich scheinen, sonst kann man das vergessen.

      Ich habe übrigens das Gefühl, dass die M10-M nicht ganz so anfällig in Bezug auf die Highlights ist. Verglichen mit meiner „normalen“ M10 ist da kein Unterschied bei identischen Motiven in Bezug auf die Belichtungskorrektur. D.h. bei Gegenlicht muss ich beide Kameras auf die gleiche Weise nach unten korrigieren.

      Aber im Zweifelsfall eher nach unten ausweichen ist kein Problem, weil, wie du schon sagst, man unfassbar viel aus den Schatten holen kann.

      Und das ist das, was einen gegenüber analogen Belichtungsstrategien total verwöhnt 😉 (und verweichlicht).

      Viele Grüße,

      Claus

  8. Achim Dederichs

    Hallo Claus,
    wir Deinen Blog über die Jahre verfolgt, sieht schon einen gewissen Trend, der konsequenterweise zur Monochrom führt. Aber es ist so, wie Du sagst: Alles zu seiner Zeit und Hauptsache, es macht Spaß. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
    Die Bilder gefallen mir ausnehmend gut!
    Viele Grüße aus Bad Kreuznach
    Achim

    P.S.: Welchen Infrarotfilter hast Du benutzt?

    • Claus Sassenberg

      Hallo Achim,

      die Bilder sind mit Infrarot-Durchlassfilter RG715 gemacht („Infrarot-Filter“ impliziert ein Filter, das Infrarot-Licht abhält, wie z.B. die für die M8).

      Viele Grüße, bleib Gesund (wir leben auf dem Präsentierteller),

      Claus

  9. Hallo Claus,

    man nehme: 1. eine tolle Location oder Event, 2. eine perfekte Kamera und.. drittens einen Fotografen, der sowohl Motivwahl, den passenden Moment und die Technik beherrscht. Dann kommt so etwas bei raus. Kann nicht jeder. Tolle Fotos!

    Das einzige Manko, wenn man so will, ist leider, dass man sich auf b&w festlegt. Künstlerisch aus meiner Sicht die einzig richtige Wahl, und mit deinem neuen Body wäre jede andere Wendung fast unverzeihlich.
    Doch wie du das im Artikel schon andeutest, ist Schwarzweiss nicht für jede Nutzung geeignet. Besonders auf Veranstaltungen (z.B. Hochzeiten) ist bw keine Lösung für alle Pics. Gerade im Bereich Kleidung, Blumen etc. legen doch zu viele Menschen auf perfekt abgestimmte Farben wert und wollen das mit Bildern erinnern. Das verpflichtet schon fast wieder dazu, grundsätzlich 2 Kameras im Gepäck zu haben. Und dann einzelne Situationen doppelt zu fotografieren. Das wäre mir jetzt schon wieder zu viel. Da würde ich dann dann doch auf die farbige RAW-Variante zurückgreifen und mich mit weniger Equipment belasten. Auch wenn es ein wenig auf Kosten der Qualität geht.

    Jürgen

    • Claus Sassenberg

      Hallo Jürgen,

      zum Glück muss ich keine Hochzeit fotografieren. Aber: Als ich sowas das letzte Mal gemacht habe, hatte ich drei Kameras dabei. Nämlich eine M10, eine Leica Q und eine analoge M2 (mit Kodak Tri-X bestückt). Ich brauchte aber nicht alle Fotos doppelt machen. Man muss nur wissen, wann man was braucht. Das war damals kein Problem. Mit M10 und M10-M hätte ich es da tendenziell eher noch bequemer.

      Ich bin froh, dass ich mein Geld nicht damit verdienen muss. Lieber mache ich das, was mir gefällt. Und wenn ich „nur“ S/W will, hat da keiner was zu meckern. So einfach ist das.

      Aber deswegen höre ich ja auch nicht auf, in Farbe zu fotografieren. Es stimmt schon, es gibt Motive, da macht die S/W wenig Sinn.

      Liebe Grüße,

      Claus

  10. Oh, ich kann Dich ja so verstehen….
    Und ja, aus jüngster Erfahrung weiss ich zudem einmal mehr, das bewegte Aufnahmen aus der Parallele wesentlich schneller manuell anstatt automatisch zu fokussieren sind. Wirklich sehr lebendige Aufnahmen.

    Liebe Grüße ins Weserbergland.
    Kai

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