Adieu, Summarit!

Adieu, Summarit!

Kommentare

  
  1. AvatarThomas Mika sagt:

    Hallo,
    ich verstehe nicht, warum jetzt so viel im www den Summariten nachgeweint wird. Vielleicht ist es die Angst um Leica generell.
    Ich für mich:
    Wenn das Geld knapp ist, kaufe ich mir lieber ein gebrauchtes Cron, ZM, VL, als ein Summarit.
    Mein erstes M-Mount Glas für meine gebrauchte 240 war ein gebrauchtes 50 Cron V in Chrom, ich dachte damals nicht an ein neues Summarit, weil es immer noch mehr gekostet hätte.
    Beim 35er ist es dann ein fast neues ZM 2.0 geworden. Auch da war der Preis entscheidend für mich.
    Die 2,5 (90mm) haben nur 1 Meter statt den 0,7 Meter. Der Gummi löst sich mit der Zeit auf.
    Vielleicht ist dies auch ein Grund warum die Erste Serie nicht so gut angekommen ist.
    Dann gab es eine Eintausch Prämie auf die 2,4 Version….
    Aber das war alles vor meiner “gebraucht Ware Leica Zeit”
    Fazit: Ich habe mit der Einstellung der Serie kein Problem.
    LG Thomas aus Wien

  2. AvatarMichael Mellert sagt:

    Jawohl Kai, in dieser Coronazeit auf das Wesentliche besinnen, – hoffentlich -, sonst wird uns der Ausrüstungs- und Technikwahn noch den Kragen kosten. Meine beiden Summaritchen (35+50) sind mir derart an’s Herz gewachsen, ich habe kein Problem damit, als Leica-Habenichts meinen aufrichtigen Beitrag zu leisten, damit die sündhafte Glas- und Metallverschwendung der Leica-M-Objektivboliden aufhört. Hat sich die Aussagekraft der Photographie seit Cartier Bresson gesteigert? Immer mehr Lichtstärken, während es in unseren Köpfen immer dunkler wird. Jämmerlich!

    • AvatarKai sagt:

      Ich hoffe, Du hast mich richtig verstanden?
      Ich brauche auch keine Leica-Linsen für die Vitrine. ich bemühe mich, Objektive genauso nach meinem Zweck auszusuchen. Und die werden bei mir auch benutzt. Für mich ist auch Leica keine Religion, sondern ein vielbenutztes Werkzeug. Sieht man diesem übrigens auch an.
      Was es beim Leica M System für mich nachhaltig macht, ist, dass auch 80 Jahre alte Linsen noch funktionieren und noch repariert werden. Also werden die heutigen Vitrinenmodelle irgendwann einmal sogar von Menschen genutzt, die sich Leica nur gebraucht leisten können.
      Ich habe übrigens nur eine ganz klassische Linse mit 1.4, das aktuelle 50mm. Alles andere fängt (auch zukünftig) erst bei 2.8 an. Und meine Leica M ist mittlerweile ziemlich abgegriffen, funktioniert nach zwei Stürzen aber immer noch, obwohl sie jetzt endlich mal zum Service muss. Meine kleinen Kinder werden die Leica nebst Objektiven als Erwachsene noch nutzen oder ohne Wertverlust verkaufen können.
      Davon abgesehen habe ich einmal eine 80seitige Imagebroschüre über den Nord-Ostsee-Kanal ausschließlich mit einem Objektiv fotografiert und von meinen Aufnahmen 80Prozent einsetzen können.
      Ja, ich gebe zu, die Aussagekraft hat sich in den letzten 30 Jahren quantitativ nicht gebessert, aber auch nicht verschlechtert. Nur anteilig sind die guten Bilder immer schwerer unter den Müllbergen der sinnlosen Umgebungs-Scans zu entdecken.
      Um so wichtiger, dass wir Fotografie wieder einen Sinn geben. Mein Anteil daran z.B.
      https://mare.photo/category/magazin/geschichte-hinter-dem-bild/

  3. AvatarWieland Hoppen sagt:

    Schade, Leica wird immer mehr zum Luxusartikel und immer weniger zum hervorragenden Werkzeug. Vor zwei Jahren habe ich mir ein 2,4/75 mm Summarit-M gekauft, das zusammen mit dem Elmarit-M 2,8/28 mm ASPH die perfekte Kombination für Reise- und Street-Fotografie ist: leicht und super leistungsstark. Schade, wenn die Leica Ausrüstungen nicht mehr leicht sind, über den Preis der ultra lichtstarken Glasklötze ärgert man sich nur bei der Anschaffung, über das Gewicht jedes Mal… Schade, aber mit einer M können immer weniger Leute fotografieren – bestenfalls noch mit einer Autofocus – DSLR, aber Fotografie degeneriert immer mehr zur Smartphone Allerweltsknipserei.
    Aber in der Richtung gehts.

    • AvatarKai sagt:

      Ich würde das gar nicht so pessimistisch sehen, weder das eine noch das andere:
      Ja, Leica ist eine Luxusmarke. Aber würden die Summarits von der Kundschaft angenommen, sie würden im Programm bleiben. Leider aber erleben wir gerade einen Wahn an Offenblende und so kauft heute jeder hochaufblendende Objektive, ohne sie wahrscheinlich auch sinnhaft einzusetzen. Und so kommt es, dass heute in jeder chinesischen Bude hohe Lichtstärken angeboten werden und in den Hirnen der Kamerabesitzer sich ein Preis für wenige hundert EUR einbrennt. Warum sollte sich solcher also eine Brennweite ohne Autofocus ohne 1 vor dem Komma für ein fünffaches des Preises leisten. Dass die Billiglinsen ohne digitale Korrektur durchaus im Platz der optischen Gruselkabinette ihr Zuhause haben, interessiert die Megapixeljünger heute nicht. Die meisten, die sich heute Besitzer energie- und ressourcen-verschwendender Digitalboliden nennen, wissen einfach nicht, was wirklich gut ist und vor allem nicht, dem Guten und Fairen und Nachhaltigem auch einen entsprechenden Wert beizumessen.
      Ich behaupte, dass Leica mit dem M-System das nachhaltigste System zu fairen Bedingungen produziert. Leider spielt solches heute keine Rolle bei der Kaufentscheidung. Auch nicht, ob in den Produktionen faire Arbeitsbedingungen oder straf- und folterfreie Meinungsäußerung geduldet wird.
      Aber: Man kann immer noch mit geringem Gewicht seine Objektiv-Kombi zusammen stellen: 2.8/28 und 4.0/90 ist eine absolut taugliche Reisekombi mit geringem Gewicht. Im Weitwinkelbereich ist das Super-Elmar 21mm eine absolute Referenz mit geringem Gewicht.
      Ich glaube auch nicht, dass es heute weniger Fotografen gibt, die wirklich noch fotografieren können. Vielmehr denke ich gibt es heute ein Vielfaches an Typen, die sich Fotograf nennen und dann in den Foren schreiben: „Hilfe, ich soll nächste Woche ne Hochzeit fotografieren, was für ein Objektiv würdet Ihr mir empfehlen…“

      Ich habe für mich jedenfalls lange hin- und her überlegt, ob ich mir weiterhin den Luxus Leica M leiste, da ich dann noch zwei weitere Objektive und eine Digitalversion brauche. Und ja, ich tu es, weil es ein ähnliches System mit optisch korrigierten Objektiven und einer Kamera, die sich auf das Wesentliche, nämlich, Zeit und Blende, beschränkt, außerhalb von Leica nicht zu geben scheint. Lieber spare ich zwei Jahre dafür und weiß es dann zu schätzen und einzusetzen. Und habe Freude daran, ohne der nächsten Neuausgabe hinterher hächeln zu müssen.

      • AvatarJörg-Peter Rau sagt:

        Lieber Wieland Hoppen und Kai,

        vielen Dank für die Diskussion, das ist wirklich intressant. Zum Thema Leica und Luxus ist in meinen Augen beides richtig. Ich sehe schon einen Wandel von Leica zur Luxusmarke, und das nicht erst seit kurzem. Ich sehe aber vor allem auch einen Wandel der Leica-Kundschaft zu Luxusartikel-Käufern. Und da war so ein Summarit vielen wohl in jeder Hinsicht zu profan. Denn wie Kai schreibt – wären die Summarite gut gelaufen, würden sie weiter angeboten. Vielleicht war es aus Leica-Sicht auch einfach nicht nötig, eine Antwort auf Voigtländer, Zeiss und co. zu suchen, weil die allermeisten Leica-Kunden die Frage schlicht nicht aufgeworfen haben.

        Was die Konzentration aufs Wesentliche angeht: Schön für alle, die das tun können und wollen, ich persönlich fühle mich zumeist sehr wohl damit. Aber, wenn wir schon bei dem sind, was gelegentlich zum Glaubenskrieg zu werden scheint: Soll doch jeder nach seiner Fasson selig werden. Wir mögen halt das Handwerkliche, Prozesshafte, Gestaltende an der Fotografie und können es ertragen, dass uns darin auch unsere Grenzen aufgezeigt werden.

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Zum Glück kann man die “Luxusprodukte” einfach ignorieren, ich tue es jedenfalls und bleibe bei Objektiven mit vernünftigen Dimensionen. Die Reise-Kombinationen mit 28/75er Brennweite oder 35/90er mit einem M-Body sind die kompakte “Antithese” zu den schweren (meist immer noch) DSLR-Ausrüstungen. Mit dem 28er Elmarit und dem 75er Summarit wäre ich auch bestens zufrieden.
      Die heutige Smartphone-Fotografie ist dekadent, kein Zweifel. Aber eigentlich nerven mich die Heinis viel mehr, die sich eine fette Kamera kaufen (die alles für sie macht) und dabei null Ahnung von Fotografie haben. Manche glauben gar, sich damit plötzlich “Fotograf” nennen zu können. Fragt man sie, was eine Blende ist, brennt denen das Hirn aus. Echt ein Skandal, dass diese Berufsbezeichnung kein Stück geschützt ist.

      Um so mehr setzen sich die ab, die das Handwerk wirklich noch verstehen. Die gibt’s ja auch noch, Gottseidank.

      • AvatarAndreas Berger sagt:

        Guten Abend zusammen,
        auch ich habe ein (sehr) großes Faible für das M-System, die mechanische Präzision, die aufwendige Linsenfertigung, (nur) optische Objektivkorrekturen, den Prozess des Fotografierens, die Verlangsamung, Kompaktheit, Historie, …, habe Spaß am fotografieren etc …
        Trotzdem, da wir mitten im immerwährenden Fluss der Entwicklungen sind, einige wenige Fragen:
        Nehmen wir zB einen vollautomatisierten “Gegner” unübersichtlichster Bedienung schlechthin, zB eine völlig “unsexy” Sony A III und die Festbrennweiten 1.4/24mmGM, Zeiss 1.8/55mm und Sony 1.8/85mm:
        1) Kann man damit manuell fokussieren?
        2) Kann man damit auch manuell “”Vor-fokussieren”, zB auf 3m Objektabstand?
        3) Hat die Kamera einen M-Modus?
        4) Kann man mit der Kamera vermeiden, sich dem Objekt weniger als 0,9m zu nähern?
        5) Hat sie mehr MP als die M10?
        6) Ist sie mit diesen Objektiven ein Bolide?
        7) Müssen diese Objektive erst mit digitaler Korrektur auf erträgliches Niveau gebracht werden? Wenn ja:
        8) Beginnt das “Unwesen” dann schon mit einem digitalen Sensor?
        9) Oder erst mit allem, was digital bereits “In-the-box” passiert?
        10) Gibt es in diesem Forum Fotografen, die das “Entwickeln”-Tool in LR 100% ignorieren?
        11) Wann hat das fotografische Handwerk aufgehört? Mit dem Live View zusätzlich zum Messsucher? Mit dem digitalen Sensor? Mit elektronischen Verschlusszeiten? Mit dem elektronischen Belichtungsmesser? Mit “Tricks” in der analogen Filmententwicklung wie “Abwedeln”? Mit …? Nicht sogar viele Jahrzehnte früher?
        12) Halten sich Besitzer der A7III für “Fotografen”?
        13) Kann man sich mit einer A7III und Festbrennweiten – wenn man wollte – auf das Wesentliche besinnen?
        14) Ist es ein wenig “verwerflich”, eine M-Leica unter vielem anderem auch als Luxusobjekt attraktiv zu finden (wobei auch Summarite wohl kaum jedermann erschwinglich sind)?
        15) Wie hätte so ein tolles Forum wie dieses zB zu Zeiten einer M4-P oder M6 TTL ausgesehen?
        Beste Grüße
        Andreas

        • AvatarKai sagt:

          Moin, Andreas Berger.
          Meine spontane Antwort führt mich zu meinem ersten Kinofilm: Heidi in Schwarz-Weiß. Eine Szene darin hat mich als Erwachsener sehr berührt. Peter, der seine Heidi sehr lieb hat, wird gefragt, ob Heidi denn das hübscheste Mädchen sei. Er antwortet daraufhin, dass er es nicht wisse, da er kein anderes Mädchen anschaut….
          Was also die Sony kann oder nicht kann, vermag ich im Detail gar nicht zu sagen. Ich kann mich aber nicht der unwillkürlichen Beobachtung entziehen, dass Sony auf allen Kanälen durchaus aggressiv den Markt anheizt unter dem Vorwand der Innovation. Und damit werden in meinen Augen Menschen erreicht, die nie zufrieden sind. Und die glauben, das digitale wird es schon richten.
          Darunter leiden Bilder: Durch die hohen ISO-Werte entstehen z.B. Polarlichtaufnahmen, als wären sie nachmittags fotografiert worden. Bilder werden glatt gebügelt. Die Gefahr ist sehr groß, sich gar nicht mehr um das Motiv zu kümmern, sondern nur noch um die Aufnahme.
          Und bei Presseterminen habe ich es regelmäßig erlebt, dass selbst bei ruhigen Momenten der Auslöser durchläuft. Ich selbst bin mit ein bis zwei Bildern dabei.

          Nun bin ich nicht Peter und ich habe tatsächlich einmal bei verschiedenen Kameraherstellern versucht, in der Modellpalette durchzublicken. Das war mir zu anstrengend. Ich habe einmal selbst eine andere digitale Kamera gehabt, die hatte Menues, die ich nie angeschaut habe. Und genau das hat mich auch bei meiner aktuellen Auseinandersetzung mit dem System mit der Frage des möglichen Wechsels abgeschreckt. Ich möchte schlicht keinen Computer bedienen, ich möchte mich einzig ums Motiv kümmern.
          Und das muss mitunter schnell und unaufdringlich gehen.

          Ich denke, seit dem die Meisterpflicht in der Fotografie abgeschafft ist, halten sich viele für Fotografen und werden nicht müde, über andere Fotografen, die ihr Handwerk gelernt haben, herzuziehen. Ich mache mir dann regelmäßig die Mühe und schaue mir deren Ergebnisse an. Das erinnert mich dann stark an Donald Trump, wenn er aktuell den Medizinern Behandlungstipps gibt. Ich würde es sehr begrüßen, wenn die Politik den Mut hätte, die Berufsbezeichnung Fotograf zu schützen und damit auch potentielle Kundschaft vor Blendern und Deppen.
          Ich selbst würde mir nie anmaßen, mich Fotograf zu nennen. Und ich würde mir nie anmaßen, jedes Genre zu beherrschen.

          Das Handwerk hat nicht aufgehört, es ist nur im Wust der Masse immer schwerer zu entdecken. Ein Beispiel ist hier: https://www.bpp.photography

          Was Leica ausmacht, vergleiche ich das gern mit dem Bulli. Der Bulli war immer der Transporter schlechthin, Heute ist der Kult und jeder will ihn haben. Aber er ist teuer. Und doch (die Mühe habe ich mir einmal gemacht) ist er nicht teurer als vor 40 Jahren. Das Gleiche mit der Leica. Für DDR Bürger hat eine Praktika gut und gerne zwei Monatsgehälter gekostet, ebenso die die Objektive. Filme entwickeln und abzuziehen hat schon Ender der 1970er 15-20 DM gekostet.
          Vielleicht ist Leica einfach nur preiswert- also preiswert? Hat also seinen WERT behalten, während andere durch Produktion in teils fragwürdigen Bedingungen und Massen im Preis verfielen und damit vielleicht viel zu billig sind.

          Ich weiß gar nicht, ob das Forum so viel anders aussehen würde, als hätte es das vor 40 Jahren gegeben. Ich selbst fotografiere immer noch überwiegend analog, kann auch ohne Belichtungsmesser mal zurecht kommen und mache kaum mehr Aufnahmen als ich selbst benötige.

          Für mich persönlich steht nach wie vor das Motiv im Vordergrund und die Leica M hilft mir dabei, dass es so bleibt.

  4. AvatarStefano Strampelli sagt:

    Wie es aussieht, wird nicht nur die Summarit-Reihe eingestellt. Dasselbe Schicksal scheint auch die beiden 24er Objektive (Summilux und Elmar-M) zu treffen, welche bei Meister werden sie schon als Auslaufmodelle angeboten). Einigen Internet Quellen zufolge gilt das auch für das Super Elmar 18mm. Dies wird bei Meister zwar mit Rabatt angeboten aber noch nicht als Auslaufmodell gekennzeichnet.
    Vor dem Hintergrund der Einstellung des Summilux 24 (ein recht teures Objektiv) glaube ich, dass der Grund dieser Entscheidung eher bei der fehlenden Nachfrage zu suchen ist als bei einer bewussten Hinwendung Leicas zu einer reinen Luxusmarke.

    • AvatarKai sagt:

      Dem schließe ich mich an.
      Wobei man das 18er noch kläglich vermissen wird. Aber es war ursprünglich für die M8 gedacht, um dort trotz des kleineren Sensors gegenüber Kleinbild ein gutes Weitwinkel-Objektiv anbieten zu können. Vollformat gab es zu der Zeit noch nicht. Bleibt für den Extrem-Weitwinkel noch das Tri-Elmar 16-21mm, wenn es denn bleibt.
      Ich persönlich zweifle auch den tatsächlichen Sinn von hochöffnenden Weitwinkel-Objektiven an, in meinen Augen macht 1.4er Blende erst ab 35mm Sinn. Entsprechend wenig dürfte dann auch der teure Exot mit 24mm nachgefragt werden.
      Zudem wird Leica seine Objektive auf deutlich höhere Auflösung umstellen, sofern noch nicht passiert. Den Professionellen, reichen ja 24MP schon lange nicht mehr aus, Wie sollen sie noch ein scharfes und ausschnittvergrößertes Foto auf ihren 4×6 Meter großen Bildschirmen genießen können:-). Unter eine Sony mit 60 MP läuft ja fast nix mehr.
      Außerdem baut Leica seine optisch.mechanische Sparte völlig um.

    • AvatarJörg-Peter Rau sagt:

      Ja, von den Einstellungen der 24er hörte ich ebenfalls. Bei beiden war sicher die Nachfrage nicht besonders hoch. 24 war ja – ganz entgegengesetzt zur klassischen SLR-Fotografie – nie so eine klassische M-Brennweite. Wer’s richtig weit mag, wurde früh mit 21ern versorgt, und wer mit 28 klarkommt, braucht keinen Zusatz-Sucher.
      Wenn nun eine Einstellung der gesamten Reihe der lichtschwächeren Weitwinkel (oh, um das 21er wäre es auch jammerschade!) folgte, könnte das man auch als eine Verlängerung der Summarit-Geschichte verstehen und darin einen Strategiewechsel sehen.
      Meine Vermutung ist, dass Leica die zuletzt ja wirklich sehr umfassende M-Objektivpalette strafft. Entweder grundsätzlich, oder um im WW-Bereich Raum zu schaffen für exzellente, neu gerechnete 21er und 24er Summicrone, die so teuer sein werden wie bisher die Summiluxe. Das hätte dann wohl etwas mit den immensen Anforderungen von aktuellen und vor allem künftigen Sensoren zu tun – das deutet ja auch auch Kai in seinem Beitrag an.

  5. AvatarKai sagt:

    Ja, ich habe in vielen komischen Tests gelesen, wie schlecht doch die Summarite sein sollen. Wenn man überhaupt mal Arbeiten in fotografischem Sinne dieser Tester entdecken kann, fragt man sich, ob jenen nicht eine Plastiklinse gereichen würde.

    Jeder will heute Profi sein und fährt einen Geländewagen in der Stadt, weil es am Nordpol schneien könnte. Bleibt aber dann bei Nieselregen selbst zuhause. Ähnlich dem kranken Gigantismus eben in der Fotografie.
    Ich werde wohl doch noch auf das 75er Summarit zurück greifen als günstige Alternative zum 90er Makro mit fast identischen Naheinstellbereich. Eigentlich spare ich ja für eine digitale M. So ein Mist:-)

    Und ja, ich kann den Appell zugunsten der kleinen Händler nur unterstützen. Was ich aj aktiv auch schon lange vor der Krise getan habe. Denn alle, die bei Amazon und Co kaufen, aber vom Staat erwarten, dass er sie in dieser Krise unterstützt, sollten sich lieber an die Steuervermeider wie Amazon oder Arbnb wenden. Nur ein steuereinnehmender Staat kann aus diesen Steuern heraus auch unterstützen.
    Und wer Zalando und Co unterstützt, sollte wissen, dass diese mit dem Gewinn massiv Immobilien kaufen und somit die Mieten drastisch nach oben treiben wollen.
    Ich wünsche mir sehr, dass wir wieder uns auf das wesentliche besinnen und es noch bitter bereuen, uns zu schade für die Summarite gewesen zu sein.

    Und wenn Sie bei uns im Norden sind, melden Sie sich gerne. Ich glaube aber, bis zum Herbst müssen die Beschränkungen bestehen bleiben.
    Liebe Grüße und vielen Dank für den Artikel.

    Kai

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