Posted by on 5. Dezember 2018

Der frühe Vogel fängt den Wurm…

…aber manchmal können die Würmer noch sehr unreif sein. Wobei daran nicht immer die Würmer schuld sind, sondern ihre Umgebung. Oder der Vogel ist einfach übermotiviert und zu früh dran. Um mit dieser rätselhaften Anmerkung nicht gleich einen negativen Eindruck zu hinterlassen, meine kurze Gesamtbeurteilung der Leica D-Lux7 vorab:

Es sagt sicher schon viel aus, wenn ich konstatiere, dass ich sie behalten werde. Sie füllt die Nische, die ich in meinem persönlichen „Line-up“ von Kameras hatte, perfekt aus. Ich wollte eine kleine, kompakte Kamera mit klassischen Kontrollen, die eine adäquate Bildqualität liefert für jemanden, der von DNG’s aus Leica M10 und Leica Q extrem verwöhnt ist. Dazu sollte in Bezug auf die Brennweite eine höhere Flexibilität da sein als z.B. bei der Fuji X70 oder Ricoh GR (die beide exzellent sind, aber feste 28mm aufweisen). Das Zoom-Objektiv der D-Lux7 (das gleiche wie bei der Typ 109) ist lichtstark und hat optische Eigenschaften, mit denen es sich das Leica-Label wirklich verdient.

Ich hatte schon Kameras für meine Zwecke ausgesucht und bestellt, die ich nach zwei Tagen zurückschickte. „Gewogen, und für zu leicht befunden…“ erschien mir in feuriger Schrift an der Wand und weg waren sie.

Leica D-Lux7

Grössenvergleich: Leica D-Lux7 und Leica M10. Das sieht gar nicht so gewaltig aus, dennoch liegen Welten zwischen den Kameras, vor allem in der Gewichtsklasse

Erste Eindrücke

Eintritt (Fanfare, Tusch): Die Leica D-Lux7. Im letzten Blog hatte ich angekündigt, es mit ihr „zu versuchen“. Sie war am Tag zuvor vorgestellt worden. Vier Tage später hatte ich sie in der Hand. Der eher unscheinbaren Panasonic LX-100 II haben die Leica-Designer wirklich ein schickes Outfit verpasst. Dennoch fühlt sie sich für jemanden, der die M10 und die Q ständig benutzt, im Vergleich eher wie eine veredelte Fuji an. Was nichts Negatives bedeutet, sie ist wertig gearbeitet, die physischen Kontrollen oben auf der Kamera, vorn und am Objektiv bewegen sich definiert und mit genau dem richtigen Widerstand. Die Knöpfe auf der Rückseite fallen dagegen deutlich ab, vor allem der Einstellring um die Menü/Set-Taste ist „Plastik“. Doch sie tun’s, ausserdem stelle ich fest, dass ich die (ist die Kamera einmal eingestellt) während des eigentlichen „Shootings“ kaum brauche.

Leica D-Lux7

Rückseite: Der Sucher stellt auch Leica-Q Verwöhnte zufrieden, der große Touchscreen hat genügend Auflösung für eine kritische Bildrückschau (wenn nötig), die Anzahl der Knöpfe und Tasten noch übersichtlich. Einige davon sind frei belegbar, das kann Fluch und Segen zugleich sein.

Kurzer Zwischeneinwurf zum Lieferumfang: Kein Ladegerät für den Akku! (Setze hier beliebiges starkes Fluchwort ein) Das diese üble Angewohnheit jetzt schon zu Leica herüber schwappt, ist traurig. Die paar Kröten dafür bei einer Kamera für 1150 Euro sollten noch drin sein. Ich finde es saublöd, meine Kamera zum Laden mit einer Strippe zu immobilisieren. Zumal ich immer mindestens einen Zweitakku benutze (wie auch in diesem Fall). Ein voller Akku in der Kamera, ein zweiter im Ladegerät macht logistisch bedeutend mehr Sinn.

Ein Trageriemen und ein kleiner Blitz liegen bei. Den Blitz würde ich wohl nie gebrauchen, aber als Aufhellblitz oder mit Langzeitsynchronisation funktioniert er gut (in er Nähe). Es gibt den „automatischen“ Objektivdeckel im Zubehör, aber als ich feststellte, dass er mit Filter vor der Frontlinse nicht passt, habe ich darauf verzichtet. Der (23mm) Filter als Schutz ist mir wichtiger. Es gibt ihn auch (nicht original) mit Platz für den Filter, aber der ist potthässlich.

Dies ist kein Review. Ich denke nicht daran, hier etwas über Funktionen zu schreiben, die ich nie benutze (z.B. 4K-Video oder Wifi). Selbstverständlich habe ich mir die 290 Seiten starke Bedienungsanleitung angesehen, aber nur, um mich nicht auf der Kamera zu verirren. Eigentlich kann man mindestens 70% davon vergessen, wenn man gewohnheitsmässig Raw mit Blendenpriorität macht. Das heisst nicht, dass ich für durchaus nützliche Funktionen im 4K-Modus nicht offen bin. „Post-Fokus“ oder „Fokus-Stacking“ sind in bestimmten Situationen sicher nützlich, immerhin noch 8 Megapixel bleiben an Auflösung. Für die meisten Zwecke mehr als ausreichend.

Ich hatte schon ein Event im Sinn, bei dem ich die D-Lux auf Herz und Nieren testen konnte. Es blieben mir ein paar Tage, mich mit dem Gerät vertraut zu machen. Ich stellte das (umfangreiche, gar nicht Leica-mässige) Menü nach meinen Bedürfnissen ein: Bildqualität auf Raw +“Fine“ (warum auch JPG’s, erkläre ich später), killte alle Kanarien-Vogel-Klänge (ich hasse das elektronische Gepiepe), Belichtungsmessung auf „Mehrfeld“ (obwohl ich in manchen Fällen auch mittenbetont bevorzuge), Weissabgleich „auto“,  stellte das Display so ein, dass ich Histogramm und Wasserwaage dabei habe, Autokus auf „1 Feld“, AF-Hilfslicht „aus“, maximale ISO auf 3200 und „auto“, Bildstabilisierung an, Verschluss „auto“, d.h. er arbeitet wenn möglich mechanisch und schaltet auf elektronisch, wenn es nötig ist. Diejenigen Funktionen, die ich nach Bedarf ändere, legte ich mir in das Schnellzugriff Q-Menü (das ich von Fuji kenne).

Und obwohl ich nicht gerade der „Touch-Screen“-Enthusiast bin, kann man darüber natürlich auch manches schnell mal ändern, von physischen Knöpfen für ISO, Belichtungs- oder Autofokus-Messmethode, 4K-Funktionen (wie Postfokus), Weissabgleich etc. mal abgesehen. Gold wert sind vor allem die Kernfunktionen jeder klassischen Kamera: Ein Blendenring, Zeitenrad und ein Rad für die Belichtungskorrektur. Damit fühlt man sich sofort zuhause.

Trotzdem: Vom vielzitierten „Wesentlichen“ kann wohl kaum die Rede sein, aber das Gute ist, dass man ohne Mühe alle Features ausblenden kann,  die einen nerven.

Leica D-Lux7

Generalprobe zum Magnificat: Die Solistin Sarah Romberger. Alle farbigen Bilder in diesem Beitrag sind JPG’s „out of camera“. Leica D-Lux7 bei 50mm (KB-Äquivalent), f/2.7 1/40s ISO 1600

Monochrom-Raw

Als ich meine ersten Probeaufnahmen in Lightroom fütterte, gab es eine seltsame Erscheinung: Die Raw-Dateien wurden zwar kurz in Farbe dargestellt, wechselten aber nach ein paar Sekunden auf Schwarzweiss. Sicher, eine direkte Unterstützung der Kamera durch LR mochte noch fehlen, aber die Lumix war schon ein paar Monate da, also hätte ich das nicht erwartet.

Ich zermarterte mir das Hirn, ob ich etwas falsch eingestellt hätte oder welcher Workaround für nicht unterstützte Kameras in LR möglich ist. Aber auch Versuche in Camera Raw und Adobe DNG-Konverter liefen auf dasselbe Ergebnis hinaus. Ich hatte offenbar eine D-Lux Monochrom.

Eine Mail an den Support bei Leica brachte schnelle (und ehrliche!) Aufklärung: Dies sei ein „Bug“ wurde mir mitgeteilt, den sie bei Leica auch erst an eben diesem Tag bemerkt hatten (!!). Hammer! Offenbar unterstützt die derzeitige „Adobe Color List“ nicht die D-Lux-Raw’s.  Ja Himmelsakra, tut denn da keiner bei denen in der Entwicklungs-Abteilung mal ein Raw in Lightroom? Immerhin konnte ich jetzt beruhigt sein. Irgendwann kommt ein Camera Raw Update von Adobe. Aber die Jungs haben bekanntlich die Ruhe weg.

Des weiteren lässt dieser Zwischenfall Raum für Spekulationen: Wenn die Lumix LX 100 II und D-Lux7 Raw’s identisch wären, hätte zumindest der DNG-Konverter brauchbare Ergebnisse geliefert. Es ist also möglich, dass Leica die rwl-Dateien zumindest in Bezug auf die Farben individualisiert.

Leica D-Lux7

Dieses monochrome Raw-Bild wurde ohne Rauschunterdrückung als JPG aus LR exportiert, lediglich die Tonwerte wurden etwas korrigiert. Leica D-Lux bei 75mm (KB-Äquivalent) f/2.8 1/60s ISO 3200

Diese 100%-Vergrösserung des vorigen Bildes zeigt, dass die D-Lux7 auch bei hoher ISO feine Strukturen gut wiedergibt. Die Körnung erinnert angenehm an Film, z.B. Kodak Tri-X. Die Kamera selbst appliziert auch bei niedrigster Einstellung noch zuviel Rauschunterdrückung bei den JPG’s

Das also ist der Grund, dass ich in Einstellungen Raw+Fine gewählt hatte, denn die JPG’s sind hübsch farbig. Und das allerste Mal seit Jahren musste ich mich bei einer Kamera mit dem JPG-Output beschäftigen. Bei Tageslicht fand ich die Einstellung „Standard“ völlig o.k., die Qualität ist mindestens so gut wie bei Fuji (und das soll ein Kompliment sein), aber bei Low-Light und (gelblichem) Kunstlicht wurde es mir im wahrsten Sinne des Wortes zu bunt, vor allem die Hauttöne. Abhilfe schaffte die Einstellung „Porträt“, sehr viel ausgewogener. Man kann diese Grundeinstellungen selbstverständlich modifizieren, aber das einzige, wo ich dringenden Handlungsbedarf sehe, ist der Level an Rauschunterdrückung, den die JPG-Engine appliziert. Der ist schon ab etwa ISO 800 so brutal, dass die Bilder ab 1600 aussehen, als hätte man sie durch einen Photoshop-Zeichenfilter laufen lassen. Gar nicht Leica-like. Ich stellte „Noise-Reduction“ auf -5 (die niedrigste Stufe) und es war mir eigentlich immer noch zuviel, aber halbwegs erträglich.

Da ich keine Lust habe, da ständig herumzudrehen, bleibt das bis auf weiteres so eingestellt, Low-Light oder nicht. Vielleicht könnte ein Update diese lächerliche Schmiererei beheben. Abgebildete Personen sehen bei unkorrigierter Rauschunterdrückung aus wie einem Manga-Comic entsprungen.

Die schwarzweissen Raw’s haben übrigens trotz der fehlenden Farbe eine gute Dynamik. Man kann durchaus an den Schatten ziehen (soweit es die Grenzen des guten Geschmacks nicht überschreitet), die Spitzenlichter sind gut zu beherrschen. Schon als monochromes Bild braucht man an den Raw’s kaum etwas zu ändern, sie sind relativ kontrastreich. Lediglich die gezielte Einstellung der Farbkanäle (zur Tonwerttrennung) vermisste ich, da ja keine Farbinformation da ist. Bei ISO 3200 ohne Rauschunterdrückung erinnert die Körnung an Kodak Tri-X, was durchaus akzeptabel ist.

Es gibt eine Kamera-interne RAW-Verarbeitung. Habe ich einmal ausprobiert. Mühsam und zu wenig, nennen wir es mal, „processing-power“. In Einzelfällen o.k., aber wie soll man damit hunderte von Dateien bearbeiten? Dafür ist das natürlich auch nicht gedacht.

Die Kamera kam an einem Dienstag: Das Event, bei dem ich sie testen wollte war am darauf folgendem (dem letzten ) Wochenende. Und das war gut so, ich hatte nämlich dadurch Zeit, all dies herauszufinden und passend einzustellen. Ebenso, mit welchen Belichtungszeiten auch bei langer Brennweite die Bildstabilisierung noch mitmacht (bei statischen Motiven). Hätte ich sie ohne diesen Vorlauf aus der Box genommen und wäre damit zu der bewussten Veranstaltung marschiert – würde die Kamera vermutlich schon am nächsten Tag retour gegangen sein.

Anspielprobe kurz vor dem Konzert: Leica D-Lux bei 24mm (KB-Äquivalent) f/1.7 1/60s ISO 1250 (JPG „out of camera“)

Magnificat

Das Wochenende stand ganz im Zeichen der Musik. Wir (das ist die Kantorei von St. Stephan in Vlotho) hatten in den letzten Monaten das Magnificat von John Rutter einstudiert, ein mitreissendes Werk für Chor, Orchester und Solisten. Es ist alles drin: Barocke Klänge, unglaublich lyrische Elemente („of a Rose“), Gregorianik, Jazz-Rythmen. Das ganze gipfelt im Schlusssatz in lateinamerikanisch anmutende Stimmung, speziell, wenn noch Congas eingesetzt werrden.

Samstag Nachmittag war Generalprobe. Ich hatte neben der D-Lux auch die M10 und die Q dabei, nahm aber hauptsächlich die D-Lux. Denn das die beiden „Grossen“ abliefern, brauchte ich nicht mehr zu testen. Wie das bei einer ähnlichen Gelegenheit aussieht, kann man im Bericht vom Weihnachtsoratorium letztes Jahr sehen.

Leica D-Lux7 bei 75mm (KB-Äquivalent) f/2.8 1/60s ISO 3200 (JPG „out of camera“)

Handling

Generalprobe. Lica D-Lux7 bei 75mm (KB-Äquivalent) f/2.8 1/60s ISO 2000

Die D-Lux7 schlug sich meines Erachtens wacker. Gerade bei den durchaus schwierigen Low-Light-Verhältnissen enttäuschte sie mich nicht. Sie liegt gut in (meiner) Hand, der vielzitierte Handgriff fehlte mir in keiner Weise, die kleine Daumenmulde auf der Rückseite bietet Halt genug. Statt eines Trageriemens bevorzuge ich bei der Kamera eine Handschlaufe zur Sicherung. Der Sucher ist sogar absolut ausreichend für jemanden, der von der Leica Q völlig verhätschelt ist. Manchmal verstellte sich beim Blick durch den Sucher das Fokusfeld, weil ich mit der Wange den Touchscreen berührte. Man kann aber eine Taste mit „Funktionsperre“ belegen. Dieses im Menü schnell nachgeregelt, und das Problem war Geschichte. Die Zoom-Funktion stellte ich übrigens auf „Schritt-Zoom“, d.h., man hält jeweils bei den „klassischen Brennweiten“ der Kleinbildfotografie: 24, 28, 35, 50, 70 und 75 mm. Das ist mir sehr sympathisch, weil ich in diesen Brennweiten „denke“.

Orchesterprobe vor dem Konzert. Leica D-Lux7 bei 24mm (KB-Äquivalent) f/1.7 1/60s ISO 1250

Generalprobe, die Solistinnen Sarah Romberger und Irina Trutneva. Leica D-Lux bei 75mm (KB-Äquivalent) f/2.8 1/60s ISO 3200

Ich war ja schon vorgewarnt (Danke, Jens), dass die D-Lux (Typ 109) bei kritischem Fokus teilweise unzuverlässig ist. Ich konnte keine formellen Tests durchführen (z.B. auf eine Flasche auf gleichförmig grauen Asphalt aus 5-10m Entfernung „zielen“), aber die D-Lux7 fand gerade bei dem schlechten Licht ziemlich schnell den richtigen Punkt, vor allem bei den längeren Brennweiten. Und da steht immer der geradezu unfaire Vergleich mit der Leica Q im Raum, die gedankenschnell fokussiert. Jedenfalls fiel mir bei Auswertung der Bilder nicht auf, das da etwas danebenlag.

Hier spielt die erste Geige. Leica D-Lux bei 75mm (KB-Äquivalent) f/2.8 1/60s ISO 3200

Die Blende liess ich immer soweit offen, wie es die Brennweite erlaubte. Belichtungszeiten stellte ich tendenziell trotz der Gefahr von Bewegungsunschärfen eher lang ein, d.h. 1/60s oder sogar deutlich weniger, aber da muss man einfach Konzessionen an den kleineren Sensor machen. Bei der M10 und der Q kann ich bei gleichen Verhältnissen ungestraft 1/125s oder 1/250s wählen. Ich kam dann gut mit meiner (selbstgewählten) ISO-Grenze von 3200 aus.

Am Sonntag Abend war die Aufführung und ich machte noch einmal Bilder bei der Orchester-Probe vor dem Konzert. Der grösste Vertrauensbeweis für die Kamera ist sicher, dass ich die Q zuhause liess. Es ging ja auch nicht darum, dass ich von den Bildern 120x90cm-Ausdrucke machen wollte, sondern sie dienen in erster Linie der Erinnerung (wobei unsere Lokalzeitung sie für den Bericht über das Konzert recht grossformatig benutzte).

Aus dem Chor heraus fotografiert, direkt nach dem Schlussakkord. Leica D-Lux7 bei 24mm (KB-Äquivalent) f/1.7 1/30s ISO 250

Ebenso hatte ich die Kamera in der Hand, als der letzte Akkord gleichsam mit einem Donnerhall verklang. Das Publikum riss es von den Sitzen und unsere Kantorin, Orchester, Solisten und Chor wurden mit „standing ovations“ belohnt. Aus dem Chor heraus hielt ich diese Momente mit der D-Lux7 fest. Das hatte ich sonst mit der M10 und 50mm Summilux gemacht. In dem Fall fand ich es höchst praktisch, sehr schnell von 24mm auf 75mm wechseln zu können.

Standing Ovations nach der Aufführung: Gratulation des Konzertmeisters. Leica D-Lux bei 75mm (KB-Äquivalent) f/2.8 1/30s ISO 3200

Übrigens, Akkulaufzeit: Trotz exzessiven Gebrauchs an beiden Tagen schaffte ich es lediglich, den vollen Akku um einen Balken zu reduzieren! Das lässt also hoffen.

Schlusswort

Die D-Lux7 hat mich überzeugt. Wenn sie bei den widrigen Bedingungen in der Kirche etwas abliefert, das für mich zufriedenstellend ist, nehme ich erst mal an, dass sie für den Rest auch etwas taugt. Sie kann mir nicht die M10 und die Q ersetzen, aber dafür ist sie auch gar nicht vorgesehen. Sie ist entweder als Ergänzung gedacht, sowie auch für die „informellen“ Anlässe, oder beim Radeln, Wandern, Skifahren, wenn ich vielleicht sonst eher gar keine Kamera mitgenommen hätte. Weitere Kamerafunktionen, die ich noch gar nicht ausprobieren konnte (Nachverfolgung, 4K-Funktionen, vielleicht auch Video und Wifi) werde ich noch erforschen. Es kommen sicher in Zukunft auch immer wieder Bilder aus der D-Lux7 im Blog vor.

Dieses Bild ist nicht aus der D-Lux7, sondern ein Leica M10 + 50mm Summilux – Foto! Das mag ein unfairer Vergleich sein, aber erstens zeigt es, wie gut sich die D-Lux7 gegen die ultimative Bildqualität der M10 ausnimmt, ausserdem hat es den Anschein, als hätte man bei Leica das Farbschema der D-Lux7 an die M10, Q und CL ziemlich gut angepasst. Wenn erst die LR-Unterstützung für die D-Lux7 kommt, kann man vermutlich noch mehr erwarten.

Leica D-Lux7

Und hier noch ein letzter Nachtrag: Landschaftsaufnahme von heute Morgen. Weser bei Vlotho, im Bild die alte Eisenbahnbrücke, der dieselbe Bauweise wie der des Eiffelturms zugrunde liegt. Leica D-Lux 7 bei 35mm (KB Äquivalent) Seitenverhältnis 16:9 f/2.8 1/640s ISO 200 (JPG aus der Kamera, als RAW könnte man vermutlich noch etwas aus den Schatten holen)

Comments

  1. Klaus-Michael Heib
    27. Mai 2019

    Leave a Reply

    Für den automatischen Objektivdeckel gibt es nachstehenden Filter, der eine perfekte Schließung ermöglicht.
    „Cokin“ France aus der Serie „Pure Harmonie“ – auf meiner D-Lux 109 seit Anbeginn drauf –
    Die B&W Filter in Slime-Line Ausführung passen, trotz reduzierter Bauhöhe nicht.

  2. Thomas Berlin
    18. Januar 2019

    Leave a Reply

    Hallo Claus, ich lese Deine Beiträge gern. Die D-Lux 7 würde mich auch reizen. Für die Fotos „dazwischen“, wenn das Smartphone nicht reicht und die M nicht dabei sein soll.

    Hattest Du Dir auch das wohl baugleiche Modell von Panasonic angesehen? Neben dem günstigeren Preis würde ich die unauffälligere Lumix-Version gern vorziehen. Oder gibt es doch irgendwelche Unterschiede?

    • Claus Sassenberg
      19. Januar 2019

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      Hallo Thomas,

      eigentlich scheint es keine Unterschiede zu geben. Da ist die Lumix wirklich unauffälliger. Meine Vermutung ist aber, dass Leica etwas an den Raw-Dateien gegenüber der Lumix verändert hat, möglicherweise um das Farbschema mehr an die Cl-Q-M-SL- Reihe anzupassen. Aber das ist nur ein „educated guess“, mir fehlt die Lumix, damit Vergleiche anzustellen.
      Aber genau für das „dazwischen, was du beschreibst, habe ich sie auch angeschafft.

      Viele Grüße,

      Claus

  3. H.Menz
    11. Dezember 2018

    Leave a Reply

    Ich habe mir auch die D-Lux 7 zugelegt, als Ablösung für meine D-Lux 109. Daneben habe ich noch die Q. Die RAW Dateien der D-Lux 7 sind auch bei mir im Lightroom SW. Abhilfe schafft die Änderung des Profils in den Grundeinstellungen. Anstatt des Adobe Profils habe ich ein Kameraprofil gewählt, dann waren die RAW Dateien farbig. Ich weiß aber noch nicht ob das die richtige perfekte Lösung ist.

    • Claus Sassenberg
      12. Dezember 2018

      Leave a Reply

      Das hatte ich vor dem gestrigen Update auch ohne Erfolg probiert. Jetzt muss man statt „Adobe Standard“ unter „Profil“ „Adobe Standard v2“ wählen, dann ist die Farbe da (der eines der anderen Profile, aber Standard v2 hat die ausgewogensten Farben).

      Seltsam, bisher war so etwas bei keinem Update nötig. Vielen Dank für den Hinweis!

  4. M. Mahlke
    9. Dezember 2018

    Leave a Reply

    Ich finde die Fotos der Dlux 7 ausgesprochen gut, die hier zu sehen sind. Ich habe die Kamera auch und dasselbe Lightroomproblem. Bei der Franzis Projects Software und Paintshoppro lassen sich die RAW Dateien problemlos einlesen, nur bei Adobe nicht. Ich halte die Dlux 7 für eine ausgereifte Leica in digitalen Zeiten für modernes Fotografieren. Sie ist kein Vollformat aber kann problemlos voll professionelles und gezieltes Fotografieren meistern. Sie steht nicht für m wie manuell sondern für m wie modern. Es ist eine echte Leica weil ihre Farbabstimmung überall anders als bei den Panasonic Modellen ist. Ich hatte erst gedacht die Dlux 7 hat Panasonic für Leica gemacht. Mir gefällt sie gut und ich habe dafür gerne den Preis gezahlt. Aber das mit dem Ladegerät ist wirklich armselig. Gut dass die Lumix Ladegeräte passen. Alles Gute!

  1. Gibt es Unterschiede zwischen der Leica D-Lux 7 und der Panasonic Lumix LX-100 II ? | dokumentarfotografie von mahlke - street62 - […] Betreiber des Blogs Messsucherwelt.com Claus Sassenberg ist quasi per Zufall auf eine Situation gestossen, die Raum für seriöse Spekulationen…

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