Die „M-Files“ Teil 10: Zugabe!

Die „M-Files“ Teil 10: Zugabe!

Kommentare

  
  1. Jean-Claude HARDT sagt:

    Sehr geehrter Herr Rau,

    Vielen Dank für die netten Worte.
    A propos „jenseits von Leica“: Ich hatte damals die Gelegenheit die Leica M6 mit der Zeiss ZM zu vergleichen: der Zeiss-Sucher war für mich um Längen besser, heller und der Messfleck für die Entfernungseinstellung klarer als bei der M6, das war für mich die Kaufentscheidung für die ZM.
    Ausserdem habe ich einige Voigtländer-Objektive, die qualitativ nicht ganz an Zeiss und Leica heranreichen (meine ganz persönliche Meinung, ich bin Schärfefanatiker), mir aber dennoch sehr gut gefallen und oft benutzt werden.

    Mit fotografischen Grüssen und allzeit „Gut Licht“,

    Jean-Claude Hardt.

  2. Sehr geehrter Herr Rau,

    Ich bin heute durch Zufall auf diese Internetseite gestossen, und finde sie sehr interessant!
    Vielen Dank für die hochinteressanten M-Files.
    Ich fotografiere mit Minolta CLE und Zeiss Ikon ZM. Ich hatte mir damals die ZM neu gekauft, kurz vor einer 2-wöchigen Islandreise, und wollte eine 2.Sucherkamera mit M-Bajonett als „Ersatzkamera“ dabeihaben, falls die Zeiss nicht mehr funktionieren würde. Da habe ich ein sehr schönes und voll funktionsfähiges CLE-Gehäuse gebraucht in Köln gekauft, und da kein 40mm-Rokkor zu haben war, kaufte ich ein Voigtländer 1,4/40mm neu dazu.

    Mittlerweile fotografiere ich lieber mit der CLE als mit der ZM, aber der Sucher der ZM ist tatsächlich unschlagbar gut, auch für mich als Brillenträger.
    Als Tele habe ich mir das 90mm/2,5 Summarit von Leica neu dazu gekauft, da gebraucht damals kein 90er mit M-Bajonett zu finden war. Ich habe von 21mm bis 90mm den gesamten Brennweitenbereich abgedeckt, aber das 40mm an der CLE ist mittlerweile zu meinem Allroundobjektiv geworden, selten wechsle ich jetzt noch die Objektive an den beiden Kameras. Die Zeiss-Objektive sind für mich einfach die beste Wahl wenn es um Dias geht, hoher Kontrast und knackige Schärfe sind in der Projektion einfach ein Genuss, speziell bei der Verwendung von Fuji Velvia 50! Leider fällt hier aber die Vignettierung in den Ecken noch mehr auf, das einzige was mich an den Zeiss-Objektiven stört…
    Mit freundlichen Grüssen,
    Jean-Claude Hardt.

    • Jörg-Peter Rau sagt:

      Lieber Jean-Claude Hardt, vielen Dank für die nette Rückmeldung. Zeiss Ikon und Minolta CLE gehören zweifellos zu den besten Messsucherkameras und müssen in vielerlei Hinsicht den Vergleich mit Leica nicht scheuen. Ich hoffe, dass die „M-Files“ den Blick auch auf solche weniger bekannte Kameras lenkt. Gleiches gilt für Objektive, wo es auch jenseits von Leica Spannendes zu entdecken gilt. Ihnen jedenfalls noch sehr viel Freude an Ihrer Ausrüstung und vor allem beim Fotografieren selbst! Ihr Jörg-Peter Rau

  3. Ingo Reinhardt sagt:

    Lieber Jörg-Peter,

    Sie erinnern mich an den Vater der Feldforschung Bronislaw Malinowski. Mit der Forderung Malinowskis sich entgegen der zu seiner Zeit verbreiteten “Lehrstuhl-Forschung” zu stellen.

    Der funktionalistische Ansatz Malinowskis findet folglich in der Methode der teilnehmenden Beobachtung zum Ausdruck und wird von ihm später zu einer allgemeinen Kulturtheorie ausgebaut. In Analogie haben Sie in den M-Files die Methode einer teilnehmenden Beobachtung durchgeführt und zu einer allgemeinen Kultur der Messsuchertheorie weiter ausgebaut und sich nicht in MTF-Diagrammen, Passfehler asphärischer Linsen, Lens performance Curves etc. in der Messsucherwelt von Doc Sassenberg ausgetobt.

    Einige Anmerkungen von meiner Seite:

    Das Voigtländer 4/21 mm ist an der M6, M8 hervorragend und an der M9, M10 nicht einsetzbar.
    Das Voigtländer 2,5/35mm Color Skopar an der M6, M8, M9 hervorragend und übertrifft das Summicron III 1969-1979 2/35mm. Siehe auch E. Puts.
    Das Zeiss 2,8/25mm ist an der M6, M8, M9, M10 überirdisch
    TTartisan 1,4/50mm an der M6, M8, M9 besser als das Summilux II 1,4/50mm von 1962-2004

    Liebe Grüße aus Graz

    Ingo Reinhardt

    • Jörg-Peter sagt:

      Hallo Ingo,
      so viel wissenschaftliche Überlegung war ehrlich gesagt gar nicht drin. Ich bin einfach dazu übergegangen, Objektive in einer normalen Nutzung zu beurteilen und das mit einem einigermaßen strukturierten Vorgehen. Dafür sind sie ja auch hergestellt worden. Da sehe ich übrigens auch als ein Prinzip dieser Seite, deshalb habe ich meine Arbeit hier zur Veröffentlichung angeboten. Claus Sassenberg verfolgt da in meinen Augen eine ganz ähnliche Idee wie ich. Zu den einzelnen Objektiven gibt es in den verschiedenen Kapiteln der „M-Files“ detaillierte Einschätzungen mit Bildbeispielen. Danach scheint mir das Voigtländer 21/4 an der M10 gut einsetzbar, an älteren vollformatigen digitalen M-Kameras dagegen nicht. Die M10 scheint generell eine ganz gute Wahl Nicht-Leica-Optiken zu sein. Das Zeiss 21/4.5 ist an ihr zumindest brauchbar (anders als an der M240), vom Zeiss 18/4 an der M10 höre ich Gutes (am Vorgängermodell war es ebenfalls nicht überzeugend).
      Viele Grüße, Jörg-Peter

  4. Jörg-Peter sagt:

    Vielen Dank, Philipp!

    Freut mich, wenn Du einen Nutzen in den „M-Files“ gefunden hast. Bei den 21ern weiß ich jetzt nicht ganz genau, welches Du meinst. Das 21/4 VM ist günstig und winzig, aber nur für analog uneingeschränkt empfehlenswert. Beim Zeiss 21/4.5 scheint es ähnlich zu sein. Das mit den Gegenlichtblenden hatte ich in einer der Folgen mal erwähnt. Und ja, schau Dir das Planar nochmals an. Vielleicht kommst Du aber zu einer anderen Schlussfolgerung wie ich.

    Generell ist es mit der Verewendung an der Digitalkamera immer so eine Sache. Es hängt zum einen stark von den Erwartungen der Benutzer ab. Zum anderen von der Kamera (genauer: Sensor, Sensoraufbau, Deckgläser usw.): An der M10 können die Ergebnisse sehr, sehr anders aussehen als an einer M240. Nochmals anders ist es bei SL oder Sony-Kameras. Und es hat drittens etwas mit dem Motiv selbst zu tun, glaube ich. Ein bewölkter Himmel mit sehr gleichmäßiger Beleuchtung scheint mir die Farbverschiebungen am meisten zutage treten zu lassen.
    Weniger knifflig als mit Farbverschiebungen ist es mit der Schärfe. Aber auch da muss ich etwas einschränken: Der Schärfeeindruck ist bei knackigem Licht ja grundsätzlich besser. Das führt in meinen Augen zu so unterschiedlichen Wahrnehmungen beispielsweise beim ZM 18/4. Da hilft nur: Selbst ausprobieren!

    Viele Grüße und viel Spaß! Jörg-Peter

  5. Philipp sagt:

    Hallo Jörg-Peter,
    Vielen Dank für die Feldarbeit und die vielen-vielen Hinweise. Mir gefällt auch die Herangehensweise zur Rangfolge, das ist gut, nachvollziehbar und jeweils gut begründet. Auch die Sicht zum Plagiat teile ich vollumfänglich, VL zeigt ja wie man tolle Linsen zu vertretbaren Preisen liefern kann. Aus meiner persönlichen Erfahrung ein Hinweis zum 21er, das schien mir digital nicht zu funktionieren, das leider teurere 21/3.5 erschien mir deutlich besser. Ich blieb dann bei ihm. Übrigens, Deine beiden Highlights teilen sich Gewindedurchmesser und Gegenlichtblende…nach Deinen Ausführungen zum Zeiss Planar werde ich mir das doch noch einmal ansehen, wollte es eigentlich verkaufen (weil an meiner CL bereits 75).
    Einen schönen Sonntag
    Philipp

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