Vintage-Objektive und Leica M10-Monochrom?

Vintage-Objektive und Leica M10-Monochrom?

Kommentare

  
  1. Hallo Claus,

    mal wieder ein schöner Artikel! Du schaffst es, trotz gewisser Techniklastigkeit so anwendungsorientiert zu schreiben, dass ich deine Artikel immer gern lese und auch für meine Fotografie relevant finde. Pixelpeeping bei 300% Vergrößerung hätte dagegen mit Fotografie wenig zu tun (ohne in Abrede zu stellen, dass es vielen Menschen dennoch Freude macht, was ja gut ist).

    Ich habe das versenkbare 50er 2.8 kürzlich für meine M6 gekauft (an die M10 traue ich mich damit auch nicht ran) und fühle mich durch deinen Bericht bestätigt bevor ich die Linse getestet habe. Die Auflösung auf deinen Bildern (soweit man das in der Webauflösung beurteilen kann) ist klasse. Und damit meine ich das Gesamtbild, denn Schärfe ist nur eine von mehreren Komponenten.

    Dass alte Linsen ausreichend sein können habe ich unfreiwillig mit dem Kauf einer alten russischen Linse (50mm) für die Leica festegestellt, die ich in der elektronischen Bucht gekauft hatte. Ich wollte eine klassische weiche Anmutung mit leicht unscharfen Rändern für meine Portraits. Das Objektiv war ein Fehlkauf: Alles scharf 🙂

    Nochmals lieben Dank fürs Teilen deiner Erkenntnisse und Gedanken zur Fotografie.

    Viele Grüße,
    Thomas

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Hallo Thomas,

      vielen Dank für deine Besuche hier! Ich freue mich, dass ein Profi wie du etwas mit meinen Ergüssen anfangen kann.

      Das alte 50er kannst du ruhig vor die M10 bauen, nur komm nicht auf die Idee, es zu versenken!

      Was die weiche Linse für Porträts betrifft: Klassischer Fall für’s Thambar! Leider ist das Ding teuer. Aber damit dürfte der 40er Jahre-Look kein Problem sein. (Oder: Vielleicht mal so ein Teil leihen und ausprobieren?)

      Viele Grüße und frohes Schaffen,

      Claus

      • AvatarWieland Hoppen sagt:

        Hallo Claus,
        ich habe ein 3,5/50 Elmar mit M-Bajonett, an der M 10 liefert es – auch bei voller Öffnung – sehr gute, durch und durch scharfe, verzeichnungsfreie Bilder. Dagegen fällt das alte Hektar 4,5/135 deutlich ab, das muss erst kräftig abgeblendet werden. Also ältere Linsen können ihre Qualitäten haben, und das Unverwechselbare des M Systems ist dessen völlige Kompatibilität. Die sollte das Leica Marketing nicht klein reden, sie ist der Kern und die Alleinstellung (USP für die Marketingfreaks) des M Systems. Das neue Objektive besser sind, ist bei den Preisen selbstverständlich – erst die Umkehrung zeigt den Unsinn der Fragestellung: sollen neu gerechnete Objektive etwa schlechter sein? Die “alten Schätzchen” sind eine schöne Bereicherung, und man muss nicht immer für eine ordentliche Optik tief in die Tasche greifen, vor allem wenn bestimmte Brennweiten nur selten gebraucht werden.
        Herzliche Grüße und weiterhin viel Spaß mit der M 10 M
        Wieland

  2. AvatarMario sagt:

    Hallo Claus,

    schöner Beitrag, schöne Bilder und auch eine schöne Kamera! 😉

    Ich bin gespannt, wann ich hier die ersten Erfahrungsberichte über eine Leica Q2 Monochrom von Dir lese. 😉

    Schöne Grüße von der Linsen-Suppe.de

    Mario

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Hallo Mario,

      danke für’s Lob!

      Auf den Erfahrungsbericht über die Q2 Monochrom musst du leider warten, bis Angela Merkel Weltmeisterin im Luftgitarrenspiel wird…

      Wenn man die M10-M hat, ist die Q2 überflüssig wie ein Nagel im Kopf. Die normale Q2 fände ich da als “farbige” Ergänzung sinnvoller.

      Dazu kommt, dass ich Kameras für meinen eigenen Gebrauch kaufe. Ich habe schon mehrfach Angebote abgelehnt, diese oder jene im Verleih zu “testen”. Man kann es drehen und wenden wie man will, aber man verliert dann seine Unabhängigkeit, oder bleibt nicht lange “Tester”! Nein danke, wenn ich eine Kamera Sch… finde, will ich es auch sagen können.

      Viele Grüße, schönes Wochenende,

      Claus

  3. AvatarDierk sagt:

    Ein bekannter Politiker hat mal gesagt “wichtig ist, was hinten raus kommt”

    Es kommt dort nur darauf an, wie/wo die Bilder präsentiert werden sollen. Normal wird sein, dass sie auf einem Bildschirm mit guter Auflösung betrachtet werden (Full Screen?, der dann auch optimal eingestellt ist, ohne Reflexionen ?). Heute ist es wohl eher wahrscheinlich, dass die Bilder bei den (un)sozialen Netzen in geringer Auflösung mit allem möglichen ablenkenden Text und Icons darum herum betrachtet werden – und das sicher auch oft noch auf dem Handy – und bei Licht im Freien!?

    Also, wann kommt denn ein A2 oder A1 Druck auf edlem Hahnemühle Papier dabei heraus?
    Ein Bild aus der M246 Monochrom mit 24 MPixel hat bei A2 immer noch ca. 250 DPI Druckauflösung und bei A1 noch 170 DPI! Da werden Unterschiede erst bei bester Papieroberfläche sichtbar, vom normalen Betrachtungsabstand mal ganz abgesehen.
    Mit der M10M kommt man bei A1 auf ca. 220 DPI.
    Da wäre ein Blindtest interessant, ob jemand den Unterschied feststellen kann.

    Ich benutze an meiner Sony A7RII mit 42 MPixel seit Jahren auch sehr viele alte Objektive, ob es ein altes Trioplan oder Helios 44 ist oder sogar das nachgebaute Petzval 85mm, aber natürlich auch Leica und Zeiss Linsen. Es kommt doch immer darauf an, welchen Charakter das Bild haben soll, weich, scharf, Bokeh …

    Spaß machen alle Objektive, die Schwierigkeit ist eher, welches ich jeweils (mit)nehme 🙂

    Happy shooting
    dierk

  4. AvatarHelmut sagt:

    Wow, toller Bericht, witzig geschrieben und auf die wesentliche Punkte gebracht.
    Danke
    Gruss aus dem Emmental
    Helmut

  5. AvatarDirk Säger sagt:

    Lieber Claus,
    also wenn dieses Objektiv A an der Kamera B verwendet wird, das kann ja nicht gut funktionieren……, Pixel-Peeping³.
    Dein Artikel ist mal wieder super. Ich habe mir inzwischen ein Heliopar 44-2 f/2 mit einem Nikon F Adapter zugelegt und das macht herrlich unperfekte Bilder. Diese Woche müßte noch ein altes Carl Zeiss Jena 50mm Objektiv kommen und dann suche ich noch nach einem Zeiss Ultron und einem Pancolor 50mm f/1.8. Die werden alle viel Spaß machen.
    Alte Linsen sind herrlich charaktervoll und produzieren Looks, die man anders schwerlich hinkriegt.

    Bleib gesund und sei fleißig,
    LG Dirk

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Lieber Dirk,

      viel Spass mit dem Altglas (ups – das reimt sich ja!).

      Habe mir jetzt vorgenommen, auch mal öfter die alten Schätzchen zu benutzen.

      Fang dir nix ein,

      Claus

  6. Avatarshlomo sagt:

    Danke für den interessanten Artikel.

    Ich verwende meine M10M mit dem Apo-Summicron und bin sehr zufrieden damit, Alles andere wäre ja auch erstaunlich. Aber ich gedenke, mir ein altes 35mm Objektiv zuzulegen, und da stellt sich die Frage schon, ob das sinnvoll ist. In diesem Sinne fand ich den Artikel hilfreich. Ich besitze auch ein Noctilux 1.0, aber das ist aus anderen Gründen (Gewicht und Fokussierung) nicht wirklich ideal für eine M10M.

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Gern geschehen!

      Bei meiner Recherche zur Auflösung “herkömmlicher” Leica-Objektive (gibt’s sowas?) stieß ich auf einen alten Testbericht zur Monochrom I, in dem aber das 50er Summarit f2.5 (also das “Alte”!) auf seine Auflösung untersucht wurde.

      Ergebnis: Die besten Werte, die je im Labor von digitalkamera.de gemessen wurden! Bis zu 70 lp/mm.

      Ich extrapoliere mal wieder (wie auch im Artikel), aber wenn ein Summarit (und nichts gegen Summarite, eher im Gegenteil!) das schon bringt, braucht man von den anderen, auch älteren Linsen nichts schlechteres erwarten.

      Viele Grüße,

      Claus

  7. AvatarTom sagt:

    Hallo Claus,
    Boh, wer stellt denn so blöde Fragen? 😉
    Klasse, dass Du das gleich getestet hast! Es wäre tatsächlich auch ein Jammer, wenn die Bilder mit den alten Linsen an einer M10M schlechter (z.B. eben matschiger) herauskommen als an einer M9M…vergleichbar mit Michelin X400-Reifen auf einem aktuellen Porsche montiert. Aber letztlich sollte Leica ja auch Kameras verkaufen wollen und nicht nur Karbe-Linsen. Und das schaut in der Tat sehr, sehr vielversprechend aus. Das Summitar ist eh eine Geschichte für sich, das hat bei weit offener Blende auch auf der M2 einen, sagen wir mal sehr eigenen, Charakter.
    Danke für den Test!
    Viele Grüße,
    Tom

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