Leica M6: Preis im Höhenrausch?

Leica M6: Preis im Höhenrausch?

Kommentare

  
  1. Andy Diehl sagt:

    Hallo Claus,
    vor Kurzem war ich mit einer Bekannten auf Fototour zusammen mit der M6 TTL. Nachdem wir so den Nachmittag zusammen unterwegs waren, kam sie natürlich nicht mehr von der Leica weg und es entstand der Entschluss, auch nach einer M6 zu suchen. Ich gab ihr einen kurzen Marktüberblick, wobei ich mich auch schon 1-2 Jahre nicht mehr mit dem Thema beschäftigt hatte, in kompletter Unkenntnis der derzeitigen Preisentwicklung. Gegen Abend erhielt ich dann einen leicht „empörten“ Anruf, dass ich mit meiner Preiseinschätzung doch total daneben lag. Die Preise hätten sich mittlerweile fast verdoppelt. Ich hatte ja keine Ahnung…

    Ich habe meine Leica Ausrüstung niemals als „Investment“ gesehen. Falls ich Lust auf einen neue Linse oder Kamera hatte, sondierte ich meistens lange den Gebrauchtmark und schlug dann zu, falls sich eine günstige Gelegenheit bot. Preis-Leistung musste auf jeden Fall stimmen. Wenn ich mir jetzt die Preisentwicklung ansehe, war das tatsächlich eines der besten Investments die ich in den letzen Jahren getätigt habe….bloß verkaufen möchte ich nicht. ;.)

    Grüße

    Andy

    • Claus Sassenberg sagt:

      Hallo Andy,

      das mit der Fehleinschätzung des Preises hätte mir vor ein paar Wochen auch so gehen können. Deshalb war ich ja so überrascht. Wohl dem, der seine Schätzchen beisammen hat.

      Viele Grüße,

      Claus

  2. Feyzi sagt:

    Moin,

    mit Beginn der Pandemie habe ich mir letztes Jahr wieder eine M6 TTL zugelegt und war sehr verwundert über die zwischenzeitliche Preisentwicklung. Ich hatte 2-3 Jahre zuvor meine M6 für ca. 1100€ verkauft und musste nun 2.400€ bei einem Händler in HH zahlen.

    Ich habe nun 1 Jahr fast ausschließlich analog fotografiert und verspüre nun wieder etwas mehr Lust auf die Digitalfotografie. Eins werde ich allerdings nicht mehr tun, meine M6 verkaufen. Wer weiß, ob man je wieder eine in dem Zustand zu dem Preis bekommt….

    Grüße
    Feyzi

    • Claus Sassenberg sagt:

      Hallo Feyzi,

      wie heißt es so schön: Hinterher ist man ja immer schlauer. Ich wünsche dir weiterhin viel Freude mit der M6 und viel Erfolg bei der Arbeit (sehr coole Webpräsenz!).

      Viele Grüße,

      Claus

  3. Jörg Bergs sagt:

    Hallo Claus (die DU Form ist bequemer, rudern wir doch alle im gleichen Boot)!

    Der Markt ist irre – die Preisentwicklung bei Leica insbesondere. Vor ca. 5 Jahren legte ich mir zwei M7 zu. Eine mit hoher Seriennummer und MP Sucher (der in der M7 nicht wirklich ein MP Sucher ist, sondern ein etwas abgewandelter) und eine mit 0,58er Sucher, was für mich als Brillenträger sehr angenehm ist, vermag ich doch hin und wieder zum 28er Elmarit zu greifen. Für die Kameras habe ich im Store gebraucht jeweils knapp 1400,- rum bezahlt. Heute sind beide jeweils mehr als das Doppelte Wert. Der 0,58er Sucher geht wie der 0,85er durch die Decke!

    Auch die Linsen sind, wie die analogen Systeme, derzeit eine feste Wertanlage. Was man von den digitalen Gerätschaften nicht behaupten kann. Die M240 fällt bedächtig im Preis, gefolgt von der Monochrome 246. Mit den 10er Systemen kenne ich mich nicht aus, weil ich nicht bereit bin den Preis zu bezahlen. Demnächst vergleiche ich die M246 mit der M7 und passendem Film. Bei den Monochroms ist bei Hochkontrastmotiven ab Zone VIII Schluss mit Zeichnung. Drei Zonen volles Weiß erstrahlen die Prints. Die Bilder und auch der hohe ISO Bereich sehen schon gut aus, aber Grauwerte mit Schmelz geht (noch) anders.

    Zugespielte Bilder aus den neuen Systemen bestätigen auch meine Befürchtung: Gefolgt vom Pixel- und Isowahn bleibt die Entwicklung wirklich hoher Dynamik auf der Strecke. Das betrifft leider alle Systeme. Eigentlich gut für den analogen Sektor, so bleibt zumindest der Nische noch etwas Vorteilhaftes übrig.

    Viele meiner Kunden fragen welche Leica ich empfehlen kann: Die M4, erste Serie, keine M4-2 oder M4-P. Leider auch teuer geworden.

    Viele Grüße
    Jörg

    • Claus Sassenberg sagt:

      Hallo Jörg,

      freut mich, dass du reinschaust! Ja, wie ich schon vorher mal sagte, man kann froh sein, wenn man seine analogen M’s beisammen hat. Die originale Leica M4 ist auch mein Favorit (hatte ich, glaub ich, auch im Text erwähnt).

      Bei den digitalen Leicas braucht man sich nichts vorzumachen: Sie werden zwar länger relativ hoch gehandelt als die meisten anderen Marken, aber auch mit denen ist irgendwann Schluss. Ich würde heute eine M8 oder M9 nur noch mit der Feuerzange anfassen. Digital rot macht auch vor Leicas Hybris nicht halt. Aber die mechanischen Schätzchen dagegen…

      Bin im Augenblick auch wieder voll auf dem Analog-Trip. Zuletzt hattest du ja die Filme aus der Rollei und der Olympus XA (letzter Beitrag), jetzt kommt noch was aus der Contax T zu dir. Die Leica IIIf ist auch frisch geladen, hatte mal wieder Lust auf „Uralt-Messsucher-Feeling“, ausserdem ist die auch wirklich klein und angenehm zu transportieren. Aber die Rolleiflex sieht mich auch schon erwartungsvoll an.

      Viele Grüße, frohes Schaffen (schön, dass es euch gibt!),

      Claus

    • Jörg-Peter Rau sagt:

      Lieber Jörg Bergs,

      erst mal schließe ich mich Claus Sassenberg an: Danke, dass es Euch gibt. MeinFilmLab macht tolle Arbeit, das habe ich bei meiner Arbeit für die „M-Files“ (auf Deutsch hier in der Messsucherwelt erschienen und demnächst abgeschlossen) immer wieder festgestellt.
      Empfehlenswert bei analogen Leicas finde ich neben der M4 uneingeschränkt auch die M2, wenn einem/einer die Brennweiten 35, 50 und 90 ausreichen. Oder die CL, wenn es klein und günstiger sein soll. Bei den Gebrauchtpreisen für M6en jeder Ausführung finde ich, dass auch Nicht-Leica mit M-Bajonett ganz interessant sein können, das war ja auch der Ansatz für mein „M Files“-Projekt.
      Oder man hat das Glück, in eine neue M-A oder MP investieren zu können. Der return on invest sind großartige Momente beim Fotografieren und ein sehr sicherer Wiederverkaufswert.
      Viele Grüße, Jörg-Peter Rau

  4. Martin sagt:

    Guten Tag,
    vielen Dank für den ausführlichen Artikel. Leider gehöre ich auch zu denen, die eine M6-Classic vor einigen Jahren verkauft haben. Danach hatte ich mit einer M6-TTL geliebäugelt, sie aber deshalb nicht gekauft, weil es nach übereinstimmenden Beiträgen in einigen Leica-Foren keinen Ersatz bei Leica mehr für die Belichtungselektronik mehr gibt (Chip ist abgekündigt). Man hat bei Defekt dann wohl eine rein mechanische Kamera, die ich mir für analoge Aufnahmen in Reinform einer M3 aus meinem Geburtsjahr und einer M4 mit werksumgebauten MP-Sucher auch für 28mm noch jeweils im 3 stelligen Bereich gönnen konnte. Mit dem Leicameter geht die Belichtungsmessung bestens.

  5. Kay Schwieren sagt:

    Sehr geehrte Autoren/-innen, sehr geehrter Herr Sassenberg,

    Nachdem ich schon längere Zeit sporadisch, neuerdings regelmäßig, wegen eines akuten Rückfalls in die Messsucherfotografie, Ihre Artikel lese, möchte ich Ihnen ein Lob für die Machart der Seite aussprechen. Beim Lesen des Artikels über die Preisentwicklung der M6 und nachdem ich mir nochmal meine Bilder, die ich mit der M6TTL gemacht habe, angeguckt habe, könnte ich mich immer noch schwarz ärgern, die Kamera vor einigen Jahren verkauft zu haben.

    Viele Grüße aus dem Münsterland

    • Claus Sassenberg sagt:

      Vielen Dank für das nette Feedback!

      Und was den Verkauf der M6 betrifft: Hinterher ist man immer schlauer. Ich habe mich auch von Dingen getrennt, die ich später vermisst habe. Haken wir’s unter „Lebenserfahrung“ ab.

      Viele Grüße aus Ostwestfalen,

      Claus

  6. Holger sagt:

    Hallo,
    normalerweise ist es ja mit Kameras wie mit neuen Autos, wenn man sie gekauft hat und den Laden verlässt hat man schon 1/3 Vertverlust. Bei modernen Digitalkameras kann man in wenigen Jahren sehr viel Geld „verbrennen“. Es ist doch schön, dass es bei einigen analogen Kameras anders ist. Meine 1985 neu gekaufte Rollei 35S könnte ich heute ohne Wertverlust verkaufen. An meiner Rolleiflex 2,8F würde ich ebenfalls nichts verlieren. Anfang der 90er Jahre habe ich mir eine schöne gebrauchte M6 für gut 50% des damaligen Neupreise gekauft. Die Kamera sieht aus wie neu und funktioniert top. Ich denke ich würde heute noch mindestens das bekommen was ich damals bezahlt habe. Ich finde es im Zeitalter der Nachhaltigkeit schön, dass es Dinge gibt die ihren Wert behalten. Die Frage ist, ob man in 20 Jahren immer noch gute Erlöse dafür bekommt, wenn ich meine „Schätze“ ins Altersheim nicht mitnehmen kann. Ich habe für mich beschlossen ich behalte meine „Schätze“ so lange wie möglich. Jetzt habe ich genauso viel Spaß daran wie vor 40 Jahren. Wenn ich in 20 Jahren nur noch wenig bekomme kann ich auch damit leben. 20 Jahre lang Freude und Spass haben kann man nicht in Euro aufwiegen.
    Viele Grüße
    Holger

    • Claus Sassenberg sagt:

      Hallo Holger,

      das mit der Nachhaltigkeit ist ein wahres Wort. Dinge, die repariert werden können und eine lange Lebensdauer haben, sind heutzutage nicht mehr vorgesehen und das ist eine Schande.

      Die heutigen Preise könnten natürlich auch wieder fallen, weil sie letztendlich durch Verknappung der Ware zu erklären sind. Wenn Leica plötzlich einen günstigen Body anbietet, würde das den Gebrauchtmarkt aufmischen. Bloß: Selbst wenn sich dieses Gerücht als real herausstellt, glaube ich nicht, dass dieses neue Produkt das Kriterium „Günstig“ erfüllen wird. Leica hat nie den billigen Jakob gemacht. Nein, einen neuen, mechanischen Body, der M6 TTL nachempfunden, geben die nicht unter 4000 Euro her, wahrscheinlich eher mehr.
      Insofern bleiben die Preise mit hoher Wahrscheinlichkeit so oder so auf hohem Niveau.

      Und richtig: Das ist für uns nur von akademischem Interesse, ich würde mich ohne Not von keiner meiner analogen Leicas trennen wollen!

      Viele Grüße,

      Claus

  7. Tom sagt:

    Hallo Claus,
    ich habe auch gestaunt… vor ein paar Jahren hatte ich eine schöne, aber bei weitem nicht perfekte M2 mit versenkbarem Summicron 50 gekauft und zwei Jahre später eine recht kostspielige Reparatur vornehmen müssen – der Verschlussvorhang war gerissen. Dachte mir schon, dass ich diese Kamera niemals mehr rentabel verkaufen könnte (was ich eigentlich auch nicht vor habe, aber der Kaufmann in einem rechnet doch immer mit 😉 ). Nun habe ich letztens Gebrauchtpreise gesehen, die weit jenseits der Summe von Kaufpreis und Reparaturkosten liegen… dabei dachte ich immer, die M2 sei unbeliebter?

    Mir geht es ähnlich wie Dir… ich bin froh, mein Zeugs beieinander zu haben und einfach nur zu nutzen!
    Tom

    • Claus Sassenberg sagt:

      Hallo Tom,

      irgendwie spielt die M2 gegenüber der M3 vermeintlich immer die zweite Geige, aber zu unrecht: Sie ist genauso solide gebaut, hat bloß statt des Bildzählwerks die Scheibe, na und? Den Sucher finde ich (entgegen der landläufigen Meinung) sogar praktischer, weil man auch ein 35mm Objektiv ohne die Brille benutzen kann (die wahrhaft nichts ästhetisches ist).

      Die Preissteigerung der M6 hat alle anderen mechanischen M-Modelle mitgenommen, davon ist die M2 nicht ausgenommen. Wenn man sie früher gekauft hat, kann man sich freuen: So günstig bekommt man sie nie wieder.

      Viele Grüße,

      Claus

      • Tom sagt:

        Hallo Claus,
        Die M2 hat für mich den riesigen Vorteil gegenüber der M3, dass ich sie als 50mm-Fan mit Brille (also für mich, nicht für die Kamera) benutzen kann und trotzdem alles im Sucher sehe. Bei der M3 ist das aufgrund der Suchervergrößerung schon schwierig.
        Viele Grüße,
        Tom

  8. Lieber Claus
    Na, dann habe ich ja vor ein paar Jahren ein Schnäppchen mit der M6 TTL gemacht. Es käme mir aber nicht in den Sinn, diese herzugeben.

    Bleib gesund und liebe Grüsse aus der Schweiz

    • Claus Sassenberg sagt:

      Hallo Matthias,

      nein, man kann sich über jedes analoge M-Modell freuen, dass man in früheren Jahren erworben hat!

      Viele Grüße in die Schweiz (schön, von dir zu hören),

      Claus

  9. Frank sagt:

    Guten Morgen,
    ich habe den Artikel mit viel Freude gelesen und muss Ihnen voll und ganz zustimmen. Das mit dem „Händler Videos“ nervt mich zusehends. Da wird irgendeine Kamera oder irgendein Objektiv in die Kamera gehalten das ganze verpackt mit teilweise wirklich sinnfreien Begleittexten das es einen schauert.
    Nun aber zurück zu Ihrem wirklich netten Artikel. Das mit der Preisentwicklung für diese „Altkameras“ verfolge ich schon eine geraume Zeit und auch ich war Zeuge eines Ankaufes in einem „Fachgeschäft“ – hier ging es um zwei ziemlich verranzte Bodys und drei Objektive. Hier war es aber leider mal anders herum – die Verkäuferin war ziemlich von sich und dem Schatz wie sie es ausdrückte überzeugt. Der Händler begutachtete die Ware und stellte ein schockierendes Zeugnis aus. Die Kameras müssen wohl einige Zeit in einem sagen wir mal sehr feuchten Keller gelebt haben. Dementsprechend war der Zustand und bei den Objektiven war durch Pilz und Trübung auch nichts mehr zu retten. Aber überall Stand halt Leica drauf und schon alleine der Name muss doch reichen um sehr viel Geld dafür zu bekommen. Sie ging betröppelt mit ihrem Schatz aus dem Geschäft.
    Ich hoffen, dass die Dame in Ihrem Fall den entsprechenden Wert der Ausrüstung bekommen hat und sich evtl. Käufer an den gut erhaltenen Geräten erfreuen.
    Grüsse

    • Claus Sassenberg sagt:

      Hallo Frank,

      Influencer finden sich ja in jeder Branche und sowohl die Industrie als auch Händler haben gemerkt, welches Potential dahintersteckt. Aber es gibt eben auch Menschen wie dich (und mich, und sicher viele Leser hier), die für diese plumpe Taktik nicht empfänglich sind. Mich provoziert es geradezu, für so doof gehalten zu werden.
      Ich hätte Lust, die Taktiken in einem extra Blog-Beitrag zu zerpflücken (da kann man herrlich sarkastisch werden), aber ich hatte schon letztens die Sache, wo ich den M10-Review kritisiert habe. Da möchte ich nicht den Eindruck erwecken, das ich nur noch auf meinen Mitbloggern herumhacke. Vielleicht thematisiere ich so etwas später mal.

      Viele Grüße, schönes Wochenende,

      Claus

      • Frank sagt:

        hallo Claus,
        danke 🙂 das wäre mal schön einen solchen Beitrag von Dir zu lesen denn es werden immer mehr, die von diesem „Händler – oder nennen wir ihn einfach mal Dealer im negativen Sinne“ mit Ware ausgestattet werden und dann seltsame Dinge erzählen.
        Ich selber bin seit einiger Zeit auf der Suche nach einem bezahlbaren Elmar 24mm 3.8 von Leica. Es ist leider schwer zu bekommen und einer der wenigen der mehrere davon im Lager hat ist dieser Händler. Da habe ich lieber verzichtet.
        Grüsse und bitte bleib gesund.

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