Leica SL: Ein Jahr ist um; behalten… oder nicht?

Leica SL: Ein Jahr ist um; behalten… oder nicht?

Kommentare

  
  1. Peter sagt:

    Meine Entwicklung mit den Kameras lief ähnlich wie wohl bei so vielen hier.
    Der Einstieg wieder zu Leica fand durch die T statt, früher war es eine R7 zu analog Zeiten. Danach folgte die M 240, sie machte richtig Spass mit sehr guten Ergebnissen. Mit der Zeit stellte sich aber eine Veränderung meiner Sehkraft ein mit dem Ergebnis dass das Fokussieren mit dem Messsucher einfach zeitraubend und anstrengend wurde. Die Unzufriedenheit wuchs, kein gutes Foto zu erhalten was wirklich scharf war kann frustrieren. Die Zeit bis zum Auslösen war einfach zu lange um die gewünschten Ergebnisse zu erhalten.
    Eines Tages bestand die Möglichkeit mal mit der SL einen Tag durch die Gegend zu schlendern. Und da ich bereits die Leica T hatte mit dem Adapter zu den M – Optiken steckte ich diese Kombination ein und liess das 24-90 einfach stehen. So spielte ich den ganzen Tag mit dieser meiner momentan besten Kombination und freute mich der Ergebnisse.
    So bin ich jetzt bei der SL gelandet und verwende sie ausschließlich mit den M Optiken, vorzugsweise mit Summilux 35 und 50.
    Eine M kann ich leider nicht mehr nutzen, ist mir auf Dauer zu langsam und zu ungenau in der Fokussierung, aber wie gesagt meiner Sehschärfe geschuldet. Das Gewicht macht mir dabei keine Sorge da ich sie immer mit einer Handschlafe trage. Ich vermisse nicht meine M, ich würde meine SL vermissen.
    Danke und ein gutes langes Wochenende
    Peter

  2. Jolomy sagt:

    Backside illuminated CMOS-Sensors, wie sie heute schon die A9 verwendet, eröffnen neue Potentiale und dürften künftig den Fotografen von Arbeiten wie etwa Bildoptimierungen der Kamera JPEG oder RAW Dateien mehr und mehr entlasten, so wie es moderne SmartPhones bereits bieten. Der Fotograf richtet die Kamera auf das Motiv aus, den Rest besorgen Hardware und Software automatisch – ohne jegliche Einarbeitung seitens des Anwenders.
    Meinen Exkurs in die sogenannte „Digitalfotografie“ beendete ich nach rund 10 Jahren und belichte KB-Farbdiafilme vorzugsweise mit meiner betagten Leica M, die ich zur Entwicklung direkt an den Filmhersteller per Briefpost versende (so, wie früher die Kodachrome Filme) und treffe dann am Sortierkasten eine Auswahl der gerahmten Dias zur Projektion. Das erspart mir die tägliche Datensicherung auf Reisen abends im Hotel und sehr viel Zeit am Rechner …

  3. Kai sagt:

    Oh ja, das zeigt doch, dass es bei einer Entscheidung für eine Kamera kein Richtung und kein Falsch gibt, sondern dass es immer ein individuelles Empfinden ist. Für mich persönlich käme die SL allerdings nicht infrage, weil sie keinen optischen Sucher hat. Pauschal habe ich ja auch nichts gegen einen Spiegel einzuwenden, entgegen dem üblichem Mainstream.
    Allerdings denke ich, dass in dem beschriebenen Brennweitenbereich die M die idealere Kamera ist.
    Die SL würde ich eher in der Landschaftsfotografie oder Tierfotografie sehen, wo es auf größere Brennweiten ankommt. Ich bedauere bis heute, dass sich die Leica R mit digitalem Rückteil nicht durchsetzen konnte, was ich auch nicht so ganz verstehe.

    • Jolomy sagt:

      Alle Hersteller, die aus Gründen der Kompatibilität des Objektivsortiments ihre Bajonette beibehielten, müssen weitere Kompromisse eingehen. Vor 30 Jahren wagte nur ein Kameraproduzent einen harten Paradigmenwechsel hin zur einem optisch-elektrischen Komplettsystem und liefert heute i.S. Digital Imaging alles von der Optik über den Sensor & CPU, Servos, Raw-Converter etc. bis hin zu den High End Photo Printern aus einer Hand!
      Das die robusten Top Modelle mit lichtstarken Prismensuchern plus hochgeöffneten Zoomobjektiven voluminös und gewichtig ausfallen, ist eine Eigenschaft, mit der (gewerbliche) Fotografen heute leben müssen …

  4. Hallo Claus

    Danke für den neutralen aber objektiven Bericht. Wenn ich am Samstag eine SL mit dem 24-90 dabei gehabt hätte…
    Konzert mit 8 Leuten auf einer kleinen Bühne. Die Q hat sich wacker gehalten. Bei diesen Lichtverhältnissen überragend. Das erste mal habe ich ein Zoom oder eine etwas grössere Brennweite vermisst. Die A6300 mit dem F2.8 24-70 GM welche hauptsächlich Julia benutzt hat, hat mich überrascht. Aber nicht unbedingt positiv…Wo sie bei Tageslicht glänzt, versagt sie öfters bei Konzerten. ISO 12800 waren nicht selten. Und dies nicht nur, weil Julchen nicht gemerkt hat, dass sie plötzlich 1/800 drin hatte. Der Drehregler verstellt sich zu leicht. Der AF sägt wie verrückt und MF war keine echte Alternative . Nur das dauernde Umstellen zwischen Spot- und Mittenmessung hat etwas geholfen. Das Resultat gleicht aber schon fast dem Spray and Pray verfahren. Waren doch am Schluss 370 Bilder auf der Karte. Die Q nur 230. 🙂 Sicher, wenn es gepasst hat, sind die Bilder gut geworden. Es fehlt aber einfach etwas ;-). Das Gewicht kommt der SL nah.
    Jetzt werde ich mal schauen, ob ich nicht die M10 und die SL bei einem Konzert mit dem passenden Glas testen kann. Dass ich mit der M10 schnell fokussieren kann, konnte ich bereits feststellen.

    Liebe Grüsse aus der Schweiz

  5. Jolomy sagt:

    Die Leica SL mit dem 24 bis 90 mm Zoom würde ich behalten, da meine favorisierten Brennweiten (35, 50 & 90 mm) je nach Entfernung zum Sujet – ohne Aufwand – sofort mit einem Handgriff zur Verfügung stehen.
    Digitalkameras fallen größer aus, da Sensoren andere Objektiv- und Bajonettkonzepte erfordern und die EVF Elektronik einen deutlich höheren Stromverbrauch bedingt, was folglich Platz im Gehäuse für voluminösere Akkus mit höherer Kapazität voraussetzt. Die Leistungen der kompakten M oder Q Batterien mit weniger als zehn Wattstunden reichen da vermutlich kaum aus, oder?

  6. Martin sagt:

    Hallo Claus,

    ein netter Bericht der mich zurück versetzt in die Zeit vor zwölf Monaten. Du weist schon, die Zeit wo der Kauf meiner M-P (240) anstand. Auch da hatte ich immer wieder ein Auge auf die SL als Body für die M-Objektive geworfen. Aber wie es so schön in dem Bericht heißt: Gewicht, Gewicht, Gewicht …

    Mittlerweile hat sich dennoch eine weitere Kamera hinzu gesellt, mit der auch die fabelhaften M-Objektive genutzt werden können. Angesprochen von Deinen und Jürgen´s älteren Berichten zu den Fuji´s wurde es eine Fuji X-T10. Und das Gewicht, ja das ist deutlich geringer als das der M … Meine Frau freut es als Hauptnutzerin …

    Und das Trifft-Elmar 28-35-50 mm … ja ein feines und heut recht teuer zu erwerbendes gebrauchtes Objektiv gelang auch in meinen Fokus. Insbesondere wegen der für mich vernünftigen Brennweitenabstufung. Hier wird wohl mittelfristig das 28er Summicron oder auch Summarit meine schon vorhandene Reihung 50 – 35 – … entsprechend ergänzen.

    Liebe Grüße,
    Martin

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Hallo Martin,

      mit der SL ging es mir wie dir, Vorbehalte wegen Grösse und Gewicht. Mike hat es durchgestanden, vermutlich wäre es mir wie ihm ergangen, hätte ich die SL angeschafft.
      Das Tri-Elmar ist reizvoll als „Universallinse“, wenn ich mal auf eins zukomme würde ich vielleicht schwach. Aber so erinnere ich mich immer, dass ich schon reichlich Objektive habe (und oft einfach mit 35 oder 28mm auskomme, wenn ich nicht viel mitschleppen will).
      Die Fuji X-T10 ist ein feines Ding, überhaupt sind die Fuji-X-Kameras die ideale (familienfreundliche) Ergänzung zur M.

      Liebe Grüße, schönen Sonntag,

      Claus

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