Ein Jahr Leica Q3 43 – der normale Wahnsinn oder der Wahnsinn des Normalen
Neulich fiel mir ein Exemplar des „Hitchhiker’s Guide to the Galaxy“ in die Hände, das offenbar durch ein Wurmloch den Weg in mein Bücherregal gefunden hat. Beim durchblättern entdeckte ich folgenden Passage:
LEICA (Eintrag Nr. 7.432.991-b)
Siehe auch: Kameras, Ausserirdische in Wetzlar, Zeitreisen, Borg-Technologie, Verwerfung im Raum-Zeit-Kontinuum
Leica ist ein traditionsreicher Hersteller von Kameras, der auf dem Planeten Erde angesiedelt ist und dort allgemein als Inbegriff von Präzision, Understatement und sehr ernst blickenden Menschen mit runden Brillen gilt. Diese Erklärung ist jedoch falsch. Völlig falsch. Mit erheblichem bürokratischem Aufwand und unter Umgehung diverser intergalaktischer Geheimhaltungsvorschriften kam die Wahrheit ans Licht..
Nach Erkenntnissen, die der Hitchhiker’s Guide to the Galaxy nur widerwillig veröffentlicht (hauptsächlich, weil seine Rechtsabteilung kurzzeitig von einer aggressiven Spezies intelligenter Büroklammern übernommen wurde), besteht der Großteil der Leica-Mitarbeiter in Wahrheit aus Außerirdischen. Sie tarnen sich als Ingenieure aus Wetzlar, was im Universum als besonders raffinierte Form der Unsichtbarkeit gilt, da niemand jemals freiwillig länger als fünf Minuten über ein Kaff irgendwo in Hessen nachdenkt, wenn es so viele andere faszinierende Orte gibt (Siehe z.B. Eintrag Nr. 42.864.a-o: Planet Preliumtarn, Quentulus Quazgar Berge, Gottes letzte Worte an die Schöpfung in riesigen, flammenden Buchstaben: „WE APOLOGISE FOR THE INCONVENIENCE“)
Diese Außerirdischen stammen aus einer fernen Zukunft, in der Kameras längst ein eigenes Bewusstsein entwickelt haben und Fotografen nur noch als dekorative Accessoires mitgeführt werden. Durch eine ungewollte, aber äußerst elegante Verwerfung im Raum-Zeit-Kontinuum – verursacht durch das gleichzeitige Betätigen von Auslöser, Blende, einer existenziellen Sinnkrise und der Kollision des Schwerefelds der Erde mit einem Cluster dunkler Materie – gelangte ein Teil dieser Technologie in die Gegenwart.
Das sichtbarste Ergebnis dieser kosmischen Panne ist die Leica Q3 und die Leica Q3 43.
Offiziell handelt es sich dabei um Kompaktkameras. Inoffiziell – und deutlich zutreffender – basieren sie zu großen Teilen auf Borg-Technologie. Diese wurde aus einer Zukunft entwendet, in der Individualität abgeschafft, aber erstaunlicherweise der Retro-Look beibehalten wurde. Die Borg selbst bestreiten jede Beteiligung, was sie immer dann tun, wenn sie offensichtlich beteiligt waren. So ähnlich wie die russische Diktatoren und amerikanische Präsidenten.
Typische Hinweise auf Borg-Ursprung sind:
- die unheimliche Fähigkeit der Kamera, sich anzupassen,
- das Gefühl, beim Einschalten diskret von einer fremden Intelligenz übernommen zu werden,
- und der subtile Wunsch des Nutzers, „Teil des Systems“ zu werden, inklusive optionalem Leder-Halfcase und anderem Zubehör.
Die Q3 und Q3 43 assimilieren keine Spezies im klassischen Sinne, sondern integrieren Fotografen sanft in ein Kollektiv aus Firmware-Updates, Forendiskussionen und dem festen Glauben, dass 28 oder 43 mm die einzig moralisch vertretbaren Brennweiten sind.
Warum all das geschieht, ist unklar. Möglicherweise geht es um die Beobachtung der Menschheit, vermutlich aber auch um etwas deutlich Wichtigeres: Perfekte DNG’s!
Der Guide rät Reisenden, die eine Leica Q3 oder Q3 43 benutzen, ruhig zu bleiben (don’t panic!). Die Kamera meint es nicht böse. Sie will nur, dass du fotografierst. Und Teil von ihr wirst.
Widerstand ist zwecklos.
Aber immerhin fühlt er sich hervorragend verarbeitet an.

Prolog
Nachdem ich das gelesen hatte, wurde mir manches klarer. Sowohl über Leica als auch, warum ich den ersten „Hands on“-Artikel über die Leica Q3 43 mit „Widerstand zwecklos“ betitelt hatte. Offenbar ein posthypnotischer Befehl. Die Kamera habe ich jetzt ein Jahr in Gebrauch und sie hat in vielen total unterschiedlichen Umgebungen und Anforderungen ihre Flexibilität bewiesen… wenn man gelernt hatte, bestimmte Einstellungen zu vermeiden.
Es gibt Zeitgenossen, die meinen, sie wüssten alles. Ob sich das auf die inzwischen sprichwörtliche Testosteron-Vergiftung zurückführen lässt oder es vielleicht eine Form der Unverträglichkeit des Mikroplastiks ist, das sich langsam in unseren Gehirnen akkumuliert, ist unklar. Im Web wimmelt es von Reviews, die auf Datenblättern beruhen oder bestenfalls wenige Stunden mit einer Kamera widerspiegeln. Ein professioneller Reviewer kann sicher nach ein paar Tagen etwas Valides von sich geben, aber je länger der Zeitraum und je unterschiedlicher die Anforderungen, desto zuverlässiger sollte die Beurteilung ausfallen. Doch selbst der Papst hat das Unfehlbarkeitsdogma aufgegeben und über manches kann man immer geteilter Meinung sein, darum erhebe ich keinen Anspruch darauf, das meine Sicht der Dinge immer die richtige ist.
Eigentlich habe ich über die Leica Q3 43 nur Gutes zu berichten. Darum ist es psychologisch ungünstig, mit dem zu beginnen, was nicht so gut lief. Aber genau deswegen gibt es ja aktuell ein extrem umfangreiches Firmware-Update, über das ich darum zuerst sprechen muss.

Firmware 4.0

Die Kamera hat Autofokus mit Phase-Detection (was die Q3 Monochrom nicht hat) und das sorgt im Prinzip für gedankenschnelles Fokussieren. Aber die Sonderfunktionen dazu wie Verfolgung, Personen- oder Tiererkennung waren bestenfalls für Pathologen geeignet, deren Motive sich in Rigor Mortis befinden. Zum Beispiel musste der Versuch, meine quirligen Großneffen- und Nichten mit Personenerkennung abzulichten, flugs abgebrochen werden, viel zu langsam. Oder Verfolgung eines Springpferds im Parkur: Frustrierend, wenn man immer an den Hindernissen hängen bleibt und das Pferd weg ist.
Fakt ist, die Kamera war eigentlich schnell genug, man musste nur auf die „fancy“ Fokus-Einstellungen verzichten. Feld oder Spot, ggf. auch mit kontinuierlichem Autofokus (AFc) oder mit Serienbild-Funktion (4 Bilder/Sekunde) nagelten alles schnell bewegte (Neffen, Nichten oder Pferde) Bild für Bild in voller Schärfe fest. iAF vermeide ich, weil das meine bevorzugte Methode von „Motiv anvisieren, Auslöser halb drücken, zur Bildkomposition verschwenken, auslösen“ nutzlos macht.

Mit der neuen Firmware verspricht Leica eine erhebliche Verbesserung dieser Sonder-Autofokusfunktionen. Wir dürfen gespannt sein. Erste Tests über Weihnachten und Sylvester waren jedenfalls vielversprechend.
Vor allem aber wurde die Ikons (jetzt auch „Leicons“ genannt), deren Touchfunktionen und Teile der Menüstruktur total überarbeitet und an die SL angepasst. Ich finde die Änderungen sehr gelungen und habe mich schnell daran gewöhnt. Ich gehe hier nicht alles im Einzelnen durch, aber wer will, kann hier die Release-Notes ansehen. Hilfreich kann noch sein, die Bedienungsanleitung der neuen Q3 Monochrom zu Rate zu ziehen, da dort schon die neue Menüstruktur beschrieben ist.
Aber eine Leica ohne Bugs wäre wie Schneewittchen ohne die sieben Zwerge. Für Unterhaltung in den Foren muss gesorgt werden, darum hat sich die Software-Abteilung was ulkiges einfallen lassen: Wenn „Fokus-Peaking“ (im Menü in Aufnahme-Assistenten/Info-Profile) aktiviert ist, wird es auch beim normalen Auto-Fokus Modus irritierenderweise gezeigt (statt nur, wenn den Distanzring aus der Autofokus-Position nimmt). Weiterhin: Die Wiedergabe von Bildern, die in Porträt-Position aufgenommen wurden (vertikal) ist plötzlich nicht mehr bildfüllend (also auch vertikal), sondern horizontal (und verschenkt rechts und links die Monitor-Fläche). Keine Einstellmöglichkeit im Wiedergabe-Menü. Dann ist da noch irgendwas, dass die Kamera abstürzt, wenn man zwischen Benutzerprofilen wechselt, wenn bei einem die Fotos-App eingeschaltet und bei dem anderen nicht eingeschaltet ist.

Also, speziell das mit dem Fokus-Peaking im AF-Modus ist mal wieder echt so ein typischer Leica-Knaller. Hat da niemals einer bei den Software-Leuten durch den Sucher geguckt? Erinnert mich daran, als die D-Lux 7 neu war: Die DNG’s konnten in Lightroom nur in Schwarzweiss bearbeitet werden. Das ist ungefähr auf einem Level wie ein neues Auto ohne Räder zu liefern. „Ups, war uns gar nicht aufgefallen“. Man kann es nicht fassen.

Insgesamt sind das jetzt ja noch harmlose Bugs (Fokus-Peaking habe ich sowieso „aus“, dann gibt’s kein Problem), kein Grund, auf dieses wirklich nützliche Update zu verzichten und auf 4.1 zu warten. Die Autofokus-Funktion scheint real deutlich verbessert und man muss sich halt von alten Denkstrukturen lösen und die neue „Logik“ verinnerlichen. Die neuen Touch-Funktionen sind noch weniger ein Grund, jemals ins Menü zu gehen, wenn man mal schnell was ändern möchte. Darum habe ich auch nur ein eigenes Standard-Profil gespeichert. Ich verändere es bei Bedarf und stelle einfach darauf zurück, wenn die „besondere“ Aufnahmesituation vorbei ist.
Alle Updates (auch bei den M’s) mache ich mittlerweile über die Fotos-App, das läuft schnell und bequem. Die Q3 muss nach dem 4.0-Update neu mit der App gekoppelt werden, das lief bei mir völlig unproblematisch. Ggf. daran denken, auch die „alte“ Bluetooth-Kopplung zu löschen (war bei mir nicht nötig).

Ein Jahr mit Leica Q3 43

Natürlich knüpft die Leica Q3 43 nahtlos an meine Erfahrungen mit der Q3 an, aber für mich hat sich im Alltag gezeigt, dass ich die 43mm wesentlich besser für meine fotografischen Bedürfnisse gebrauchen kann als zuvor die 28mm (wobei ich mich darüber nie beklagt habe, man kann sich auf alles einstellen). Dass die optischen Eigenschaften des 43er Apo-Summicron stellar sind, steht ausser Frage (ich verzichte diesmal auf MFT-Kurven). Superscharf schon bei Offenblende, Gegenlicht-Resistent, schönes Bokeh, kaum Verzeichnung, CA oder Flare u.s.w. Bewegt man sich im Leica-Preisgefüge, kostet das gleichwertige 35mm M-Apo-Summicron ohne Kamera schon mehr als die ganze Q3 43.


Es gab einige Ereignisse im Lauf des Jahres, über die ich in entsprechenden Artikeln berichtet habe und die bereits zeigen, wie flexibel die Kamera eingesetzt werden kann. Doch von Urlauben und größeren Events abgesehen ist die Q3 43 mein ständiger Begleiter, um den Verlauf des Jahres für die Familie zu dokumentieren. Geburtstage oder andere Feiern, Wanderungen, Konzert- oder Städtebesuche, sportliche Aktivitäten, kurz, alles was mit Familie und Freundeskreis so unternommen wird, lichte ich bevorzugt mit der Q3 43 ab. In den seltenen Fällen, in denen ich sans Kamera bin, tut’s auch mal das iPhone (ich habe seit einiger Zeit das 16er). Man muss allerdings schon sehr niedrige Kriterien ansetzen, wenn man der Meinung ist, dass die Bildqualität auch nur annähernd vergleichbar ist, von Bearbeitungsmöglichkeiten eines Vollformat-DNG’s mal ganz abgesehen.

Das Jahr ist jetzt um und ich muss mir eingestehen, dass ich eigentlich keine andere Kamera als die Leica Q3 43 für 90% meiner fotografischen Zwecke brauche. Andererseits macht mir das arbeiten mit der Leica M11-P oder meinen analogen M’s (besonders der „neuen“ M6) so viel Spass, dass ich darauf nicht verzichten wollte. Des weiteren ist der Output der M10 Monochrom (der Monochromen überhaupt, sei es M oder Q) so besonders, das ich auch auf diese Kamera nicht verzichten möchte, wenn S/W-Fotografie angesagt ist.

Apochromatische Linsensysteme

Als die technischen Daten der Leica Q3 43 „leakten“, waren viele über die vermeintlich mittelmäßige Lichtstärke enttäuscht. „Nur“ Blende f/2 als größte Öffnung, da hätte man ja von Leica besseres erwartet. Und warum nicht wenigstens 50mm? Inzwischen sollte sich herumgesprochen haben, was für ein Meisterwerk der Ingenieurskunst vor dem Gehäuse der Kamera sitzt. Es ist ein genialer Kompromiss von Größe, apochromatischen Eigenschaften und Lichtstärke. Wer sich fragt, warum die meisten apochromatischen Objektive (nicht nur von Leica) Blende f/2 aufweisen, muss sich folgendes klar machen:
f/2 ist keine physikalische, aber eine praktische Grenze bei der Konstruktion apochromatischer Linsensysteme. Bei noch größeren Öffnungen nehmen die optischen Aberrationen exponentiell zu, weil die Randstrahlen immer steiler verlaufen. Nicht nur die axialen und lateralen chromatischen Aberrationen werden immer aufwändiger zu korrigieren, sondern auch die sphärische Aberration, Astigmatismus, Koma und Feldwölbung. Die Probleme explodieren geradezu. Die Linsen müssen immer größere Durchmesser haben und werden dicker, sie müssen Super-ED, Fluorit- oder anormal dispergierend sein. Ich erkläre nicht, was das alles ist, nur, dass diese Gläser immer teurer und schwerer zu bearbeiten sind.
Kurz gesagt, ein f/1.4 Apochromat ist technisch möglich, aber ein Riesenklopper und extrem teuer (jenseits von Leica-Preisen!).

Freistellung, Falloff und Bokeh
Der ganze Sinn der apochromatischen Korrektur ist ja, dass sich alle Lichtstrahlen jeder Farbe wirklich auf demselben Punkt fröhlich wieder vereinen, somit die Auflösung einer herkömmlichen Optik überlegen ist. Beim 43mm Apo-Summicron ist schon weit offen alles im Fokus extrem scharf, aber fällt ausserhalb dieser Ebene schnell ab. Das erzeugt eine maximale Freistellung des Motivs, die sich mit dem der Summilux-Objektive messen kann. Alles, was sich im Hintergrund zu Bokeh verwandelt, ist sehr „ruhig“ und angenehm, von impressionistischer Bildwirkung, vor allem von Lichtpunkten. Keine Spur von Donuts, Zwiebelringen, Bubble-Bokeh oder Pig-Vomit (wobei das alles bei Vintage-Objektiven sehr reizvoll sein kann).


Ich habe ja weiter oben schon vom 3D-Effekt gesprochen, der bei offener Blende eintreten kann. Das 43er Apo-Summicron kann den liefern, aber das ist nicht nur diesem Objektiv oder überhaupt nur Leica vorbehalten. Eine gute Optik gepaart mit entsprechend großem Sensor kann das. Das Verhältnis zwischen Sensorgröße und Öffnung der Blende ist entscheidend. Auch APS-c und MFT können das, aber es wird schwieriger. Bei Mittelformat dagegen reicht schon f/3.5 aus. Leider kann der Mini-Sensor eines Handys (so gut die auch schon sind) die Gesetze der Geometrie nicht umschreiben. Darum muss die Software für die Illusion von Bokeh sorgen.
Die Tiefenwirkung hängt jedoch nicht davon ab, dass der Hintergrund aus einem gleichmässigen Brei besteht, wie das zurückgerechnete Bokeh einer App (die zudem manchmal das Motiv nicht korrekt begrenzt, was bescheuert aussieht), sondern der Falloff graduell zunimmt, je nachdem, wie weit Dinge von der Fokal-Ebene entfernt sind.

Damit will ich keinem sein iPhone oder die Leica Lux-App madig machen, ich benutze das ja selbst: „Die beste Kamera ist die, die man dabei hat“, aber es gibt einen Grund, warum ich meistens versuche, die Leica Q3 43 dabei zu haben, wenn ich lohnende Motive erwarte.

Physische Härten
Die ersten Fotos entstanden vor einem Jahr um die Weihnachtszeit und über meine Erfahrungen habe ich entsprechend berichtet. Danach, über das Jahr, musste die Kamera einiges aushalten. Beim Skifahren, Radfahren, Bergsteigen, im Wildwasser-Kanu, bei Nässe, Kälte oder Hitze: Wenn es einen Kamera-Schutzverein gäbe, stände ich bei denen auf der schwarzen Liste.


Auf der Skipiste waren beim Springen die G-Kräfte so hoch, dass mir der Akku herausgeflogen ist. Ich merkte das erst wieder oben am Lift („warum geht die Kamera nicht an? Ups, gähnendes Loch im Boden…“), fuhr die Abfahrt nochmal und fand das Teil im Schnee nach einer Schanze. Der Mechanismus war unbeschadet, ich setzte den Akku ein und alles lief. Einen ganzen Tag fiel Neuschnee (hurra!), trotz arktischer Temperaturen und Schneegestöber verrichtete die Q3 43 klaglos ihren Dienst. Landete auch mal mit mir im Schnee, kann ja mal passieren. Schnee abklopfen, Frontlinse (Filter davor) abwischen und weiter geht’s.
Apropos Filter: Leica hat ja die Original-Gegenlichtblende so eng konstruiert, dass sie keinen Platz für „normal“ dimensionierte Filter gelassen haben. Mittlerweile gibt’s superschmale Filter von B+W oder von NiSi, alternativ kann man auch eine andere GeLi-Blende mit einem herkömmlichen B+W-Filter verwenden. Aber eins ist sicher: Wer meint, auf den Filter zum Schutz der Frontlinse verzichten zu können, pokert sehr hoch. Zumindest, wenn er die Kamera in ähnlichem Umfeld wie ich einsetzt. Ein Vitrinenfotograf braucht das natürlich nicht.

Beim Trekking- oder Rennradfahren, auch auf dem 300er Scooter (z.B. auf Elba) hänge ich die Kamera einfach um (ein Arm durch die Schlaufe), um sie jederzeit griffbereit zu haben. Wobei sie da am Körper am besten vor Stößen gedämpft wird, besser als in einer Tasche am Rahmen des Gefährts. Das haben bisher alle Leicas (auch die M’s) klaglos mitgemacht.

Eine andere „challenge“ kam an der Ardèche, als ich die Kamera in ein Unterwassergehäuse packte, um die Fahrt auf dem Fluss zu dokumentieren. Ich hängte die Kamera beim paddeln durchs Whitewater einfach um. Diese Aktion hat für Bildmaterial gesorgt, dass ich zuvor nicht möglich machen konnte.

Mitte des Jahres entdeckte ich einen Cluster toter Pixel auf dem Sensor. Nur eine sehr kleine Stelle war betroffen (und wenn man nicht wusste, wo es war, fand man es kaum), liess sich aber von „Pixel-mapping“ (im Menü wählbar) nicht beeindrucken. Der Customer Care tauschte den Sensor (innerhalb zwei Wochen!) ohne Murren auf Garantie. Im Nachhinein frage ich mich, ob ich daran selbst Schuld hatte, vielleicht zu lange in die Sonne fokussiert? Richtig zurückverfolgen auf ein spezielles Bild konnte ich das Phänomen allerdings nicht. Es machte mehr den Eindruck, als hätte sich das langsam entwickelt.

Low Light
Selbst vor zehn Jahren, als die „Klassik“ Q herauskam, konnte man über deren Low-Light Fähigkeiten nicht meckern. Das lichtstarke f/1.7 Summilux und die Bildstabilisierung fingen auf, dass man mit ISO-Werten noch vergleichsweise sparsam sein musste. Es galt darauf zu achten, möglichst unter ISO 6400 zu bleiben, und dann musste man sich im Postprocessing beherrschen, sonst gab es schicke Streifen-Muster, auch Banding genannt. Und heute, bei den Q3-Modellen? Auto ISO habe ich standardmässig auf ISO 25.000 begrenzt, hätte aber keine Skrupel, noch höher zu gehen. Aber 25.000 bei Blende f/2? Da reicht ein Teelicht, um den Raum ausreichend zu beleuchten, wer braucht da noch mehr und für was? Ein Glühwürmchen stattdessen?


Die Leica Q3 43 teilt sich mit der Q3 den gleichen Sensor mit „Triple Resolution“ Technologie. Ähnlich wie beim Sensor in der M11, hatte ich noch nie etwas mit einer derartig fantastischen Dynamik und Flexibilität der DNG’s. Diese Sensoren sind „invariant“ oder „Isolos“ (Artikel dazu hier), daraus resultiert extreme Rauscharmut auch bei hohen ISO-Zahlen oder die Möglichkeit, unterbelichtete Dateien bis zu 5 Blendenstufen heller zu machen oder Schatten zu „öffnen“, was manchmal schon Ergebnisse jenseits des guten Geschmacks erzeugt, weil das wie HDR wirkt. Aber es ist „nice to have“. Es hat sich über das Jahr gezeigt, dass ich die Möglichkeit der „Triple Technologie“ nicht benutze. Ich lasse die Auflösung grundsätzlich bei 60MP, es gibt keinen Grund, auf die Vorteile eines hoch aufgelösten Fotos zu verzichten (Crop-Fähigkeit), etwa, weil ein marginal günstigeres Rauschverhalten bei 36 oder 18MP DNG’s sein könnte. Bei den Möglichkeiten der KI unterstützten Rauschreduktion in LR spielt das nicht die geringste Rolle.

Erstaunlich für mich ist, dass die Bildstabilisierung trotz der hohen Auflösung und der längeren Brennweite immer noch mühelos bei Fotos mit 1/8s aus der Hand funktioniert, und sogar mit noch längeren Zeiten, wenn man sich zusätzlich abstützt.

Der Charme der Geräuschlosigkeit
…und damit meine ich den Zentralverschluss. Bis zu einer 2000tel Sekunde funktioniert er mechanisch, aber ist trotzdem so leise, dass auch das fotografieren von Solisten in Pianissimo-Passagen keinen mit der Wimper zucken lässt. In meiner Heimatstadt gibt es eine rege Musikszene (an der ich auch manchmal selbst beteiligt bin). Musiker in Aktion sind immer dankbare Motive und da sie sich über gute Fotos immer freuen, kommt bei vielen Konzerten die Q3 43 zum Einsatz (die M11 ist auch kein no-go). Ein weiterer Vorteil eines Zentralverschlusses: Auch wenn ich das nie brauche, aber die Blitzsynchronisationszeit kann man bis zu 1/2000s beliebig wählen. Das gibt’s beim Schlitzverschluss nicht.


Die ultimative Stille herrscht natürlich, wenn man den elektronischen Verschluss benutzt oder die Belichtungszeit (bei Zeitautomatik) kürzer als 1/2000s wird. Will man bei Sonnenschein offenblendig fotografieren, muss man nicht mit Graufiltern jonglieren. Andererseits dürfen sich die Motive nicht zu schnell bewegen, weil die Auslesezeit des großen Sensors vermutlich deutlich unter 1/100s liegt, da nützt es nichts, wenn die nominelle Belichtungszeit 1/16.000s ist. Die Mitglieder der M11- und Q3-Familie sind leider sehr empfänglich für „rolling shutter“. Um Artefakte in dieser Hinsicht zu vermeiden, stelle ich entweder den Verschluss auf „mechanisch“, oder (einfacher, weil ich gar nicht ins Menü muss) das Zeitenrad fest auf 1/2000s oder irgendwas darunter. Um dann bei sehr hellen Umgebungen (z.B. Schnee) Überbelichtung zu vermeiden wird der Blendenring auf Automatik gestellt (statt üblicherweise Blendenpriorität).

Konnektivität

Wie schon oben erwähnt, mache ich alle Updates mittlerweile viel bequemer mit der Fotos-App. Die Verbindung soll jetzt nochmal verbessert worden sein, aber ich fand sie vorher schon sehr gut (und deutlich besser als zu den M’s). Wenn ich mal ein Bild sofort brauche, habe ich es schnell auf dem iPhone, aber das ist bei mir ein seltener Fall. Was ich schon mehrfach ausgenutzt habe, ist die Möglichkeit, die Kamera fernzusteuern. Bei dem Weihnachtskonzert unserer Kantorei hatte ich die Kamera auf der Empore der Kirche auf einem Stativ, gegenüber dem Altarraum, wo sich Musiker und Chor befinden. Aus etwa 25m Entfernung konnte ich aus dem Chor heraus die Kamera zuverlässig „aufwecken“, Blende, Belichtungszeit und Fokuspunkt wählen und Fotos machen. Auch Videos waren möglich, habe ich auch gemacht. Wenn das meine Priorität gewesen wäre, hätte ich allerdings ein vernünftiges Mikrofon angeschlossen. Immerhin geht das jetzt mit dem USB-C Anschluss.

Und dieser USB-C Steckplatz ist auch sehr bequem zum Laden. Es muss nicht mal das Ladekabel im Lieferumfang sein, jedes Apple Kabel tut’s. Ich nehme immer das Netzteil und Kabel von meinem iPad, was ausserdem auf Reisen praktisch ist. Früher (bei Klassik-Q, M10, M240, M9) hatte ich immer einen Zweitakku, aber bei der Q3 oder Q3 43 komme ich immer klar, auch wenn ich längere Events fotografiere. Wenn ich im Zweifel bin, stecke ich eine kleine Powerbank ein, aber ich habe sie noch nie gebraucht.
Über die Fotos App habe ich auch einige Leica Looks auf der Q3 43 installiert, die ich aber kaum nutze. Ich bin einfach zu sehr DNG-Shooter und würde für besondere Bildwirkung eher die Farbprofile und Presets in LR nutzen, oder sowas wie DxO Filmpack.

Nebenbei: Auch wenn man keine JPG’s macht sondern nur DNG’s, spielen manche Einstellungen im JPG-Menü eine Rolle (was nicht unbedingt logisch ist). Die Belichtungsautomatik verhält sich z.B. anders, wenn man bei JPG-Einstellungen „iDR“ aktiviert hat. Stellt man dazu bei den Belichtungs-Optionen „Helle Bereiche betont“ ein, hat man zwei Automatiken parallel aktiviert, die dasselbe machen sollen. Das würde ich eher vermeiden, obwohl die Kamera vermutlich deswegen nicht explodieren wird.

43 mm und digitaler Zoom
Ich habe immer mal wieder die Meinung gehört, dass Brennweiten im „normalen“ Bereich langweilig seien. Also schon ab 35mm bis etwa 50mm. Als ob die Abwesenheit von Distortion den Unterhaltungswert schmälert. Sicher kann eine 21mm (oder weniger) -Optik interessante Perspektiven erzeugen und als Stilmittel fungieren, aber wenn man nur das hat, ist es doch auf Dauer ein „one-Trick-Pony“. Bevor ich aber die abendfüllende Diskussion lostrete, was ein gutes Foto oder Bildkomposition ausmacht, sei hier gesagt, dass die Brennweite jedenfalls kaum das erste Kriterium ist.

Der praktische Wert, den ich bei der „normalsten der Normalen“ Brennweiten sehe, ist neben dem recht natürlichen Blickwinkel die größere Reichweite (als bei 28mm) mit dem digitalen Zoom, dank der Auflösung. Schliesslich bleiben selbst bei 150mm „fiktiver“ Brennweite noch 5 MP übrig. Macht man sich klar, wie scharf das Apo-Summicron auf Pixelebene ist, kann man damit in LR einfach „Super-Auflösung“ aktivieren und hat schon mal das doppelte. „Digitaler Zoom“ als ernstzunehmendes Feature löste bis vor wenigen Jahren bei Reviewern höchstens Heiterkeit aus, jetzt gibt es kaum einen, der das nicht positiv erwähnt.
Die entsprechenden Rahmen benutze ich praktisch gar nicht, obwohl die vermutlich hilfreich sein können, wenn man eine bestimmte Komposition vorhat. Vielleicht wäre es dafür sogar besser, wenn man gar nicht die Rahmen „Messsucher-Style“ hätte, sondern das komplette Sucherbild immer entsprechend der gewählten Zoom-Stufe ausgefüllt wäre. Wie auch immer, ich croppe meist das DNG in LR nach Gefühl und Wellenschlag und dann auch ziemlich skrupellos.

Die 43mm des Apo-Summicron machen die Kamera jedenfalls ideal für die Genres Reportage, Reise- oder Eventfotografie (und das gilt auch für die Q3 28), noch besser aber für Porträt und in begrenztem Maß auch für Sport (wenn man dem Geschehen nah genug kommen kann). Landschaftsfotografie ist ebenfalls absolut kein Problem (dafür braucht man definitiv nicht obligatorisch Weitwinkel), selbst Architektur muss kein no-go sein. Der Workaround für möglicherweise fehlenden Bildwinkel ist die Nutzung der Panorama-Funktion in LR. Brennweiten von 28, 21mm oder weniger werden so simuliert, vorausgesetzt, das Motiv ist statisch.

Resümee

„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“ (Aristoteles). Ein wunderbares Beispiel für den Wahrheitsgehalt dieses Aphorismus sind die Leica Q3-Modelle. Die Kombination von Design-Elementen aus analogen Kontrollen, Touch-Funktionen, hochauflösenden Sensor mit entsprechender Prozessorleistung dazu, High-End-Objektiv mit Bildstabilisierung und Makro-Funktion, einem hervorragenden Sucher, Klapp-Display, einfacher Menüführung, Konnektivität plus USB-C Anschluss, Battery-Life… ich muss mal Luft holen… also das erzeugt zusammengefasst eine extrem vielseitige Kamera, deren Gebrauch zudem die reine Freude ist. Über manche der eben aufgelisteten Eigenschaften habe ich hier nicht gesprochen, weil das im Jahresbericht über die Leica Q3 bereits abgehandelt wurde.
Bleiben Wünsche offen? Das einzige, was mir wirklich fehlt, wäre ein interner Speicher, den ich mich bei der Leica M11-P zu schätzen weiss. Content Credentials hat die Q3 Monochrom inzwischen schon, aber diese Dinge und weitere „Wunder“ werden wir wohl erst bei einer Leica Q4 sehen.
Wenn ich mal auf YouTube stöbere, finden sich immer Beiträge, in deren Titel sich der Zusatz „Meine ehrliche Meinung“ befindet. Aber impliziert das nicht, äusserst skeptisch zu sein über das, was diese YouTuber als normale „Meinung“ von sich geben? Ist die dann tendenziell „nicht ehrlich“ oder was? Bekanntlich wird nirgends so viel gelogen wie im Internet und eine angeblich „ehrliche Meinung“ macht einen zudem eher misstrauisch. Jedenfalls: Was ich über die Leica Q3 43 berichtet habe, ist meine Erfahrung, eine Meinung kann sich jeder selbst bilden.




Lieber Herr Sassenberg, vielen Dank für den ausführlichen Ehrfahrungsbericht zu den Q3 Modellen. Ich möchte gerne noch etwas zur neuen Firmware hinzufügen: Sie beschreiben zutreffend die Eigenarten des Fokus Peaking, die mir im Moment ziemlich schlechte Laune bereiten. Wenn Fokus Peking eingeschaltet ist, werden auch die aufgenommenen Bilder mit Fokus Peaking angezeigt, das ist zumindest in meiner Q3 28 der Fall. Das mag Fotografen, die das Fokus Peaking sowieso abschalten nicht weiter stören. Ich habe aber seit der ersten Q das Fokus Peaking gerne benutzt und fand es hilfreich. Jetzt hilft offensichtlich wirklich nur, diese Fokussierhilfe komplett abzuschalten. Daher finde ich die neue Firmware ziemlich misslungen. Ich hoffe sehr, dass dieser Punkt von Leica schnell korrigiert wird. Ein kleiner Punkt noch: Leider fehlt im Control Center die früher enthaltene Möglichkeit, die Belichtungsart zu ändern, oder habe ich das übersehen?
Liebe Grüße
Uli Sieboldt
Guten Abend Herr Siebold,
ja das mit dem Fokus Peaking ist schon wirklich ein Knaller, vor allem, dass sowas vorher einfach nicht bemerkt wird. Ich denke aber, weil das so viele Leute aufregt, dass Leica da bald ein 4.1er Update macht. Die Hoffnung stirbt zuletzt…
Belichtungsarten scheinen nicht mehr standardmässig im Control-Center zu sein, ist aber kein Problem Einfach etwas lange drücken, was man sowieso nicht braucht (bei mir war das Szene-Programme, ganz rechts, zweite Reihe von unten) und dann in dem Menü, das dann erscheint „Belichtung“ anwählen. Dann hat man es wieder direkt zur Wahl.
Schönen Abend und viele Grüße,
Claus
Lieber Claus Sassenberg!
Noch habe ich nicht alles gelesen, aber jetzt schon möchte ich meine Begeisterung kundtun! Intelligent, treffsicher, siehe „und der subtile Wunsch des Nutzers, „Teil des Systems“ zu werden, inklusive optionalem Leder-Halfcase und anderem Zubehör.“ und humorvoll. Eigentlich ein Musst Have nach der Lektüre des Textes und erst recht nach dem Betrachten der Fotos! Gleich lese ich weiter!
Liebe Grüße Volker Krause
Hallo Claus,
Danke für den Erfahrungsbericht über ein ganzes Jahr! Schön zu sehen, wieviel Freude Du mit der kleinen Kiste hast und wieviel Flexibilität Du aus ihr herausquetschen konntest.
Die Q3 43 hatte ich schon lang im Sinn, da mir 50mm manchmal zu eng und 35mm auf der M zu weit waren. Aber hey, ich bin ja eh stolzer M-Fotograf und Messsucher bleibt Messbecher, etc blabla.
Nun ist doch eine Q bei mir eingezogen, allerdings die Q3 Monochrom (ja, was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, von wegen „35mm zu weit“…meine Stärke ist Konsequenz – nicht). Was mich reizt, und was genauso für die ursprünglich anvisierte Q3 43 gilt, ist die Einfachheit. Man hat halt nur die eine Kamera/Objektivkombination und muss sehen, wie man damit zurecht kommt. Beim Wechsel von der 6×6 Rolleiflex auf die Hasselblad XPan hatte ich gemerkt, wie stark eine Kamera das fotografische Auge trainieren kann… Zwei weitere wichtige Aspekte waren die Wettertauglichkeit der Q und das Klappdisplay, das mir Aufnahmen mit Rolleiflex-Haptik bietet. Beides hätte ich vor ein paar Monaten noch nicht für so wichtig erachtet, aber in 3 Wochen stehe ich in New York (vielleicht) im Schneesturm und will dabei keine M killen…obwohl ich da an sich nicht zimperlich bin.
Bin gespannt, wie ich mich mit der Q3M anfreunde, und ob sich nicht irgendwann eine Q3 43 dazugesellt (oder aber die Q3M als junge Gebrauchte dem Markt Wiede zugeführt wird). Sag niemals nie!
Tom
Guten Morgen Tom,
es ist, wie du sagst: Man kann sich auf Brennweiten einstellen und wird feststellen, wie einfach das Leben sein kann. Ich bin mittlerweile ein „one camera“-Fetischist, selbst bei der M11-P gehe ich selten mit 2 Objektiven raus. Meist ist das 35er Apo oder das 45er Contax G davor.
New York mit Q3M, das ist beneidenswert…
Ich könnte mir vorstellen, dass dich die Q3 43 auch noch einfängt, die 43mm sind wirklich universell. Aber man kann immer nur mit einer Kamera „knipsen“, sonst ist es wieder Stress.
Ein gutes Jahr und viel Freude mit den Kameras, Claus
Hallo Claus,
Ich hatte große Erwartungen an die M-EV1, aber bin damit so gar nicht warmgeworden. Die lange von mir verschmähte Q3 fühlte sich beim Test dagegen so an, als würde sie einiges besser machen. Mit 28mm habe ich gar keine Erfahrung, bin aber dennoch nicht sicher, ob ich mich bei der (noch hypothetischen) Wahl zwischen einer 28M und 43M tatsächlich für die längere Brennweite entschieden hätte. Auf jeden Fall bin ich gespannt .
Tom