Posted by on 23. Mai 2020

Ich habe schon oft genug gelesen, dass man für das 35mm-Format verdorben ist, wenn man zu viel mit Mittelformat arbeitet. Natürlich ist der Unterschied in der Auflösung und dem Potential, welches in MF-Negativen steckt, eklatant. Trotzdem hat beides seine Berechtigung.

Wozu sollte man z.B. eine Reportage auf Mittelformat bannen, wenn man nicht vorhat, ein DIN-A2 Hochglanz-Portfolio davon zu veröffentlichen? Und dann ist da noch die Frage der laufenden Kosten pro Bild, wenn man gern analog fotografiert.

Kleinbild

Plexiglas, der Renner der Saison. Wir statteten unsere Anmeldung umgehend damit aus. Leica M6 TTL mit 35mm Summicron.

Im März stellte sich unser aller Leben auf den Kopf. Ich musste viel in der Praxis umstrukturieren (die Schichten trennen, Schutzkleidung und Desinfektionsmittel besorgen, die ZMP’s nach Hause schicken und auf Notfallbehandlung herunterfahren). Das war ziemlich spannend, weil keiner wusste, wie die Infektionsgefahr für (zahn-)medizinisches Personal einzuschätzen war, Schutzkleidung war sehr knapp. Trotzdem fühlte ich mich verpflichtet, meine Patienten zu versorgen. Erst später erfuhr ich, dass Jens Spahn unsere gesamte Berufsgruppe als „nicht systemrelevant“ eingestuft hatte. Richtig, ich hatte ganz vergessen, dass wir Zahnärzte ja nur überbezahlte Klemptner sind und eine Art Nagelstudio betreiben. Es gibt ja auch keine schlimmen Krankheiten, die im Mund/Rachenraum auftreten oder gar lebensbedrohlich wären. Und Zahnschmerzen… da soll man einfach nicht so pimpelig sein. Man kann schliesslich einfach mit dem Kopf gegen die Wand rennen, das hilft.

Und weil wir Zahnärzte alle porschefahrende Abzocker sind, sah der Gesundheitsminister auch keinen Grund, uns unter den Rettungsschirm zu nehmen der sofort für alle anderen medizinischen Bereiche aufgespannt wurde. Dass unsere Branche von der Politik wie ein Pestgeschwür der Gesellschaft behandelt wird, ist ein alter Hut. Vielen Dank für Ausgrenzung und Demütigung.

Kein weiteres Lamento deswegen. Wir konnten wenigstens irgendwie arbeiten, und die Patienten waren dankbar. Mein Freund Jürgen musste sein kleines Textilhaus dicht machen.

Kleinbild

Gisle Viken Sunde traf ich in der Stadt. Er ist Musiker aus Norwegen mit der Spezialität von „Zimmerkonzerten“. Coronabedingt arbeitslos war er auf der Suche nach Engagements „danach“. Leica M4 mit 35mm Summicron, Kodak Tri-X

Volker hatte zu der Zeit seine Rolleiflex T in Händen (nicht seine erste TLR, nur hatte die Minolta Autocord, an der er sehr hing, einen irreparablen Schaden). Da wir nun zufällig das gleiche Modell besaßen, einigten wir uns darauf, gemeinsam einen Review zu machen. Das Arbeiten mit der Rolleiflex war eine willkommene Abwechslung von dem alles beherrschenden Thema. Die Ergebnisse unserer Bemühungen sind ja bereits länger online.

Gleichzeitig hatte ich einen Kodak Tri-X in die M6 TTL gelegt (ich habe immer einen Film in irgendeiner Kamera) und „knipste“ die Veränderungen  in unserer Umwelt. Nicht fanatisch, dazu fehlte mir die Zeit. Ausser, dass es in Vlotho plötzlich sehr leer wurde, passierte zum Glück bei uns nichts dramatisches. Wir auf dem Land konnten uns, verglichen mit dem Rest der Welt, sowieso glücklich schätzen. Berge, Wälder, Flüsse, Wandermöglichkeiten ohne Ende – wo gab’s das schon?

Kleinbild

Unser Eiscafé-Besitzer, als er endlich wieder öffnen durfte. Sein Café heisst ironischerweise „Corona“, der Name des Gründers vor 60 Jahren. Es ist auf dem Beitragsbild ganz oben von aussen zu sehen. M6 TTL mit 35mm Summicron

Entsprechend habe ich geradezu inflationär Landschaftsaufnahmen wie seit Jahren nicht mehr gemacht. Sowohl analog wie digital. Bei den Wanderungen mit Familie durfte die M10 nicht fehlen, oft hatte ich optional auch eine Mittelformat-Kamera am Start. Eine Rolleiflex oder Super-Ikonta zusätzlich sind ohne Probleme tragbar.

Ein bisschen Architektur, als ich zufällig in Herford war.

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Fotosafari. Der Umgang mit der Hasselblad. Leica M6 TTL, Kodak Tri-X

Und dann habe ich noch einen „Lehrling“. Der Sohn einer gut befreundeten Familie begann schon vor 2-3 Jahren, sich für Fotografie stark zu interessieren. Er ist mit einer derart guten technischen Auffassungsgabe gesegnet, dass er jetzt, mit knapp 10 Jahren, die Grundprinzipien der Fotografie beherrscht. Das schaffen manche ihr ganzes Leben nicht. Wir unternahmen „Fotosafaris“ durch Vlotho. Als ich ihn vor meinen „Fundus“ an Kameras stellte und ihm die freie Wahl ließ (wobei ich ihn ein bisschen zur M10 pushen wollte), entschied er sich für die Leica M4.

Mittelformat

Der Flug der Hummeln. Hasselblad 501c mit 80mm Zeiss Planar, Kodak Portra 400

Wir stapften z.B. mit einem Handbelichtungsmesser am Weserufer entlang und suchten Motive. Ich hatte die M6 dabei. Zusätzlich bedienten wir beide zusammen die Hasselblad 501c, deren Stativ er mit Akribie schleppte. Aber wie gesagt, ich brauchte ihm nicht alles „vorzukauen“, die Werte vom Sekonic übertrug er ohne Verständnisprobleme auf die M4. Von dem kompletten 36-Bilder Film (Portra 160) ist eins unterbelichtet und zwei oder drei etwas unscharf. Und letzteres lag mehr daran, dass er noch verinnerlichen musste, dass es nicht ideal ist, mit einem 35mm-Objektiv Hummeln zu fotografieren.

Ich erwarte gar nicht, dass er zum „Analog-Fotografen“ mutiert, oder dass er überhaupt das Interesse behält. Aber: Kann es schaden, dass er das traditionelle Handwerk kennt?  Momentan jedenfalls hat er von mir als „Dauerleihgabe“ meine alte Cosina Spiegelreflex mit f/1.7 50mm-Objektiv, mit der ich von 1977 bis Anfang der 90er Jahre fotografiert habe. Das Messing guckt an den Ecken durch, aber sie arbeitet einwandfrei.

Kleinbild

Vlotho, am Roseneck. Irgendwas trübt die Postkartenidylle. Früher trug man keine Masken in der Stadt. Leica M6 TTL mit Kodak Potra 400

Trotz „Messsucherwelt“ sind solche Kameras bei begrenzten finanziellen Möglichkeiten doch passend zum einsteigen in die Fotografie, auch in digitaler Form. Neulich war die 17-jährige Tochter einer meiner ZMP’s bei mir, die sich stark für Fotografie interessiert. Wir schauten zusammen am Monitor nach diversen Kameramodellen. Wir hatten schon zuvor längere Gespräche über kreative Möglichkeiten, Raw-Konverter, Postprocessing, u.s.w. geführt, es ging nur noch darum, mit ihrem begrenzten Budget eine passende digitale Kamera zu finden. Und was empfahl ich ihr? Kurze Recherche ergab, dass bestens erhaltene Nikon DX-Bodys von vor 5-10 Jahren unglaublich billig verramscht werden. Dazu ein Festbrennweiten DX-Objektiv und sie kann starten. Wir fanden „in der Bucht“ auf Anhieb ein Nikkor 35mm AF-S DX f/1.8 für knapp über 100 Euro. Gekauft hat sie bis jetzt nichts, aber sie hat eine Vorstellung, worauf es ankommt.

Mir ist schon klar, dass man bei der Wahl von passenden Kameramodellen ganz anderer Meinung sein kann. Ich hatte zunächst z.B. auch Fuji im Sinn, die Realität holte mich aber in dem Moment ein, als ich feststellte, wie (vergleichsweise) hoch die gehandelt werden.

Kleinbild

Der Himmel über Vlotho gestern Abend, von unserem Haus aus gesehen. Leica M10 mit 21mm Super-Elmar

So, und am Schluss der Hinweis, warum dieser Beitrag das Wort „Intermezzo“ im Titel trägt. Weil ich nämlich augenblicklich noch eine weitere, noch nicht näher genannte (keine Spoiler, bitte!) sehr ikonische Mittelformat-Kamera mit 120er Film füttere. Davon demnächst mehr.

Comments

  1. Michael Mahlke
    3. Juni 2020

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    so ein Bericht hat den Vorteil, daß man mal wieder Fotos aus dem echten Leben vor Ort sehen kann. Soziale Gebrauchsweisen der Fotografie sind in Zeiten von Corona dann doch bei uns allen auf die Motive vor der Haustür und drinnen fokussiert. Davon gibt es viel zu wenig Fotos.
    Bei diesem Artikel kommt hinzu, daß man jetzt auch noch mal vergleichen kann wie ein digitales Foto einer analogen Kamera auf einem Blog aussieht im Kontrast zu der digitalen Emulation. Ich finde diesen Artikel daher fotografisch und sozial höchst interessant.
    Vielen Dank dafür!

  2. Maurizio
    31. Mai 2020

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    Lieber Claus
    Schön wieder ein Artikel von dir lesen zu dürfen. Wie immer sehr schön. Auch finde es wie Dirk schön, dass du die junge Generation in die Welt der Fotografie eintauchen lässt. Auch bei mir begann alles sehr früh in jungen Jahren. Ebenfalls finde ich es immer schön, wenn du uns an deiner analogen Fotografie teilnehmen lässt.
    Ich bin mir am überlegen, ein gebrauchtes Elmarit M 21mm / 2.8 zu kaufen. Habe es im moment von einem guten Freund ausgeliehen bekommen. Bin sehr begeistert von der Linse und dem Bildlook. Leider wird ja das neue Elmarit-M 21mm nur noch mit Blende 3.4 gebaut. Hast du Erfahrungen mit einem der beiden Objektive?

    Dir noch schöne Pfingsten.
    Maurizio

    PS: Habe Dirk Säger persönlich in der Schweiz getroffen und kennenlernen dürfen. Gemeinsam haben wir bei einem Kaffee über Fotografie geplaudert und uns austauschen können. Eine sehr tolle Begegnung und Mensch.

    • Claus Sassenberg
      31. Mai 2020

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      Guten Abend Maurizio,

      das 21mm Elmarit war bis zur Einführung des Super-Elmar das beste Weitwinkel weit und breit. Ich habe es gleich zu Anfang mit meiner M9 gern benutzt und heute noch eine Menge „Keeper“, die mit der Linse gemacht wurden. Es ist selbstverständlich auch heute noch eine sehr gute Optik. (Habe von beiden Linsen Beispielbilder in der Rubrik „Objektive“ auf der Webseite)

      Aber: Das 21er Super Elmar ist neu gerechnet. Durch den Verzicht auf die 1/2 Blende Lichtstärke ist es sehr viel kompakter als das recht sperrige Elmarit. Es hat auch bessere optische Eigenschaften (Hohe Auflösung, Kontrast, Mikrokontrast, Farbwiedergabe etc.). Das liegt auch daran, dass es explizit für digitale Sensoren entwickelt wurde, während das 21er Elmarit aus der analogen Zeit stammt.

      Ganz klar: Im realen Leben ist der Unterschied zwischen den Bilder aus den beiden Objektiven mit bloßem Auge sowieso nicht zu sehen! Das ist alles ein „Datenblatt“-Krieg. Also: Wenn du das 21er Elmarit zufällig günstig bekommst, kein Problem.

      Ich persönlich finde das kleine Super Elmar praktischer (Peter Karbe sagt selbst: Bloß nicht abblenden! Es hat schon bei voller Öffnung Höchstleistung!), dazu stört mich die f/3.4 nicht auf der M10. Nach ein paar Jahren des Zögerns habe ich das Elmarit verkauft.

      Und Dirk: Ich muss mich wirklich auch mal mit ihm wieder treffen, aber das sollte ich ihm vielleicht lieber selbst sagen! Wir haben uns (Schande!) seit dem Staatsexamen nicht mehr gesehen…

      Dir auch schöne Pfingsten,

      Claus

      P.S. morgen erscheint ein neuer Review im Blog, sehr interessante Kamera (leider analog), liege gerade „in den letzten Zügen“ des Textes.

    • Thomas Mika
      24. Juni 2020

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      Hallo Maurizio,
      ich habe mir auch das 2,8 21mm überlegt und bin dann über ein 4,0 20mm M42 CZJ zu einen fast neuen VL 3,8 21mm gekommen. Was soll ich sagen, für diesen Preis unschlagbar, sehr klein und macht auch schöne Sterne. Ok ist kein Leitz, aber was soll es.
      (an der M240 )
      LG ThomasM aus Wien

  3. Kai
    30. Mai 2020

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    Ein schöner Einblick in das aktuelle Leben in der Provinz. Das könnte in diesem Jahr unser Urlaubsdomizil werden. Wollte ich doch lange schon mal wieder in meine Ex 12 Monats-Heimat.
    Was Kleinbild betrifft, war ich sehr überrascht, die großen Abzüge in der Leica-Ausstellung „Augen auf“ zu sehen.
    Und immer wieder habe ich den Wunsch (Claus, bitte nicht lesen, sonst kaufst Du Dir morgen die nächste…) mit einer Minox Portraits zu machen und auf 40×60 cm zu vergrößern. Diese Ausstrahlung schafft keine Mittelformat.
    Ja, für die Reportage gibt es nichts besseres als eine kleine Kamera. Und als ich im letzten Jahr den Besuch der dänischen Königin für ein paar Stunden begleiten durfte, nutzte ich dazu noch einen Film aus der Drogerie:-) Und das Ergebnis war genau so wie ich es gedacht habe.
    Ich muss sagen, ich bin ein wenig verliebt in die Leica M und für das, was ich tue, ist sie goldrichtig. Und trotz „nur Kleinbild“ hängt bei un sim Wohnzimmer ein Abzug von 40x60cm ohne sichtbares Korn von einem Kodak Ektar. Und es soll einen Adox Film ISO 25 geben, mit dem macht man einen Abzug mit einer Diagonale 2.50 Metern, ohne ein Korn zu entdecken. Würde auch größer gehen, aber dann kommt das Leica Summilux 50 doch an seine Grenzen 🙂
    Liebe Grüße
    Kai

  4. Tom
    28. Mai 2020

    Leave a Reply

    Hallo Claus,
    schön, wieder etwas neues von Dir zu sehen! Ich mühe mich derzeit etwas mit meiner M2… ich liebe es, mit der Kamera zu fotografieren, aber die Negative kommen einfach nicht gegen die 6×6 oder 6x7cm im Mittelformat an. Aber vielleicht ziehe ich einfach nochmals mit einem Acros oder TMAX los und schaue mir die Sache nochmals an. Oder – Frevel – gar ein Farbfilm ;-).
    Viele Grüße,
    Tom

    • Claus Sassenberg
      29. Mai 2020

      Leave a Reply

      Hallo Tom,

      gegen Mittelformat hat Kleinbild technisch wohl kaum ’ne Chance (wem sage ich das?), aber da nun mal die technische Qualität nur ein „ferner liefen“-Kriterium bei Bildern ist, kommt es sicher darauf an, die passende Kamera für den passenden Zweck zu haben. Für die meisten Menschen wirkt eine Leica-M nicht so bedrohlich, als wenn man ihnen einen Mamiya vor die Nase hält. Die Fotos von der Post, dem Eisverkäufer oder der Kassiererin wären nicht so spontan möglich gewesen. Na gut – ich bin in Vlotho bekannt wie ein bunter Hund und kann jeden fotografieren (wobei: ich frage immer!), aber wenn man irgendwo fremd ist, spielt die Wahl der Kamera sicher eine große Rolle.

      Viele Grüße,

      Claus

      • Tom
        30. Mai 2020

        Hallo Claus,

        Die Mamiya nehme ich tatsächlich nur sehr selten mit, obwohl ich 6x7cm liebe… aber das Herumtragen würde nur die Orthopäden/Chiropraktiker/etc-Zunft reich machen, denn es ist schon ein schöner Brocken. Damit bleibt meine erste Wahl fürs Mittelformat die Rolleiflex.

        Digital ist mir übrigens letztens unverhofft eine gebrauchte M10-P aus gutem Hause zu einem Preis, bei dem ich nicht nein sagen konnte, zugelaufen. Denke mal, dass die nächsten Auflüge mit M10-P und M2 stattfinden und ich dem anlogen Kleinbild wieder eine Chance gebe. Von der Bedienung her liebe ich die M-Serie einfach..

        Viele Grüße,
        Tom

        P.S.: Oh, und falls Du jemanden kennst, der eine schöne M240 sucht: meine ist durch den unerwarteten Zuwachs früher als erwartet auf dem Markt ;-).

  5. Dirk Säger
    25. Mai 2020

    Leave a Reply

    Lieber Claus,
    jetzt habe ich es doch wirklich geschafft, deine 3 letzten Beiträge zu lesen. Wunderbar und danke dafür. Ich hatte letztens meine alte F90X in der Hand. Leider klebt die Gummierung und so habe ich sie zurück gelegt. Ich habe keine Ahnung, wie man das beheben kann.
    Ich finde es wunderbar, wie du junge, interessierte Menschen an die Fotografie führst. Das macht Spaß zu lesen und für sie werden es sicher sehr bleibende Erinnerungen sein.
    Bei mir ist vor einigen Tagen ein Sigma 20mm f/1.4 eingezogen, welches ich mir für Astro gewünscht hatte. Der Unterschied zwischen f/2.8 und 1.4 ist wirklich enorm. Und ja, ich habe mich nachts auf irgendwelchen Burgruinen im Pfälzer Wald rumgetrieben.
    Ich wünsche dir eine gute Zeit und ein Genießen der entschleunigten Situation.
    LG Dirk

    • Claus Sassenberg
      25. Mai 2020

      Leave a Reply

      Lieber Dirk,

      Die F90X ist wirklich ein gutes Stück! Es wäre vielleicht eine unverbindliche Anfrage beim Service wert, wie man das „Kleben“ beseitigen kann. Ich gebe hier ganz offen zu, dass ich schon vor einiger Zeit eine top erhaltene Nikon F3 HP im Haushalt aufgenommen habe. Nikon hat großartige Geräte gebaut (und es ist nicht so, dass das heute nicht so wäre, nur scheint mir manches überfrachtet). Messsucherwelt hin oder her, auch ich habe schliesslich seit den siebzigern mit SLR’s gearbeitet, warum sollte das plötzlich schlecht sein?

      Jedenfalls ist bei mir nicht alles „Asche“, nur weil es nicht den Namen Leica trägt. Meine stehende Kritik an Wetzlar hat mich schon Sympathien bei „Hardlinern“ gekostet, aber deswegen gebe ich das selbständige Denken nicht auf und schlucke alle Ergüsse von Leica-Marketing unhinterfragt. Dabei ist nach wie vor klar, dass ich als digitale Plattform die M10 mit Leica-Glass bevorzuge (oder die Q!). Und die mechanische Präzision und das pure Gefühl einer M4 liebe.

      Ja, und wenn einen erst mal der Drang nach Astrofotografie erwischt hat, kann man sich vom gesunden Nachtschaf erst mal verabschieden 😉 Ich hatte das auch schon (z.B. wenn die Perseiden durchkommen). Manchmal ist es im Wald recht gruselig. Pass auf die Wildschweine auf (kein Witz – bei uns gibt’s echt viele).

      Aber zwei Blenden machen wirklich einen Riesenunterschied! Und das ist auch einer der wenigen Gründe, warum man bei der Brennweite diese Lichtstärke wirklich braucht.

      Bleib auch du gesund, viele Grüße,

      Claus

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