Leica M10 – Kurzbesuch in Berlin

Leica M10 – Kurzbesuch in Berlin

Kommentare

  
  1. Jolomy sagt:

    Ein Firmware-Update für die separate Anzeige der drei Farbkanäle wäre schon sehr hilfreich – wie es bei den DigiCams dieser (Preis) Klasse schon seit Jahren Standard ist.
    Ein Histogramm des DNG Rohdatensatzes – getrennt nach den Farbkanälen – wäre ein echtes Alleinstellungsmerkmal, was leider heute noch keine DSLR etc. bietet. Alle zeigen nur das evaluierte JPEG in der Vor- oder Nachschau an.
    Bleiben leider nur die (automatischen) Belichtungsreihen, wie zu den Diafilm Zeiten, wenn das Potential des Sensors hinsichtlich des Farbtonumfanges voll ausgeschöpft werden soll.

    Vielleicht beim nächsten Update, wenn es die Kunden wünschen, oder?

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Das wäre in der Tat mehr als wünschenswert, aber vermutlich wird es, wenn überhaupt, nur wieder das Histogramm vom JPG.
      Es muss irgendwie hochgradig kompliziert sein, Histogramme von (Farb-)RAW’s zu machen, anders kann ich mir nicht erklären, dass es das nicht gibt, nur bei den Monochrom-Kameras.
      Aber, wie man so schön sagt: Die Hoffnung stirbt zuletzt…

      • Jolomy sagt:

        Vermutlich besteht keine Nachfrage hinsichtlich einer Auswertung der nativen Sensordaten, wie sie der A/D-Wandler – vor der Kamera internen Auswertung – liefert, denn die Pressefotografen speichern ausschließlich im JPEG Format (sRGB) ab.
        Und wer den Farbraum sowie die Dynamik des Sensors komplett nutzen möchte (etwa für gerahmte Fine Prints), wählt beim RAW Konverter (des Kamera Herstellers) den Farbraum Wide Gamut RGB aus, justiert anhand der farbigen Gradationskurven auf Basis der Rohdaten die Farbtemperatur sowie ggf. eine Belichtungskorrektur und speichert das Bild als verlustfreies 16 Bit TIFF zur Weiterverarbeitung ab. Mit PS läßt sich übrigens mit wenigen Klicks leicht das Wide Gamut RGB Foto zum Ausdruck in das Profil des Laserbelichters (z.B. FF7500_v2.icc für den Fuji Frontier 7500) konvertieren, um den technischen Farbumfang des Printers voll auszuschöpfen.
        Die Farbraumkonvertierung und Ablage der Arbeitsdatei in PSD habe ich als Aktion in PS programmiert – als ersten Schritt (F1 Taste) vor der Abstimmung von Kontrast, Helligkeit, Tiefen und Lichter verstärken, Farben säubern etc., wieder als optinale Aktionen auf den F-Tasten abgelegt, inklusive von Dialog-Anhaltern, zur individuellen Feinsteuerung der Parameter.
        Für Abzüge im Format 20 x 30 cm (2.400×3.600@300dpi als 8 Bit JPEG oder 8 Bit TIFF) auf Fujicolor Archive Paper hat sich diese Prozedur bei meinem Photo Service (open-eyes-hamburg.de) bestens bewährt.
        Für eine Präsentation via Retina Display am iPad/iMac lohnt dieser Aufwand sicherlich nicht, da hier jedes Bild automatisch – passend zur Hardware – neu berechnet wird.

        • Jolomy sagt:

          Das oben genannte Update wäre eine Art Fringe Benefit, wie etwa auch die Live View Taste bei einer optischen Meßsucherkamera; denn mit einer Leica M fotografiert man dynamische Reportagen oder spontane Schnappschüsse von Leuten und auf Reisen.
          Für die Architektur- und Studiofotografie bieten sich größere Sensoren mit nativen 16 Bit pro Farbkanal im RAW Modus und präzisen, optischen Mattscheiben ab Stativ an.
          Mit der M10 nähert sich Leitz der Einfachheit einer M6 oder M7 schrittweise an. Vielleicht kommt ja künftig die M ohne eine Gorilla Scheibe (Ersatz durch eine ISO Scheibe à la M6) aus?

          • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

            Alles sehr wahr,

            und weil ich mich eher in die Fänge der spanischen Inquisition begeben würde, als mit Stativ und 15kg Equipment durch die Gegend zu laufen, ist eine M- oder Q- Kamera genau richtig für mich. Ich käme allerdings nicht darauf, auf den Monitor und Live-View zu verzichten, gibt mir das doch die Möglichkeit, auch mit einem 12mm Voigtländer Ultra Wide Heliar oder einer riesigen Anzahl anderer Optiken (insbesondere der exzellenten, wenn auch etwas sperrigen R-Objektive) genau zu komponieren. Das analoge Feeling kann ich bei meiner M6/M2/M3 jederzeit haben.

            Ich muss ehrlich sagen, Digitale Mittelformat- oder technische Kameras interessieren mich nicht die Bohne, sie sind einfach für das, was ich fotografieren will, ungeeignet. Wie du richtig sagst, das M-System ist für Reportage- Event- oder Reisefotografie optimiert, man erkennt ja leicht in der Ausrichtung meines Blogs, dass das genau das ist, was ich mache. Ich persönlich kann mir nach wie vor kein besseres Werkzeug für diese Zwecke vorstellen.

  2. Kai sagt:

    Lieber Claus,
    mir ist aufgefallen, dass das weibliche Klientel sich hier so gar nicht einbringt. Und da kam mir der Gedanke, wie wohl ein Bericht Deiner Frau aussehen würde, wenn es um ihre ersten Eindrücke „Mein Mann und die M10“ gehen würde. Neue Perspektiven halt. Spannend auf jeden Fall.
    Nur so ein Gedanke.

    Liebe Grüße ins Wochenende.

    Kai

    • Hermann sagt:

      Wenn du wieder mal nach Berlin kommst, nimm die Q mit und führ sie auf dem Kudamm aus. Dort wird sie zur Höchstform auflaufen …

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Lieber Kai,

      die Nachfrage ist nachvollziehbar, aber ich zweifle, dass so viele Interesse daran haben, was meine Frau über mich denkt. Soweit ich das aber beurteilen kann, ist sie sehr tolerant, wenn der Kleine ein neues Spielzeug hat…

      Liebe Grüße nach Seedorf,

      Claus

  3. Hallo Claus
    Danke vielmals, dass du mich dazu bringst, Berlin auf meine Prioritätenliste zu setzten. 🙂
    Ich hoffe, dass wir es im Herbst schaffen. Ob dann die M10 bereits dabei sein wird, oder die Q die alleinige Ehre haben darf?…..
    Ich durfte letzten Samstag die M10 in Bern probeausführen. Messsucherpremiere für mich und, wie man hier (http://jms-photography.500px.com/in-the-city) sehen kann, ist es gar nicht mal so übel gekommen. Ist das Tram doch direkt auf mich zugefahren. Das andere Bild war ebenfalls ein Schnappschuss, sonst wäre die Skelettreflektion vorbei gewesen.

    Falls das im Herbst etwas wird, würde ich mich bei dir melden, vielleicht liegt ein kleiner Abstecher nach Vlotho drin 😉

    Heute Abend besuche ich ein Irish Folk Konzert in unserem Dorf (www.inish.ch) und auf meine Anfrage, ob ich offiziell Bilder machen dürfte, wurde dies mit „Ja, sehr gern“ beantwortet. Die Q wird sich freuen.

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Hallo Matthias,

      alle Achtung, manuell auf bewegte Motive fokussieren ist schon höheres Level! Übrigens überhaupt einige schöne Bilder auf deiner Webseite, wie man sieht, kommt es auf den Fotografen an, nicht auf die Kamera. Davon abgesehen fördert es den Prozess, wenn man mit seiner Kamera gern arbeitet.

      So ein Live-Konzert zu fotografieren, ist immer eine dankbare Sache, die Q müsste dort eigentlich glänzen! Wenn ich einen Tipp geben darf: Gesichter in Spot-Lights brennen gerne aus, denk daran, bei greller Beleuchtung auf’s Histogramm zu achten. Ich stelle bei solchen Gelegenheiten die Belichtungskorrektur um -2/3 bis -1 EV zurück, natürlich Auto-ISO. Belichtungsautomatik auch nicht unbedingt, wenn die Musiker viel herumzappeln, evtl. fest 1/125 oder gar 1/250 Sekunde fest einstellen, dann auch Bildstabilisierung deaktivieren.

      Ups – das war schon ziemlich viel schlaues Gerede, vermutlich weißt du das alles auch selbst.

      Viel Erfolg beim Shooting heute Abend, liebe Grüße,

      Claus

  4. Jolomy sagt:

    Die Schwarzweißphotographien von Robert Doiseneau sind berühmt; in Farbe gestaltete er jedoch auch weniger bekannte Bilder, die ohne Photoshop & Co. ansprechende Farben aufweisen. Wie mit Film oder DigiCam eindrucksvolle Farbfotos fotografiert werden können, beschreibt Ken Rockwell in seinem Artikel „How to Get Great Colors“ – ohne den Einsatz von Polarisationsfiltern etc. oder digitalen Effekten der Nachbearbeitung: http://www.kenrockwell.com/tech/color.htm

  5. Kai sagt:

    Na, auf einen solchen Bericht habe ich gewartet, wenn ich ehrlich bin. Es ist immer faszinierend, welche Bilder Menschen mit Berlin verbinden, meiner Geburtsstadt. Aber Berlin kann auch Provinz, so richtig Provinz – gibt ja den Spruch „Berlin ist auch nur ein Dorf“. Und da gibt es Motive, die man selten in Berlin-Bildern findet.

    Also nicht zu wehmütig sein, ich mag das Weserbergland (ich hoffe, Vlotho gehört noch dazu? )
    Was ich nicht so ganz verstehe, warum alle Welt unbedingt einen elektronischen Verschluss haben will. Darf keiner mehr mitbekommen, wenn es „Klick“ macht? Werden Bilder dadurch perfekter?

    Wir haben bei uns Berlin in Kleinformat, mit Kuhdamm, Potsdamer Platz, Unter den Linden…. als die totale Provinz als Ortsteil in der Gemeinde Seedorf. Und das genau 354 Kilometer von der Hauptstadt entfernt. Das lässt sich übrigens an Provinz gar nicht mehr steigern. Also, wenn Du mal dort bist, melde Dich gerne 🙂

    Ja, dann sind da noch die ISO-Zahlen, die heute so möglich sind. Klar braucht man kein Stativ mehr, da wird die Nacht zum Tag. Aber irgendwie wollen sich meine Augen nicht daran gewöhnen. Das Bild vom Brandenburger Tor wirkt für mich so unecht, die Bilder vom Prenzlauer Berg mag ich dafür um so mehr.
    Auf jeden Fall hab ich mich echt wieder gefreut, einen Artikel von Dir zu lesen und warte ganz neugierig auf weiteres.
    Liebe Grüße aus der Provinz in die Provinz.
    Kai

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Lieber Kai,

      wenn’s mich in die Nähe von Seedorf verschlägt, sage ich bestimmt Bescheid! Und absolut richtig, Vlotho ist mitten im Weserbergland!

      Wegen des elektronischen Verschlusses: Nicht wegen der Geräuschkulisse, nee, einfach weil ich mir dann bei f/1.4 und Sonnenschein das blöde ND-Filtergeschraube sparen kann.

      Liebe Grüße nach Norden,

      Claus

    • Jolomy sagt:

      Um Leute in ihrer Umgebung „ungefesselt“ zu fotografieren, verzichte ich auch auf Stative oder sonstige Hilfsmittel, um die Kamara zu fixieren. Dafür reichen mir die ISO 800 (SS/SR = LW10 – Blende 4 1/500 s; Lagerfeuer LW6 – Blende 2 1/125 s) des Kodak Portra bestens aus, zumal der Portra 800 über eine höhere Sättigung der Farben im Vergleich zum Portra 160 verfügt. Der Kodak Portra 160 (Strand = LW 15 – Blende 8 1/500 s; Regen = LW 12 – Blende 5,6 1/125 s; Blue Hour = LW 10 – Blende 2,8 1/125 s) bleibt aber auf Reisen – sowohl als KB oder MF Farbnegativfilm – mein Favorit; und soweit möglich unter Einsatz eines kleinen Tischstativs zur horizontalen sowie vertikalen Ausrichtung der Kamera – insbesondere bei Architektur- und Landschaftsaufnahmen.

    • Jolomy sagt:

      Die Verblassungen höherer ISO Einstellungen bei Digitalkameras zeigen die Beispiele hier: http://www.messsucherwelt.com/?page_id=1683
      Ein Sensor im Kleinbildformat bietet (mathematisch) bis zu 10 Blendenwerten an Belichtungsumfang bei einem 14 Bit A/D-Wandler an, wenn die native ISO Empfindlichkeit verwendet wird. Für meine DSLR sind das nur ISO 50 (Low) – also die Empfindlichkeit eines Fujichrome Velvia 50. Bereits bei ISO 100 geht eine Stufe an Dynamik verloren. So stehen bei ISO 800 nur noch 6 Blendenwerte als Belichtungsumfang zur Verfügung; der Kodak Portra 800 schafft zum Vergleich rund 12 Stufen bei vollem Farbumfang!
      Gerade bei Schnappschüssen von Leuten im Restaurant herrschen oft sehr hohe Kontrastumfänge, die eine präzise Belichtung erfordern. Und die Wahl der Perspektive wird zur Herausforderung, denn eine Gruppe am runden Tisch mit Blende 2,8 und 1/60 sec. (LW=6) freihand aus circa 3 Metern Abstand mit einem 35 mm WW fotografiert, bietet nur eine (zu) geringe Schärfentiefe bei einem Zerstreuungskreis von etwa 20 µm Durchmesser auf Film. Digital fiele der Übergang von scharf auf verschwommen sogar noch steiler aus.
      Auch für Landschaftsaufnahmen, die auf Fotopapier ausbelichtet werden, favorisiere ich ISO 50 bis ISO 100 (Sensor & Film) für satte Farben, möglichst ab solidem Stativ.

Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail wird nicht veröffentlicht.

Folgende HTML-Tags und Attribute dürfen verwendet werden:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

© 2017 - Messsucherwelt

Powered by WordPress - Built by ThemeShift