Lasershow am Hermann: ISO-Orgie im Teutoburger Wald

Lasershow am Hermann: ISO-Orgie im Teutoburger Wald

Kommentare

  
  1. Lars sagt:

    Hallo Claus,

    eine tolle Serie hast Du da zusammen gestellt. Leider habe ich dieses Event verpasst, werde mir diese Show aber für das nächste Jahr merken.

    Ich hatte bisher nur die Gelegenheit die Leica Monochrom zu testen. Bin aber immer verwundert, wie man mit dem Messsucher so knackscharfe Bilder inbekommt. Ich muss mir die glaube ich noch einmal leihen 😉

    Viele Grüße

    Lars

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Hallo Lars,

      knackscharfe Bilder mit dem Messsucher… da war’s kinderleicht, war sowieso alles auf Unendlich. Ansonsten – eindeutig Übungssache.
      Ich denke, ich habe hinlänglich bewiesen, dass manuelles Fokussieren innerhalb bestimmter Grenzen kein Problem ist (ein gewisses persönliches Geschick vorausgesetzt).
      Allerdings gibt es einige, die ganz anderer Meinung sind. Entweder, weil sie es zu mühsam finden, oder weil sie es eben nicht geregelt kriegen… welch Letzteres die selten zugeben. Für die ist dann eben pauschal die Kamera Schrott oder veraltete Technik.

      Fokussieren hin oder her, die Dateien aus Leicas (sei es M, SL, S oder Q) sind megascharf. Einerseits natürlich wegen der High-End-Objektive, andererseits wegen des fehlenden Moiré-Filters vor dem Sensor. Kameras, die in der Liga spielen, kann man an den Fingern einer Hand abzählen.

      Viele Grüße,

      Claus

  2. Kai sagt:

    Lieber Claus, da währe ich gern dabei gewesen. Die Bilder sind wirklich schön, fast schon grafisch. Ich würde aus Interesse gerne einmal die Bilder der Menschen sehen, die mit Stativ fotografiert haben, vielleicht auch mit Tele. Ganz unvoreingenommen.
    Aber wir wissen auch, quer durch alle Fraktionen mit Leicas, Canons und Co, mit oder ohne Stativ- nur ein verschwindender Bruchteil wird an Motiven eingefangen, die man als solches brauchen kann.
    Ja, mit den Deplatziert fällt mir ein, dass ich aus Spaß mitunter einfach mal die Minilux mit zu dem ein oder anderen Pressetermin genommen habe und so für Irritationen sorgte. Habe sogar vor zwei Jahren damit ein Kurzportrait einer Schauspielerin gemacht. Weniger ist oft mehr.
    Manchmal wertet man sich auch mit seiner Ausrüstung gefühlt auf- nicht die anderen tun es, sondern man selbst. Andere fahren ein SUV mit breiten Reifen, in diesem Fall wird Ausrüstung mitgeschleppt in der unausgesprochenen Botschaft „Bitte bitte, beachte mich!“ Mit der Leica M ist man im Alltag so schön unsichtbar, mit kommt es entgegen, weil ich einfach nicht auffallen mag.
    Den Stativen zum Trotz hat mich Dein Artikel aber dazu inspiriert, einmal einen Artikel über mein Stativ-Leben zu schreiben, das werde ich die nächsten Tage mal angehen. Da gibt es nämlich vier, die mir ans Herz gewachsen sind. Drei davon von….:-) und das Berlebach Mini.
    Was mit an diesem Artikel neben der ISO-Orgie aber auch nochmal bewusst geworden ist, es ist auch eine (Entschuldigung für diesen frevelhaften Ausdruck) Knipsorgie. Mehr als 300 Bilder und wieviel hätten in Wirklichkeit gereicht? Ist das manchmal zu wenig Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten? Ist es, dass man für sich sein Bild noch nicht gefunden hat? Sobald ich meine digitale Fuji in die Hand nehme, bin ich nicht anders, manchmal ist es wohltuend, analog den letzten Film in der Kamera zu haben und zu wissen, noch sechs Bilder, dann ist Schluss. Ich werde dann viel sorgsamer in der Auswahl. Was die Akku-leistung betrifft, beneide ich Dich, meine Fuji ist da, obwohl neu, eine Enttäuschung. Aber gerade gehen wieder 10 analoge Bilder ins Labor und es währe spannend, eine solche Schau analog zu fotografieren….
    Liebe Grüße

    Kai

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Lieber Kai,

      das habe ich auch gedacht, ich hätte gern mal die Ergebnisse der anderen gesehen. In den Vorjahren fand ich manchmal etwas auf der Facebookseite von Light Art, Fotos von gelinde gesagt zweifelhafter Qualität, aber die waren da schon deshalb, weil man die für gut hielt. Im Vergleich zu denen war es dann gar nicht so seltsam, dass der Geschäfsführer von Light Art, der meine Bilder damals (schon die von vor zwei Jahren) im Netz gefunden hatte, mich voller Begeisterung kontaktierte und darum bat, sie zu nutzen. Das klingt so, als müsste mein Kopf bald so anschwellen, dass er durch keine Tür mehr passt, ich verstehe es auch nicht: Da sind hunderte von Fotografen, teilweise Profis – und das kommt dabei heraus?

      Nebenbei: Mein Freund Manfred (mit der Canon 5D Mark III) hat mit einem lichtstarken 35mm-Objektiv ebenfalls sehr gute Aufnahmen gemacht. Dabei ist die Mark III noch nicht mal so ein ISO-Monster. Daraus schliesse ich: Man muss einfach wissen, was man tut. Die meisten dort hatten gute Kameras, aber auch irgendwelche Standard-Zooms davor. Das ist wie der Mühlstein auf dem Ferrari, um die Bodenhaftung zu verbessern…

      Was Stative betrifft: Man darf nicht denken, dass ich nichts von Stativen halte, im Gegenteil, auch ich habe ein „Stativleben“! Landschaft, Langzeitbelichtungen, Feuerwerk, Gewitter, usw. In den zwei Jahren vorher hatte ich auch eins dabei, aber schon letztes Jahr mit der Q hat mich das Ding nur behindert, nach einer halben Stunde habe ich es unter eine Hütte gelegt. Es wäre durchaus o.k., mal eine längere Belichtung zu machen, aber das war mir das Mitschleppen einfach nicht wert. Zumal ich mit der Q 1/4 Sekunde und länger aus der Hand machen kann.

      Die Menge an Bildern… du hast völlig recht, eindeutig übers Ziel hinausgeschossen. Allerdings kann man während der Show nicht wirklich im richtigen Moment abdrücken, der ist dann nämlich schon vorbei. Also macht man ein Foto nach dem anderen. Ich habe also noch zirka 200 ebenso gute Fotos, wie die, die ich gezeigt habe. Klarer Fall von „Overachieving“. Das mit dem analog fotografieren habe ich übrigens auch schon gedacht. Vielleicht nehme ich nächstes Jahr mal meine M2 geladen mit einem hochempfindlichen Farbfilm mit.

      Liebe Grüße,

      Claus

      • Jolomy sagt:

        „… ich hätte gern mal die Ergebnisse der anderen gesehen …“
        Warum ich möglichst Stative für das Belichten von Filmen und CMOS/CCD Sensoren verwende, kommentierte ich bereits im PhotoBlog@stylogram.de – ein Beispiel für die Ergebnisse der anderen (publizierenden) Fotografen findest du hier:
        http://www.antarktis-arktis.de
        Gut Licht (mit und ohne Stativ) wünscht Jolomy!

        • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

          Lieber Jürgen,

          ich möchte (noch mal) betonen, dass es hier nicht um den Einsatz von Stativen geht. Selbstverständlich benutze ich es bei bestimmten Gelegenheiten. Andererseits sollte vielleicht inzwischen meine Vorliebe zu minimalistischer Ausrüstung herübergekommen sein. Ich weigere mich, mit Stativ im Kanu, bei Bergwanderungen oder auf dem Mountainbike loszuziehen! Bei Reportagen, Städtetouren oder Events ist so ein Ding mehr als hinderlich. Wenn ich dagegen morgens an der Weser den Sonnenaufgang fotografiere, stelle ich brav mein Stativ auf.

          Den Kommentar in Stylogramm habe ich gelesen (sehr dogmatisch…), daran ist im Prinzip nichts auszusetzen. Allerdings lässt du die Bildstabilisierung ausser acht, die absolut verwackelungsfreie Fotos aus der Hand ermöglicht. Zum anderen kann ich dir versichern, dass es in dieser Lasershow keine statischen Momente gab, die eine Belichtung von mehr als einer halben Sekunde sinnvoll gemacht hätten. Da würde man 99% von dem verpassen, was da wirklich stattfindet, und nur Schlieren auf dem Foto haben! Ich denke, ich kann das beurteilen, nachdem ich nun das dritte Mal dort war (und zweimal ein Stativ mit hatte, das mir nichts brachte).

          Das mit dem Link habe ich nicht ganz verstanden (ich glaubte, dort Bilder von anderen zu sehen, die am Hermann waren). Dass ein Hobbyfotograf, der mit Brennweiten bis zu 600mm arbeitet, ein Stativ braucht, ist sonnenklar.

          Liebe Grüße,

          Claus

          • Jolomy sagt:

            Hallo Claus,
            meine Kommentare in PhotoBlogs verfasse ich nicht um Kritik an den Artikeln, Exponaten oder den Autoren zu üben, sondern ich bemühe mich um Lösungen zu den diskutierten Themen. Anders als im bilateralen Dialog – etwa per eMail mit „persönlichem“ feed back – fällt es mir jedoch schwer, für alle Leser des Blogs treffend (Empfänger orientiert) zu formulieren.
            In Achims Photo Blog werden zahlreiche Aspekte zur Fotografie sehr kompetent erläutert. Dabei gibt er – in den Tiefen seines Blogs – auch einen Einblick auf Basis seiner Erfahrungen (Film und Sensor) im Umgang mit schwierigen Lichtverhältnissen …

            Viel Spaß (mit oder ohne Stativ) beim Fotografieren,
            wünscht Jolomy

  3. Thomas sagt:

    Hallo Claus,
    wieder sehr schöne Bilder von dir.
    Super vielen Dank.
    Die Leica Q habe ich jetzt schon einige Zeit und würde gern jetzt die Leica M probieren.
    Ich stehe vor der Frage M 240 oder doch die M10.
    Da du ja die 240 hattest, wollte ich dich fragen, was kannst du mir raten, gibt es große Unterschiede in der Bildqualität oder würdest mir zur M10 raten?

    Lieben Gruß
    Thomas

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Hallo Thomas,

      sehr heikle Frage, M240 oder M10. Rational betrachtet ist ein Unterschied in der Bildqualität bei normalen Aufnahmebedingungen marginal, nicht sichtbar. Erst bei Low-Light, bei höheren ISO-Werten wird es evident. Die M240 ist bis ISO 3200 o.k. (ich habe sie auch schon ohne Probleme mit 6400 eingesetzt), die M10 bis ISO 12500 (und ggf. auch höher). Dabei geht es nicht nur um das Rauschverhalten, sondern auch um die Dynamik. Aber das kannst du in jedem Review lesen. Du musst dich ganz einfach fragen, wie oft du quasi im Dunkeln fotografieren willst.

      Mit der M240 habe ich vier Jahre lang eine Menge Bilder gemacht, die sich nicht vor dem verstecken müssen, was aus der M10 kommt. Was mich jetzt an der M10 begeistert, ist mehr emotionaler Natur. Die Simplifizierung des Interface, die Haptik (sie fühlt sich wie meine M6 an). Die Sensordynamik ist natürlich willkommen. Verbesserte Live-View-Funktionen, Schnelligkeit. Für mich gibt es kein zurück von der M10, darum fällt es mir schwer, die M240 zu empfehlen. Dabei ist es nach wie vor eine tolle Kamera. Mit Video.

      Zu bedenken ist allerdings auch die Verfügbarkeit: Ich weiss nicht genau, wie lange die aktuelle Lieferzeit für die M10 ist (in den Stores wird von 3-6 Monaten gesprochen), an eine M240 oder M-P kommt man sofort.
      Mach dir auf jeden Fall bewusst, dass das Fotografieren mit einer M sich sehr stark von dem unterscheidet, was du von der Q gewohnt bist. Schon das manuelle fokussieren kann frustrierend sein. Man muss schon bereit sein, Abstriche im, nennen wir es „Komfort“, zu machen. Wahrscheinlich ein überflüssiger Hinweis, vermutlich ist dir das durchaus klar.

      Viel Erfolg bei der Entscheidungsfindung, liebe Grüße,

      Claus

    • Martin sagt:

      Hallo Thomas,

      was evtl. noch erwähnt werden sollte, ist der verschiebbare Mess- und Fokuspunkt. Dieses macht – sofern man wie ich dazu neigt – die Stativarbeit effizienter und wäre für mich ein „pro“ für die M10.

      Dennoch bleibe ich bei meiner M-P (240), welche ich mir vor fast genau einem Jahr gekauft habe. Der Verlust durch Verkauf und Neukauf ist mir hier zu hoch. Und tatsächlich vermisse ich eigentlich fast nichts.

      Angesichts der wohl langen Wartezeiten würde ich mich dann heute noch für eine M (240) entscheiden.

      Eines kann ich mittlerweile auch bestätigen, was ich vor dem Kauf der M (240) oft gehört aber nicht vermutet hatte – sie bereitet absolute Freude, macht süchtig … So überlege ich z. B. noch mir eine gebrauchte analoge M zu kaufen …

      Herzl. Grüße,
      Martin

  4. Jürgen sagt:

    Hallo Claus,
    war schön, zu dritt mit verschiedenem Equipment dabei zu sein. Man darf den neuen Leica M10-Sensor leider nicht mit dem alten Fuji X-E2-Sensor von 2013 vergleichen. Da liegen in der Entwicklung – unabhängig von der Sensorgröße – schon wieder Welten zwischen.
    Bei normalen Lichtverhältnissen fällt das nur wenig auf. Aber bei so grenzwertigen Situationen macht sich das dann doch bemerkbar.

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