Die M9 – immer noch cool!

Die M9 – immer noch cool!

Kommentare

  
  1. OpDraht sagt:

    Bzgl. der Kritik der schnellen (oft innovativen) Modellzyklen anderer Hersteller sollte man der Ehrlichkeit halber aber auch erwähnen dass bei der Konkurrenz Bugs i.d.R ebenso schnell gefixt werden, während man bei der Leica M10, stand heute, immer noch darüber diskutieren muss warum sie mit vielen Speicherkarten nicht zuverlässig will (…und die in anderen, anspruchsvolleren, da schneller schreibenden Kameras problemlos laufen).

    https://www.l-camera-forum.com/topic/268663-sd-card-compatibility-issue/

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Das kann man sofort ehrlich zugeben, aber das war hier nicht das Thema. Modellzyklen sind eine Sache, Bugfixes eine andere. Die Trägheit Leicas in dieser Hinsicht ist bekannt. Andererseits geht es hier nicht um Leica vs den Rest der Welt. Man kann wohl kaum unter dem Begriff „die Konkurrenz“ pauschal alle anderen Hersteller zusammenfassen. Der Umgang mit Bugs wird von jedem anders gehandhabt.
      Und ob ein neues Modell „innovativ“ ist, kann jeder für sich selbst entscheiden. Ich zweifle den Fortschritt gar nicht an… wenn wirklich einer da ist.

      • Jolomy sagt:

        „Die 18 Megapixel der Kamera (ohne AA-Filter) gepaart mit einem Summicron-Objektiv stellten alles in den Schatten, was die Canon mit 21MP liefern konnte.“
        „Andererseits geht es hier nicht um Leica vs den Rest der Welt. Man kann wohl kaum unter dem Begriff „die Konkurrenz“ pauschal alle anderen Hersteller zusammenfassen. Der Umgang mit Bugs wird von jedem anders gehandhabt.“
        Die Modelle der Wettbewerber in vergleichbarer „Preisklasse“ bieten standardmäßig mehr Redundanz i.S. Speicher und Energie an! Weiterhin beschleunigen ZWEI CPUs die Steuer- und Speichervorgänge spürbar!
        Das alles ändert nichts an der Faszination, die von dem optisch-mechanischen Meßsucher, der aus insgesamt 104 Teilen (M6) besteht, ausgeht! Nach einer langen Reise sollten allerdings die latenten Fotos (RAW/JPEG Files) auch zur Präsentation zur Verfügung stehen, sonst war das Fotografieren doch vergebens, oder?

  2. Kai sagt:

    Ja, all das habe ich voreingestellt. Aber, und da kommt die Faszination für die Kombination Leica-Objektiv und Kodak Portra zum Tragen, die Bildwirkung in meinen Augen ist mit letzterem eindeutig anders, die Bilder wirken plastischer, tiefer, ausgewogener. Das ist ja auch der Grund, warum ich so gerne mit Leica fotografiere und Claus irgendwie schon den Sensor der M 9 vermisst.
    Die Aufnahmen mit der Fuji wirken plakativer von den Farbprofilen und irgendwie flacher. Ich weiss nicht, wie ich es richtig ausdrücken soll. Das hat beides seine Berechtigung, ist immer eine persönliche Geschmackssache.
    Als ich letztes Jahr die ersten Bilder unseres Babys mit der analogen Leica machten, mochte ich die Bilder auf Anhieb. Die Bildabzüge mit der Fuji wirkten, als wäre ich Vater einer Porzelanpuppe.

    Was ich auch immer wieder faszinierend finde, sind die Forderungen nach mehr MP in den einschlägigen Mediamarkt-kompatiblen Foren. Fürs Internet, wo gefühlt die meisten Bilder landen, muss man sie wieder extrem klein machen. Wenn ich 1500 Punkte wähle, ist die Datei eigentlich schon zu groß. Da wird immer geschrieen, wie rückständig Leica sei, dabei tut die Marke gut daran, diesen Proll nicht mitzumachen.

  3. Jolomy sagt:

    „Natürlich hat es auch was damit zu tun, dass ich viele Jahre analog fotografiert hatte und etwas wiederfand, dessen Verlust mir gar nicht bewusst war: Die Einfachheit. Blende, Belichtungszeit, ISO – Fertig. “

    Die Reduktion auf die wesentlichen Bedienelemente läßt mich immer wieder zur Leica M mit einem Standard WW bestückt greifen – mit einem Minimum an Zeitverlust zwischen dem Erfassen des Motivs und dessen Umsetzung in eine Aufnahme.
    Für alle anderen, eher ruhigen Szenen bevorzuge ich jedoch die Komposition an einer möglichst großen, optischen Einstellscheibe (Mattscheibe) – idealerweise ab Stativ, um formatfüllend mit freiem Blick auf das Motiv zu fotografieren .

  4. Kai sagt:

    wohl wahr, lieber Claus. Und da erinnere ich mich an ein Zitat, ich meine es ist von Kant: „Die Meinung des Meinenden ist eine vermeintliche. Man meint nur, dass man meint. In Wirklichkeit ist man das Opfer seiner soziokulturellen Determinanz.“ Man muss schon dumm und denkfaul sein, solche PR-Texte ungefiltert zu übernehmen.
    Zur Leica, ich finde, die Objektive allein haben einen nicht nachzuahmenden Look, da ist es fast gleich, mit welcher M man etwas aufnimmt.
    Ich kann es gar nicht richtig beschreiben, aber zumindest bei mir würde ich sofort die Bilder der M-Objektive mit denen einer anderen Marke unterscheiden können. Und das schon in kleiner Darstellung. Wenn ich noch einmal eine digitale Kamera kaufe, wird es eine M. Vielleicht sogar eine M9, wenn ich weiß, wie lange die Sensoren verfügbar sind. Die Bilder, die ich gerade verarbeite, sehen irgendwie so künstlich aus. Und das meine ich ganz unbezahlt und ohne Bashing. 🙂 Und ich komme auch immer wieder auf den optischen Sucher zurück. Diesen Monat habe ich allein etwa 700 Aufnahmen mit dem elektronischen Sucher gemacht, es strengt die Augen einfach an. Da ist Leica einfach mal nicht zu toppen mit seinem optischen Sucher, ob es den Depris und Co passt oder nicht. Und Sony kann von mir aus täglich eine Meldung auf den Markt werfen, von denen kommt mir einfach nichts ins Haus.

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Amen! 😉

      lg

      Claus

    • Jolomy sagt:

      „Die Bilder, die ich gerade verarbeite, sehen irgendwie so künstlich aus.“

      Der Kanten- oder Saumeffekt digitaler Bilder inklusive weiterer sichtbarer Artefakte lässt sich wie folgt abstellen:
      1. Die komplette Abschaltung der Scharfzeichnung (NULL),
      2. den Kontrastregler vor der Belichtung auf Minimum einstellen.
      Am Rechner die Farbkontraste und Tonwerte der RAW oder JPEG Vorlagen motivgerecht adjustieren und beispielsweise ein 4.000×6.000 Pixelfoto – OHNE jegliche Scharfzeichnung (Unscharf Maskieren) – NUR bikubisch auf 1.200×1.800 Pixel für eine 10×15 cm Postkarte (1.365×2048 für ein iPad Retina Display @264ppi) verkleinern.
      Wichtig beim Laserdruck der Postkarte:
      Automatiken am Terminal DEAKTIVIEREN!

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