Street-Fotografie – Eine juristische Grauzone

Street-Fotografie – Eine juristische Grauzone

Kommentare

  
  1. Hallo Claus
    Danke für deinen Bericht. Auch hier in der Schweiz könnte es Probleme geben. Aber Thomas Leuthard, einer der bekanntensten “Strassenfotografen” betont immer, wo kein Kläger, kein Richter. Er hatte aber noch nie solch einen fall uns sonst, halt einfach löschen. Ich empfinde aber gleich, wenn es um Reportagen wie z.B. dein Flohmarkt geht. Ich denke auch immer, wie ein Kriegschauplatzreporter arbeiten würde oder ein Zeitungsreporter, der eine Demo fotografiert, müsste er immer die Leute fragen, ob dies OK sei. Dies nur so am Rande. Ich halte es in der Schweiz so, dass ich diese Bilder so Allgemein wie möglich halte und trotzdem das drauf habe was ich möchte (siehe Beispiel “Bad Omen” unter meinen Streets, gemacht mit der M10) und, falls wirklich mal jemand nachfragt, das Bild zeigen und anbieten, es per Mail zuschicken. In England hingegen gibt es zum Glück bisher in dieser Richtung keine Einschränkungen. Wie du schön sagst, vorher fragen macht die ganze Szene kaputt.
    Ich denke aber, dass es den meisten Leuten egal ist, sie es gar nicht wahrnehmen. Die Ausnahme bestätigt aber die Regel. Es sind meist eh ein paar verstaubte Politiker, welche sich mein Mikadospiel im Büro beschäftigen und der, der verliert, irgend einen neuen Blödsinn ausdenken darf. Man denke da zum Beispiel an die Reglementieren, wie eine Banane gekrümmt sein muss oder wie lang und gerade eine Gurke sein sollte…..

  2. AvatarJolomy sagt:

    Zu meinem Zweitgehäuse gab es ein Buch (Leica M, Hohe Schule der Fotografie) dazu. Im ersten Kapitel meint der Verfasser treffend:
    “… Natürlich verlangte die Fotografie auf Tuchfühlung, damals wie heute, eine besonders stark ausgeprägte Persönlichkeit des Fotografen. Schließlich ist er es, der auf sein Motiv zuzugehen hat. Völlig offen, nicht hinterhältig. Er wird weder gerufen, noch läßt er bitten. …”
    “… Die Meßsucher-Kamera drängt den Fotografen, sich quasi aus dem Zentrum heraus zu artikulieren. …”
    Solche Szenen fange ich auch heute noch mit meinem Summicron-M 1:2/35 mm unter Verwendung von höher empfindlichen Filmen (Ilford HP5 Plus oder Kodak Portra 160/800) ein. Alles ohne Stativ und soweit vertretbar mit Blende 8, was einer hyperfokalen Distanz von 5 Metern entspricht und etwa bei einer Distanz von 3 m rechnerisch 519 cm an Schärfentiefe rund um die Fokusebene bei einem Zerstreuungskreis von 30 µm als Puffer bietet. Gerade beim Kleinbildformat bemühe ich mich aus Qualitätsgründen formatfüllend zu belichten, um später Ausschnittsvergrößerungen oder sonstige geometrische Korrekturen bei der Ausbelichtung zu vermeiden.
    Für lebendige Schnappschüsse bleibt die Leica M mit optischem Meßsucher und WW Optik für mich seit über drei Jahrzehnten die erste Wahl …

  3. AvatarMartin sagt:

    Hallo Claus,

    was das Post Processing angeht, so gehe ich wie von Dir beschreiben bei solch einer Art der Aufnahmen auch vor. Hier wird relativ wenig an den DNG geändert. Bei Fotografien welche nach anderen Gesichtspunkten – so der künstlerischen Gestaltung – in schwarzweiß umwandle, bediene ich mich durchaus noch dem Silver Efex II wie von Dir mal beschrieben vor. Jedoch findet das bei Bedarf dann in einem Gesamtentwicklungsprozess mit LR und PS statt. Hier geht es mir dann um das Herausarbeiten von Nuancen. Nun diesem Punkt haben wir sicherlich unterschiedliche Sichtweisen und Ansätze, welche beide ihre Berechtigung haben. In allen meiner eigenen Herangehensweisen des Fotografierens stelle ich Überglücklich fest, mit der M-P (240) die richtige Kamera einzusetzen. Sie läßt mich nichts, absolut nichts, vermissen! ☺️

    Und zur Stereofotografie läßt sich wohl wirklich nur raten, vorsichtig mit den Fotos umzugehen. Ich sehe dass wie Du und kenne auch den aktuellen Prozess wie benannt. So passiert es auch relativ selten, dass auf meinen Fotos wie im aktuellen Blogbeitrag Personen zu sehen sind. Hier erfolgte die Zustimmung durch direkten Blickkontakt und einem freundlichen “Abnicken”, gefolgt von einem Obulus.

    Abschliessend muss ich doch ernüchternd feststellen, dass ich wohl entschieden zu wenig fotografiere. Auch zwei Sekunden komme ich noch nich 😉

    Herzliche Grüße,
    Martin

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