Falsche Propheten

Falsche Propheten

Kommentare

  
  1. Stefan sagt:

    Vielen Dank für diesen interessanten Beitrag und die Kommentare. Ich habe mir das Kaufmann-Interview angesehen – ähnlich clever handelte einst der Geschäftsführer eines Küchenherstellers. Über seinen Arbeitgeber – die Firma bulthaup – sagte der damalige Geschäftsführer in der FAZ „Wir wollen der Porsche der Möbelhersteller werden”. Autsch.

  2. Matthias Schaad sagt:

    Lieber Claus
    Auch ich bin bei in meiner kaum stillbaren Neugier auf diesen Dänen gestossen.
    Ironie on: Sitzt der doch in seinem Schlösschen und blabbert oder nuschelt durch seinen grauen Bart in Farbe und Schwarz-Weiss irgendwelche Weis- und Unweisheiten in seinem „Däenglisch“ über seine…. lassen wir das Punkt. Ironie off.
    Hatte mich das komische rumpeln und grummeln im Magen nicht getäuscht. Ich will Ihn nicht schlecht reden, aber … lassen wir das. Du zeigst uns hier was, das Hand und Füsse hat und nicht nach „vollen Windeln“ riecht und dir darf man dazu Fragen stellen, ohne das Gefühl zu haben, dass du bei jeder verkauften Fuji und Leica eine fette Provision bekommst (auch wenn ich die dir gerne gönnen würde).

    • Matthias Schaad sagt:

      Nachtrag. Wunderbare Reiseberichte, die ich jederzeit gerne lese und anschaue. Meine Frau und mich zieht es aber meistens gen Norden (England, Wales, Schottland), obschon ich in Norditalien ein Häuschen habe.

      • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

        Bin auch Skandinavien-Fan (spreche leidlich gut Schwedisch), in den nächsten Jahren geht es wieder nach Norwegen oder Schweden. Die letzen Jahre war es mehr der Süden Europas. Schottland und Irland stehen auch ganz oben auf der „to-do-Liste“!

        • Huh ja, die Nordländer. Ich möchte mal mit einem Schiff (weniger Touristenshipper) in die Fjorde. Irland steht seit Jahren auf dem Plan, aber ich bleibe immer irgendwo in UK hängen und sage, das nächste Mal. Im 2015 haben meine Frau und ich mal ein paar „das nächste Mal“ besucht und, wie kann es anders sein, wieder ein paar mehr gefunden. Frankreich hätte, wie du immer so schön zeigst, auch noch ein paar ganz schöne Plätze. Das schaffe ich vor meiner Pensionierung aber nicht alles. 🙂

  3. Hans sagt:

    danke für die Information über diesen Overgaard.
    War mir so auch nicht bewußt. Habe nur gstutzt über seinen kläglichen Nicht Test der M 262 und das immer gleiche komische Model für seine gefakten Workshops. Sein Lightroomtutorial ist auch ein überteuertes Blabla. Mit der Info des Sektenhindergrunds könnte man schon fast schmunzeln über die Typen auf seinen Fotos. Aber unter dem Namen Leica solch einen Betrug zu veranstalten ist mehr als übel.
    Ich schaue mir immer gerne Ihre Fotos von Südfrankreich/Ardeche/Barjac an. Bin dort seit 30 Jahren auch mit Leica M un Q unterwegs. Ausgangspunkt Mirabel bei Aubenas.
    Benutze gern dieM gerade bei schnellen Tanzbewegungen auf Bühnen mit dem 0,95/50ger. oft sogar mit ND Filter um „Rauschen“ zu haben. Null Nachbearbeitung. Es gibt für mich nichts besseres! Leider ist man von Nikon/ Canon/ Sony und leider auch Fuji (hatte ich und fands farblich daneben) so eine Bildsoße gewohnt, weil das in allen Zeitungen und im Web fast nur mit diesen Produkten fotografiert wird.

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Nachdem ich jetzt schon mehrere solcher Rückmeldungen auch per E-Mail hatte, bin ich froh, dass ich die „Overgaard-Affäre“ mal thematisiert habe, weil man vor solchen Zeitgenossen zumindest gewarnt werden muss. Was dann jeder für sich mit der Information anfängt, ist seine Sache. Tatsächlich kann man dann natürlich einige Inhalte seiner Webseite ganz anders zuordnen, das bekommt sogar einen gewissen Unterhaltungswert…
      Persönlich fände ich es nicht schlecht, wenn Leica sich etwas deutlicher distanzieren würde, aber vermutlich ist die „Nichtbeachtung“ die diplomatische Lösung der Wahl.

      Schön, mal von jemandem zu hören, der auch mit Leicas an der Ardèche unterwegs ist. Nach Aubenas zieht es mich immer, wenn dort Wochenmarkt ist (immer Samstags), jede Menge Motive. Letztes Jar war ich stattdessen mal in Uzés (eine knappe Stunde Fahrt dorthin), aber auch ein sehr grosser Markt und eine schöne Altstadt. Dann ist da natürlich noch die Landschaft… aber wem erzähle ich das. Meine Geschichte dort geht auch über dreissig Jahre zurück.

      Aus Ihrer Mailadresse schliesse ich, dass sie mit „Tanz“ zu tun haben und ich stimme Ihnen zu, dass die besten Tanzfotos sicher nicht die „eingefrorenen“ Aufnahmen sind, sondern die mit Bewegungsunschärfe. Dabei die richtige Balance zu haben (zwischen zu unscharf und gerade richtig) ist eine hohe Kunst! Dabei gibt das offenblendige den 3-D-Look. Wer dann noch das Noctilux fokussieren kann, dem braucht man über Messsucher nichts mehr beizubringen 🙂

      Viele Grüße,

      Claus

  4. Kai sagt:

    Lieber Claus,
    auch Dir ein gesegnetes Neues Jahr. Herzlichen Dank für ein klares Statement. Ja, auch ich bin über Thorsten Overgaard gestolpert und entdeckte entsetzt seine Bildreportage über diese Sekte während des Tsunamies. Doch betrachtet man diese Bilder einmal von Inhalt, entlarvt sich hier entgegen der Absicht Thorsten Overgaards diese Sekte auch unrühmluche Art und Weise selbst. Denn während aus aller Welt Menschen Verletzte und Leichen bargen, Schutt zur Seite räumten und eine Infratsruktur aufbauten, zeigt seine Bilderserie, wie diese Sekte nichts anderes tut als in dieser Situation auf Kundenfang zu gehen.
    Da bin ich dann in Gedanken bei den Reportern, die ihr Leben aufs Spiel setzen, um aus den Herzen gefährlicher Krisenregionen Bilder zu machen, die aufklären und nicht seltem zum Handeln zwingen. In der Flüchtlingskrise war es das Bild eines angeschwemmten Kindes am Strand, was viele zu Handeln bewog. Ich erinnere mich immer wieder an das nackte Mädchen, was nach einem Napalmangriff in Vietnam schwer verletzt um sein Leben rannte- ein Bild, was innenpolitisch erheblichen Einfluss hatte auf die weitere Kriegspolitik gegen Vietnam.
    „Suchet der Stadt bestes“, so steht es in der Bibel, vielleicht könnte man auch sagen:“Mach das beste daraus“. Also nimm Deine Kamera und nutze dieses Werkzeug, um es mit Deinen Fähigkeiten sinnvolles zu tun. Diene namit Deinem Nächsten. Thorsten Overgaard kann schon toll fotografieren, finde ich, aber der Teufel kennt ja auch die Bibel am besten. Bilder werden nie nur den reinen abgelichteten Inhalt transportieren, sonder sie erzählen mindestens genauso über die Intention des Fotografen. Ein gutes Bild, ein vom Inhalt wirklich gutes Bild ist unabhängig von Filmkorn und Dynamikumfang, es lebt von seiner Aussage und es zeigt die Haltung des Fotografen. Es zeigt, wie gefühltvoll, wie respektvoll er seinem Motiv begegnet ist. Ein gutes Bild zeigt, dass die einzige Motivation das Motiv selbst ist. Wie großartig sind Menschen, die damit Unheil und Unrecht aufdecken und dabei mitunter ihr eigenes Leben riskieren, mitunter gar verlieren. Oft, aber nicht nur, entstehen auch heute noch solche Bilder mit einer Leica. Nicht das Instrument oder die Marke sind heilig, aber was wir daraus machen, kann es sein.
    In diesem Sinne wünsche ich mir ein 2017 mit Bildern, die ein klares Statement, eine klare Haltung erkennen lassen, unabhängig von Likes und Loben.

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Lieber Kai,

      zweimal vielen Dank, erstens für die guten Wünsche zum Neuen Jahr, die ich hiermit herzlich erwidere, und zweitens für den ausführlichen Kommentar, den ich so unterschreiben würde.

      Ebenso wie du habe ich nichts gegen T.O.’s fotografisches Können einzuwenden (obwohl das andere in bester Troll-Manier schon aus Gehässigkeit taten), aber ich habe eine ganze Menge gegen die Leute, für die er arbeitet. „Der Teufel kennt die Bibel am besten“, genial, muss ich mir merken!

      Bei deinen Ausführungen über die Bildaussage bin ich ebenfalls in deinem Lager (und habe das oft schon in ähnlichen Worten im Blog geschrieben). Die Bildqualität als solche ist das niedrigste Kriterium für ein Reportage-Foto (solange es authentisch bleibt). Von mir aus kann es aus einer Fischer-Price-Spielkamera kommen oder so einem Wegwerf-Ding von Fuji. Das viele wichtige Bilder aus dem letzten Jahrhundert aus Leicas stammen, kommt natürlich davon, dass diese lange Zeit die Standard-Kameras für jeden Bildreporter waren. Wenn ich meine M3 in die Hand nehme, kommt kein Zweifel auf („built like a tank“), warum das so war.

      Und zuletzt bleibt die traurige Tatsache, dass Bilder manipulieren. Es ist immer gut zu wissen, aus welcher Quelle Bilder kommen und welche Intention die Leute haben, die sie veröffentlichen. Darum ist es wichtig, sich klar zu machen, dass Overgaard für Scientology arbeitet.

      Liebe Grüße,

      Claus

  5. René Güttinger sagt:

    Hallo Claus,
    obwohl selber auch nicht institutionalisiert religiös und auch keinem Propheten hörig, war ich vorgestern auf dem Dachboden einer Klosterkirche und habe mit meiner MP_240 verstaubte und dort eingelagerte Heiligenfiguren fotografiert. Einfach der speziellen Stimmung und des metaphorischen Charakters wegen (Jesusfigur, verstaubt und voller Spinnenfäden). Ich erlaube mir, Dir dann noch einige Beispiel separat per E-Mail zu übermitteln, im Sinne eines Gedankenaustauschs.
    Von Deinem neusten Essay „Falsche Propheten“ war ich überrascht. Nicht des Inhalts wegen (mir war die Mitgliedschaft von T.O. bekannt), sondern wegen der Tatsache, das die Zugehörigkeit von T.O. zu Scientology offenbar immer noch ignoriert wird, damit man ihm als (selbsternannten) Leica-Guru weiterhin frönen kann. Selber habe ich ebenfalls vor einiger Zeit per Zufall einen Hinweis auf Overgards unselige Mitgliedschaft gefunden. Mit wenig Googeln war die Sache dann rasch eindeutig. Seitdem lasse ich T.O.s Webseite und Infos im Leica-Forum grundsätzlich links liegen. Das fällt mir auch vom Inhalt her nicht weiter schwer, hat sich die Qualität seiner Äusserungen, die zu M9-Zeiten gut war (es gab ja auch nichts Vergleichbares), mittlerweile stark verschlechtert in Richtung einer mehr als geschwätzigen Selbstdarstellung mit zudem nur wenig überzeugendem Bildmaterial.
    Auch wenn man jedem und jeder den Glauben lassen muss, hört bei Scientology jedwelche Toleranz auf. Diese Sekte hat ja auch nichts mit Glauben zu tun und hat eine andere, nicht-religiöse Dimension, die nicht akzeptabel ist.

    In dem Sinne vielen Dank für Deine erhellenden Worte, die hoffentlich möglichst breite Resonanz finden, sowie ganz allgemein für Deine erfrischend sympathische Website zur M und Q.

    Freundliche Grüsse,
    René

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Hallo René,

      auf die Bilder von den Heiligenfiguren bin ich gespannt. Freut mich, dass der Artikel deine Zustimmung findet. Ich war ja auch der Meinung, dass der Status von Overgaard den meisten bekannt ist, aber es kommen eben auch immer neue Leica-Anwender dazu (auch wegen der populären Q), die erst mal auf seinen Webseiten versacken. Dass er zudem offenbar ein lukratives (Betrugs-)Geschäft mit erfundenen Fernkursen betreibt, habe ich noch gar nicht erwähnt.
      Deine Beobachtung mit dem Abfall des Niveaus seit M9 Zeiten teile ich übrigens auch (natürlich habe ich seine Seite noch mal gecheckt), obwohl mir das an sich herzlich egal ist, weil ich ihn grundsätzlich ignoriere.

      Viele Grüße, gutes Licht,

      Claus

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