Ist das M-System Zeitgemäß? Wie kann eine Leica M11 aussehen?

Ist das M-System Zeitgemäß? Wie kann eine Leica M11 aussehen?

Kommentare

  
  1. Leica M noch zeitgemäß? Leica, das Schlimmste, was einem passieren kann! Nach jahrzehntelanger fotografischer Abstinenz der Wiedereinstieg mit der Q von der irgendwo als „Einstiegsdroge“ gewarnt wurde. Einstiegsdroge? So ein Quatsch! Allerdings nach gut einem Jahr stellte sich ein Verlangen nach mehr ein, welches in einem fiebrig wahnhaften Geisteszustand gipfelte. Also alles egal, eine M musste her, und zwar die damals neue M10. Es gibt nur wenige schöne Momente im Leben, das war einer, nachdem alle möglichen Hightechalternativen durchprobiert waren. Nun rumort es um die M11, neuer Sucher, keine Bodenplatte mehr, neuer Sensor, entsprechend neue Software vielleicht auch, usw., ja klar, irgendwas Neues muss es ja geben. Hauptsache es kommen keine neuen Knöpfe dazu! Und weil mir die Knöpfe an der geliebten M10 mittlerweile schon zu viel wurden, landete ich bei der analogen MP, sitze nun mit dem gleichen fiebrig wahnhaften Geisteszustand in der Küche um dort voller Entzücken die Filme zu entwickeln… Leica M, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Zeitgemäß? Zeitlos!!!

    • Claus Sassenberg sagt:

      Herzlich willkommen im Kreis der Leica-Junkies! 🙂 Vielleicht sollte man eine Selbsthilfegruppe bilden… aber wer will schon auf Entzug gehen?

      lg

      Claus

  2. Hallo,
    gib mir eine M10, ein Summilux 35, den ganzen anderen Mist brauche ich nicht, auch wenn ich ihn habe. Warum das Herumgehacke auf einer Marke? Da spielt der Neid meist eine große Rolle!.
    Jedem so, wie es ihm gefällt! Und fertig!
    Grüße
    Michael Bolte

  3. Michael Baumann sagt:

    Info zum Thema
    http://konost.com/

    • Claus Sassenberg sagt:

      Nur Computergrafiken und ein fiktives Produkt. Letztes Update auf der Seite aus 2016. Sieht ziemlich nach einem „Dead End“ aus.

  4. Liebe M User,

    auch ich habe diesen Artikel mit schmunzeln gelesen. Ich selbst habe zwar keine M aber mittlerweile eine SL2-s. Ich gebe mich der Technik bereits seit ca. 30 Jahren hin und haben seither so viel Geld dafür ausgegeben das ich mir davon bestimmt schon eine Eigentumswohnung hätte leisten können. Ich selbst habe ein A Sony, und viele Nikon DSLR und auch mittlerweile eine Z. Ich kann hier nur aus meiner Sicht und Werdegang berichten aber das Alter und meine Augen haben mich doch in eine Richtung gelenkt. Den Messucher habe mit ner M Monochrome getestet, weil mich die SW schon immer fasziniert hat, aber der Messucher ist für mich nichts. Die Sony hatte ich mir gekauft, weil es die für mich erste EVF war und meinen Augen sehr entgegengekommen ist. Auch das Focus Peaking und die Zebra Darstellung hat es mir erleichtert mit MF zu fotografieren. Das Sony bedienkonzept ist ne wahre Katastrophe und es hat Monate gedauert die Kamera so einzustellen das ich damit leben konnte. Alle meine Nikon’s DSLR habe ich mit Vergrößerungsokular ausgestattet, die heutige EVF Technik hat mich dann zurück zur Z geführt, Nikon hat tendenziell das bessere Bedienkonzept. Dann der AF, ist generell so eine Sache, wenn ich Tiere oder schnelle Objekte fotografiere, kann man auf grosse Brennweiten und den AF nicht verzichten, bei allem anderen ist der AF sowieso nur «Nice to Have», wie oft man schnelle Objekte ablichtet muss jeder für sich selbst beantworten. Bei allem anderen Motiven will ich den Fokus setzen und nicht die Kamera, was wieder einem MF gleichkommt. Dann noch eine Anekdote aus den vielen Jahren meiner Fotografie, ich war vor Corona mal in Dubai mit nem Kollegen unterwegs, er mit Nikon Z mit Z und F Mount objektiven (F + FTZ Adapter), ich mit ner Z und M Objektiven. Egal wo wir waren, er wurde an jeder Ecke vom Sicherheitspersonal aufgefordert nicht zu fotografieren, ich direkt daneben und durfte weiter machen. Diese Erfahrungen sind nicht neu, daher fotografiere ich bereits seit Jahren mit manuellen Objektiven von Nikon, Leica, Minolta und Konika. Mittlerweile habe mir die Leica SL2-S zugelegt, Preisleistung absolut im Rahmen. Per Adapter alle Objektive verwendbar. Die Frage ist womit fotografiere ich heute am meisten? Sony, steht im Schrank, Nikon DSLR steht im Schrank, AF Objektive stehen im Schrank. Am liebsten fotografiere ich mit der Leica SL2-S und der Nikon Z, die SL2-S ist kein Leichtgewicht. Daher teilt sich die Verwendung, für leichtes Gepäck die Z und bei Bedarf meine Nikon AF Objektive, grosse Brennweiten, ansonsten immer die SL2-S. Passend dazu meine M Objektive, Summilux 24, 35 und 55mm. Soll heissen ich benutze auch die Z mittlerweile äusserst selten. Was mich zu meinem pragmatischen Fazit bringt: eine M mit EVF könnte meine Z ersetzen, ein besserer AF bei der SL2-S könnte meine Z ersetzen, (Focus Peaking und Zebra ist ein Muss) alles weitere ist «Nice to Have» für mich.

    Es gibt für jedes Werkzeug den richtigen Einsatzweck, wer würde schon mit einem Cuttermesser versuchen Glas zu schneiden? Leider versucht das Marketing aller, genau das uns vorzugaukeln.

    Ich habe meine eigenen Erfahrungen in meinem Block unter http://www.lriese.ch ein wenig versucht niederzuschreiben, wäre schön, wenn der verweis bestehen bleibt, nur so kann man meinen Erfahrungen nachvollziehen. Leider habe ich schon lange nichts mehr geschrieben, Leica Erfahrungen fehlen noch ganz, weil mich diese Diskussionen eigentlich ermüden und keinen Spass machen, aber wie gesagt der Artikel hat mich doch recht angespornt.

    Viele Grüsse und weiterhin gutes Licht,

    Laurenc

  5. Peter Lund sagt:

    Ich stimme mit den meisten Punkten überein.
    Ich kenne die M6 / M8 / M9 / M10 / SL / SL2 / Q2
    Habe mit allen fotografiert und auch Jobs gemacht.
    Es gibt doch eine Monochrom , die kann man ja so weiterführen.
    Dann kann man noch die M11 color machen.
    Und für die Fraktion, die neue Wege gehen möchte die M11 P oder was auch immer.
    Mit Features wie hybrid EVF, IBIS, und Klapp Monitor.
    Ich bin mir sicher die Kamera findet Käufer. Alte und Junge.
    Ich genieße die SL2 auch mit M Objektiven, aber manchmal wünsche ich sie mir so klein wie die M.
    Für mich wäre es auch ok die SL als SLM anzubieten. Mit M-Mount.
    Ich würde trotzdem auch mit der M10 oder M9 fotografieren.
    Wenn ich den Look oder das Gefühl haben möchte diese Kamera zu benutzen.
    Ich hab früher auch mit einer Olympus OM2n fotografiert. Und auch diese Kamera erzeugt ein bestimmtes
    Gefühl und hat eine besondere Haptik.

  6. TM1ka sagt:

    Sehr geehrter Her Sassenberg,
    leider hat mich das 6×6 Formatvirus erwischt. (auch Dank ihrer Beiträge)
    Daraufhin begab ich mich in einen Gebrauchtwarenkamarashop um mir Rolleiflex und Hasselblad zeigen zu lassen.
    Die Preise für diese waren natürlich nicht billig und für mich momentan zu viel. Ich erwähnte meinen Besitz von einer M240 und der CL. Er meinte „er würde sie auch eintauschen gegen eine Rollei/Hassi“
    nein nein meinte ich- soweit ist es noch nicht das ich meine M (240) eintausche….
    Fazit über die M lasse ich auch nichts kommen

  7. Igor Weis sagt:

    Hi,
    Dicker für IBIS?
    Nicht Ihr Ernst, oder?
    Maße exakt wie bei M4 oder M6 wäre cool.
    ASA 100 und mehr Dynamik bei 30mp.
    Grüße

  8. Maurizio sagt:

    Lieber Claus
    Mit Genuss habe ich diesen Artikel gelesen und hatte sehr viel Spass dabei. Nun aber zum Thema.
    Ich selber habe meine ersten Erfahrungen in der Leica WELT erst mit der Q gemacht und war und bin auch immer noch super zufrieden mit dem System (die Q2 hat mich nie richtig interessiert). Mit dem Kauf vor mehr als 2 Jahren der M10 und den M Objektive (benütze auch noch alte Linsen von 1992) hat sich meine Fotografie und das Wissen dazu enorm im positiven Sinne verändert. Die Reduktion auf das Fotografieren und wie man damit gute Bilder macht ist in meinen Augen der Schlüssel für ein gutes Foto. Auch ich hätte gerne das eine oder andere zusätzliche Gadget, aber macht es meine Fotografie besser oder erhöht es nur die Anzahl guter Bilder? Also Quantität vor Qualität? Das Problem liegt meiner Erachtens meistens hinter dem Sucher. Das Bild entsteht bei mir meistens durch Beobachtung und die genügende Muse und Zeit dieses festzuhalten. Prozesse kann man beschleunigen, aber nicht immer verbessern sie damit den Output. Man kann einem Kind ein Kinderbuch auch nicht zu schnell vorlesen, es würde den Inhalt dieses überhaupt nicht mehr verstehen. Durch die verschiedenen Systeme kann der Leica Benützer jeweils seine passende Kamerasystem aussuchen um seine Fotografie weiterzuentwickeln. Ich selber benützte die Q seit dem Kauf der M10 sehr viel weniger, aber nicht weil sie schlechter ist nein, weil sie für gewisse Situation hier seine Stärken (Bildstabilisierung, AF etc.) hat. Es gibt Entscheidungen die mit dem Kopf und andere die eher mit dem Herz entschieden werden. Nichts ist richtig oder falsch, wenn es für denjenigen die Freude am Fotografieren bringt.

    Lieben Gruss
    Maurizio

    • Claus Sassenberg sagt:

      Lieber Maurizio,

      genau! In der Ruhe liegt die Kraft und das System ist letztendlich egal. Aber wie du berichten viele, dass man sich halt beim M-System gezwungenermaßen mehr mit Einstellungen befasst, darüber reflektiert und ein anderes Verhältnis zum Prozess der Bildentstehung entwickelt.
      Das heisst jetzt nicht, dass Nutzer anderer Systeme das nicht genauso könnten.

      Viele Grüße in die Schweiz,

      Claus

  9. Lars sagt:

    Guten Morgen Herr Sassenberg,
    wie immer ein interessanter Artikel – vielen Dank.
    Wenn ich wie im Märchen drei Wünsche frei hätte, wären meine Wünsche folgende:
    1. (Deutlich) geringeres Gewicht;
    2. Schnellere Reaktions- und Verarbeitungszeiten; und
    3. EVF gemäß Stand der Technik.
    Vielen Grüße aus dem Norden
    Lars T.

  10. Xaver Preindl sagt:

    Servus Claus,
    meine Wunschliste für die M11 sieht so aus:
    – max. 36 MP
    – 1/8000 sec
    – Doppelter Speicherkartenslot
    – ISO 50
    – Langzeitbelichtung bis 16 Minuten
    – interner ND-Filter
    – schnellere Bildfolge und größerer Pufferspeicher
    – Croppen wie bei der Leica Q2
    – analoge Filmauswahlmöglichkeit, z. B. Kodak Portra, TriX …
    – bei der Bildbetrachtung: Anzeige des Fokuspunktes und Zoom auf 200%
    – unkomplizierte GPS-Info bei jeder Aufnahme
    – Sprachnotiz bei jeder Aufnahme
    – Doppelbelichtungen 2-4 Aufnahmen
    – Hochformataufnahmen bei waagrechter Kamerahaltung
    – Bodenplatte und Akku wie bei der Leica Q2
    – mittiges Stativgewinde
    – einstellbare Bildformate z.B. 16:9, 1:1
    – längere Akkulaufzeiten
    – bessere und schnellere Bildübertragung von der Kamera auf externe Geräte
    – etwas leichteres Gehäuse als bei der M10
    – Abdichtung der Kamera/ zukünftige Objektive wie bei der Leica Q2

    Warten wir’s ab, was kommt.

    Schöne Grüße aus dem sonnigen Schernfeld,
    XARE

    • Frank Krüger sagt:

      Guten Tag Herr Preindl,
      ich möchte wirklich nicht ketzerisch erscheinen aber wären Sie bei Ihren Wünschen nicht mit einer Fuji Systemkamera nicht besser bedient als mit einer Leica M. All diesen Schnick-Schnack benötigt man nicht zum fotografieren.
      Wie geschrieben – nur so.
      Frank Krüger

      • Xaver Preindl sagt:

        Hallo Herr Krüger,
        Ihre Antwort empfinde ich nicht als ketzerisch. Beim Titel „ Ist das M-System Zeitgemäß? Wie kann eine Leica M11 aussehen?“ mache ich mir halt so meine Gedanken. In der letzten Zeit fotografiere ich einen Film nach dem anderen mit der Leica M6 TTL, und es macht mir viel Freude. Auch die Leica M10-P habe ich schon einige Zeit im Blick, wollte aber die M11 abwarten. Leica muss meiner Meinung nach schon einige Neuerungen bringen, nur den Preis in die Höhe zu schrauben, wird nicht reichen. Eine Fuji sehe ich nicht in meiner Kameratasche, da sind einige andere Leckerbissen untergekommen:). Warten wir’s ab, noch wichtiger als die Kamera ist eh die Freude am Fotografieren und an schönen Aufnahmen.
        Beste Grüße
        Xaver Preindl

        • Frank Krüger sagt:

          Guten Morgen,
          das freut mich. Auch ich bin hin und hergerissen. Ich liebe meine beiden M10 und habe trotzdem mir eine SL2-S zugelegt. In Verbindung mit einem Objektiv von Panasonic 85mm 1.8 und dem 105 2.8 Macro von Sigma bin ich glücklich. Für meine M-Objektive habe ich den Adapter. Alles in allem ist meine Fototasche damit immer gut gefüllt und ich warte einfach mal ab. Ein großer Vorteil von der Leica Ausrüstung ist ja das man relativ wenig Geld verliert – im Gegensatz zu den anderen üblichen Marken.
          Eine angenehme Woche für Sie.

  11. philipp palada sagt:

    Toller Artikel, viele und intensive Reaktionen, was will man mehr im Mehltau-Lockdown. Generell: ein jeder wie er will und Leica soll Geld verdienen, dann geht es weiter. Persönlich denke ich wirklich, dass sich das Messsucher-System zu einem erheblichen Teil überlebt ist und an seine Grenzen stößt (außerhalb von 28-50mm). Was tun? Das SL-System mit seinen Bierdosen-Objektiven ist nicht die Antwort. Wie wäre folgendes System: M Kamera mit Vollformat, reiner EVF, die kleinen feinen M-Linsen ohne Kupplung (und damit Scharfstellen über LiveView)? Ist wie eine Leica CL ohne AF mit kleinen Objektiven. Dann gingen auch extreme Weitwinkel und Tele, wenn man will. Überlege das zu Ende: Du baust Dein Bild im Sucher auf, gestaltest Licht und Fatben und hast die Größe ind Hsptik einer M. Also ich würde es lieben!
    Gr
    Philipp

    • Kai sagt:

      Hallo, Philipp.
      Hast Du schon mal so ein Bierdosenobjektiv in der Hand gehabt. Oder auch damit fotografiert?
      Ich kann nur sagen dass die 2.0er Festbrennweiten eine Einheit mit der SL bilden und die Abbildungsleistung ein Traum ist. Ich nehme sogar für SL und Objektiv die kleinste Ona-Tasche, eigentlich für eine M gedacht.

      Man kann mit der M sogar mit 135mm ganz gut fotografieren, auch mit 90mm kein Problem. Auch wenn das M-Systen an seine Grenzen stößt (wie übrigens jedes System seine Grenzen hat), dann heißt es nicht, dass es sich überlebt hat.

      Die SL zeigt eigentlich, wie groß eine Kamera sein kann, wenn man die von Ihnen genannten Wünsche berücksichtigt. Zeigt diese ganze Diskussion nicht m Gegenteil, wie übersatt wir sind?

      Was ich eher sehe, dass Leica die M nur noch als Luxusgut vermarkten will. Das gestern vorgestellt neue 35mm f2 hat mich dieses und folgendes vermuten: Die nächste M wird einen verbesserten Nahbereich haben. Und sie wird noch unerschwinglicher.

      Nun bin ich jemand, der jahrelang auch die hohen Preise von Leica nachvollziehen konnte, dies aber mit der M10und erst recht mit der Vorstellung des neuen 35er sich selbst nicht mehr argumentieren kann. In meinen Augen verhöhnt Leica zur Zeit Kunden aus der normalen Mittelschicht, die gerne mit Leica fotografieren und richtet sich in Zukunft einzig an zahlungskräftige Kundschaft. Als ich den Preis gestern für das neue Objektiv gesehen habe, wurde ich darüber ziemlich wütend.

      • Claus Sassenberg sagt:

        Lieber Kai,

        ich glaube nicht, dass Philipp irgendjemandem mit einer SL und den entsprechenden Objektiven „an die Karre fahren“ wollte. Die Qualität steht ausser Frage. Es ist halt unbestreitbar ein Größenunterschied da. Wenn man dem Konzept „one Lens, one camera“ folgt (und da bin ich der erste, der da mitmacht) kommt man selbstverständlich auch mit einer SL und passender Optik gut davon!

        An dieser Stelle bin ich geneigt, einen Eimer kaltes Wasser über uns zu schütten und zu rufen: Calm down, everyone! It’s not worth it!

        Eigentlich vereint uns alle die Liebe zur Fotografie mit einem gewissen Hang zu traditioneller Arbeitsweise, daher spricht uns alle das M-System an. Natürlich gibt es Unterschiede in den Vorlieben, und was wir an einer Kamera besonders schätzen oder vielleicht vermissen.

        Die Limitationen des M-Systems habe ich bisher gut akzeptieren können, für mich reichte es völlig aus, meine persönlichen „fotografischen Ziele“ damit zu erreichen und mich nicht mit redundanten Features zu belasten.

        Die Wünsche zur M11 sind nur ein Gedankenspiel (in das alle gern eingestiegen sind), aber man darf es natürlich nicht zu ernst nehmen. Für mich war bisher die M10 die beste digitale M, die es je gab. Im Grunde habe ich (wie du, Kai) Bedenken, was Leica weiterhin mit dem System treibt. Wenn das neue 35er Apo-Summicron ein Indikator ist, wird die Preisspirale jedenfalls in eine Höhe geschraubt, die jenseits auch meiner Schmerzgrenze liegt. Das heisst, leisten könnte ich mir das Ding, die Frage ist nur, wie ich das Kosten/Nutzen Verhältnis sehe. Aus dem gleichen Grund habe ich mir nie das 50er Apo-Summicron geholt. Klar sind das irrsinnig gute Optiken, aber hier mal wieder die Frage: Und? Weshalb sollte das Pixelpeeping meine Fotografie besser machen?

        Ich komme mit den „normalen“ Leica-Objektiven bestens klar, vielen Dank. Und wenn ich mal neugierig bin auf ein neues 35er: Das Voigtländer 35mm Apo-Lanthar würde mich interessieren! Da bleibt vor allem „die Kirche im Dorf“.

        Das M-System ist weiterhin mein Favorit, aber der Marketing-Strategie der Leica Camera AG verliert mich zusehends als Zielgruppe (wie man erkennt, wenn man meine Blog-Posts seit dem letzten Jahr betrachtet).

        Liebe Grüße aus dem sonnigen, aber kalten Ostwestfalen,

        Claus

        • philipp palada sagt:

          Guten Morgen,

          Ja ich habe die SL2 in der Hand gehabt und sie ist beeindruckend, technisch schlicht beeindruckend. Aber verdammt schwer. Und ich habe mir die SL Reihe angesehen, ebenfalls beeindruckende Leistungen. Übrigens gibt es bei Leica Australia ein tolles Video, das diese Linsen erklärt und bei dem Herr Karbe tolle Einblicke gibt. Aber der bewusst eingegangene Preis ist ihre Größe. Also für mich. Und damit will ich niemandem auf die Füße treten. Ja, und die Linsen für CL/TL passen nicht recht zu den kleinen Kameras (interessanterweise waren sie die Blaupause für die SLer)
          Mich hat das 35 und sein Preis auch aufhorchen lassen. Und geärgert. M10-R plus das 35er und 75er APO sind in etwa ein Golf als Jahreswagen. Zu diesem „Lifestyle“ passt ja auch die zunehmende Honorierung von Sportwagenbildern in der LFI. Da habt Ihr mit Eurem Befremden völlig recht! Ich vermute, Leica treibt die optische Leistung voran, um zu den besseren Sensoren zu passen und um die blöde Nahgrenze zu überwinden. Man kann nur hoffen, das Juwelen wie das 35 der Vorfinanzierung dienen…

  12. henning sagt:

    Lieber Claus,
    ich liebe den Messsucher und bin durch Dich erst dort gelandet. Danke. Gerade die Beschränkung auf die 6 Bildrahmen sehe ich den großen Vorteil. Gerne würde ich mir auch von Leica mehr Mut wünschen, wie bspw. bei Fuji mit der X100V und dem Fenster der Filmsimulationen, der Leica M10 (wars die R) ohne Display. Würde es die M3 in digital geben, ich bräuchte nichts anderes. Mit IBIS würde die Kamera sicherlich größer, denn es muss mehr Hitze abtransportiert werden, der Akku würde früher schlapp machen und und und. Ich hoffe Leica liest die Idee von Dirk mit und auch Deine Vorschläge zur zukünftigen Leica. Meine Bitte wäre nur, mit diesem Bashing aufzuhören. Dies ist eine Seite mit Leica-Vorlieben, aber vieles wird kritisch hinterfragt. Deswegen lege ich den Blog gerne und immer wieder.

  13. Holger Klein sagt:

    Seltsam, dass ein recht neutral geschriebener Erfahrungsbericht von Bastian Kratzke etliche Leica-Fans bis ins Mark zu treffen scheint.

    • Claus Sassenberg sagt:

      Seltsam ist nur die Behauptung, der Bericht sei „neutral“ geschrieben. Reden wir hier von verschiedenen Texten? Sind die Zitate daraus „neutrale Statements“?

      Es trifft auch nicht „bis ins Mark“. Kein Kamerasystem ist es wert, sich da derartig emotional reinzuhängen. Soll jeder nach seiner Façon glücklich werden.

  14. Andy Diehl sagt:

    Lieber Klaus! Vielen Dank für Deinen Artikel. Dieser hat mir doch für einen Moment meinen Homeoffice Alltag versüßt und mich zum Schmunzeln gebracht.

    Allerdings sehe ich die Frage nach der „richtigen“ Kamera mittlerweile vollkommen entspannt. Leben und leben lassen. Irgendwie scheint dieser „Rechtfertigungsdruck“, warum ich ein gewisses Produkt benutze, sei es Kamera, Kfz oder Geschirrspülmittel doch ein recht deutsches Problem zu sein. Wenn ich der Meinung bin, mit der M die richtige Entscheidung für meine fotografischen Bedürfnisse gefunden zu haben, dann ist es mir recht egal, welche fotografische Weisheit mein Nachbar verfolgt. In anderen Ländern dieser Erde, außerhalb der Welt des Internets, scheint man da doch eine weniger ideologisch getriebene Haltung zu haben. Zumindest sorgte die M auf all meinen Reisen bei den „Eingeweihten“ für große Begeisterung und Zustimmung. Irgendwas muss ich also dann doch richtig gemacht haben.

    P.S. Rettet den Bodendeckel! Ich finde den wirklich großartig und eine wunderbare Homage an die analogen M-Kameras. Natürlich ist der Deckel sperrig und unpraktisch…ich buche das mal unter Charakter ab und gerade deshalb fotografieren wir ja gerne mit der M.

    Liebe Grüße
    Andy

    • Claus Sassenberg sagt:

      Lieber Andy,

      das mit der „richtigen Kamera“ (etc.) sehe ich genauso gechillt, eben darum beginnt auch mein Text auf der Seite „Warum Leica M-System“ mit einem Disclaimer. Nämlich, dass jeder andere Präferenzen haben mag.

      Umso mehr nervt mich dieser kleinkarierte Anspruch, wer nun die tollste Ausrüstung hat. Das Phänomen scheint weniger national (obwohl das gut zum deutschen mindset passt) als vielmehr testosteron-geladen zu sein. Jedenfalls finden sich diese unsäglichen Grabenkämpfe auch auf Webseiten wie DPreview (schau dir bloß die Kommentare zu irgendeinem Posting Leica betreffend an. Unfassbar, wieviele Lobotomierte sich da zu Wort melden).

      Ich persönlich habe auch erlebt, dass eine M-Leica (gleich welche) eher positive Vibrations erzeugt.

      Was den Deckel betrifft, hat dessen „dahinscheiden“ für mich keine Priorität (also, wenn er bleibt, auch o.k.), aber ich muss ehrlich zugeben, dass ich ihn bei aller Nostalgie sehr sperrig und unpraktisch „im Feld“ finde. Das ist etwas anderes bei meinen analogen M’s, da gibt es eine praktische Notwendigkeit für dessen Vorhandensein. Whatever.

      Viele Grüße, auf dass dir die Decke im Home-Office nicht auf den Kopf falle,

      Claus

      • Stefano Strampelli sagt:

        Hallo Claus,

        mein Wunsch für die Bodenplatte ist ein anderer. Der Knebel ist bei den digitalen Leica M an der rechten Seite (wenn ich auf das Display schaue), bei den analogen an der linke. Wenn ich zwischen der M10 und der M6 wechsle, suche ich ihn immer an der falschen Seite.

        Viele Grüße
        Stefano

    • Andreas Berger sagt:

      Guten Abend Andy,
      du sprichst mir ein bisschen aus der Seele.
      So großartig gerade die Reduktion und die Konzentration auf den Prozess beim M-System ist, so begrenzt im eher negativen Sinne ist es auch. Drei exempl. Punkte:

      1) Man blättere zB mal 12 Ausgaben der LFI (oder die ganze Leica Homepage) durch: irgendwann wiederholt sich alles: immer 28mm, 35mm, 50mm, es sei den Objektive mit 75 o 90 mm werden gerade beworben…
      2) mit einer naheinstellgrenze von 50mm kann man bei m-Objektiven schon froh sein. Tausende spannende Fotos sind damit nicht wirklich möglich (es sei denn – in Grenzen – Macro, Q, SL etc, aber letzteres ist eben nicht mehr M)
      3) mein Sony 70-200/2.8 zB, oder das Sony 100-400: da ist bei Leica sogar bei der SL (faktisch) tote Hose

      Anders ausgedrückt: mit nur dem M-System (ggfs. noch Q) amputiert man sich vielleicht irgendwie selbst? Die Welt ist doch viel viel viel weiter/näher/vielfältiger/interessanter/liebenswürdiger als 28-50 mm.

      Liebe Grüße Andreas

      • Andreas sagt:

        PS: auf jeden Fall: rettet den bodendeckel!!

        • Andy Diehl sagt:

          Hallo Namensvetter!
          Ja, natürlich gibt es eine Welt jenseits der klassischen Leica Brennweiten. Keine Frage. Es war auch nicht meine Absicht, Leica als die allein selig machende Lösung zu propagieren. Persönlich benutze ich sogar recht oft Brennweiten jenseits der 600mm mit großer Freude, natürlich für sehr spezielle Zwecke. Da eröffnen sich nochmal vollkommen neue Welten, die mit der M verschlossen bleiben. Dafür ist die M aber auch nicht gebaut.

          Rein rational betrachtet hat eine M viele Schwächen und Fehler. Genau dies wirft der von Claus zitierte Artikel auch der Kamera vor. Allerdings bin ich kein Berufsfotograf, die Kamera darf das, sie muss nicht nur stumpf einen Job perfekt erledigen. Viele Entscheidungen im Leben sind nicht rational zu begründen, eine M auch nicht, genau dafür wurde sie gebaut, weil es einfach Spaß macht damit zu fotografieren. Allein dies ist schon Rechtfertigung genug jenseits jeglicher Ratio .Zumindest ich habe viel Spaß damit, manch anderer mag vielleicht lieber seine Sony. Möge er seinen Frieden finden. 🙂

          Andy

  15. Kai sagt:

    Moin, Claus.
    Meine Frau kennt eine Frau, die gegen Geld in Foren schreibt. Da wird also von einem Hersteller ein Thema platziert durch so jemanden wie diese Frau, schon beginnen die Diskussionen. Und immer mal wieder werden in eine Richtung bestimmte Phrasen eingefügt als angeblich freie Forenbeiträge. Irgendwann gibt es dann auch eine Empfehlung mit einem bestimmten Link. Ich habe diese Vorgehensweise bei Sony schon sehr lange in Verdacht. ein Grund übrigens ist solches verdeckte und in Bezug auf Sony durchweg sehr aggressive Marketing, weshalb mich diese Marke schlicht anwidert.
    Entsprechend gebe ich auch nichts auf das Gelaber von Sony-Fetischisten.
    In der Tat bin ich glücklich, dass Leica den Messsucher beibehält und in der Tat hoffe ich, dass Leica den Weg der SL2-S auch bei der M geht. Will heißen, dass die M nur leicht modifiziert wird.
    Ich selbst halte einen Stabilisator gar nicht für so wichtig, und in den normalen Brennweiten ist der Messsucher in meinen Augen auch perfekt. So genau wie mit dem Messsucher kann ich nicht unbedingt manuell mit dem elektronischen Sucher scharf stellen.
    Nun fotografiere ich ja seit Juni auch mit der SL und ich muss sagen, mit beiden System fotografiere ich grundsätzlich unterschiedlich. Ich glaube, die SL und die M sind zwei Systeme, die super nebeneinander koexistieren.
    Versuche ich mit der M eine gewisse Weite einzufangen, gehe ich mit der SL so dicht wie möglich heran.
    Allerdings bin ich auch nicht so der große Fan von Superweitwinkeln und halte es mit 75mm und 35mm als meine persönliche Kombi. Und so würde ich, wenn ich mir eine M10 als Zweitkamera leisten könnte, allein daran mit 35.. f2 und an der SL2-S mit 75mm f2 arbeiten und hätte fast alles abgedeckt. Vielleicht für Superweitwinkel von 18 oder 21mm bei Bedarf an der SL, das war es.
    Mit dieser Kombi würde ich auch an einer M 10 nichts mehr vermissen.
    Und wenn ich sehe, dass Menschen in Flüchtlingslagern hungern und frieren, finde ich unsere Luxussorgen eh im Bereich der unergründlichen Peinlichkeiten.
    Lieber Gruß
    Kai

  16. Dierk sagt:

    Hallo Claus,
    viele Grüße an deinen technikverliebten und technikabhängigen Oberzwerg.
    Hat er eine Erklärung, wie in den Jahrzehnten vor den Digitalen die vielen unglaublich guten Bilder entstanden sind?
    Wie haben Ansel Adams, Henri Cartier-Bresson, Edward Weston und all die anderen das nur geschafft ohne AF, IBIS oder einer Motiv-Klingel?
    Ich kann dem Oberzwerg nur empfehlen, einmal eine analoge Kamera wie eine M3, eine Hasselblad oder eine Linhof Technika zu nehmen und damit zu fotografieren – back to the roots!
    Viele Grüße
    Dierk

  17. Dirk Säger sagt:

    Lieber Claus, oder sollte ich besser schreiben, Hi Neandertaler,

    Danke für den tollen Artikel oben. Der zitierte Artikel über die M10 ist phantastisch. Da ich noch Spiegelreflexkameras benutze, fühle ich mich jetzt als Zeitreisender aus dem frühen Mittelalter, so Otto I und mit der M? Ich weiß nicht. Vielleicht gehören alle deren Nutzer zu den letzten Überlebenden einer Urmenschenunterart, die ihre Bilder mit Faustkeilen, 6bit-codiert, in SD-Karten schlagen.
    Was an dem Artikel auffällt, sind die Objektive. Klar, er verwendet eine A7 und benutzt manuelle Objektive, die er schon hat, also Laowa, Voigtländer, etc. mit einem VM-Mount. Ich möchte diese Scherben auf keinen Fall abwertend beurteilt wissen. Es gibt viele Dinge, die sie gut können und einige, die sie nicht können.
    Die Kritik am Messsucher ist verständlich, wenn man lange keinen Augenarzt aufgesucht hat und die Sehstärke nicht mehr zur Brille paßt. „Knecht, bringe er mir eine Kamera, die immer den Focuspunkt perfekt trifft!“ Und zwar den, den ich mir denke, nicht den auf den sie gerade zeigt. (Der arme Knecht)
    M11:
    Die Q hat aus meiner Sicht einen super EVF (den von der SL kenne ich leider nicht). Dieses Bild müßte man doch doppelt einblenden können und beide Bilder über die Mechanik des Objektivs als Signalgeber zur Deckung bringen können. (Es ließe sich sogar schummeln, in dem der Sensor einen Phasenkontrast-Teil bekommt und diese Kanten als Signalgeber für den „doppelten“ EVF genutzt werden.) Das wäre so meine Idee….
    IBIS wäre ein „nice to have“ und bitte, bitte ein elektronischer Verschluß wie bei der Q bis 1/16.000 sec.

    Eben kommt mir noch ein Gedanke warum dem Sony A „Spielkind“ die M nicht gefallen hat. Jeder Urmensch kann sich die paar Knöpfe merken. Die Bedienungsanleitung hat 90? Seiten. Da kann man nicht damit angeben, daß man wie in Biochemie weiß, auf welcher Seite vom Buddecke, sich wo ein Kästchen mit Kleingedrucktem befindet und auch noch dessen Inhalt repetieren. (Sorry, Münsteraner Insider)

    So, das reicht erst mal.
    Viele Grüße,
    Dirk

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