Ein analoges Intermezzo

Ein analoges Intermezzo

Kommentare

  
  1. Klaus R. sagt:

    Hallo Claus!
    Da Du sw selber entwickelst, könntest Du auch selber C41 entwickeln. Ist nur ein Bad mehr und 37,8°C müssen es auch nicht sein. Eine Aquariumheizung und 30°C gehen auch.

    Gruß, Klaus.

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Hallo Klaus,

      danke für den Tipp, hatte ich auch schon überlegt, aber meist ist es mit dem Entwickeln eine Zeitsache, auch mit S/W. Das scannen ist bereits Zeitaufwendig, darum spare ich mir meist die Entwicklung (obwohl mir das tendenziell mehr Spass macht).

      Viele Grüße,

      Claus

      • Jolomy sagt:

        Die klassische Schwarzweiß-Photographie auf der Basis von Silberhalogeniden (Negativ- UND Positivprozess) kennzeichnet eine besondere Photo-Ästhetik, die sich sichtbar von den gedruckten Graustufenpigmentbildern abgrenzt. Kommerzielle Ausstellungen (z.B. August Sander) zeigen heute oft nur noch Laser Print Kopien, die an die Ästetik der originalen Silbergelatineabzüge, wie sie etwa noch das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (www.mkg-hamburg.de/de/ ) zu ausgewählten Anlässen (Fotodokumentation zu Pablo Picasso – fotografiert von Robert Capa u.a.) präsentiert, bei weitem nicht heranreichen!

  2. Achim Dederichs sagt:

    Hallo Claus!
    Heute hätte ich mal eine Frage zu den Leicametern. Die finde ich auch toll, da sie so einfach und logisch zu handhaben sind. Welche Batterien steckst Du da rein? Nimmst Du die von Weincell?
    Wenn ja, wie sind Deine Erfahrungen?
    Habe jetzt mal ein Leicameter zu Knochenverlust nach Nürnberg geschickt zu Umbau – dann soll man moderne Batterien verwenden können. Mal sehen.
    Viele Grüße
    Achim Dederichs
    P.S.: Trügt mein Eindruck, oder fotografierst Du häufiger monochrom?

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Hallo Achim,

      das verrückte ist, dass die Batterien bei beiden Leicametern noch o.k. sind (wie sich ja leicht mit dem Batterieprüfknopf ermitteln lässt). Ich habe allerdings eine Weinzell im Schrank liegen. Andererseits habe ich schon überlegt, ob es nicht sinnvoller wäre, bei Bedarf bei Knoch/Nürnberg umzurüsten, wie du es ja auch machst.
      Alternativ finde ich auch die Idee gut, einen Adapter für die „moderne“ 1,5 Volt-Knopfzelle zu benutzen, der die Spannung auf die erforderlichen 1,35 Volt herunterregelt, hier bei Criscam Allerdings liefern die normalerweise leider nicht nach Deutschland, aber dafür findet sich vielleicht eine Lösung.
      Ich bin auf jeden Fall zuversichtlich, dass ich meine Leicameter „am Leben“ erhalten kann, sie sind nicht nur praktisch, sie sehen auch spacig aus! 🙂

      Zur „P.S.-Frage“: Ich habe nicht bewusst darüber nachgedacht, aber ich glaube, du hast recht. Irgendwie lande ich öfter bei S/W als bei Farbe. Sehr kurios…

      • Achim Dederichs sagt:

        Hallo Claus,
        war natürlich Knoch, und nicht Knochenverlust. Habe jetzt den ersten Film mit diesem umgebauten Leicameter belichtet und zu Pixelgrain nach Berlin zum entwickeln geschickt – übrigens ein höchst empfehlenswertes Labor. Die digitalisieren auf Wunsch auch gleich die Negative. Die Scannerei finde ich doch immer wieder sehr ermüdend.
        Und: S/W ist nicht kurios – S/W ist cool und subtil 😉

        LG
        Achim

        • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

          Pixelgrain ist auch mein Labor. Das scannen (obwohl ich mich immer beschwere) mache ich lieber selbst. Der Nikon 5 ED ist wirklich ein gutes Teil, und er schafft echte 20MP (löst bei Tri-X schon das Korn auf).
          Aber vielleicht starte ich beim nächsten Film mal einen Versuch mit Scan aus dem Hause Pixelgrain oder Open Eyes.
          In der M6 liegt schon ein Tri-X…

          LG

          Claus

  3. Kai sagt:

    Auf diesen Artikel hab ich mich gefreut. „Claus, Du verstehst mich :-)“ Der Porta ist einfach unvergleichlich. Und er ist mir so wertvoll, dass ich ihn nie, nie nie in ein CEWE-Labor geben würde. Das habe ich vor Jahren gemacht. Ich kann nur das leider sehr teure Labor Open Eyes in Hamburg empfehlen. Nie habe ich dort einen verkratzen Film zurück bekommen. Bei CEWE war es damals umgekehrt: Nie habe ich einen Film ohne Kratzer zurück bekommen.
    Übrigens, als mir die Batterien in der M 7 auf Gotland versagten, habe ich es riskiert und den Kodak Ektar ( warmtöniger als der Portra ) gemäß der Regel „Sonne lacht, Blende 8…“ belichtet, sozusagen aus dem Handgelenk. Kein Bild war falsch belichtet. Zum einen sind die Filme gutmütig, zum anderen war die Erfahrung spannend, sich auf das Gefühl für Zeit und Blende ohne Belichtungsmesser, nur in Abhängigkeit von Lichtverhältnissen, zu verlassen.
    Und was die M 4 angeht, sie hätte ich irgendwann einmal gern identisch mit meinem Geburtsjahr.
    Leica zeigt einmal mehr, wie wenig es braucht, um ein gutes Bild zu machen. Und der Claus macht es mal wieder vor :-). Vielen Dank dafür. Ich freu mich echt.

    • Jolomy sagt:

      Mit dem Photoservice Open Eyes Hamburg (www.open-eyes-hamburg.de) bin ich sehr zufrieden! Nur 19 Euro kostet das Basispaket für die C-41 Entwicklung von KB oder MF Filmen, die – ohne Schrammen und Staub – in Negativtaschen eingeschnitten werden plus DigiPrints im Format 10×15 cm. Alternativ zu den Prints kann auch eine PhotoCD (18 MB je Foto) geliefert werden und für Ausstellungfotos steht ein Hasselblad Scanner zur Verfügung. Alle Filme (KB bis Planfilm) lagern fachgerecht gekühlt in einem mannhohen Kühlschrank …

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Nochmals Danke, dass du mich auf den Portra gebracht hast, und für den Tipp mit Open Eyes (den Jürgen ja auch unterstützt).

      Gratuliere zum Gelingen der Belichtungen „nach Gefühl und Wellenschlag“ auf Gotland. Aber ein altgedienter Analog-Fotograf wie du hat eben seine Erfahrungen.

  4. Jolomy sagt:

    Glückwunsch zur M4 in schwarzer Chromausführung, die selbst nach mehr als drei Jahrzehnten regen Gebrauchs neuwertig aussieht! Einzig der „Beschlag“ sowie ein leicht vertikaler Versatz des Mischbildes im Meßsucher weisen auf das tatsächliche Alter der Leica hin.
    Der Kodak Portra 160 zeigt, wie erwartet, mehr Zeichnung in den Lichtern im Vergleich zum CMOS Sensor. Beim DigiPrint geht leider viel Textur verloren und der Farbumfang schrumpft. Diese Einschränkungen entfallen, wenn Farbdiafilme in Verbindung mit einem guten Projektor (z.B. mit einem Leitz Colorplan 2,5/90) zum Einsatz kommen. Mit einem (neutralen) Provia 100F oder (höher gesättigten) Velvia 50 lassen sich auch prima die Belichtungszeiten der M4 checken …

    • Jolomy sagt:

      „die selbst nach mehr als drei Jahrzehnten regen Gebrauchs neuwertig aussieht! Einzig der „Beschlag“ sowie ein leicht vertikaler Versatz des Mischbildes im Meßsucher weisen auf das tatsächliche Alter der Leica hin.“
      Das sind natürlich meine eigenen Beobachtungen, die bei der M6 bisher nicht so in Erscheinung getreten sind. Dafür gibt es blanke Stellen am M6 Gehäuse. Wenn man die mechanischen Ms regelmäßig benutzt (auch die längeren Zeiten ab 1/50s), bleiben die Zeiten korrekt. Da die Maße identisch sind, können die M4 und die M6 quasi „blind“ parallel mit unterschiedlichen Brennweiten/Filmen bestückt eingesetzt werden. Bei kritischen Lichtverhältnissen nutze ich übrigens auch meine DSLR als Spotbelichtungsmesser für meine Filmkameras – insbesondere bei Diafilmen, die ja sehr genau belichtet werden müssen …

      • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

        Der „leicht vertikale Versatz“ des Mischbilds wird übrigens als „Höhenfehler“ bezeichnet. Den kann man sogar als halbwegs geschickter Mensch selbst beseitigen, dafür ist nämlich die Schraube neben dem Fenster für die Rahmenbeleuchtung (bei den neueren M’s einschliesslich der M6 hinter dem Leica-Logo vorn). Man schraubt sie ab, dahinter findet sich die Justierschraube für die Höhe. Habe ich bei meiner M3 auch selbst eingestellt. Aber von allem anderen Sachen am Messsucher, vor allem der Einstellung des Arms im Gehäuse, der mit der Schnecke des Objektivs Kontakt hat, lasse ich unbedingt die Finger!

        • Jolomy sagt:

          Vielen Dank für den Tipp! Aufgrund des Höhenfehlers war die M (Made in Canada) Anfang der 80iger Jahre zur Wartung beim Leitz Kundendienst in Hamburg. Der Versatz stellte sich aber wieder im Laufe der Zeit ein – nur bei der M6 (Made in Germany) nicht, obwohl die M6 auf Reisen (wegen des eingebauten Belichtungsmessers) mehr Erschütterungen ausgesetzt ist. Trotzdem bleibt die M4-P mit dem 2/35 meine favorisierte Kamera; den Sucher nutze ich i.d.R. erst kurz vor der Belichtung zur Ausrichtung an den einblendbaren Rahmen – quasi als Fadenkreuzersatz …

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