ISO Invarianz – was’n das?

ISO Invarianz – was’n das?

Kommentare

  
  1. Matthias Skorning sagt:

    sehr interessant, ich werde es ausprobieren

  2. Christiane Pesendorfer sagt:

    Lieber Claus,

    es ist wahrscheinlich absolut nichts ehrenrühriges, hier zuzugeben, dass Low-Light eine große Herausforderung beim Fotografieren für mich darstellt! Wenn ich bei schwachem Licht Bewegung fotografierte, fielen die Ergebnisse in den allermeisten Fällen sehr unbefiedigend für mich aus; es fehlte mir an Kontrast und Farbsättigung. Hinterher daran “herumzubasteln” machte das Ganze noch gruseliger. Ich kam derart an meine Grenzen, dass ich mehr und mehr dachte “komm, lass es lieber”. Super ärgerlich, denn ich liebe kuschelige, schummrige Lichtstimmungen auf Fotos.

    Nachdem ich deinen Blog hier las, bin ich also mit unserer Fuji XT1 los, um deine Tipps auszuprobieren: erstmal fiel es natürlich schwer, die ganze Zeit unter zu belichten, weil ich mich dem Gefühl nicht entziehen konnte, dass das eh alles für die Tonne ist, zumal ich ja in der Rückschau nicht mal irgendwas erkennen konnte. Aber der “WOW-Effekt” kam bei der Bearbeitung. Die Farben werden viel schöner, die Lichtstimmung insgesamt viel natürlicher. Das erste Mal z.B., dass die Flammenfärbung eines Kaminfeuers naturgetreu aufs Bild kam (und scharf ist es auch noch) – ich bin begeistert! Während mir sonst bei hoher Iso die Kamera blöderweise das ganze Bild aufhellt, kann ich bei niedriger(er) Iso z.B. das Rauschen in dunklen Bereichen weitestgehend selbst beeinflussen.

    Die Jahreszeit bietet sich erfreulicherweise an, weiter zu experimentieren, um herauszufinden, wie die eigene Kamera unter welchen Bedingungen die schönsten Ergebnisse erzielt, damit ich in Situationen, in denen es wirklich drauf ankommt, relative Sicherheit habe, brauchbare Bilder zu bekommen. Denn wenn ich so fotografiere, muss ich mich ja im wahrsten Sinne des Wortes blind darauf verlassen können. Ich bin gespannt, wie sich das bei Personen in Bewegung auswirkt – das habe ich noch nicht getestet.

    Es ist super spannend, sich mit dieser, für mich neuen Technik auseinander zu setzen. Danke für dein wertvolles Tutorial!

    Liebe Grüße
    Christiane

  3. Herbert sagt:

    Danke für den Beitrag und das “kleine” Tutorial. Werd die Tipps ausprobieren und sehen ob meine OMD EM1 RAW Daten das auch so mit 2-3EV hergeben. Auf Grund von m4/3 ist hier bei ISO1600 realistischerweise das Maximum erreicht.
    Ich lese ganz gerne auch den einen oder anderen Testbericht. In keinem Bericht zur Sony A7 RII hab ich einen Hinweis zu dem Thema ISO-Invarianz gelesen, sondern nur Lobeshymnen auf den Sensor. Gibt mir ein wenig zu denken.

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Gern geschehen!

      Bitte bedenken: In der Quelle, die ich über den Link im Tutorial (“Was zur Hölle ist Invarianz“) angegeben habe, wird die OMD EM1 nur als “irgendwie Invariant” bezeichnet. Über den praktischen Nutzen bei dieser Kamera will ich also lieber meine Hand nicht ins Feuer legen…

      Das diese Eigenschaft in den Testberichten nicht erwähnt wird, macht mich auch stutzig. Bei Dpreview wird darüber gesprochen. Könnte es sein, dass davon im deutschen Sprachraum nichts angekommen ist? Ich habe keine deutschen Testberichte gelesen.
      Als ich “ISO Invarianz” oder “ISO Invariancy” in Vorbereitung des Artikels googelte, fand ich keine einzige deutsche Seite, die den Begriff erwähnte.
      Ich googelte eben nochmal…jetzt wird mein Artikel an 10. Stelle gelistet.
      Ich bin verblüfft. Mir war nicht klar, dass diese Sache nicht Allgemeingut für “Kamera-Nerds” ist.

      Falls das zutrifft, wurde es ja höchste Zeit, dass das hierzulande auch mal einer merkt…

Trackbacks

  1. […] Wenn ich bei halbdunklen Szenen (Dämmerung) aus der Hand fotografieren muss, nutze ich z.B. so lange wie möglich sehr niedrige ISO-Werte (ideal ist ISO100-400) und wähle die Belichtungszeit so kurz wie möglich (mindestens 1/60, lieber 1/100 oder 1/125) um die Verwacklungsunschärfe zu reduzieren. Dadurch ist das Bild natürlich zunächst völlig unterbelichtet. Man kann es jedoch hinterher im Lightroom bedenkenlos ohne Qualitätsverluste hochziehen und hat dabei sogar noch die Lichter (Lampen, Fenster) geschützt. Die gleiche Technik verwende ich auch in dunkleren Räumen, z.B. Kirchen – mehr dazu weiter unten im Bericht. Das ein solches Arbeiten mit der CL möglich ist, spricht dafür, dass es sich beim Sensor der CL (und damit auch der TL2) um einen zumindest teilweise ISOlosen Sensor handelt. Für eine Erklärung hierzu verweise ich erneut auf den Blog von Claus Sassenberg. […]

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