Posted by on 21. November 2018

„An elegant weapon for a more civilized age.“

Obi-Wan Kenobi (Star Wars: A New Hope)

Die Leica Q ist auf dem Weg zum Klassiker – und sie könnte auch lange halten, wenn man Ihr denn die Chance gibt und sie nicht so behandelt wie ich. Wenn es so etwas wie einen „Kamera-Schutzverein“ gäbe, hätte der mir längst die Staatsanwaltschaft auf den Hals gehetzt. So viel Prügel wie die Q hat bei mir noch keine Kamera bezogen, nicht mal die M240, und die war weissgott nicht verwöhnt. Ich behandle die Kameras ja auch nicht mit Absicht schlecht, aber wenn man Bilder zum richtigen Zeitpunkt machen will, muss sie halt präsent sein und kann nicht in der wattierten Tasche wohlbehütet schlummern.

Leica Q

Hinter Jürgen her im Grosswalsertal: Die Q kann man während der Fahrt mit einer Hand bedienen.

Leica Q

Unterwegs in den Cevennen. Ein Q-Bild als Fake TMax 400, mit Körnung

Das heisst, sie baumelt mir beim Radeln, Skifahren, Wandern oder Bergsteigen um den Hals, wird in Rucksäcken, Bootssäcken oder Tupperdosen im Kajak durchs Wildwasser transportiert, klöttert bei Konzerten und Events mit anderen Kameras zusammen oder wird unsanft abgelegt, musste in Regen und Schnee ihren Dienst versehen, wurde bei Minusgraden im zweistelligen Bereich eingefroren oder in der Sonne der Provence gebraten – ich glaube, man bekommt eine Vorstellung, was eine Kamera bei mir erdulden muss. Als Mensch würde sie bei dem Martyrium bald heilig gesprochen. Die heilige Q… ähm – haben die das nicht schon in Indien?

Leica Q

Superschneller Autofokus, Verschlusszeiten bis zu 1/16 000s, sehr gute Gegenlichteigenschaften – alles in der Q vereint

Und mancher Leica-Freund wird den Kopf schütteln und sich fragen, wie man so sorglos – oder eher skrupellos – mit den guten Stücken umgehen kann. Meine Antwort ist: Ich schaffe sie nicht an, um sie zu streicheln, sondern weil sie Werkzeuge sind. Natürlich gibt es Grenzen. So robust z.B. die analogen Modelle sind, ich würde meine Leica IIIf oder M2/3/4/6 immer schonend behandeln und nicht durch den Dreck schleifen.

Leica Q

Sommerabend in Lüneburg. Gestochen scharfe Bilder mit 1/15s aus der Hand, dank Bildstabilisierung.

Aber die Q? Sorry, altes Mädchen (denn drei Jahre sind in der digitalen Zeit ein biblisches Alter), du bist ein Arbeitspferd!

Der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht

Unser Flötenquartett am Strand von Fehmarn, Foto für die Konzertankündigung in der Presse. Leica Q auf Stativ mit Selbstauslöser.

Eigentlich wunderte ich mich schon im Verlauf des zweiten Jahres, was sie alles aushält. Im dritten Jahr glaubte ich bereits an ihre Unverwundbarkeit. Doch in den Herbstferien auf Fehmarn (ich war dort mit dem Flötenquartett, um unser Konzertprogramm einzustudieren) zeigte sich auf einmal Schmutz auf dem Sensor, gleichzeitig fiel mir eine Reihe toter Pixel auf. Alles innerhalb von ein paar Tagen. Im grossen Walsertal (kurz zuvor) war noch keine Spur davon.

Ihren Dienst hat sie treu erfüllt. Wenn ich hier die Vergangenheitsform wähle, dann deswegen, weil ich sie jetzt zum Customer Care sandte, der sie untersuchte und mir vorschlug, sie bei Zuzahlung von 1000 € gegen einen neuen Body zu tauschen.

(Mit rauchiger Stimme:) Ein Angebot, dass ich nicht ausschlagen konnte… keine Mikrosekunde gab ich mich der Illusion hin, ich könnte ohne eine Leica Q auskommen.

Porträt: Trotz der Brennweite kein Problem, wenn man sich nicht zu nah ans Motiv begibt.

An dieser Stelle kann man natürlich mal philosophieren, das so etwas bei einem analogen Modell undenkbar wäre. Die lohnt es sich immer zu reparieren… sic transit gloria mundi.

Drei Jahre Leica Q

Nachdem ich im vorherigen Blog-Artikel gezeigt habe, dass ich nicht alles kritiklos aufsauge, was mir Leica-Marketing präsentiert, kommt hier noch einmal der „Schwanengesang“ aus dem dritten Jahr des „alten“ Bodys, mit vielen (neuen) Bildbeispielen, die die Stärken der Kamera repräsentieren. Denn ich stehe dazu: Die Leica Q ist eine der besten (digitalen) Kameras, die je produziert wurden.

Leica Q

Immer wieder faszinierend, wie sich die Kamera bei Low-Light schlägt. Bei „Der Hermann leuchtet“ geht sowas einfach aus der Hand, während ringsum die Vollformat-Boliden von Canikon auf Stative geschraubt nichts Besseres abliefern (meist schlechter – wegen der ungeeigneten Objektive).

Leica Q

Low-Light: Zeltplatz-Romantik an der Ardèche. 1/15s aus der Hand.

Es ist bezeichnend, wieviel Raum ich diesem Gerät schon auf meiner Webseite gewidmet habe. Und immer noch gibt es keine andere, die mir „in einem Paket“ dasselbe bieten kann. Vollformat, lichtstarkes Objektiv höchster Abbildungsqualität, Bildstabilisierung, eine genial durchdachte Benutzeroberfläche und ein elektronischer Sucher, der auch heute noch (und drei Jahre sind technologisch eine lange Zeit) zu den Besten zählt. Konnektivität, naja, wer’s braucht. Zwei in den Jahren erfolgte Firmware-Updates haben deutliche Funktionsverbesserungen gebracht. Und die Brennweite? Für mich passt sie, ich komme mit 28mm bildkompositorisch bestens zurecht. Dabei habe ich auch kein Problem, mal auf 35 oder gar 50mm zu croppen, denn die 24 Megapixel der Kamera sind so glasklar, dass man auch bei den Ausschnitts-Formaten noch hohe Bildqualität hat, selbst zum ausdrucken/ausbelichten.

Leica Q

Makro-Modus: Mit dem genialen Dreh am Objektiv sofort verfügbar. 1/16 000s bei f/2.8

Gerade erst kam die Q-P heraus, zugegeben ein echter Augenschmeichler. Manche zeigten sich enttäuscht, dass ausser am Erscheinungsbild nichts gegenüber der „Original“-Q anders ist. Bei der M10-P z.B. wurde ein leiserer Verschluss eingebaut, die Wasserwaage, ein Touchscreen…

Ich behaupte mal, man konnte an der Q in der Hinsicht gar nichts verbessern – sie hat schon alles! Leiser Verschluss- check! Touchscreen – check! Wasserwaage – check! Und eine Menge mehr, die bei einer Messsucherkamera wie der M10 systembedingt gar nicht möglich sind. Der superschnelle Autofokus, Bildstabilisierung, all die nützlichen Informationen, die man beim Blick durch den Sucher sofort hat (Histogramm!), sind (zumindest derzeit) bei einer M-Kamera nicht möglich. Die Leica SL ziehe ich deshalb nicht zum Vergleich heran, weil sie von den Grössenverhältnissen in einer ganz anderen Liga spielt. Ansonsten: Was die Q hat, hat sie auch, oder besser! Spitzenkamera, aber sperrig.

Leica Q

In der Augenkrebs-Höhle, von Einheimischen Aven Armand genannt. Bisschen bunt beleuchtet… Aber die Q ist die ultimative subterrestrische Kamera.

Zukunftsmusik

Das einzige, was viele sehnsüchtig erwarten, nämlich eine längere Brennweite, würde im Grunde nicht mehr die Q sein, sondern ein neues Modell. So etwas wie eine Q Mark II wird aber (gerüchteweise) nicht vor Mitte 2019 zu erwarten sein. Das ist klar: Nur Leica selbst kann ein Konzept wie das der Q konsequent weiterführen oder übertreffen.

Leica Q

Beim Abi-Ball. Eigentlich habe ich bei den meisten Familienfeiern die Q dabei.

All das zuvor gesagte habe ich in ähnlicher Form schon hier und da von mir gegeben. Ebenso, wie ich häufig zeigte, wie effektiv es ist, die Q zusammen mit der M10 bei Events (Konzerten etc.) einzusetzen, wenn die M10 für die kürzeren Brennweiten sorgt. Die Q kommt immer mit, wenn ich keine Lust habe, mich mit Objektiv-Wechsel zu befassen. Okay: Manchmal greife ich auch die M10 oder M6 nur mit einem 35er Objektiv, der Effekt ist der gleiche. Aber die Q ist auf jeden Fall leichter und im Handling bequemer. Meist begleitet sie mich bei Familienfeiern, Reportagen, auf Wanderungen, beim Radfahren, Skifahren, in Städten und sowieso immer dann, wenn ich nicht genau weiss, was mich erwartet, speziell bei Low-Light.

Sirtaki – Abschlussball der Tanzschule meiner jüngeren Tochter. ISO 4000, kein Problem.

Das geht so weit, dass ich hier öffentlich verkünde: Müsste ich auf alle Kameras, die ich besitze, verzichten (ein hoffentlich fiktiver Fall) und dürfte nur eine behalten… so wäre es die Q! Eine rein pragmatische Wahl zwar, denn die M10 und die analogen Modelle sind mir sehr lieb, aber mit der Q kann man einfach alles machen. Okay, nicht alles, aber nach meinem Gefühl alles, was ich brauche.

Schwanengesang der „alten“ Q: Herbststimmung am Strand von Fehmarn

Und sonst so?  Kleine Kamera zusätzlich?

Wohlgemerkt, die Frage lautet: Brauche ich eine Taschen-Kamera, nicht braucht man eine Taschen-Kamera. Das kann jeder halten wie er will, je nach Bedarf.

Die Q ist die ideale Ergänzung zur M10. Die weite Brennweite gibt viel Hintergrund wieder, es wird „erzählt“, wie hier bei der Hochzeit ein Porträt der Braut im Kontext der Gratulanten.

Ich habe zwei digitale Modelle: Die M10 und die Q, beide ergänzen sich. Bei „grossen Shootings“, wie bei Konzerten oder z.B. der Hochzeit letztes Jahr sind beide dabei, aber sonst treffe ich immer eine Auswahl. Die hängt logischerweise vom Anlass ab. Manchmal ergänze ich auch die digitale Kamera durch ein analoges Modell. Bei der M10 bietet sich immer eine andere M an, weil sie die Objektive gemeinsam haben. Ich habe ja einen Fimmel mit minimaler Ausrüstung, so kann es sein, dass ich in einer kleinen Tasche zwei Bodys und nur ein Objektiv mitnehme.

Aber all das setzt immer die Intention „Fotografieren“ voraus. Selbst wenn ich nur die M10 mit z.B. 35er-Objektiv oder die Q einfach umhänge. Sie sind präsent. Daher gibt es auch eine Hemmschwelle: Das kennt jeder, es gibt so Anlässe oder Einladungen, da geht man hin, weiss aber nicht genau ob man etwas fotografieren will oder soll. Ebenso bin ich dieses Jahr bei dem guten Wetter sehr viel Rennrad (und ein bisschen Mountainbike) gefahren. Die Q habe ich buchstäblich tausende von Kilometern dabei gehabt. Aber manchmal, wenn es losging, liess ich sie zuhause, weil ich einfach fahren wollte. Und nach Murphy’s Gesetz trifft man immer dann auf reizvolle Motive, wenn man keine Kamera zur Hand hat.

Jetzt ist es soweit: Das erste IPhone-Foto auf meiner Webseite! Der Untergang des Abendlandes kann nicht mehr fern sein! iPhone SE mit Lightroom-App, als DNG aufgenommen, Tonwerte wie gewohnt in LR eingestellt und als JPG exportiert.

In solchen Notfällen habe ich sogar schon zum iPhone gegriffen. Wie neulich, als ich auf Fehmarn frühmorgens mit dem Rennrad Brötchen holte (von Katharinenhof nach Puttgarden, dann zurück nach Burg zur Bäckerei, sonst lohnt sich das Fahren gar nicht) und die Sonne über der Ostsee aufging. Die beste Kamera ist immer die, die man dabei hat… schon überall millionenfach zitiert. Mit der Lightroom-App macht es DNG’s, die über die Cloud automatisch in LR auf meinem Mac erscheinen. Aber der Vorgang des Fotografierens selbst ist natürlich mega-unbefriedigend. Keine klassischen Kontrollen, kein gar nichts. Aber man hat es halt mit.

Darum kommt ein iPhone nicht infrage, auch wenn ich ein XS hätte. Ich habe „nur“ ein SE, weil es das kleinste ist. Ich will mich nicht mit so einem Pseudo-Tablet belasten. Die Apps, die ich brauche, laufen gut auf dem SE, danke schön. Kalender, Wetter, Karten, Stimmgerät, Metronom, Belichtungsmesser, Bücher, Rote Liste und so weiter brauchen keinen grossen Bildschirm. Nein, der ist nur für Kiddies, die ständig Youtube gucken oder Gamer. Nichts gegen die Kamera darin, aber für den (sorry!) Schweinepreis, den Apple dafür verlangt (also für’s XS), kann ich mir eine nette kleine Kamera kaufen.

Vlothoer Adventsmarkt. Auch so ein Anlass, wo ich die Q ewig lange trotz starken Schneefalls benutzt habe, sie war klitschnass. Nicht zur Nachahmung empfohlen.

Leica Q

Der Posaunenchor auf dem Adventsmarkt.

Und jetzt komme ich auf den Punkt. Ich hatte in den Vorjahren immer eine kleine Kamera. Sogar ganz früher, als ich noch Canon-DSLR’s schwenkte, gab’s eine Ixus für die Manteltasche. Später die Fuji X100, nicht ganz so klein, aber ging noch so gerade. Dann die Fuji X-70, richtig Mini, aber die hat meine ältere Tochter übernommen. So, und nu?

Ich kann mir schon ein paar Modelle zur Auswahl vorstellen. Die Ricoh GR oder Fuji X70 sind sehr gut, aber dann auch wieder mit 28mm Brennweite, das hat schon die Q. Dann die Leica CL. Tolle Kamera, tolle Objektive, nur: Wirklich klein ist die auch nur mit dem 28mm-Objektiv. Da kann ich auch die Q mitnehmen. Die Sony RX 100 IV kommt nicht in Frage. Nur ein toller Sensor reicht mir nicht, die Benutzeroberfläche würde mich mit Sicherheit in Nullkommanix wahnsinnig machen.

Danach fällt die natürliche Wahl auf die Leica D-Lux, aber da Panasonic inzwischen eine neue Lumix DC LX-100 II herausgebracht hatte, wollte ich noch warten, bis diese als neue D-Lux 7 erscheint. Und das ist ja gerade passiert. Wer mich kennt, versteht, warum mich die Kamera anspricht. Die klassischen Kontrollen, die sofort voll manuellen Modus erlauben,  ein guter Sucher, lichtstarkes Zoom-Objektiv (meine Skepsis gegenüber den Dingern verfliegt bei Leica-Linsen) und schick ist sie auch, so im Leica-Design. Worüber sich die Fachwelt streitet ist, ob die DNG’s, die sie auswirft, sich von denen aus der Lumix unterscheiden. Könnte sein, laut Mike (von Macfilos) gibt es dazu kein offizielles Statement, aber Leica macht „dunkle Andeutungen“, das es so ist, wie immer man das verstehen will.

Jedenfalls (tief durchatmen) habe ich vor, mir das Ding zu holen, wenn es denn verfügbar wird.

Leica Q

Vlotho zur Weihnachtszeit.

Trotz diese Konsumzwangs und der hohen Wahrscheinlichkeit, dass ich hier weiter darüber berichte, sei noch gesagt, dass ich zur Zeit sehr viel anderes zu tun habe. Die Arbeitsbelastung ist vor Weihnachten besonders hoch, dazu kommen diverse Einsätze musikalischer Art und… Vereinsarbeit (ich habe seit Jahren den Vorsitz eines Fördervereins). Der langen Rede kurzer Sinn: So viele Blog-Artikel sind dieses Jahr nicht mehr zu erwarten, zumindest mache ich keine Versprechungen.

Hier kommen noch im Slider eine Reihe Q-Bilder aus dem Vorjahr, die alle möglichen Gelegenheiten und  Belichtungssituationen widerspiegeln.

Comments

  1. Frank Kirschberger
    27. Oktober 2019

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    Ein wirklich schöner und vor allem subjektiver Bericht, der bei mir durchaus Interesse weckt. Dennoch bin ich noch nicht wirklich überzeugt, dass mir die Leica Q mehr bietet, als eine Fuji X 100f. Bezüglich der Bildqualität keinesfalls. Im Handling vielleicht, obwohl hier die Fuji durch ihre geringere Größe und Gewicht besticht.

    Früher hätte ich die Leica unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit bevorzugt. Ein Argument, dass Ihnen, wie ihre häufigen Kamerawechsel und -käufe zeigen, wohl eher nicht in den Sinn kommt. Zu analogen Zeiten hatte man eine Leica sein ganzes Leben lang, was auch den Anschaffungspreis rechtfertigen würde. Dies trifft bei digitalen Modellen ohnehin nicht mehr zu. Im Gegenteil: Vor drei Jahren hatte ich mir eine Leica M-E zugelegt, da mich die digitale Reduktion auf das Wesentliche fasziniert hat. Nach 15 Monaten hatte der Sensor einen Sprung. Dies hat mein Vertrauen in die Qualität von Leica-Produkten tief erschüttert. Ihre Outdoor-Erfahrungen mit der Q scheinen das Gegenteil zu belegen. Dennoch bleibt die Frage, ob der dreifache Preis im Vergleich zu einer Fuji X 100f gerechtfertigt ist… ?!

    Mit besten Grüßen,
    Frank Kirschberger.

  2. Andreas K.
    15. Juni 2019

    Leave a Reply

    Sehr launiger Artikel, danke dafür!
    Seit 2 Monaten bin auch ich Q-Besitzer und kann Deine Meinung zu dieser famosen Kamera nur teilen. Ein großartiges Stück Technik, das unglaublich viel Emotion vermittelt – sowohl beim Fotografieren selbst, als auch beim Betrachten der Bilder. Hat man sich an die 28mm gewöhnt, findet man darin eine perfekte Möglichkeit, Geschichten zu erzählen und den Betrachter Teil der Szenerie werden zu lassen.
    Die Q hat mich eine Woche in Hongkong begleitet und trotz Dauerregen sehr viel Spaß gemacht. Der fehlende Spritzwasserschutz war da allerdings doch ein kleines Problem. Aus Angst vor Beschädigung blieb sie dann doch öfter für längere Zeit in der Tasche. Eine Handvoll Bilder findet Ihr auf meiner Website.
    Danke für Deine Artikel, mach weiter so!

    • Claus Sassenberg
      16. Juni 2019

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      Hallo Andreas,

      ja die klassische Q ist die ideale Kamera für Leute, die mit 28mm „sehen“ können. Klein, vergleichsweise leicht und unauffällig – die ideale Kamera für Reisen, ohne sich mit schwergewichtigen Ausrüstungen abzuschleppen, dabei liefert sie eine Bomben-Bildqualität.

      Das liest sich jetzt vielleicht wie aus der Leica-Marketing Abteilung, aber nach fast vier Jahren mit der Q kann ich ihre „Q“-ualitäten wohl beurteilen.

      Übrigens kann sie einiges an Nässe vertragen, zumindest meine hat da ziemlich was mitgemacht. Aber das ist natürlich schwierig zu objektivieren.

      Jedenfalls ist sie meines Erachtens gegenüber der hochgelobten Q2 die bessere Kamera. Die Hardware der Q2 ist der klassischen Q zwar überlegen (Spritzwasserschutz, dicker Akku, vereinfachte Bedienelemente etc.), aber mit diesem idiotisch hoch auflösenden Sensor und den entsprechend riesigen DNG’s kann ich nicht leben. Ich weiss nicht, was DxO da so testet, dass der im Labor derartig gut abschneidet, aber ich traue meinen eigenen Augen. Und die zeigen mir bei einem ganz simplen Vergleich bei Low-Light, dass der alte Sensor weniger rauscht als der „Neue“, oder wenn man mal ein DNG 2-3 Blendenstufen in Lightroom anhebt (oder die Tiefen „holt“), dass dann ebenfalls der „alte“ Sensor besser ist.

      Kurz gesagt: Viel Hype um die Q2, aber wenn man die klassische Q hat, braucht man nicht upgraden.

      Im Gegenteil. Ich überlege zur Zeit hart, ob ich mir nicht wieder eine Q (oder Q-P) zulegen soll, da ich die Q2 verkauft habe. Einstweilen bin ich mit der M10 als einzige digitale Kamera recht glücklich.

      Bleib bei deiner Q, sie wird dich nie enttäuschen!

      Viele Grüße,

      Claus

      • Gustav
        24. September 2019

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        Hallo Claus,

        Thanks to your comments ……. I finally ordered a new Q-P a few days ago and awaiting its arrival later this week or next week. First time ever -I even dared thinking of- actually buying a Leica! This has been in my mind for almost 40 years …… and your articles (including those lovely comments out-here) guided me along my decision.

        Initially D-LUX 7 pulled my attention (this was mainly driven by the lower price). Then the „Verkäufer“ handed the Q over to me; the battery didn’t had any power. Then it didn’t took long before handing over the Q2 -he knew what he was doing-. A few days later he briefed me about their special Sales offer for this particular week….. an additional discount. The Q-P price dropped even below 3500€ margin (same applicable for Q). For me personally still a lot of money …… but a little voice is telling me: „I’ll discover a lot of new things“. I simply couldn’t resist this offer!
        I have selected the Q-P over the Q, because I love the way it looks! I am curious what the 28mm lens will do with.

        Many thanks to all of you (including Leica).
        Viele liebe Grüße, Gustav

        • Gustav
          24. September 2019

          Leave a Reply

          Remark : Correction the price didn’t dropped below 3500. Nonetheless, still a very fair deal . Looking forward when batteries being charged.

  3. PPalada
    15. Januar 2019

    Leave a Reply

    Lieber Claus,
    ich teile die große Liebe/Wertschätzung für die Q, als alter 28er Fan hat sie die M schlicht gekillt, naja, ich muss fairerweise sagen, dass ich als Brillenträger (Gleitsicht-Alters-Leiden) eh quasi behindert war. Da ist der EVF eine Offenbarung. Und dann die Macrofähigkeit…und die RealTime-Belichtungskorrektur! Nach wenigen Wochen habe ich die M gar nicht mehr bedienen können. Und verkauft. Punkt. Aber da ist eben nur das 28er, so großartig diese Linse mit dieser Kamera abgestimmt ist!!! Und sie ist schon irgendwie ein Klotz, kein schlimmer, ein feiner, aber nicht das filigrane Werk wie die M., für den Menschen vor der Linse (das ist klares Feedback, oft gegeben). Hast Du eine M, lachen die Leute „ist das eine Kamera?“ und Du hast das Bild. Q, eher nicht. Aber sie bleibt, sie ist ein Meilenstein!
    Da habe ich jetzt eine Frage an Dich: seit kurzem habe ich eine digitale CL, schraube alte M-Linsen darauf, Bildqualität großartig, und die Menschen grinsen über das putzige Ding mit den alten Linsen. was meinst Du? Passt nicht in Deine Kette an Cameras, aber trotzdem, schon einmal überlegt?
    Beste Grüße
    Philipp

  4. Andreas
    5. Januar 2019

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    Ich habe meine Q nun auch so lange und lebte die letzten Jahre in Peru. Die Kamera war mit mir im ganzen Land, von 35 Grad und Stränden bei Mancora, im feuchten Amazonasgebiet, in den Wüsten um Nazca oder in Eis und Schnee auf 5000 Metern. Nie hat mich die Q im Stich gelassen. Sie ist für mich nahezu perfekt, mit der besten Benutzeroberfläche, intuitiver Bedienung und einer Traumlinse. Sie ist alles was ich mir an einer Immer-dabei-Kamera gewünscht habe, bis vielleicht auf Wechselobjektive. Wobei die Festbrennweite kein eigentlicher Nachteil war, sondern meine Photos besser gemacht hat, weil ich näher ran musste. Dazu kam noch ein weiterer Vorteil. In den gefährlichen Vierteln von Südamerika ist Leica nicht sehr bekannt und sie ist unauffällig. Mit einer grossen Spiegelreflex wäre man dort sehr schnell ein Raubopfer. Ich verlasse mein Haus fast nie ohne sie und sie wurde meine ständige Begleiterin. Auch nach 3 Jahren sehe ich noch keine vergleichbare Kamera auf dem Markt, die mich zum Wechseln brächte. Na ja, vielleicht eine Leica Q II, wenn sie kommt. Aber selbst dann werde ich meine Q nicht hergeben und für immer behalten. Alleine schon wegen den Abenteuern, die wir zusammen erlebten. Einfach eine ausgezeichnete Kamera.

    • Claus Sassenberg
      7. Januar 2019

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      Hallo Andreas,

      um deine Motive beneide ich dich!

      Wenn eine Q Mark II mit längerer Brennweite wirklich mal kommt, hat man eigentlich alles, was man braucht, wenn man die Original-Q behält. Das ultimative Reise-Set.

      Viele Grüße nach Peru und be safe,

      Claus

  5. Jan Öztürk-Lettau
    18. Dezember 2018

    Leave a Reply

    Diese Woche besitze ich meine Q seit zwei Jahren. letzte Woche ist sie vom Sensor reinigen zurück gekommen, frisch beledert (der Service von Leica ist schon klasse!). Ich lasse Ihr so oft den Vortritt gegenüber meiner A9 – die Q kann eigentlich alles – nur schöner. Punkt : )

    Viele Grüße und alles Gute
    Jan

    • Claus Sassenberg
      19. Dezember 2018

      Leave a Reply

      Die Q ist sicher eine der meistunterschätzten Kameras. Wenn man nur das Datenblatt liest, haut sie einen im Vergleich zu anderen Vollformatkameras nicht vom Hocker. Der feine Unterschied liegt im Handling. Wer sich einmal ernsthaft mit ihr jenseits der Vollautomatik befasst hat und gecheckt hat, wie gedankenschnell sich die Kamera an jede Belichtungssituation anpassen lässt, kann bei vielen anderen Kameras fortan leicht die Geduld verlieren. Das Design ist einfach genial.

      Viele Grüße und schöne Weihnachten,

      Claus

  6. Kai
    28. November 2018

    Leave a Reply

    Ja, Kameras sollten das tun dürfen, wofür sie gebaut sind. Und sie sind nicht dafür gebaut, dumm rum zu stehen. Sie wollen bewegt werden und sie wollen auf ihre Art bewegen.
    Traurig macht mich in diesem Kontext, dass Leica still und heimlich die Leica M7 aus dem Programm genommen hat, sie dürfte eine der schnellsten Kameras gewesen sein und ich weiß ihre Macken wie Vorzüge zu schätzen. Meine hat nebst Objektiv in diesem Sommer auf Åland einen bösen Sturz überstanden- auf harten Asphalt. Ich hatte schlimmstes befürchtet, aber trotz einiger äußerlichen Blessuren arbeitete sie zuverlässig weiter. Ich bin wirklich neugierig, ob auch die digitalen Kameras von Leica einen ähnlichen Zyklus haben wie ihre analogen Geschwister.
    Dir viel Freude mit Deinen liebsten Werkzeugen:-)
    Lieber Gruß
    Kai

  7. Maurizio
    24. November 2018

    Leave a Reply

    Danke Claus für den tollen Beitrag
    Liebe meine Q auch immer noch sehr und möchte sie nicht mehr missen wollen, auch wenn sie in letzter Zeit wegen meiner M10 etwas weniger zum Einsatz gekommen ist. Dieses ist aber dem Umstand geschuldet, mich mehr mit der Messsuchertechnik auseinanderzusetzen, inkl. der Möglichkeit, mit div. Objektive fotografisch dazuzulernen und weiterhin so viel Spass damit zu haben. Nehme an, dass diese Experimertierfreudigkeit mit der Zeit abnehmen wird und die Q wieder mehr zum Einsatz kommen wird.

    Freue mich für Dich, dass du dich auf dieses Experiment der D-Lux 7 einlässt und warte gerne auf deinen nächsten Beitrag.
    Lieben Gruss Maurizio

  8. Jens Michael Schuh
    21. November 2018

    Leave a Reply

    Danke für den netten Beitrag. Ich nutze auch seit Jahren die Q und alle versuche fotografisch ohne die Q „weiterleben“ zu können sind grandios gescheitert.

    Die D-Lux 7 finde ich auch interessant, aber mit verschiedenen Versionen des Vorgänger-Modells (2x Leica, 2x Panasonic) hatte ich erhebliche Probleme beim Scharfstellen, ein richtig sitzender Fokus war mehr als Glück und Ausnahme. Deshalb bin ich diesbezüglich erstmal vorsichtig.

    • Claus Sassenberg
      21. November 2018

      Leave a Reply

      Hallo Jens,

      ich werde vermutlich das Experiment D-Lux starten, trotzdem schon mal vielen Dank für den Hinweis!

      • Charles V.
        21. November 2018

        Leave a Reply

        Nicht die schlechteste Option ein D-Lux Experiment zu starten. Ich besitze die D-LUX 109 seit vier Jahren und auch sie ist mir richtig ans Herz gewachsen. War allerdings ebenfalls wegen Staub auf dem Sensor im CC. Zum Glück innerhalb der Garantiezeit. 7 Tage musste ich ohne sie auskommen. Zum Schärfeproblem das Jens anspricht kann ich sagen, das ich nach dem Austausch der Elektronik ich das Gefühl habe, die Kamera kann nun besser mit diesem Problem umgehen. Ich hoffe mal das die neue D-LUX 7 auf dem neuesten Softwarestand ist und diese Probleme sich minimiert haben. Auch der AWB hat sich meiner Meinung verbessert. Ansonsten gefällt mir die der Handhabung dieser Kompakt-Kamera. Er ist der Q so schön ähnlich.

        • Claus Sassenberg
          22. November 2018

          Leave a Reply

          Na, das klingt ja schon recht hoffnungsvoll. Ich gehe mal ganz wertfrei an die Sache heran. Irgendwann in den nächsten zwei Wochen soll das gute Stück lieferbar sein.

          Viele Grüße und danke für den Erfahrungsbericht,

          Claus

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