Wo Licht ist, ist auch Schatten

Wo Licht ist, ist auch Schatten

Kommentare

  
  1. Max sagt:

    Danke für den wertvollen Beitrag. Solche Vergleichsbilder sind immer super, um unterschiedliche Rahmenbedingungen zu vergleichen und den eigenen Geschmack zu prägen. Klasse! Genau wie bei Weinproben. Bei 3 Weinen weiß man immer genau, welcher einem am besten schmeckt – und auch warum.

    Ich selbst versuche mich zur Zeit gerade am Leitprinzip „Authentizität“. Wissenschaftler halt. Und wenn man dann wie ich den Film-Look mag, bleibt einem natürlich nichts anderes übrig, als wieder konsequent analog zu fotografieren. Der Aufwand nervt teilweise etwas. Aber die Befriedigung (und eigene Toleranz) ist bei den Ergebnissen größer als bei den (hervorragenden) Fuji-Filmsimulationen oder einem Bild aus Silver Efex. Das wirkt schnell mal artifiziell, wenn man es wie oben beschrieben mit den Kontrasteffekten übertreibt und Bilder arrangiert, die man in kaum einer Dunkelkammer produzieren könnte.

    Fotografie ist und bleibt halt immer eine Kompromissentscheidung. Deshalb ist sie auch so unterhaltsam…

    Danke für den Artikel und beste Grüße aus Boston,
    Max

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Vielen Dank für das Feedback! Ich werde vermutlich auch in Zukunft weiter Beiträge und Vergleiche analog/digital machen.

      Viele Grüsse nach Neuengland aus dem fernen Ostwestfalen!

  2. Christiane Pesendorfer sagt:

    Lieber Claus,

    nur gut, dass es keinen Stillstand gibt! Ich finde es spannend, in älteren Blogs herum zu stöbern und eine Entwicklung zu beobachten.

    Die perfekte Belichting eines Bildes ist aus Zeitgründen wirklich oft unmöglich, – ein schöner Augenblick wartet eben manchmal leider nicht auf den Fotografen. Perfektion ist für mich in bestimmten Situationen auch sekundär. Bei tollen Momentaufnahmen, bei denen die Gesamtstimmung grandios ist, schon mal erst recht.
    Davon abgesehen finde ich persönlich, ist die Bildbearbeitung sehr stimmungsabhängig. Irgendwann habe ich z.B. mal ein Foto über Wochen immer wieder aufs Neue bearbeitet und jedes Mal ist etwas anderes dabei heraus gekommen. Das geht soweit, dass ich mich bemühe, Bilder, die zusammengehören, möglichst an einem Tag fertig zu stellen, weil ich ansonsten selber hinterher den Unterschied sehen würde (andere vielleicht auch). Grundsätzlich finde ich es aber schön, wenn man sich zurück hält und einem auf den Fotos nicht die „gemachte Intensität“ entgegen springt (aber natürlich auch motivabhängig).

    Interessant finde ich, was du über die „typisch weibliche Lösung“ schreibst 🙂 Wir (ich meine mich und viele andere fotografierende Frauen, die ich kenne und die sich im Laufe der Zeit ein gutes technisches Wissen angeeignet haben und dieses auch gezielt einsetzen können) machen vieles intuitiv aus der Leidenschaft herraus, etwas Kreatives, Emotionales, Stimmungsechtes….. aufs Bild zu bringen. Der Weg dahin ist oftmals wirklich ein anderer, als vielleicht Männer ihn gehen – auch spannend!

    Liebe Grüße
    Christiane

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Liebe Christiane,

      du hast vollkommen recht, nicht die technische Qualität eines Fotos entscheidet über dessen Wert. Darum ist es wichtig, den Moment einzufangen und sich nicht lange zu überlegen, ob denn die Belichtungsparameter alle optimal sind. Dann wird man nämlich die meisten guten Augenblicke verpassen.
      Ebenso kann ich dir die „Stimmungsabhängigkeit“ der Bildbearbeitung bestätigen, das habe ich bei mir auch schon beobachtet. Eine Serie von Bildern (eine Reportage, Hochzeit etc.) sollten in der Tat mit den gleichen Einstellungen bearbeitet werden, sonst geht der Zusammenhang verloren.
      Und wie ich schon in der Antwort auf Martins Kommentar sagte: Es ist völlig normal, dass man sich mal intensiver mit Fotos beschäftigt, die einem besonders am Herzen liegen.
      Ausserdem freue ich mich, wenn du mir zustimmst, dass Frauen sich beim Fotografieren oft nicht so selbst im Wege stehen wie Männer (ich muss ja vorsichtig sein mit solchen Aussagen, die vielleicht sehr pauschal sind). Aber wie du schon sagst: Das hat nichts damit zu tun, dass nicht auch fundiertes technisches Wissen vorhanden ist.

      Claus

  3. Hallo Claus,

    Deine Event- und Reportagenfotografie hatte ich nicht berücksichtigt. Klar, da hast Du keine Möglichkeiten für eine exakte Ausbelichtung. Bei solchen Gegebenheiten würde ich wahrscheinlich versuchen, konservativ etwas unterzubelichten und die Schatten dann in der EBV zu öffnen. In wie weit dies die DNG´s von Leica zulassen, weis ich mangels Erfahrung nicht – wird sich aber bald auch von mir erfahren lassen 😉

    Bei meiner ehemaligen Nikon kannte ich den Kontrastumfang und konnte hier entsprechend die Belichtung so einstellen, dass sich beim Öffnen der Schatten kein Rauschen einstellte. Da kannte ich die Grenze genau … und bin gespannt, wo diese sich bei meiner M-P befindet.

    Liebe Grüße von einem in Bayern lebenden Originalwestfalen,
    Martin

  4. Hallo Claus,

    wie bekannt dürfte auch hier gelten: Die Dosis macht´s.

    Grundlage für eine moderate Bildnachbearbeitung ist bei mir i. d. R. aber immer ein gut ausgelichtetes Foto ohne ausgefressene Lichter und ggf. noch akzeptabler leichter Unterbelichtung in den Schatten. Sollte der Kontrastumfang zu groß sein, mache ich eine Belichtungsreihe mit exakter Belichtung in den Lichtern und Tiefen und lasse diese beiden Bilder (nur zwei) in LR zu Einem zusammen setzten. Dies macht LR mittlerweile absolut moderat, ohne Angst vor jedwelchen Augenkrankheiten haben zu müssen.
    So erstellt habe ich eine gute Ausgangslage für die weitere Bildbearbeitung. Gilt natürlich auch für Silver Effex analog.

    Herzliche Grüße,
    Martin

    • Claus SassenbergClaus Sassenberg sagt:

      Hallo Martin,

      Da hast du selbstverständlich recht: Sola Dosis facit venenum! Dein Workflow bei hohem Kontrastumfang ist absolut sinnig. Mit einer sorgfältig belichteten Landschaftsaufnahme kann man sich ruhig auch ein bisschen mehr Arbeit bei der Nachbearbeitung machen.

      Mein Plädoyer zielte auch nicht unbedingt auf die Mühe ab, die man sich mit einzelnen Bildern ruhig machen soll, sondern mehr auf „extreme“ Einstellungen. Davon ab: Wer das gern tun möchte, soll sich frei entfalten… des Menschen Wille ist sein Himmelreich. Nur darf er nicht erwarten, dass du und ich beifällig nicken, wenn er uns seine Galerie zeigt.

      Und was das Ausbelichten betrifft: Du weisst ja, dass ich häufig Events fotografiere oder Reportagen mache, da hat man oft keine Zeit, die ideale Belichtung auf den Punkt zu treffen. Ich dann froh, wenn die Dynamik des Sensors zulässt, das auszugleichen. Meist geht es dabei aber nur um Bruchteile von 1EV.

      Liebe Grüße aus Ostwestfalen,

      Claus

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