Der Atem von Olivenbäumen

Der Atem von Olivenbäumen

Kommentare

  
  1. Anke Wanjura sagt:

    Immer wieder gute Fotos, launige Texte und hilfreiche Tips und Anregungen. Danke auch für den neuen aufgeräumten Look der Webseite! Ich suche tatsächlich ab und an nach einem bestimmten früheren Beitrag und das war dann doch öfters mal viel Scrollerei…

    • Claus Sassenberg sagt:

      Liebe Anke,

      vielen Dank für dein nettes Feedback! Und du hast recht: Obwohl ich die „alte“ Homepage letztes Jahr abgeschaltet habe, die bis ins Jahr 2009 zurückreichte und die „Neue“ 2015 beginnt, ist der Inhalt (selbst für mich) manchmal unüberschaubar geworden.
      Dabei gibt es einige Dinge, die nicht veralten. Ich habe mir vorgenommen, die vorhandenen Beiträge stärker zu kategorisieren und eine Extra-Übersichtsseite anzulegen, wo man einen Überblick über Themenbereiche bekommt. Eine erste Maßnahme war die leichte Umstrukturierung, auf die du anspielst. Der Winter ist lang…

      lg, Claus

  2. Dirk sagt:

    Lieber Claus,

    nach einem Wochenende in Berlin komme ich endlich dazu, Deinen neuen Beitrag zu lesen. Frankreich weckt schon Begehrlichkeiten und im nächsten Jahr sollten es alle Ungeimpften zum „G“ wie genesen geschafft haben und wir hoffentlich zu einem „normalen“ Leben zurückkehren können.
    Bei mir warten die letzten Bilder auf dem 4. Film des Päckchens 200T belichtet zu werden. Dann schauen wir mal. Ich bin jedenfalls sehr gespannt.
    Deine Bilder des 50D sind verblüffend. Glücklicherweise kann man über’s Internet kein Pixelpeeping betreiben. Der hier sichtbare Dynamikumfang im Vergleich zur M10 ist allerdings sehr, sehr beeindruckend. Das macht verständlich, warum Quentin seine Filme damit dreht. Ich denke dabei an die Tagszenen von „Once upon a time in Hollywood“. Vermutlich spart er viel Arbeit bei der Beleuchtung und Verschattung, weil der Film es einfach kann.

    Läßt Du Dir von Silbersalz die Negative auch zuschicken? Hoffentlich kann bald wieder geliefert werden. Der 50D schreit förmlich danach, in die FM2 mit ihrer 1/4000s geladen zu werden.
    An dieser Stelle noch mal vielen, vielen Dank an Dich für den 85B in 52mm.

    Liebe Grüße,
    Dirk

    • Claus Sassenberg sagt:

      Lieber Dirk,

      sonst sagte ich eigentlich immer, dass Pixel-Peeping bei analogen Fotografien blödsinnig ist, aber beim 50D ist der Vergleich mit Digital schon nicht abstrus. Allerdings kann ich sagen: Auf Pixelebene ist immer noch bei der M10 die letztendlich größere Auflösung (nur ist das für das Foto, oder sagen wir die Bildwirkung insgesamt irrelevant). Bloß beim Dynamik-Umfang kommen mir ernsthaft Zweifel, ob der 50D den Sensor der M10 nicht in den Schatten stellt (pun intended).

      Ich lasse mir die Negative immer zurückschicken. Für mich ist das eine wichtige Sache bei analoger Fotografie: Die Negative überdauern die Zeit. Kodak Vision soll sehr gut archivierbar sein.

      Ich habe z.B. noch ein Kästchen mit 6X9-Negativen meines Großvaters, viele Familienbilder und auch Zeitdokumente von vor dem 2. Weltkrieg. Die Scans davon sind, als seien sie gestern entwickelt (gut – ein paar Kratzer muss man schon mal beseitigen).

      85b-Filter: Gern geschehen! Aber du musst damit rechnen, trotzdem noch ein bisschen am Weissabgleich der Scans zu arbeiten, ausser, der kühle Ton passt als Stilmittel.

      Habe auf deiner Seite die Fotos aus Luxemburg bestaunt. Tolle, atmosphärische Fotos und klasse Architektur-Aufnahmen. Wer immer sonst noch hier die Kommentare liest, dem sei deine Webseite wärmstens ans Herz gelegt. Es lohnt sich!

      Ich korrigiere mich! Eure Seite! Schließlich steuert deine Frau auch einiges bei!

      Liebe Grüße, schönen Abend,

      Claus

  3. Toller Beitrag und tolle Fotos. Wirklich sehr Lesens- und Ansehenswert 🙂
    Eine Frage hätte ich dann doch noch: Entwickelst und scannst du selbst, oder lässt du das machen, wenn ja wo?

    • Claus Sassenberg sagt:

      Hallo Damian,

      die Cinefilme erfordern ein spezielles Entwicklungsverfahren (nicht C41, sondern ECN-2, das kann kein anderes Labor!) und können nur bei Silbersalz35 in Stuttgart entwickelt und gescannt werden! Wenn du mehr Hintergrundwissen brauchst, lies den ersten Blogbeitrag zu dem Thema Cinefilm, da wird alles genauer erklärt.

      Ansonsten gibt es für mich nur ein Labor, wo ich alles entwickeln und scannen lasse: MeinFilmLab von Jörg Bergs. Seit ich da gelandet bin, ruht mein ansonsten wirklich guter Nikon Coolscan V. Entwicklung und Scans lassen nichts zu wünschen übrig. Übrigens kann man Jörg jederzeit nerdige Fragen zu analogem Film stellen!

      Viele Grüße aus Ostwestfalen,

      Claus

  4. Andy Diehl sagt:

    Hallo Claus!

    Vielen Dank für diesen Beitrag und Deinen Frankreich Reisebericht. Die Bilder sprechen auf jeden Fall dafür, dieser Region mal einen Besuch abzustatten. Wie heißt es so schön: „ I haven`t been everywhere but it`s on my list.“

    Nachdem ich diesen Sommer in Finnland die Möglichkeit hatte ganze 4 Rollen des Silbersalz 050D zu verschießen, kann ich Deine Einschätzung zu diesem Film uneingeschränkt teilen. Was Auflösung und Dynamik angeht, ist dieser Film wirklich verblüffend, allerdings liebt der 050D Film auch viel Licht (wie nicht anders zu erwarten) und belohnt dann mit umso besseren Ergebnissen. Der erste Blick auf die „Previews“ lässt schon zart hoffen, das eigentliche „Aha Erlebnis“ folgt dann immer beim Öffnen der Roh Scans.

    Jetzt folgt irgendwie auch das „Aber“…

    Ich bin wirklich hin- und hergerissen, ob der „Workflow“ mit den Silbersalz Filmen nicht meiner grundsätzlichen Idee von Filmfotografie im Wege steht? Warum fotografiere ich mit Film? Weil bereits mit dem Auswählen des Films Gedanken über den Farblook, das Motiv, ja überhaupt eine gewisse mentale Bildidee entsteht. Ich gehe also eine sehr bewusste Entscheidung für einen Film ein. Der kreative Prozess beginnt somit schon vor dem eigentlichen Bild und ist nach der Belichtung final abgeschlossen. Auch die Silbersalz Filme bringen ihren eigenen Farblook mit, die Farbpalette in leichtem grün-gelb und einem zarten violett in den Blautönen. Allerdings steht es mir hinterher vollkommen frei, in welche Richtung ich den „Roh Scan“ später in der Nachbearbeitung entwickele.

    Spannend finde ich, dass Du oft ähnliche Gedanken zum Thema M10 vs. Silbersalz hattest, so sind auch während meines Urlaubs viele Vergleichsbilder zwischen Digital und sagen wir jetzt mal „Hybrid“ entstanden. Dies vertiefte eigentlich nur die Frage, warum ich das Bild dann nicht eigentlich gleich in Digital aufgenommen habe? Der Farblook des Films lässt sich übrigens mit den Raw Files der M10 recht gut, wenn auch mit einigem zeitlichen Aufwand, in Photoshop „nachbauen“.

    Final habe ich jetzt noch nicht für mich entschieden, ob ich das Ganze gut finden soll oder doch wieder zu den „klassischen“ Filmen greife. Eine Antwort wird vielleicht das gedruckte Ergebnis auf Papier bringen.
    Das Eine schließt ja das Andere nicht unbedingt aus. In diesem Sinne.
    Ein Porta ist eben ein Portra und ein Ektar ein Ektar. Ein Silbersalz ist halt ein…na ja, ich weiß es eben noch nicht. 😉

    Liebe Grüße
    Andy

    • Claus Sassenberg sagt:

      Guten Morgen Andy,

      genau das, was du aussprichst, hat mich vom ersten Silbersalz-Rawscan ab auch beschäftigt. Nicht umsonst hatte ich den ersten Bericht darüber mit dem ironischen Satz über „Häresie“ und „Abkehr von der reinen Lehre“ der Analogfotografie begonnen.

      Um deine moralisch-ethischen Bedenken zu zerstreuen, folgendes Plädoyer:

      Mittlerweile bin ich zu dem Schluss gekommen: Selbstverständlich ist das Analog-Fotografie! Belichte ich nicht ein chemisches Medium und erzeuge ich nicht Negative? Die zudem ausgezeichnete Archiveigenschaften haben. Der Film hat seine eigenen Farben, seinen eigenen Charakter.

      Geissele dich nicht, nur weil du Scans an die Hand bekommst, die aus dem ohnehin dynamisch reichhaltigen Material eine Vielzahl an kreativen Optionen offen lassen. Es ist immer noch deine Entscheidung, wie du vorgehst.

      Ich habe das bisher nie ausgeschöpft, ich lege keine Filter darüber, lasse die „Color Science“ von Silbersalz35 links liegen und alles andere, was mir zu hipstermäßig daherkommt. Die Fotos, die man bisher bei mir sah, sind (bis auf die deutlich gekennzeichneten Beispiele im ersten Blog-Beitrag) alle so, wie der Film wirklich zeichnet. Man kann also sagen: „Das ist der Film, und wenn jemand das Negativ erneut scannt und die Tonwerte einstellt, kommt er zu demselben Ergebnis.“

      Und den Charakter finde ich sehr ansprechend, auch die Farbschattierung, die du exakt beschrieben hast. Es stimmt, dass man M10-Dateien an das Farbschema des Films annähern kann, allerdings behaupte ich (und ich betrete hier möglicherweise dünnes Eis, weil nur ein Bauchgefühl), dass der Silbersalz 50D (und evtl. auch die anderen Kodak-Vision-Filme) die dynamische Breite des M10-Sensors übertrifft und damit die „Annäherung“ ihre Grenze in Licht und Schatten findet.

      Naja, und die Tatsache, dass man eine M10-Datei (oder irgendeine aus einer anderen hochwertigen Kamera) wie den Film aussehen lassen kann, ist schliesslich bei allen anderen Filmen genauso (darum gibt’s ja die Emulationsprogramme). Ich habe schon oft in DxO-Filmpack eine M10-Datei mit Kodak-Portra-Look versehen.

      Unterm Strich: Bei mir steht die Entscheidung fest: Auch die Cinefilme „verraten“ nicht die klassischen Werte der Analogfotografie.

      Ich hoffe, damit deine berechtigten Bedenken ein wenig zu zerstreuen,

      liebe Grüße,

      Claus

      • Andy Diehl sagt:

        Hallo Claus!
        Vielen Dank für Deinen Kommentar. Mir ging es nicht darum, die Legitimation des Silbersalz Films als analoges Medium in Frage zu stellen, noch mich moralisch über das Richtig oder Falsch in der Analogfotografie zu erheben. Es war eher die Frage, ob das Produkt für mich in meiner fotografischen Welt Sinn macht? Mag ich das Ergebnis, gefällt mir das, was ich dort vor mir sehe?

        Ich habe mittlerweile einige größere Probedrucke angefertigt und bin von dem Ergebnis mehr als angetan. Die Tonalität ist wunderbar, die Auflösung ausreichend für auch sehr große Drucke und die Schärfe sehr angenehm ohne dabei in irgendeiner Form die harte Schärfe eines digitalen Bildes zu haben. Analog halt…

        Abschließend wäre zu sagen, dass ich diese Filme doch eher als Bereicherung sehe und ich sicher davon noch den ein oder anderen in meine Kameras laden werde,

        Grüße

        Andy

        P.S. Auf Deinem Bild der Monts d`Ardéche sind übrigens im Vordergrund Weideröschen zu sehen. Die wachsen auch in großer Zahl in Zentral Finnland. Dort heißen sie „Horsma“. Umgangssprachlich nennt man sie dort auch die „Rose des unehrlichen Mannes“. 🙂

        • Claus Sassenberg sagt:

          Hallo Andy,

          so negativ hatte ich es auch nicht von dir verstanden, oder dass es irgendeine „moralische“ Seite dabei gibt. Ich komme auf jeden Fall zu demselben Ergebnis wie du: Es lassen sich tolle Prints damit machen, die alle Tugenden eines analogen Bildes in sich tragen.

          Liebe Grüße, schönen Sonntag,

          Claus

          P.S. Die „Horsma“ wachsen bei uns in Lippe jedenfalls auch reichlich. Wohl wie die Unehrlichkeit überall verbreitet…

  5. Kai sagt:

    Moin, Claus.
    Schön, dass Ihr euch von den Strapazen des letzten Jahres erholen konntet. Ja, Corona: wenn es nur der Abstand wäre und die Hygiene. Aber es geht ein Riss durch die Gesellschaft, durch die eng geglaubten Freundschaften und Familien. Abstand kann man noch irgendwie halten oder eben fern bleiben. Aber der Riss, die Verschwörung- das macht mich ratlos.

    Um so schöner, solche Farben aus dem Paradies zu sehen. Ja, die Erde war mal als Paradies gedacht- Deine Aufnahmen zeigen das mal wieder. Sollten wir uns mal wieder bewusst machen. Und thanks giving demütig statt verfressen zu sein….

    Aber zu den Bildern. Die machen Lust, nach Frankreich zu fahren. Was mich begeistert ist, dass es den Cinefilm mittlerweile als 25ASA gibt. Die teils hohe Empfindlichkeit hat mich immer abgeschreckt.

    Ach ja, und das Werbebild vom T6- wir haben ihn mit Tränen verkauft. Und hoffen, irgendwann mal wieder einen gebrauchten zu finden, der bei uns dann so teuer sein wird, wie in Deutschland ein neuer.

    Aber was Dich bewogen hat, nun in Sachen Objektiv fremd zugehen- da bin ich doch sehr neugierig drauf:-)

    Lieber Gruß aus dem Norden
    Kai

    • Claus Sassenberg sagt:

      Lieber Kai,

      es war wirklich ein Geschenk, mal wieder mit meiner Frau in mein liebstes Reiseland zu kommen, das Licht und die Wärme zu spüren, Sport treiben zu können in einer Landschaft, die es bei uns nicht gibt. Ein paar nette Worte mit der Bäckersfrau zu tauschen oder mit Franzosen, denen man begegnet. In Arles traf ich eine gleichgesinnten Leica-Freund mit einer Monochrom.

      Was die Voigtländer-Optiken betrifft: Sie sind einfach sehr gut und vor allem… klein! Du weißt ja, ich habe einen Spleen mit dem Packmass der Ausrüstung. Wenn ich schon Kamera und wohlmöglich zwei Objektive mitschleppe, müssen die in eine Mini-Tasche passen.

      Über das Ultron habe ich schon in einem eigenen Blog berichtet.

      Obwohl das 21mm Super-Elmar immer noch das Mass aller Dinge ist, steht das neue Color-Skopar dem nicht nach (dazu gibt’s auch einen sehr exakten Sean Reid-Review). Ultron und Color-Skopar sind beide sehr zierlich, was in keinem Verhältnis zu deren Leistung steht. Wenn man das noch in ein Preis-Leistungsverhältnis steckt, kann Leica dagegen einpacken.

      Liebe Grüße nach Dänemark,

      Claus

      • Ingo Reinhardt sagt:

        Lieber Claus,
        der Bericht erinnert mich wieder an meine Studienzeit vor 50 Jahren mit meinen Freunden. Da Sie die Voigtländer-Objektive erwähnt haben, werde ich im Oktober diese an der M8 (für SW) nach Armenien mitnehmen. Eine gute Erinnerung an die schon verstaubten VM-Objektive (4/21, 2,5/35, 1,5/50 und Leica C 4/90) diese wieder auszupacken und nicht die M10 mit Summicron-Objektiven.

        Liebe Grüße aus Graz
        Ingo

  6. Andreas Berger sagt:

    Sehr schöner Bericht mit sehr schönen Fotos!
    Ich empfehle als Urlaubsnachlektüre unbedingt Tim Krabbé, Das Rennen …
    BG Andreas

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